{"id":670569,"date":"2025-12-25T10:11:10","date_gmt":"2025-12-25T10:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/670569\/"},"modified":"2025-12-25T10:11:10","modified_gmt":"2025-12-25T10:11:10","slug":"tierisches-2025-von-wels-alarm-bis-verschlucktem-ehering","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/670569\/","title":{"rendered":"Tierisches 2025 &#8211; Von Wels-Alarm bis verschlucktem Ehering"},"content":{"rendered":"<p>Mal ber\u00fchrend, mal verst\u00f6rend, mal unterhaltend &#8211; im zur\u00fcckliegenden Jahr sorgten auch viele Tiere in Bayern f\u00fcr Schlagzeilen. So verschreckte mitten im Sommerloch ein \u201eKiller-Wels\u201c die Badeg\u00e4ste am Brombachsee in Mittelfranken. Die T\u00f6tung von mehreren Pavianen im N\u00fcrnberger Tiergarten sorgte f\u00fcr lautstarke Proteste und sogar Morddrohungen. Und es gab auch herzerw\u00e4rmende Geschichten aus dem Tierreich. Ein \u00dcberblick:<\/p>\n<p>\u00c4hnlich bekannt wie der Wei\u00dfe Hai d\u00fcrfte in Bayern der bissige Wels &#8211; auch Waller genannt &#8211; vom Brombachsee sein. Genau 50 Jahre nach der Ver\u00f6ffentlichung des Horrorklassikers \u201eDer wei\u00dfe Hai\u201c attackierte am 20. Juni ein zwei Meter langer Wels arglose Badende in dem See in Mittelfranken und verletzte diese.<\/p>\n<p>Die Medien berichteten von \u201eWels-Alarm\u201c oder dem \u201eKiller-Waller\u201c. Tats\u00e4chlich handelte es sich Fachleuten zufolge wohl um einen besorgten Fisch-Vater, der seinen Nachwuchs sch\u00fctzen wollte. Wegen des niedrigen Wasserstands hatten die Tiere ihre Eier vermutlich unterhalb der Badeplattform abgelegt.<\/p>\n<p>Der Fisch selbst fand ein schnelles Ende: Die Polizei entschied zusammen mit einem Anglerverein und der Wasserwacht, das Tier zu t\u00f6ten, weil es nach deren Einsch\u00e4tzung ein Sicherheitsrisiko darstellte. Ein Polizeibeamter schoss dreimal auf den Fisch, erwischte ihn aber nicht. Schlie\u00dflich musste ein Angler ihn fangen und erlegen. In einem Gasthof landete er sp\u00e4ter in 120-Filetportionen auf dem Teller.<\/p>\n<p>Das Ganze hatte aber ein juristisches Nachspiel. Tiersch\u00fctzer stellten Strafanzeige wegen des Versto\u00dfes gegen das Tierschutzgesetz. Die Ermittlungen f\u00fchrte sogar das Landeskriminalamt, weil unter den Beschuldigten ein Polizeibeamter war. Im November teilte die Staatsanwaltschaft schlie\u00dflich mit: Die T\u00f6tung des bissigen Riesen-Wels war rechtens.<\/p>\n<p>Wie die \u201eN\u00fcrnberger Nachrichten\u201c j\u00fcngst berichteten, hat der wohl ber\u00fchmteste Fisch Deutschlands mittlerweile seine ersten Fan-Artikel: Dieser ziert nun unter anderem T-Shirts und Tassen &#8211; mit einem Motiv, das stark an den Wei\u00dfen Hai erinnert.<\/p>\n<p>F\u00fcr viel Wirbel sorgte auch die T\u00f6tung von zw\u00f6lf gesunden Pavianen im N\u00fcrnberger Tiergarten, weil deren Gehege \u00fcberf\u00fcllt war. Tierrechts- und Tierschutzorganisation protestierten massiv gegen die Entscheidung des st\u00e4dtischen Zoos. Aktivistinnen und Aktivisten ketteten sich unter anderem an dem Affengehege fest, drangen auf das Gel\u00e4nde des geschlossenen Tiergartens ein und errichteten zeitweise ein Protestcamp.<\/p>\n<p>Rund 350 Strafanzeige gingen bei der N\u00fcrnberger Staatsanwaltschaft wegen m\u00f6glicher Verst\u00f6\u00dfe gegen das Tierschutzgesetz ein. Die Polizei wiederum ermittelte wegen zahlreicher Hasskommentare in den sozialen Medien, darunter auch Morddrohungen gegen Besch\u00e4ftigte des Tiergartens.<\/p>\n<p>Rundfunkgeb\u00fchren f\u00fcr einen Hund? Ein Brief des Beitragsservice an Hund Urax in M\u00fcnchen sorgte jedenfalls f\u00fcr viel Verwunderung &#8211; und sicherlich auch Gel\u00e4chter. Seine Besitzerin Jutta Zedelmaier antwortete prompt per Einschreiben, dass ihr Hund sich weigere, den Rundfunkbeitrag zu zahlen. \u201eSein einziger Arbeitsplatz ist sein Jagdrevier und dieses ist ganz ohne jede Anbindung an Rundfunk und Internet\u201c, hie\u00df es in dem Schreiben. Der Beitragsservice reagierte mit Humor und erkl\u00e4rte, Urax k\u00fcnftig keine Post mehr zu schicken.<\/p>\n<p>Zwei Tiere sorgten 2025 mit ihrem gro\u00dfen Appetit f\u00fcr Aufsehen. Im Magen der Kuh \u201eHerzal\u201c fand ein Metzger im Fr\u00fchjahr den Ehering von Bauer Johannes Brandhuber aus dem niederbayerischen Simbach am Inn. Das Tier hatte wahrscheinlich vier Monate vorher beim F\u00fcttern mit Hafersilage mit ihrer rauen Zunge den Ring ihres Besitzers vom Finger gestreift und zusammen mit dem Futter verschluckt. Jedenfalls vermisste Brandhuber nach der Stallarbeit den Ring. Er suchte den ganzen Stall ab, erfolglos &#8211; und kaufte schlie\u00dflich einen Ersatz-Ring.<\/p>\n<p>Im Landshuter Tiergehege wiederum verschluckte am Neujahrstag ein neugieriger Nandu den Handschuh eines Kindes. Der Laufvogel hatte diesen laut Polizei von der Hand des Kindes gezogen. Ein Zeuge sah demnach deutlich, wie das Fleece-Teil den Hals des Tieres herunterrutschte. Von Verdauungsproblemen wurde sp\u00e4ter nicht berichtet.<\/p>\n<p>Bartgeier Vinzenz packte im Sommer die Reiselust. Der mit einem GPS-Tracker ausgestattete Greifvogel flog vom Nationalpark Berchtesgaden 1.600 Kilometer quer \u00fcber Deutschland bis an die Nordsee. Zwei Vogelspezialisten fingen das abgemagerte Tier schlie\u00dflich an einer Landstra\u00dfe bei Oldenburg in Niedersachsen ein. Nachdem der junge Vogel aufgep\u00e4ppelt worden war, ging es zur\u00fcck in die Alpen &#8211; diesmal per Transporter auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Erst S-Bahn, dann Streifenwagen &#8211; im November machte sich die vierj\u00e4hrige H\u00fcndin Bella in Oberbayern auf einen abenteuerlichen Trip. Sie b\u00fcxte laut Polizei aus dem Garten ihrer Besitzer aus und stieg in eine S-Bahn nach Schwabhausen nahe Dachau. Dort verlie\u00df sie die Bahn und spazierte \u00fcber den Parkplatz eines Supermarkts. Mit Hilfe eines W\u00fcrstchens konnte eine Polizistin die neugierige H\u00fcndin einfangen. Mit dem Streifenwagen ging es dann zur\u00fcck nach Hause.<\/p>\n<p>Ein leises Miauen aus einem Paket h\u00f6rte ebenfalls im November eine Mitarbeiterin einer Paketstation in Nersingen bei Neu-Ulm. Sie informierte daraufhin die Frau, die das Paket aufgegeben hatte. Wie sich herausstellte, hatte sich deren Katze in den ge\u00f6ffneten Karton gelegt und war eingeschlafen. Die Besitzerin verschloss das Paket, ohne den blinden Passagier zu bemerken. Die Katze blieb bei dem unfreiwilligen Ausflug unverletzt.<\/p>\n<p>\n      Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder gepr\u00fcft.\n    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mal ber\u00fchrend, mal verst\u00f6rend, mal unterhaltend &#8211; im zur\u00fcckliegenden Jahr sorgten auch viele Tiere in Bayern f\u00fcr Schlagzeilen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":670570,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1837],"tags":[772,3364,29,30,156041,3783,156043,121,156042,156044,24889,12026,31811],"class_list":{"0":"post-670569","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nuernberg","8":"tag-bayern","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-nersingen","13":"tag-nuernberg","14":"tag-nuernberger-nachrichten","15":"tag-polizei","16":"tag-polizeibeamtinnen-und-polizeibeamte","17":"tag-rundfunkgebuehren","18":"tag-tiergarten-nuernberg","19":"tag-tierschuetzer","20":"tag-wasserwacht"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115779671950128898","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=670569"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670569\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/670570"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=670569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=670569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=670569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}