{"id":669814,"date":"2025-12-24T23:16:27","date_gmt":"2025-12-24T23:16:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/669814\/"},"modified":"2025-12-24T23:16:27","modified_gmt":"2025-12-24T23:16:27","slug":"wie-rheumatoide-arthritis-koerperfett-insulinbedarf-und-lipide-veraendert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/669814\/","title":{"rendered":"Wie rheumatoide Arthritis K\u00f6rperfett, Insulinbedarf und Lipide ver\u00e4ndert"},"content":{"rendered":"<p>Eine rheumatoide Arthritis erh\u00f6ht das Risiko f\u00fcr viele Komorbidit\u00e4ten, angefangen bei Sarkopenie bis zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Grund ist ihr ausgepr\u00e4gter Einfluss auf diverse Stoffwechselfunktionen.<\/p>\n<p>Menschen mit Rheuma m\u00fcssen von ihrer Haus\u00e4rztin bzw. von ihrem Hausarzt gut betreut werden. Denn die <strong>Erkrankung<\/strong> bei\u00dft sich nicht nur an den Gelenken fest \u2013 sie erh\u00f6ht auch das Risiko f\u00fcr zahlreiche, insbesondere metabolische Komorbidit\u00e4ten.\u00a0<\/p>\n<p>Der Stoffwechsel von Patientinnen und Patienten mit <strong>rheumatoider Arthritis<\/strong> (RA) ist durch chronische Entz\u00fcndungsprozesse, Medikamente und ggf. \u00dcbergewicht vielen potenziellen St\u00f6rfaktoren ausgesetzt. In einer aktuellen Publikation diskutiert ein Team um Dr. Stevie Barry, Perelman School of Medicine an der Universit\u00e4t von Pennsylvania in Philadelphia, wie die Erkrankung <strong>K\u00f6rperzusammensetzung, Insulinresistenz, Lipidstoffwechsel und Blutdruck<\/strong> beeinflussen kann und welche Folgen sich daraus ergeben.<\/p>\n<p>Insulinresistenz<\/p>\n<p>Es wird angenommen, dass eine dauerhafte leichte systemische <strong>Entz\u00fcndung<\/strong>, wie sie bei Adipositas auftritt, zur Entwicklung einer Insulinresistenz und in der Folge eines Diabetes mellitus beitr\u00e4gt. Ein \u00e4hnlicher Zusammenhang k\u00f6nnte auch f\u00fcr die Entz\u00fcndungsaktivit\u00e4t einer RA vorliegen. Die Erkrankung wurde in mehreren Arbeiten mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr <strong>Typ-1- und Typ-2-Diabetes<\/strong> und metabolisches Syndrom assoziiert, auch wenn die Studienlage nicht einheitlich ist. Erste Daten zeigen, dass eine Therapie mit biologischen DMARD (wie TNF-, IL-1- und IL-6-Inhibitoren) auch Vorteile f\u00fcr die <strong>glyk\u00e4mische Kontrolle<\/strong> bringen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>K\u00f6rperzusammensetzung<\/p>\n<p>\u00dcbergewicht und Adipositas z\u00e4hlen zu den h\u00e4ufigsten Ursachen chronischer Entz\u00fcndungen und nachfolgender metabolischer Ver\u00e4nderungen mit all ihren Konsequenzen f\u00fcr das kardiovaskul\u00e4re System \u2013 auch bei Patientinnen und Patienten mit <strong>rheumatoider Arthritis.<\/strong> Studienergebnissen zufolge liegt die Adipositasrate zwar fast auf dem Niveau der Allgemeinbev\u00f6lkerung, Sarkopenie und sarkopene Adipositas treten jedoch im Verh\u00e4ltnis vermehrt auf. Krankheitsbedingte Faktoren, reduzierte k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t und ggf. auch antirheumatische Medikamente k\u00f6nnen die K\u00f6rperzusammensetzung beeinflussen und zum Muskelabbau beitragen. Phasen der Kachexie greifen das <strong>Muskelgewebe <\/strong>dabei besonders an\u00a0\u2013 dessen Gesundheit ist allerdings entscheidend f\u00fcr die Stoffwechselregulation.<\/p>\n<p>Blutfette<\/p>\n<p>Die chronischen <strong>Entz\u00fcndungsprozesse <\/strong>bei der rheumatoiden Arthritis bewirken einen R\u00fcckgang von LDL und Gesamtcholesterol. Trotzdem haben Betroffene ein erh\u00f6htes kardiovaskul\u00e4res Risiko. Dieses Lipid-Paradoxon entsteht, wenn LDL im entz\u00fcndeten Kreislauf oxidiert und sich in den Arterien ablagert. Zudem verliert HDL seine gef\u00e4\u00dfsch\u00fctzende Wirkung. Verschiedene DMARD konnten dazu beitragen, CRP-Werte zu senken und den Cholesterinstoffwechsel zu normalisieren. Offen bleibt jedoch, welchem <strong>Medikament <\/strong>der Vorzug zu geben ist. Auch die regulierenden und entz\u00fcndungshemmenden Effekte von Statinen erwiesen sich in einer Studie als vielversprechend. Die Forschenden geben jedoch zu bedenken, dass Patientinnen und Patienten, die aufgrund eines hohen kardiovaskul\u00e4ren Risikos von einer solchen Therapie profitieren k\u00f6nnten, den Schwellenwert f\u00fcr eine Statintherapie durch das <strong>Lipid-Paradoxon<\/strong> m\u00f6glicherweise nicht erreichen.<\/p>\n<p>Blutdruck<\/p>\n<p>Viele Patientinnen und Patienten mit <strong>rheumatoider Arthritis<\/strong> leiden unter einer Hypertonie. Neben den bekannten Treibern deutet immer mehr auch auf eine direkte Verbindung zu chronischen Entz\u00fcndungen hin, die sich in endothelialer Dysfunktion und erh\u00f6hter Arteriensteifigkeit niederschl\u00e4gt. Erste Forschungsergebnisse zeigten bereits, dass eine <strong>DMARD-Therapie<\/strong> den Effekt m\u00f6glicherweise umkehren k\u00f6nnte. Ob die entz\u00fcndungshemmende Wirkung von Glukokortikoiden ihre blutdrucksteigernden Nebeneffekte bei RA \u00fcberwiegt, lie\u00df sich bisher hingegen nicht eindeutig best\u00e4tigen.<\/p>\n<p class=\"small\">Quelle: Barry S et al. Arthritis Care &amp; Research 2025;<br \/>77: 1167-1174; <a href=\"https:\/\/acrjournals.onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1002\/acr.25537\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">doi: 10.1002\/acr.25537<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine rheumatoide Arthritis erh\u00f6ht das Risiko f\u00fcr viele Komorbidit\u00e4ten, angefangen bei Sarkopenie bis zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 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