{"id":670008,"date":"2025-12-25T02:48:20","date_gmt":"2025-12-25T02:48:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/670008\/"},"modified":"2025-12-25T02:48:20","modified_gmt":"2025-12-25T02:48:20","slug":"europas-haefen-ruesten-sich-fuer-den-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/670008\/","title":{"rendered":"Europas H\u00e4fen r\u00fcsten sich f\u00fcr den Krieg"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Br\u00fcssel\/Antwerpen. Milit\u00e4rdocks an Europas gr\u00f6\u00dften Handelsh\u00e4fen: vier bis f\u00fcnf Milit\u00e4rschiffe pro Jahr, wo bislang Containerriesen festmachten, dazu Landungs\u00fcbungen der Nato und Truppenverlegungen. Rotterdam und Antwerpen, die beiden wichtigsten H\u00e4fen Europas, bereiten sich auf einen Krieg vor.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">F\u00fcr Europas H\u00e4fen markiert diese Entwicklung eine Z\u00e4sur. Nach Angaben der Rotterdamer Hafenbeh\u00f6rde reservieren beide H\u00e4fen inzwischen Fl\u00e4chen f\u00fcr Nato-Milit\u00e4rschiffe und stimmen ihre Abl\u00e4ufe eng ab, um im Ernstfall Milit\u00e4rg\u00fcter schnell verlegen zu k\u00f6nnen. Dabei schlagen Rotterdam und Antwerpen eigentlich mehrere Hundert Millionen Tonnen G\u00fcter pro Jahr um. Gemeinsam sind sie die wichtigsten Tore f\u00fcr Waren nach Europa \u2013 und zunehmend auch f\u00fcr Truppen und Waffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"NATO Secretary General Mark Rutte interview with RND and El Pais\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/5YUVXCPQ7ZATDGU4IOVW3SRI4Y.jpg\" \/>\u201eTrump? Ich mag den Kerl\u201c: Nato-Generalsekret\u00e4r Rutte im Interview<\/p>\n<p class=\"CallToActionBasestyled__Text-sc-1k69918-5 fbjGwD\">Der Friedensplan f\u00fcr die Ukraine macht Hoffnung, doch Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte d\u00e4mpft die Erwartungen \u2013 gleichzeitig bewundert er den US-Pr\u00e4sidenten f\u00fcr seinen Einsatz, den Krieg beenden zu wollen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eNicht jeder Bereich des Hafens ist daf\u00fcr geeignet\u201c, so Rotterdams Hafenchef Boudewijn Siemons. Deshalb teilen sich Rotterdam und Antwerpen die milit\u00e4rische Verantwortung, vor allem bei Lieferungen aus den USA, Gro\u00dfbritannien und Kanada. Rotterdam richtet erstmals ein eigenes Dock f\u00fcr Milit\u00e4rschiffe ein und rechnet mit bis zu f\u00fcnf Schiffen pro Jahr, die hier \u00fcber Wochen liegen, sowie mehreren Landungs\u00fcbungen. Antwerpen erh\u00e4lt bereits regelm\u00e4\u00dfig Nachschub f\u00fcr US-Truppen in Europa, von denen rund 100.000 Soldaten auf dem Kontinent stationiert sind.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dass der milit\u00e4rische Teil des Hafengesch\u00e4fts angesichts der geopolitischen Spannungen wachsen wird, davon ist Antwerpens Hafenchef Jacques Vandermeiren \u00fcberzeugt. \u201eGanz sicher\u201c, sagt er bei einem Treffen mit dem RedaktionsNetzwerkDeutschland. \u201eDas ist leider die neue Realit\u00e4t, und wir sind als Nato-H\u00e4fen stark in diese neue Realit\u00e4t involviert.\u201c Seit Jahren nutzen die USA Bremerhaven, Rotterdam und Antwerpen f\u00fcr Truppen- und Ausr\u00fcstungsverlegungen bis an die Ostflanke.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Jacques Vandermeiren, CEO des Hafens Antwerpen-Br\u00fcgge.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/AOXO2HVI4NH4BFXKIL6WEMPJ5U.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das belgische Verteidigungsministerium hat eine Ausschreibung gestartet, um Terminalbetreiber zu finden, die im Bedarfsfall kurzfristig Kapazit\u00e4ten frei machen k\u00f6nnen. Im konkreten Szenario gehe es laut Vandermeiren m\u00f6glicherweise um 2000 US-Fahrzeuge, die ankommen. Anders als Rotterdam will Antwerpen daf\u00fcr keine festen Fl\u00e4chen dauerhaft dem zivilen Hafenbetrieb entziehen. Vandermeiren setzt auf \u201edie ber\u00fchmte duale Nutzung der Hafenkapazit\u00e4t\u201c, also zivile Terminals, die im Ernstfall vor\u00fcbergehend milit\u00e4risch genutzt werden. Der Hafenchef rechnet damit, 20 bis 30 Tage im Voraus von der US-Armee \u00fcber einen solchen Transport informiert zu werden. Diese Zeit sei f\u00fcr Terminalbetreiber ausreichend, sagt er. \u201eDie gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist, den Hafen zu verlassen und das ganze Material nach Osten zu bringen.\u201c Schon heute trainiere man Transporte quer durch Deutschland bis zur polnischen Grenze.<\/p>\n<blockquote><p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist, den Hafen zu verlassen und das ganze Material nach Osten zu bringen.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 iQZobn\">Jacques Vandermeiren,<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 hQAqgn\">CEO vom Antwerpener Hafen<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Genau hier setzt die EU-Kommission an. \u201eUnser Ziel ist es, bis 2027 einen milit\u00e4rischen Schengen-Raum zu schaffen, der eine wirksame Bef\u00f6rderung milit\u00e4rischer G\u00fcter, die gemeinsame Nutzung entsprechender Einrichtungen durch die Mitgliedstaaten und gegenseitige Hilfe in Notsituationen erm\u00f6glicht\u201c, so Verteidigungskommissar Andrius Kubilius. H\u00e4fen, Flugh\u00e4fen und Eisenbahnknotenpunkte sollen f\u00fcr \u00fcberdimensioniertes milit\u00e4risches Ger\u00e4t ert\u00fcchtigt werden. \u201eJe schneller wir Streitkr\u00e4fte bewegen k\u00f6nnen, desto st\u00e4rker sind wir bei der Abschreckung und Verteidigung\u201c, sagt EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas. Kubilius nennt Geschwindigkeit den \u201eEckpfeiler der Kriegsf\u00fchrung\u201c.<\/p>\n<blockquote><p>Unser Ziel ist es, bis 2027 einen milit\u00e4rischen Schengen-Raum zu schaffen, der eine wirksame Bef\u00f6rderung milit\u00e4rischer G\u00fcter, die gemeinsame Nutzung entsprechender Einrichtungen durch die Mitgliedstaaten und gegenseitige Hilfe in Notsituationen erm\u00f6glicht.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 iQZobn\">Andrius Kubilius,<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 hQAqgn\">EU-Verteidigungskommissar<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Geplant sind Genehmigungen f\u00fcr alle Grenz\u00fcberg\u00e4nge in nur drei Tagen. Im Kriegsfall soll eine blo\u00dfe Benachrichtigung ausreichen und das Milit\u00e4r vorrangigen Zugang zu Infrastruktur erhalten. Heute ist oft das Gegenteil der Fall: Wegen Routenauflagen, Gewichtsbeschr\u00e4nkungen und br\u00fcchiger Br\u00fccken kann es bis zu sieben Wochen dauern, einen Panzer ans Ziel zu bringen. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das neue Ma\u00dfnahmenpaket der EU soll die Mitgliedstaaten verpflichten, Routen f\u00fcr Truppen- und Ausr\u00fcstungsverlegungen auszuarbeiten und zu pr\u00fcfen, ob Stra\u00dfen, Schienen, Tunnel oder Br\u00fccken den notwendigen Anforderungen gen\u00fcgen. Vier grenz\u00fcberschreitende Milit\u00e4rkorridore sind geplant. Br\u00fcssel hat bereits 500 Nadel\u00f6hre identifiziert, deren Beseitigung rund 100 Milliarden Euro kosten d\u00fcrfte.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">L\u00e4ngst r\u00fcsten auch deutsche H\u00e4fen auf: Im Hamburger Hafen fand im September die dreit\u00e4gige Milit\u00e4r\u00fcbung \u201eRed Storm Bravo\u201c statt, die gr\u00f6\u00dfte dieser Art in der Hansestadt seit dem Ende des Kalten Krieges. Trainiert wurde die zivil-milit\u00e4rische Zusammenarbeit bei gro\u00dfangelegten Truppenverlegungen an die Nato-Ostflanke. Soldaten kommen mit ihrer Ausr\u00fcstung und ihren Waffensystemen per Schiff am Hamburger Hafen an und m\u00fcssen dann \u00fcber Stra\u00dfe und Schiene weiter Richtung Osten.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die H\u00e4fen sehen sich f\u00fcr milit\u00e4rische Transporte gut ger\u00fcstet. 4000 Container, wie sie die USA nach Antwerpen bringen, seien im Vergleich zum Tagesgesch\u00e4ft \u00fcberschaubar, sagt Vandermeiren. Sein Hafen fertigt rund 30.000 Container pro Tag ab. Was sich jedoch grundlegend ver\u00e4ndert, ist die Rolle von Europas H\u00e4fen. Sie sind nicht mehr nur Motoren des Welthandels, sondern r\u00fccken zugleich immer st\u00e4rker in den Dienst der europ\u00e4ischen Sicherheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Br\u00fcssel\/Antwerpen. Milit\u00e4rdocks an Europas gr\u00f6\u00dften Handelsh\u00e4fen: vier bis f\u00fcnf Milit\u00e4rschiffe pro Jahr, wo bislang Containerriesen festmachten, dazu Landungs\u00fcbungen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":670009,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-670008","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115777930557192401","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=670008"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670008\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/670009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=670008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=670008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=670008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}