{"id":670367,"date":"2025-12-25T07:36:26","date_gmt":"2025-12-25T07:36:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/670367\/"},"modified":"2025-12-25T07:36:26","modified_gmt":"2025-12-25T07:36:26","slug":"aktien-die-aussichten-fuer-2026-steigen-die-kurse-weiter-oder-gibts-den-grossen-knall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/670367\/","title":{"rendered":"Aktien &#8211; die Aussichten f\u00fcr 2026: Steigen die Kurse weiter oder gibt&#8217;s den gro\u00dfen Knall?"},"content":{"rendered":"<p>Aktien &#8211; die Aussichten f\u00fcr 2026Steigen die Kurse weiter oder gibt&#8217;s den gro\u00dfen Knall? <\/p>\n<p>25.12.2025, 06:37 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(15:38 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Auch-eine-Glaskugel-hilft-nicht-Aktienkurse-entwickeln-sich-zufaellig-sagen-Wissenschaftler-Vorhersa.webp\" alt=\"Auch-eine-Glaskugel-hilft-nicht-Aktienkurse-entwickeln-sich-zufaellig-sagen-Wissenschaftler-Vorhersagen-ueber-kuenftige-Kurse-lassen-sich-daher-nicht-treffen\"\/>Auch eine Glaskugel hilft nicht. Oder doch? (Foto: dpa-tmn)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Seit mehr als drei Jahren steigen die Aktienkurse an der Wall Street \u2013 getrieben vor allem von der Fantasie bei K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI). Dabei k\u00f6nnte sich eine Blase gebildet haben. ntv.de hat bei vier Experten nachgefragt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">ntv.de: Es sind vor allem die gro\u00dfen amerikanischen Technologie-Unternehmen, die die US-Aktienm\u00e4rkte nach oben treiben. Die sind aber mittlerweile exorbitant hoch bewertet. Handelt es sich bei KI um eine Blase oder die n\u00e4chste industrielle Revolution?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nietho Bruhn: Bei KI handelt es sich &#8211; frei nach Steve Jobs &#8211; eher um das n\u00e4chste &#8222;one more thing&#8220;, wenn man l\u00e4ngerfristig agiert. Nach den teils extremen Kursanstiegen der zur\u00fcckliegenden Monate und Quartale muss man bei solchen Titeln aber auch sp\u00fcrbare R\u00fccksetzer aushalten k\u00f6nnen. Sowohl die Marktmacht als auch die Ertragsstabilit\u00e4t rechtfertigen nach unserer Ansicht jedoch die hohen Bewertungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Nietho Bruhn\"\/>Nietho Bruhn ist seit Oktober 2022 als Seniorberater bei der Qcoon-Invest t\u00e4tig.<br \/>\nZuvor war er jeweils mehr als zehn Jahre bei der Bethmann Bank und bei UBS f\u00fcr die Begleitung verm\u00f6gender Privatpersonen und Unternehmen verantwortlich. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Marco Herrmann: K\u00fcnstliche Intelligenz bleibt ein langfristig aussichtsreicher Trend, der das Potenzial hat, der Weltwirtschaft einen deutlichen Produktivit\u00e4tsschub zu verleihen. Besonders der zunehmend durch demografische Faktoren belastete Arbeitsmarkt k\u00f6nnte davon profitieren. Allerdings spiegeln die aktuellen Bewertungen bereits hohe Erwartungen wider, deren Erf\u00fcllung sich erst noch zeigen muss.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Reinhard Pfingsten: Wir sehen derzeit noch keine KI-Blase, beobachten aber das Risiko, dass sich der derzeitige Boom in eine solche entwickeln k\u00f6nnte. Kritisch sehen wir die hohe Konzentration, die die Aktien der Magnificent 7 in den Indizes haben. Dies birgt f\u00fcr Anleger ein Klumpenrisiko.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"FIDUKA-Portraits-Foto-Thomas-Niedermueller-niedermueller\"\/>Marco Herrmann ist seit 1992 f\u00fcr renommierte Banken und Fondsgesellschaften t\u00e4tig. Seit 2010 verantwortet er als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer die Anlagestrategie der FIDUKA Depotverwaltung. (Foto: Thomas Niedermueller \/ niedermueller.de)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Michael Wittek: Klar ist, dass KI bleiben und unser Leben nachhaltig beeinflussen wird. Ob die Tech-Unternehmen reihenweise zu hoch bewertet sind, ist offen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">KI erinnert stark an das Internet. Auch das hat die Welt tiefgreifend ver\u00e4ndert. Viele Firmen aus der Anfangszeit des World Wide Web existieren jedoch nicht mehr. Wiederholt sich die Geschichte?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Sicher werden nicht alle Startups \u00fcberleben. Dies gilt jedoch f\u00fcr jede Branche und geh\u00f6rt zum Kapitalmarkt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Michael Wittek amerikanisch\"\/>Michael Wittek leitet das Portfoliomanagement bei Albrecht, Kitta &amp; Co. und ist f\u00fcr die Anlagestrategie der Verm\u00f6gensverwaltung verantwortlich. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Die Fundamentaldaten der f\u00fchrenden KI-Unternehmen sind bislang \u00fcberzeugend. Dies unterscheidet den aktuellen KI-Boom ma\u00dfgeblich von der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bruhn: Ich sehe die KI eher als eine gro\u00dfe Evolutionsstufe des Internets, insoweit nichts vollkommen Neues, sondern eher eine dramatische Weiterentwicklung. Daher ist davon auszugehen, dass die heute bereits gro\u00dfen Profiteure von KI weiter \u00fcberproportional wachsen werden, da diese Unternehmen \u00fcber ausreichend finanziellen Spielraum verf\u00fcgen, um die f\u00fcr KI notwendigen Investitionen zu stemmen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Allein die sechs gro\u00dfen Techkonzerne Amazon, Apple, Alphabet, Meta, Microsoft und Nvidia wollten in diesem Jahr rund 400 Milliarden Dollar in Rechenzentren und weitere KI-Infrastruktur investieren. Bislang verdient aber nur Nvidia mit KI richtig Geld. Schaffen das auch die anderen Unternehmen in absehbarer Zeit?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Herrmann: Bei Meta sieht man bereits positive Effekte auf den Umsatz. Die hat man sich aber mit 125 Milliarden Dollar Investitionen teuer erkauft. Bei OpenAI ist es gar fraglich, ob sie \u00fcber die n\u00e4chsten Jahre die notwendigen Finanzierungen \u00fcberhaupt erhalten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Klar ist, dass andere Branchen wie die Energieproduzenten auf jeden Fall profitieren werden. Denn KI verschlingt Unmengen an Ressourcen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Nvidia ist sicherlich aktuell der klare Gewinner, die anderen setzen auf eine langfristige Rendite. Bei Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta zeigen sich erste Effekte: steigende Ums\u00e4tze bei Cloud-Diensten und Werbung, die durch KI optimiert werden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Halten Sie es f\u00fcr problematisch, dass diese enormen Investitionen zunehmend mit Schulden und nicht aus dem laufenden Gesch\u00e4ft finanziert werden?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Die Kombination aus extrem hohen Investitionen, unsicherer Monetarisierung und m\u00f6glicherweise steigenden Zinsen macht die Wette riskant. In einem solchen Szenario wird die Volatilit\u00e4t der Aktienkurse der betroffenen Unternehmen deutlich steigen. Auch ein Scheitern einzelner Akteure ist nicht auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Portrait Reinhard Pfingsten_51929_120dpi\"\/>Reinhard Pfingsten ist Diplom-Wirtschaftsmathematiker und arbeitet seit September 2023 als Chief Investment Officer bei der Deutschen Apotheker- und \u00c4rztebank. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Herrmann: Oracle geht sicherlich einen gef\u00e4hrlicheren Weg. Aber Mark Zuckerberg, der Chef von Meta, brachte es auf den Punkt: Das Risiko, nicht zu investieren, ist gr\u00f6\u00dfer als es zu tun.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bruhn: Bis zu einem gewissen Grad kann es sinnvoll sein, diese Anschubfinanzierung aus Schulden zu generieren, wenn dies dazu f\u00fchrt, dass zuk\u00fcnftig entsprechend h\u00f6here Cashflows und Gewinne daraus resultieren. Solange dies der Fall ist, halten wir das nicht f\u00fcr problematisch.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Das sehe ich kritischer. Wir sehen bereits bei einigen Unternehmen, dass die Risikopr\u00e4mien bei deren Anleihen ansteigen. Das k\u00f6nnte noch zu einer Herausforderung f\u00fcr einige werden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Ein zentrales Thema, das die Amerikaner besch\u00e4ftigt, ist die Inflation. Wie gef\u00e4hrlich ist die f\u00fcr den US-Konsum?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Sie hat sich f\u00fcr den US-Konsumenten l\u00e4ngst materialisiert. Die Mehrheit der US-B\u00fcrger leidet unter den immensen Preissteigerungen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Das sehen wir optimistischer. Wenn man sich die am Black-Friday get\u00e4tigten Ums\u00e4tze in den USA anschaut, sind diese Sorgen anscheinend unbegr\u00fcndet. Sch\u00e4tzungen zufolge wurden mehr als 220 Milliarden Dollar an diesem Tag umgesetzt. Im Gegensatz zum Euroraum wird die Inflation in den USA aber noch l\u00e4ngere Zeit ein Thema sein.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Herrmann: Man sieht es seit geraumer Zeit, den Gutverdienern geht es bestens und sie konsumieren wie in guten Zeiten, sicherlich auch dank steigender Aktienkurse. Den Geringverdienern fehlt sogar das Geld f\u00fcr den t\u00e4glichen Bedarf.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Die rund zehn Prozent der verm\u00f6gendsten Amerikaner sorgen f\u00fcr fast die H\u00e4lfte des Konsums. Die 90 Prozent der \u00fcbrigen Menschen stehen finanziell deutlich schlechter da. Stellt diese Zweiteilung f\u00fcr die Wall Street ein Problem dar?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bruhn: Solange die Konsumnachfrage der 90 Prozent weniger gut betuchten Menschen nicht g\u00e4nzlich wegf\u00e4llt, d\u00fcrften sich die Auswirkungen auf die Wall Street sehr in Grenzen halten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Das Problem kommt dann, wenn auch die Superreichen den G\u00fcrtel enger schnallen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Gemessen an ihren Einkommen geben die 90 Prozent der US-B\u00fcrger viel mehr f\u00fcr den t\u00e4glichen Konsum aus und sinkende Einkommen w\u00fcrden sich auch in einer r\u00fcckl\u00e4ufigen Nachfrage widerspiegeln.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Das dritte zentrale Thema an den US-Aktienm\u00e4rkten ist die hohe und weiterwachsende Staatsverschuldung. Wie gef\u00e4hrlich ist die?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Herrmann: Das positive an der steigenden Staatsverschuldung ist die expansive Fiskalpolitik als Ursache, also vor allem die dauerhaft niedrigen Steuern bei gleichzeitig \u00fcberh\u00f6hten Staatsausgaben. Das hilft der Wirtschaft. Positiv ist auch, dass die Notenbank ihre Geldpolitik lockern d\u00fcrfte, vermutlich unter politischem Druck, um die Verschuldung tragf\u00e4hig zu halten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Das Risiko der US-Staatsverschuldung halten wir derzeit noch f\u00fcr \u00fcberschaubar.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Wir sehen das schon problematisch. Die Staatsverschuldung wird dann zur Gefahr, wenn entweder die 10-Jahres-Zinsen weiter steigen oder die Wirtschaft sp\u00fcrbar an Schwung verliert.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Die US-Strafz\u00f6lle gibt es jetzt seit rund vier Monaten. Die Auswirkungen &#8211; zum Beispiel auf die Preise &#8211; scheinen jedoch kleiner auszufallen als erwartet. Waren die Bef\u00fcrchtungen \u00fcbertrieben oder kommt das dicke Ende noch?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bruhn: Anscheinend brauchen die Zollauswirkungen im Hinblick auf die betroffenen Lieferketten etwas l\u00e4nger, bis diese sich in steigenden Preisen zeigen. Daher wird es noch weitere Teuerungen geben.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Da bin ich dabei. F\u00fcr Z\u00f6lle gilt \u00c4hnliches wie Zinsver\u00e4nderungen. Sie wirken erst mit einem deutlichen Zeitverzug. Wir m\u00fcssen uns also noch ein paar Monate gedulden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Herrmann: Die eingef\u00fchrten Importz\u00f6lle d\u00fcrften noch zus\u00e4tzlichen Preisauftrieb erzeugen, da viele Unternehmen bislang nur teilweise die h\u00f6heren Kosten an die Verbraucher weitergegeben haben. Die Inflation d\u00fcrfte sich daher hartn\u00e4ckig im Bereich von etwa drei Prozent bewegen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Dazu kommt jedoch, dass viele der angek\u00fcndigten drastischen Zollerh\u00f6hungen abgeschw\u00e4cht oder ausgesetzt wurden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Noch einmal zur Inflation. Die ist zwar zuletzt etwas gesunken, liegt aber immer noch weit \u00fcber dem Zwei-Prozent-Ziel der amerikanischen Notenbank Fed. Kann sie dennoch im kommenden Jahr die Zinsen weiter senken?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Ja, wir gehen davon aus, dass die Fed trotz der Inflationsraten um die drei Prozent die Leitzinsen weiter senken wird. Grund hierf\u00fcr ist ein sich abk\u00fchlender Arbeitsmarkt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bruhn: Ja genau. Wir gehen davon aus, dass f\u00fcr die Fed die F\u00f6rderung der Maximalbesch\u00e4ftigung st\u00e4rker im Vordergrund stehen wird als die Inflationsbek\u00e4mpfung, so dass damit weitere Zinssenkungen im kommenden Jahr sehr wahrscheinlich sind. Aus Sicht der US-Regierung w\u00e4re die damit vermutlich einhergehende etwas h\u00f6here Inflation im Sinne der &#8222;Weginflationierung der Schulden&#8220; ein w\u00fcnschenswerter Nebeneffekt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Herrmann: Die Fed wird den Anstieg der Inflation als tempor\u00e4r bezeichnen und auf die Risiken am Arbeitsmarkt verweisen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Was sonst k\u00f6nnte im kommenden Jahr die Aktienkurse weiter befl\u00fcgeln?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bruhn: Neben weiteren Fortschritten im Bereich KI mit zunehmenden Anwendungsm\u00f6glichkeiten und der Erschlie\u00dfung neuer Gesch\u00e4ftsfelder ein wirtschaftsfreundlicheres Umfeld sinkender Zinsen in den USA.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Ja, Branchen wie die Pharmaindustrie profitieren von den neuen Forschungsm\u00f6glichkeiten der KI. Zudem sind diverse Branchen vergleichsweise g\u00fcnstig bewertet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Herrmann: Am B\u00f6rsenaufschwung der vergangenen zwei Jahre hat nur ein Teil der Aktien teilgenommen, viele Kurse sind seitw\u00e4rts gelaufen oder gar gefallen. In 2026 sollte die Marktbreite zunehmen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Die Impulse f\u00fcr das Aktienmarktjahr 2026 werden aus unserer Sicht stark von wirtschaftspolitischen Impulsen und einer leichten Wachstumsbeschleunigung ausgehen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Die n\u00e4chste Frage hatten wir schon vor einem Jahr gestellt. Die deutsche Wirtschaft w\u00e4chst so gut wie nicht. Trotzdem sind die Aktienkurse auch 2025 deutlich gestiegen. Besteht hier Korrekturbedarf?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Was das deutsche Wirtschaftswachstum angeht, sind wir f\u00fcr das kommende Jahr optimistisch gestimmt. Somit sollte die erw\u00fcnschte Unterst\u00fctzung endlich kommen. Dass sich der Dax bislang trotzdem so gut entwickeln konnte, liegt auch daran, dass die Dax-Konzerne global aktiv sind und nur einen geringen Umsatzanteil in Deutschland erwirtschaften.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Au\u00dferdem kann man mit Blick auf den MDax, der die mittelgro\u00dfen Unternehmen umfasst und als Seismograf der deutschen Wirtschaft gilt, nicht von Kurssteigerungen sprechen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Herrmann: Wir gehen von einer Stabilisierung der Weltkonjunktur aus mit weniger Beeintr\u00e4chtigungen durch Handelsz\u00f6lle. Das d\u00fcrfte den deutschen Unternehmen zugutekommen. Die Analysten untersch\u00e4tzen zudem die Wirkung der Impulse aus dem Investitionsprogramm. Das Wachstum k\u00f6nnte besser ausfallen als bef\u00fcrchtet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wird 2026 das vierte gute Aktienjahr in Folge oder sehen wir langsam mal tiefere Kurse?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Wir haben gut daran getan, uns an dieser Spekulation nicht zu beteiligen. Wir vertrauen weiterhin auf unser Risikomanagement.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bruhn: Wir erwarten f\u00fcr die europ\u00e4ischen B\u00f6rsen allgemein weiterhin eine positive B\u00f6rsenentwicklung, allerdings weit weniger dynamisch als in den Jahren 2024 und 2025.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Welche Branchen und Regionen halten Sie f\u00fcr aussichtsreich?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Pfingsten: Unter regionalen Aspekten bieten die Schwellenl\u00e4nder die h\u00f6chsten Chancen, verlangen jedoch eine sorgf\u00e4ltige regionale Auswahl angesichts der unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bruhn: Ich halte eine leichte \u00dcbergewichtung amerikanischer Aktien gegen\u00fcber europ\u00e4ischen Aktien f\u00fcr richtig, Asien spielt eine eher untergeordnete Rolle.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wittek: Wir halten Unternehmen aus den unterschiedlichen Energiesektoren f\u00fcr interessant.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Herrmann: Besonders konjunktursensible Branchen r\u00fccken mit ihren nach wie vor moderaten Bewertungen st\u00e4rker ins Blickfeld der Anleger. Zugleich bleiben defensive Bereiche wie Pharma und Versicherungen attraktiv, da sie weiterhin auf einem g\u00fcnstigen Bewertungsniveau handeln. Positiv gestimmt sind wir zudem f\u00fcr Technologie- und R\u00fcstungswerte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und zur Nutzung durch den Empf\u00e4nger. Sie stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung seitens oder im Auftrag der <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/ak-co.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Albrecht, Kitta &amp; Co. Verm\u00f6gensverwaltung<\/a> GmbH, der <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.apobank.de\/?gad_source=1&amp;gclid=Cj0KCQiAm4WsBhCiARIsAEJIEzVdyiNy6Ji92yED020OQNbPDCAG4UzwXvADJIzYqwQgUhWpbPZBBRQaAucPEALw_wcB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutsche Apotheker- und \u00c4rztebank<\/a>, der <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.fiduka.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FIDUKA Depotverwaltung GmbH<\/a> und der <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.qcoon-invest.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Qcoon GmbH<\/a> zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Investmentfonds dar. Die in der vorliegenden Publikation enthaltenen Informationen wurden aus Quellen zusammengetragen, die als zuverl\u00e4ssig gelten. Die Albrecht, Kitta &amp; Co. Verm\u00f6gensverwaltung GmbH, die Deutsche Apotheker- und \u00c4rztebank, die FIDUKA Depotverwaltung GmbH und die Qcoon GmbH geben jedoch keine Gew\u00e4hr hinsichtlich deren Zuverl\u00e4ssigkeit und Vollst\u00e4ndigkeit und lehnen jede Haftung f\u00fcr Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Information ergeben.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Aktien &#8211; die Aussichten f\u00fcr 2026Steigen die Kurse weiter oder gibt&#8217;s den gro\u00dfen Knall? 25.12.2025, 06:37 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":670368,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[53838,1383,46821,175,227,170,169,1384,29,106,6891,663,27611,30,109895,871,5278,2280,171,174,624,109896,173,172,64,625,41463,5025],"class_list":{"0":"post-670367","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-aktienfonds","9":"tag-aktienkurse","10":"tag-aktientipps","11":"tag-business","12":"tag-china","13":"tag-companies","14":"tag-companies-markets","15":"tag-dax","16":"tag-deutschland","17":"tag-donald-trump","18":"tag-etf","19":"tag-europa","20":"tag-geldanlage","21":"tag-germany","22":"tag-indexfonds","23":"tag-inflation","24":"tag-interviews","25":"tag-jahreswechsel","26":"tag-markets","27":"tag-maerkte","28":"tag-ratgeber","29":"tag-schwellenlaender","30":"tag-unternehmen","31":"tag-unternehmen-maerkte","32":"tag-usa","33":"tag-verbraucher","34":"tag-wertpapiere","35":"tag-zinsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115779063030958109","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=670367"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670367\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/670368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=670367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=670367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=670367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}