{"id":670514,"date":"2025-12-25T09:32:51","date_gmt":"2025-12-25T09:32:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/670514\/"},"modified":"2025-12-25T09:32:51","modified_gmt":"2025-12-25T09:32:51","slug":"skip-sh-2-0-bauchfelldialyse-erreicht-ganz-schleswig-holstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/670514\/","title":{"rendered":"SKIP-SH 2.0: Bauchfelldialyse erreicht ganz Schleswig-Holstein"},"content":{"rendered":"<p> Montag, 22. Dezember 2025 <\/p>\n<p><strong>UKSH-Projekt zur F\u00f6rderung der Peritonealdialyse jetzt auch am Campus L\u00fcbeck etabliert \u2013 bessere Versorgung f\u00fcr Menschen mit chronischer Nierenerkrankung landesweit verf\u00fcgbar<\/strong><\/p>\n<p>Zwei Jahre nach dem Start des Versorgungsprojektes SKIP-SH am Campus Kiel weitet das Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sein Engagement zur F\u00f6rderung der Peritonealdialyse weiter aus: Unter der Leitung von PD Dr. Martin Nitschke, Stellvertretender Klinikdirektor und Bereichsleiter Nephrologie und Transplantation an der Medizinischen Klink I, wurde nun auch am Campus L\u00fcbeck eine entsprechende Koordinierungsstelle aufgebaut. Ziel ist es, die wohnortnahe Versorgung f\u00fcr Menschen mit chronischer Nierenerkrankung zu verbessern und die Peritonealdialyse landesweit als gleichwertige Alternative zur H\u00e4modialyse zu etablieren.<\/p>\n<p>Die Peritonealdialyse \u2013 auch Bauchfelldialyse genannt \u2013 \u00fcbernimmt wie die H\u00e4modialyse lebenswichtige Aufgaben der Nieren, wenn deren Funktion versagt. W\u00e4hrend die H\u00e4modialyse mehrmals pro Woche in spezialisierten Zentren durchgef\u00fchrt wird, erm\u00f6glicht die Peritonealdialyse eine eigenst\u00e4ndige Durchf\u00fchrung zu Hause \u2013 mit deutlich gr\u00f6\u00dferer Flexibilit\u00e4t im Alltag. Beide Verfahren gelten in Bezug auf die Lebenserwartung als gleichwertig, doch viele Betroffene profitieren bei der Bauchfelldialyse von mehr Lebensqualit\u00e4t. Auch unter Kosten- und Personalaspekten bietet sie Vorteile. Trotzdem nutzen bundesweit nur rund sechs Prozent diese Therapieform \u2013 in Schleswig-Holstein waren es bis zum Start von SKIP-SH sogar noch weniger. Das Projekt will das \u00e4ndern und strukturelle H\u00fcrden abbauen.<\/p>\n<p>Das Projekt SKIP-SH (&#8222;Sektoren\u00fcbergreifende Koordinierungsstelle zur nachhaltigen Intensivierung der Peritonealdialyse in Schleswig-Holstein&#8220;) wird vom Land Schleswig-Holstein gef\u00f6rdert. Es basiert auf einem sektorenverbindenden Ansatz, der ambulante und station\u00e4re Einrichtungen eng vernetzt und Betroffene beim Einstieg in die Bauchfelldialyse begleitet. In West-Schleswig-Holstein zeigt sich bereits eine messbare Zunahme der durchgef\u00fchrten Peritonealdialysen. Jetzt ist auch der Osten des Landes mit dem Campus L\u00fcbeck in das Projekt eingebunden.<\/p>\n<p>Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken betont: \u201eDas Projekt SKIP-SH zeigt beispielhaft, wie die medizinische Versorgung von Menschen mit chronischer Nierenerkrankung verbessert werden kann. Die St\u00e4rkung der Heimdialyse ist ein Gewinn f\u00fcr alle: f\u00fcr die Betroffenen, f\u00fcr die Fachkr\u00e4fte und f\u00fcr das Gesundheitssystem insgesamt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnsere Vision ist eine landesweit fl\u00e4chendeckende, patientennahe Versorgung. Mit der Erweiterung nach L\u00fcbeck schaffen wir einen weiteren Baustein daf\u00fcr. Die Peritonealdialyse bietet vielen Menschen mit Nierenversagen mehr Lebensqualit\u00e4t und Unabh\u00e4ngigkeit. Unser Ziel ist es, diese Therapie in allen Regionen Schleswig-Holsteins bekannter und zug\u00e4nglicher zu machen\u201c, sagt PD Dr. Kevin Schulte, Initiator des Projekts und stellvertretender Direktor der Klinik f\u00fcr Innere Medizin IV am UKSH, Campus Kiel.<\/p>\n<p>In L\u00fcbeck hat Ole Hudowenz,\u00a0Facharzt an der Medizinischen Klinik I, Campus L\u00fcbeck, in enger Abstimmung mit dem Kieler Projektteam die Leitung des neuen Programms \u00fcbernommen. Die Voraussetzungen f\u00fcr eine erfolgreiche Umsetzung sind gegeben: Neben dem Multiplikator-Ansatz, der auf die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen nephrologischen Praxen setzt, bietet der Campus L\u00fcbeck eine starke interdisziplin\u00e4re Struktur. Besonders hervorzuheben ist die Kooperation mit der Kardiologie und dem Herzinsuffizienz-Netzwerk, das ebenfalls vom Land gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<p>\u201eMenschen mit chronischer Nierenerkrankung leiden h\u00e4ufig auch an Herzschw\u00e4che. Die Peritonealdialyse gilt f\u00fcr diese Patientengruppe als besonders schonendes Verfahren, da sie den Fl\u00fcssigkeits- und Elektrolythaushalt gleichm\u00e4\u00dfiger reguliert als die H\u00e4modialyse und somit das Herz entlastet\u201c, erl\u00e4utert PD Dr. Martin Nitschke. \u201eUnser Anspruch ist es, f\u00fcr jede Patientin und jeden Patienten die bestm\u00f6gliche Therapie zu finden und dabei eng mit allen beteiligten Fachbereichen zusammenzuarbeiten.\u201c<\/p>\n<p>Die Koordinierungsstelle am Campus L\u00fcbeck stellt niedergelassenen Fachkr\u00e4ften und ihren Patientinnen und Patienten umfassende Unterst\u00fctzung zur Verf\u00fcgung: Dazu z\u00e4hlen Schulungen, Beratung und eine rund um die Uhr erreichbare Ansprechstruktur f\u00fcr Komplikationen. Dieses Modell hat sich bereits am Campus Kiel bew\u00e4hrt und tr\u00e4gt dazu bei, strukturelle H\u00fcrden beim Einstieg in die Peritonealdialyse abzubauen.<\/p>\n<p>Um den landesweiten Austausch zwischen Kliniken, Praxen und weiteren Beteiligten weiter zu f\u00f6rdern, findet am 5. M\u00e4rz 2026 auf Gut Immenhof in Bad Malente eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung statt. Eingeladen sind alle nephrologisch t\u00e4tigen Fachkr\u00e4fte in Schleswig-Holstein. Veranstalter sind die Projektteams aus Kiel und L\u00fcbeck sowie die Dialyse GbR Schleswig-Holstein. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: \u201eF\u00fcr das Recht, Zuhause zu dialysieren.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.skip-sh.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.skip-sh.de<\/a> sowie in der Presseinformation vom 27. September 2023: <a href=\"http:\/\/www.uksh.de\/230927_pi_peritonealdialyse\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.uksh.de\/230927_pi_peritonealdialyse<\/a>. F\u00fcr Fragen oder direkte Kontaktaufnahme stehen die Koordinierungsstellen am UKSH unter <a href=\"https:\/\/www.uksh.de\/mailto:peritonealdialyse.kiel@uksh.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">peritonealdialyse.kiel@uksh.de<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.uksh.de\/mailto:peritonealdialyse.luebeck@uksh.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">peritonealdialyse.luebeck@uksh.de<\/a> gerne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein<\/p>\n<p>Campus L\u00fcbeck<br \/>Medizinische Klinik I, PD Dr. Martin Nitschke<br \/>Tel.: 0451 500-44121, <a href=\"https:\/\/www.uksh.de\/mailto:Martin.Nitschke@uksh.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Martin.Nitschke@uksh.de<\/a><\/p>\n<p>Campus Kiel<br \/>Klinik f\u00fcr Innere Medizin IV, PD Dr. Kevin Schulte<br \/>Tel.: 0431 500-65498, <a href=\"https:\/\/www.uksh.de\/mailto:Kevin.Schulte@uksh.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kevin.Schulte@uksh.de<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Heimdialyse+Grafik+2-height-199-width-280.png\" alt=\"Heimdialyse Grafik 2\" title=\"Heimdialyse Grafik 2\"\/><\/p>\n<p>Bei der Peritonealdialyse erfolgt die Blutreinigung innerhalb des K\u00f6rpers \u00fcber das Bauchfell, das die Bauchh\u00f6hle auskleidet und als Filtermembran dient. Dialysepflichtige Nierenkranke k\u00f6nnen diese Methode selbst\u00e4ndig zu Hause durchf\u00fchren. Sie verwenden einen fest eingen\u00e4hten Katheter in der Bauchwand, um regelm\u00e4\u00dfig eine spezielle Sp\u00fcll\u00f6sung (Dialysat) in die Bauchh\u00f6hle einzuf\u00fchren. Das Dialysat umsp\u00fclt das Bauchfell, wodurch Schadstoffe aus den Blutgef\u00e4\u00dfen des Bauchfells in das Dialysat \u00fcbertreten. Gleichzeitig wird \u00fcbersch\u00fcssiges Wasser dem Blut entzogen, da das Dialysat Zucker oder zucker\u00e4hnliche Stoffe enth\u00e4lt. Nach einigen Stunden wird das angereicherte Dialysat \u00fcber den Katheter abgelassen und durch neues, steriles Dialysat ersetzt. Dieser Zyklus wiederholt sich mehrmals am Tag.<\/p>\n<p>Grafik: UKSH<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.uksh.de\/uksh_media\/Pressemitteilungen\/2023_Pressebilder_Download\/Heimdialyse+Grafik+2-quality-100.png\" class=\"blue_arrow_link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bild in Originalgr\u00f6\u00dfe<\/a><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Nitschke_+Martin-height-405-width-280-p-880463.jpg\" alt=\"Nitschke, Martin\" title=\"Nitschke, Martin\"\/><\/p>\n<p>PD Dr. Martin Nitschke, Stellvertretender Klinikdirektor und Bereichsleiter Nephrologie und Transplantation an der Medizinischen Klink I.<\/p>\n<p>Foto: UKSH<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.uksh.de\/uksh_media\/Pressemitteilungen\/2025_Pressebilder_Download\/Nitschke_+Martin-quality-100-p-880463.jpg\" class=\"blue_arrow_link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bild in Originalgr\u00f6\u00dfe<\/a><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20240823_Schulte-height-348-width-280.JPG\" alt=\"20240823_Schulte\" title=\"20240823_Schulte\"\/><\/p>\n<p>PD Dr. Kevin Schulte, Initiator des Projekts und stellvertretender Direktor der Klinik f\u00fcr Innere Medizin IV am UKSH, Campus Kiel.<\/p>\n<p>Foto: UKSH<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.uksh.de\/uksh_media\/Pressemitteilungen\/2025_Pressebilder_Download\/20240823_Schulte-quality-100.JPG\" class=\"blue_arrow_link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bild in Originalgr\u00f6\u00dfe<\/a><\/p>\n<p>Verantwortlich f\u00fcr diese Presseinformation<\/p>\n<p>Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein<\/p>\n<p>Maximilian Hermsen<\/p>\n<p> Komm. Pressesprecher<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.uksh.de\/mailto:maximilian.hermsen@uksh.de\" title=\"E-Mail senden an maximilian.hermsen@uksh.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">maximilian.hermsen@uksh.de<\/a><\/p>\n<p>Campus Kiel<\/p>\n<p>Arnold-Heller-Stra\u00dfe 3, 24105 Kiel<\/p>\n<p>Campus L\u00fcbeck<\/p>\n<p>Ratzeburger Allee 160, 23538 L\u00fcbeck<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Montag, 22. 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