{"id":668709,"date":"2025-12-24T09:12:21","date_gmt":"2025-12-24T09:12:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/668709\/"},"modified":"2025-12-24T09:12:21","modified_gmt":"2025-12-24T09:12:21","slug":"eine-weihnachtsbotschaft-von-wuppertaler-superintendentin-und-stadtdechant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/668709\/","title":{"rendered":"Eine Weihnachtsbotschaft von Wuppertaler Superintendentin und Stadtdechant"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weihnachten. Das Fest der Liebe.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass es Weihnachten gibt, verdankt sich allein dieser einen Botschaft: \u201eF\u00fcr euch wurde heute der Retter geboren\u201c &#8211; Jesus, den wir Christen glauben als den Christus, den vom j\u00fcdischen Volk erwarteten Messias, der nun kommt f\u00fcr alle Welt. In Bethlehem geschah das, vor gut 2000 Jahren. Wir erfahren davon im Lukasevangelium im neuen oder besser: im zweiten Testament in der Bibel. Ein Kind wurde geboren. Nicht irgendein Kind. Ein Kind, in dem wir Gott selber finden. Gott kommt in unser Leben in einem Menschenkind.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es brauchte schon damals eine Heerschar Engel, damit diese unglaubliche Botschaft menschliche Ohren erreicht: Hirten auf dem Feld erfahren es als Erste. Wir m\u00f6gen es s\u00fc\u00df finden, dass in den kargen Worten der biblischen Geschichte von Jesu Geburt ausgerechnet das Detail berichtet wird, dass das Kind in Windeln gewickelt war. Dieses Detail aber stellt ganz klar: Es ist ein wirkliches Menschenkind, das wie alle Neugeborenen noch in die Windel macht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Aus Liebe l\u00e4sst sich Gott g\u00e4nzlich in unser Leben hereinziehen. Mit allen Details. Aus Liebe zu seinem Volk Israel. Aus Liebe zu seiner Menschheit, die alles tut, um verloren zu gehen, in ihren Krisen und Kriegen, in Unrecht und Verletzungen. Aus Liebe zu denen, die leiden, die voll Trauer sind, die niemanden haben, die unter die R\u00e4der der Unmenschlichkeit kommen. Jesus wird geboren, w\u00e4hrend das j\u00fcdische Volk durch das r\u00f6mische Imperium unterdr\u00fcckt wird in einer Zeit der Gewalt, des Hasses, der sozialen Not.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ja, sagen Sie vielleicht: Das h\u00e4tte Gott doch auch anders haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Jugendliche in meinem Konfirmandenunterricht vor Jahren meinten: Gott kann die Menschen doch einfach anders machen. So eine Art positive Gehirnw\u00e4sche. Nein, kann er nicht. Wir w\u00fcrden nicht mehr das Fest der Liebe feiern. Denn wahre Liebe kann das nicht. Wer seine Kinder wirklich liebt, kann sie nicht manipulieren und zurechtbiegen. Liebende Eltern werden versuchen, den besten Weg f\u00fcr ihre Kinder mit ihnen zu finden, auch durch Krisen und manche Ohnmacht, dass sie ihnen entgleiten k\u00f6nnten. Wer Menschen wirklich liebt, kann nicht danach trachten, sie nach den eigenen Vorstellungen zu formen. Wo Menschen versuchen, andere so gef\u00fcgig oder abh\u00e4ngig zu machen, da richtet es b\u00f6sen Schaden an Seele und Leib an. Im pers\u00f6nlichen Leben, und, wie wir ersch\u00fctternd erleben, zwischen ganzen V\u00f6lkern.<\/p>\n<p>Die Liebe Gottes ist aus der<br \/>Welt nicht mehr wegzudenken      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Da danke ich Gott f\u00fcr Weihnachten. F\u00fcr das Fest wirklicher Liebe. Sie ist alles andere als blind. Sie sieht die Menschen wie sie sind \u2013 und liebt sie trotz allem, was dagegenspricht. Wer m\u00f6chte nicht so geliebt werden. Wer m\u00f6chte nicht gesehen und angenommen werden als der Mensch, der man wirklich ist. So sieht Gott uns an. In bedingungsloser Liebe.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gott kommt in Jesus. Und Jesus Christus wird einen langen, schmerzvollen Weg gehen, um Menschen zu erreichen mit der Liebe Gottes. Er wird sich damit Feinde machen und get\u00f6tet werden. Und er wird mit der ganzen Liebe Gottes auferstehen. Das feiern wir Christen an Ostern. Weihnachten hei\u00dft auch: Die Liebe Gottes ist aus der Welt nicht mehr wegzudenken. Sie wird das B\u00f6se \u00fcberwinden, ja, das wird sie. Aber eben nicht so, als wenn man einen Hebel umschaltet, sondern sie geht mit uns durch Freude und Elend auf dieser Welt, um uns mitzunehmen auf diesem Weg. Um in uns zu erreichen und in uns zu schaffen, dass die Menschlichkeit und die Liebe neu geboren werden in uns und unter uns.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weihnachten, das Fest der Liebe. Und der Hoffnung. Hoffnung, dass diese Liebe, und nur sie, uns selbst und unsere Welt ver\u00e4ndern wird. Weihnachten will uns einen Blick schenken f\u00fcr das Menschsein der anderen. Einmal ohne vorgefasste Urteile, ohne die Bilder, die wir uns von ihnen machen. Gott hat sich ganz auf uns eingelassen. Mit seiner Hilfe k\u00f6nnen wir es untereinander tun. Auch auf die, die anders sind, anders glauben, anderswo herkommen. Weihnachten macht Mut, manchmal lange und m\u00fchevolle Wege zu gehen, um die Welt ein bisschen besser zu machen, statt auf die allzu einfachen Antworten und vermeintlichen L\u00f6sungen zu setzen. Weihnachten ist ein Pl\u00e4doyer, den Frieden zu suchen und ihn nicht aufzugeben. Wir sind damit nicht allein. Denn Gott wurde uns zugute Mensch, um f\u00fcr uns da zu sein. Ein guter, ja der beste Grund, das Fest der Liebe zu feiern.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So w\u00fcnschen wir Ihnen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weihnachten. Das Fest der Liebe. 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