{"id":669598,"date":"2025-12-24T20:27:21","date_gmt":"2025-12-24T20:27:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/669598\/"},"modified":"2025-12-24T20:27:21","modified_gmt":"2025-12-24T20:27:21","slug":"portugal-urlaub-zwischen-altstadtflair-und-vulkaninsel-portugals-zauber-wirkt-ueberall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/669598\/","title":{"rendered":"Portugal Urlaub: Zwischen Altstadtflair und Vulkaninsel &#8211; Portugals Zauber wirkt \u00fcberall"},"content":{"rendered":"<p>Portugal ist eine der vielseitigsten Reisedestinationen Europas. Was etwa an der Hauptstadt Lissabon mit ihrem Kunstverst\u00e4ndnis liegt. Oder an der Algarve mit ihren preisgekr\u00f6nten Str\u00e4nden. Und nicht zuletzt den Azoren, dem von einem Vulkan \u00fcberragten Au\u00dfenposten mitten im Atlantik.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Lange war <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/lissabon-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/lissabon-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lissabon<\/a> fast so etwas wie die vergessene Metropole des Kontinents, gelegen am Rand von Europa, das Tempo gedrosselt, die Stimmung gelassen. Die Wahrnehmung hat sich ver\u00e4ndert. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/portugal-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/portugal-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Portugals<\/a> Kapitale, deren Geschichte mehr als 3000 Jahre zur\u00fcckreicht, ist zu einem Top-Favoriten internationaler Touristen und digitaler Nomaden geworden.<\/p>\n<p>Kein Wunder, die Stadt am Tejo ist sch\u00f6n, das Wetter meist auch sehr anst\u00e4ndig. Zudem liegen die Lebenshaltungskosten \u2013 obwohl sie zuletzt gestiegen sind \u2013 deutlich unter denen von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/london-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/london-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">London<\/a> und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/paris-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/paris-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Paris<\/a>.  Mehr Direktverbindungen zum Humberto-Delgado-Flughafen trugen ebenfalls zum Aufschwung bei. Der Aeroporto ist jedoch sehr in die Jahre gekommen. Wenn es um P\u00fcnktlichkeit geht, steckt er noch fest im Retro-Modus.<\/p>\n<p>Auf den Stra\u00dfen h\u00f6rte man in diesem Sommer wieder viel Englisch, Deutsch, Franz\u00f6sisch, sogar Chinesisch und Koreanisch. Kleine H\u00e4user in den Altstadtvierteln sind zu Ferienwohnungen umgewandelt worden, vermittelt durch die einschl\u00e4gigen Internetplattformen. Caf\u00e9s und Andenkengesch\u00e4fte haben alteingesessene H\u00e4ndler verdr\u00e4ngt. Wie im Nachbarland <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/spanien-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/spanien-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spanien<\/a> hat sich dagegen Protest geregt. Der Segen der gr\u00f6\u00dferen internationalen Anerkennung hat eben auch seine Nachteile.  <\/p>\n<p>Was zum Gl\u00fcck erhalten blieb, ist der nahezu kleinst\u00e4dtische Charakter. Mit knapp 580.000 Einwohnern so gro\u00df wie Bremen, kann man in Lissabon dank der H\u00fcgellage und der vielen kleinen Viertel ein beschauliches Dasein f\u00fchren. <\/p>\n<p>Altmodische Stra\u00dfenbahnen zuckeln durch die Stra\u00dfen, es gibt zahlreiche Pl\u00e4tze, Parks und G\u00e4rten. Auch die Klischees haben \u00fcberlebt: In Restaurants prangen blau-wei\u00dfe Azulejos an den W\u00e4nden, auf den Tischen stehen Stockfischgerichte aus Kabeljau, ausgeschenkt wird Vinho Verde. Dazu ert\u00f6nt Fado-Musik, jener schwerm\u00fctige Schicksalsgesang, der Anfang des 19. Jahrhunderts in den Hafenkneipen der Stadt erfunden wurde.  <\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfe zeigt Lissabon bis heute. Zum Beispiel, wenn man auf den steilen H\u00fcgel in Alfama steigt und \u00fcber die roten D\u00e4cher hinweg zum breiten Tejo blickt. Hier oben bekommt man noch ein Gef\u00fchl f\u00fcr die globale Bedeutung, die die Kolonialmacht Portugal einst besa\u00df. Weltst\u00e4dtisch mutet auch die baumbestandene Avenida da Liberdade an \u2013 kaum eine Stra\u00dfe in Europa bietet eine h\u00f6here Dichte an Luxusgesch\u00e4ften.  <\/p>\n<p>Nicht weniger gut shoppen kann man in Pr\u00edncipe Real n\u00f6rdlich des Bairro Alto. Die Stra\u00dfen des Viertels sind ges\u00e4umt von H\u00e4usern aus dem 19. Jahrhundert, liebevoll restauriert. Kunstgalerien, Boutiquen und Concept-Stores wie \u201eEmbaiXada\u201c sind in die alten Bauten gezogen. Das Angebot reicht von Bikinis f\u00fcr den Badeurlaub an der Algarve bis zur anspruchsvollen Herrenmode f\u00fcr einen festlichen Abend im Teatro Nacional de S\u00e3o Carlos.<\/p>\n<p>L\u00e4ngst ist Lissabon zu einem Zentrum f\u00fcr moderne Kunst, Architektur und Design aufgestiegen. Diesen Ruf hat es Institutionen zu verdanken wie dem in einem futuristischen Geb\u00e4ude untergebrachten Museum f\u00fcr Kunst, Architektur und Technologie (MAAT) am Flussufer in Bel\u00e9m oder dem Centro de Arte Moderna Gulbenkian (CAM), das gerade einen spektakul\u00e4ren neuen Fl\u00fcgel von dem japanischen Architekten Kengo Kuma erhalten hat.  <\/p>\n<p>Um das gro\u00dfe Kunstverst\u00e4ndnis der Stadt zu erfassen, reicht allerdings der Blick auf den Boden. Ins Pflaster der Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze sind aufw\u00e4ndigste Dekorationen gelegt: Girlanden und Sterne, Schiffe, Fische und Wellen aus wei\u00dfem Kalkstein und schwarzem Basalt. Die Tradition, Stra\u00dfen mit handbehauenen Steinen zu pflastern, reicht bis in die Antike zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Frank Rumpf <\/p>\n<p>Algarve: Bestes Strandziel des Planeten<\/p>\n<p>Knallblaues Meer, keine Wolke am Himmel, nur das Wellenrauschen ist zu h\u00f6ren. Ricardo Gonz\u00e1lez grinst: \u201ePasst, oder?\u201c Der durchtrainierte 45-J\u00e4hrige sitzt in seinen verschwitzen Wanderklamotten am Strand Praia da Furnas bei Figueira. Eine sanfte Brise k\u00fchlt. Er l\u00e4sst den Sand durch die Finger rinnen: \u201eIch bin fast t\u00e4glich vor Ort und jedes Mal dankbar, hier sein zu d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<p>Gerade sind wir zweieinhalb Stunden an der K\u00fcste entlanggelaufen, auf einem Teilst\u00fcck des ber\u00fchmten <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/wandern\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/wandern\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wanderwegs<\/a> Rota Vicentina, nun ist es Zeit f\u00fcr eine Pause. Ricardo zeigt hoch zu einem Haus auf der Klippe. \u201eDa wohne ich mit meiner Familie. Manchmal komme ich mit meinen beiden Kindern schon vor der Schule an den Strand, zum Surfen. Oder am Abend, nach der Arbeit.\u201c <\/p>\n<p>Das ist ja das Sch\u00f6ne an der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/algarve-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/algarve-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Algarve<\/a>, am s\u00fcdlichsten Teil Portugals: Selten ist man weit weg vom Meer und den h\u00e4ufig menschenleeren Str\u00e4nden. Deren Variation ist erstaunlich, von romantisch versteckten Felsbuchten bis zu weitl\u00e4ufigen, sanft ins Meer abfallenden Kinderparadiesen.<\/p>\n<p>Das wird auch offiziell honoriert. Klar, die Str\u00e4nde auf <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/hawaii-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/hawaii-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hawaii<\/a>, den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/malediven-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/malediven-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Malediven<\/a> oder <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/bali-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/bali-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bali<\/a> sind auch klasse. Aber der Oscar f\u00fcr das beste <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/strandurlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/strandurlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Strandziel<\/a> des Planeten geht eben doch an \u2013 Trommelwirbel \u2013 die Algarve. Die atlantische K\u00fcstenregion hat bei den World Travel Awards 2024 \u2013 ebenso wie schon 2020 und 2021 \u2013 den Preis als \u201eWorld\u2019s Leading Beach Destination\u201c bekommen. Sehr verdient \u2013 und nur f\u00fcr diejenigen eine \u00dcberraschung, die noch nicht hier waren. \u201eDas ber\u00fchmteste Geheimnis Europas\u201c, so einer der Werbeslogans der Region, ist bei Strand-Fans mehr als eine feste Gr\u00f6\u00dfe. <\/p>\n<p>Insgesamt bietet die Algarve 200 Kilometer Str\u00e4nde, 88 davon zertifiziert f\u00fcr besonders sauberes Wasser, perfekte Infrastruktur und Barrierefreiheit. Dazu kommen rund 3000 Sonnenstunden im Jahr (zum Vergleich: der Deutschland-Durchschnitt liegt bei 1700). Fertig ist das Bade- und Surf-Traumziel. Dabei ist die Algarve winzig. Etwa doppelt so gro\u00df wie das Saarland mit weniger Einwohnern als Leipzig. 2024 kamen 5,2 Millionen Besucher, Allzeitrekord!  <\/p>\n<p>Das einstige Armenhaus Europas hat noch weit mehr zu bieten als Strand. Am Cabo de S\u00e3o Vicente endet Festlandeuropa an einer 60 Meter hohen Klippe, deren Reiz verst\u00e4rkt wird durch den von Deutschen betriebenen Kultkiosk \u201eDie letzte Bratwurst vor Amerika\u201c.<\/p>\n<p>Auch gro\u00dfartig: Burgau, knapp eine Stunde vom Kap entfernt, mit seinen traditionell wei\u00df gestrichenen H\u00e4usern \u00fcber einem schnuckligen Strand. Oder der Naturpark Ria Formosa bei Faro, der selbst Laien mit einem Fernglas zu Birdwatch-Fans macht. Oder Olh\u00e3o, von wo aus man mit dem Boot zur Ilha de Culatra, der Fischerinsel, \u00fcbersetzt. Hier leben 700 Muschelz\u00fcchter und Fischer in eingeschossigen H\u00e4uschen, es gibt eine Schule mit 14 Sch\u00fclern, eine Kirche, einen Bolzplatz \u2013 und einen Traumstrand, an den sich nur wenige verlieren.<\/p>\n<p>Auch aktivere Zeitgenossen kommen auf ihre Kosten. Im Landesinneren ist im vergangenen Jahrzehnt das Wanderwegsystem Via Algarviana entstanden. Die alte Pilgerroute verbindet auf 340 Kilometer L\u00e4nge den Ort Alcoutim an der spanischen Grenze mit der Atlantiksteilk\u00fcste im Westen.<\/p>\n<p>Es geht entlang alter Steinmauern durch Orangen- und Zitronenhaine. Einsame D\u00f6rfer und Korkeichenw\u00e4lder inklusive. Und bei Lagos kann man mit dem Kajak vom Meer aus die spektakul\u00e4ren Klippen und Meeresgrotten der Ponta da Piedade anpaddeln. Doch irgendwie enden alle Wege letztlich am Strand. Oder zumindest in einem Lokal mit Meerblick, bei einer traditionellen Cataplana, dem typischen Eintopf aus Fisch, Meeresfr\u00fcchten, Gem\u00fcse und Gew\u00fcrzen. <\/p>\n<p>Stefan Wagner<\/p>\n<p>Azoren: Europas Wilder Westen<\/p>\n<p>Die Azoren, mitten im Atlantik gelegen, sind in jeder Hinsicht der Wilde Westen Portugals \u2013 und auch Europas. 1430 Kilometer gen Sonnenaufgang liegt Lissabon; nach Westen sind es etwa 2500 Kilometer bis Neufundland, also Nordamerika. Rundherum: nichts als Meer.<\/p>\n<p>Die Ilhas dos A\u00e7ores, w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt die \u201eHabichtsinseln\u201c, sind eine autonome Region Portugals. Ungef\u00e4hr 250.000 Menschen leben auf dem Archipel, der sich \u00fcber 600 Kilometer erstreckt und neun gr\u00f6\u00dfere Inseln umfasst. Die bekannteste ist S\u00e3o Miguel, in der Fl\u00e4che etwa so gro\u00df wie <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/hamburg-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/hamburg-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hamburg<\/a>.<\/p>\n<p>Hier befindet sich die Hauptstadt Ponta Delgada, auf deren Flughafen die meisten Urlauber landen. Ein St\u00fcck s\u00fcdlich liegt das Strand- und Badeeiland Santa Maria; in der Mitte ragen Faial, Pico, S\u00e3o Jorge, Graciosa und Terceira aus dem Ozean. Das Westend schlie\u00dflich bilden Flores und Corvo, die verschlafenste und kleinste Azoreninsel, auf der es nur eine richtige Stra\u00dfe gibt und keine einzige Ampel, daf\u00fcr aber eine imposante Caldera. Der Vulkan Pico auf der gleichnamigen Insel ist mit 2351 Metern \u00fcber dem Meeresspiegel wiederum der h\u00f6chste Gipfel ganz Portugals.<\/p>\n<p>Fruchtbare Vulkanb\u00f6den und mildes subtropisches Klima sorgen f\u00fcr \u00fcppige, immergr\u00fcne Vegetation und eine bet\u00f6rend sch\u00f6ne Szenerie mit zerkl\u00fcfteten K\u00fcsten und stillen Kraterseen im Inneren der Inseln, oft unter einem strahlenden Himmel. <\/p>\n<p>Im warmen Golfstrom gelegen, herrschen fast das ganze Jahr hindurch Wohlf\u00fchltemperaturen. Sommers ist es nie beschwerlich hei\u00df oder schw\u00fcl, die H\u00f6chstwerte liegen typischerweise bei 25 Grad. Im Winter mag es zwar st\u00fcrmen und regnen, aber Frost gibt es, jedenfalls in Meeresn\u00e4he, nie.<\/p>\n<p>Diese klimatische 1-A-Lage bringt es mit sich, dass an Pflanzen so ziemlich alles w\u00e4chst, was der Planet hergibt. Palmen und Ananas gedeihen aufs Pr\u00e4chtigste, aber auch Farne und Tee. Allgegenw\u00e4rtig sind zartblaue Hortensien, die heute als Windschutz Felder und Wiesen begrenzen, allerdings erst im 19. Jahrhundert aus Fernost eingef\u00fchrt worden waren.<\/p>\n<p>Ob Callas oder Lilien, Geranien, Strelitzien, Amaryllis oder Kapuzinerkresse: Flower-Power allerorten. Das macht die Inseln zu einem Paradies f\u00fcr Naturliebhaber und Wanderurlauber \u2013 und f\u00fcr Freunde der gepflegten Einsamkeit abseits touristischer Trampelpfade.<\/p>\n<p>Zugleich sind die Azoren, seit 1427 portugiesisch, historisch interessant. Als Amerika, die sogenannte Neue Welt, von Portugiesen und Spaniern erschlossen wurde, avancierten sie zu einem wichtigen Zwischenstopp auf der \u00dcberfahrt zwischen den Kontinenten.<\/p>\n<p>Schon Christoph Kolumbus ging hier vermutlich 1493 vor Anker. Gleich zwei St\u00e4tten sind heute auf der Liste des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/u\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/u\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unesco<\/a>-Weltkulturerbes verzeichnet: die von Renaissance- und Barockbauten gepr\u00e4gte Altstadt von Angra do Hero\u00edsmo auf Terceira und die Weinbaukultur von Pico an den H\u00e4ngen des Vulkans.<\/p>\n<p>Last but not least haben die Azoreaner im Laufe der Geschichte eine eigene feine Kulinarik entwickelt, gepr\u00e4gt vom Fischreichtum der Region. Thunfisch, Oktopus, Makrele und Napfschnecken sind auf den meisten Speisekarten zu finden. Klassiker sind zudem herzhafte Eint\u00f6pfe aus Fleisch, Wurst, Gem\u00fcse und Gew\u00fcrzen, oft stundenlang in hei\u00dfer Vulkanerde gegart. Zum Ausklang gibt es dann vielleicht ein Glas Azoren-Ananas-Lik\u00f6r oder eine Tasse Tee von der Plantage Ch\u00e1 Gorreana, geerntet an der Nordk\u00fcste von S\u00e3o Miguel.<\/p>\n<p>Rund 1,2 Millionen Besucher z\u00e4hlen die Azoren pro Jahr. Hei\u00dft im Umkehrschluss: Die meisten kennen Portugals Habichtsinseln lediglich aus dem Wetterbericht \u2013 in Form des ber\u00fchmten Azorenhochs, das Westeuropa ab und zu besonders sch\u00f6nes, lang anhaltendes Prachtwetter beschert. Schade eigentlich. Als Urlaubsziel ist die Mitte des Atlantiks n\u00e4mlich eine Wucht.<\/p>\n<p>Michael Braun Alexander<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Portugal ist eine der vielseitigsten Reisedestinationen Europas. 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