{"id":67075,"date":"2025-04-28T03:57:21","date_gmt":"2025-04-28T03:57:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/67075\/"},"modified":"2025-04-28T03:57:21","modified_gmt":"2025-04-28T03:57:21","slug":"bodenlos-und-verstoerend-umgang-mit-esken-spaltet-partei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/67075\/","title":{"rendered":"\u00abBodenlos\u00bb und \u00abverst\u00f6rend\u00bb: Umgang mit Esken spaltet Partei"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Der innerparteiliche Umgang mit der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken sorgt in Teilen der Partei f\u00fcr gro\u00dfe Emp\u00f6rung. Kritik an der Debatte um Eskens politische Zukunft kommt aus dem SPD-Pr\u00e4sidium, der SPD-Jugendorganisation und der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen.<\/p>\n<p>\u00abStil und Sto\u00dfrichtung dieser Kritik wirken verst\u00f6rend, wenn man sich mal den Zustand der SPD und die innerparteilichen Grabenk\u00e4mpfe rund um die Bundestagswahl 2017 in Erinnerung ruft\u00bb, sagte Katja P\u00e4hle, Mitglied des SPD-Pr\u00e4sidiums, der Deutschen Presse-Agentur. Damals vereinte die SPD 20,5 Prozent der W\u00e4hlerstimmen auf sich und steigerte sich 2021 auf 25,7 Prozent.<\/p>\n<p>P\u00e4hle stellt sich hinter Esken<\/p>\n<p>Die SPD sei nur deshalb wieder mehrheitsf\u00e4hig geworden, weil die Partei unter anderem unter Esken zu inhaltlicher Geschlossenheit gefunden habe. Die Wahlniederlage bei der Bundestagswahl im Februar 2025 sei nicht allein Eskens Schuld: \u00abEs w\u00e4re grob unfair, alleinige Verantwortung auf sie abzuw\u00e4lzen.\u00bb Die SPD hatte mit 16,4 Prozent ein Desaster erlebt. Alle strategischen Ausrichtungen h\u00e4tten Esken und der Co-Vorsitzende Lars Klingbeil in Abstimmung mit dem gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Kanzler Olaf Scholz getroffen, verteidigte P\u00e4hle aber die Co-Parteichefin.\u00a0<\/p>\n<p>Die SPD-F\u00fchrung wird im Juni neu gew\u00e4hlt. In den vergangenen Tagen haben sich mehrere einflussreiche SPD-Politiker f\u00fcr einen Verbleib Klingbeils an der SPD-Spitze ausgesprochen, w\u00e4hrend Eskens Rolle heftig diskutiert wird.<\/p>\n<p>Klingbeil ist seit 2021 Parteichef neben Esken, die den Co-Vorsitz seit 2019 innehat. Er gilt als neuer starker Mann in der SPD und wird auch als Finanzminister in einem Kabinett von Friedrich Merz (CDU) gehandelt. In den vergangenen Tagen hatten sich unter anderem Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig und der rheinland-pf\u00e4lzische Regierungschef Alexander Schweitzer f\u00fcr seinen Verbleib an der Parteispitze ausgesprochen. Die fr\u00fchere Bundestagspr\u00e4sidentin B\u00e4rbel Bas (SPD) sagte dem Berliner \u00abTagesspiegel\u00bb: \u00abSollte sich Lars Klingbeil f\u00fcr eine erneute Kandidatur als Parteivorsitzender entscheiden, werde ich das unterst\u00fctzen.\u00bb<\/p>\n<p>P\u00e4hle hingegen stellt sich klar hinter Esken: \u00abF\u00fcr eine starke SPD braucht es auch zuk\u00fcnftig die politische Erfahrung und den Teamgeist von Saskia Esken.\u00bb Unterst\u00fctzung kommt auch aus Bayern.<\/p>\n<p>Bayerns Juso-Chef: Umgang mit Esken \u00abbodenlos\u00bb<\/p>\n<p>Bayerns Juso-Chef Benedict Lang etwa h\u00e4lt den Umgang mit Esken f\u00fcr \u00abbodenlos\u00bb. Eskens Co-Vorsitzender Klingbeil zeige bisher nicht, dass er das problematisch finde, er lasse das einfach laufen, kritisierte Lang im Interview der \u00abS\u00fcddeutschen Zeitung\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abDer eine vergr\u00f6\u00dfert seine Macht und die Frau an der Spitze wird abges\u00e4gt\u00bb, res\u00fcmierte Lang. \u00abEs dr\u00e4ngt sich der Eindruck auf, dass die Partei mit Unterst\u00fctzung einiger SPD-Ministerpr\u00e4sidenten aus dem Hinterzimmer \u00fcberrumpelt werden soll, so dass Klingbeil am Ende als einzige Option dasteht.\u00bb Statt zu \u00fcberlegen, wie der Kuchen f\u00fcr die SPD wieder gr\u00f6\u00dfer werde, \u00abdr\u00e4ngelt sich Klingbeil am Buffet vor, um immer gr\u00f6\u00dfere St\u00fccke f\u00fcr sich selbst runterzuschneiden\u00bb.<\/p>\n<p>Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der SPD-Frauen unterst\u00fctzt Esken<\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Maria Noichl, gegen\u00fcber der \u00abS\u00fcddeutschen Zeitung\u00bb. Esken habe \u00abden Laden zusammengehalten, intern Br\u00fccken gebaut, ist immer ansprechbar\u00bb, sagte sie. Es k\u00f6nne nicht sein, \u00abeine Person stolpert nach oben, die andere Person stolpert nach unten\u00bb.<\/p>\n<p>Esken hatte sich k\u00fcrzlich auch daf\u00fcr ausgesprochen, dass die SPD mehr Frauen als M\u00e4nner in das neue Bundeskabinett schickt. In einem Interview der Deutschen Presse-Agentur forderte sie, dass vier der sieben SPD-Posten von Frauen besetzt werden.\u00a0<\/p>\n<p>Dazu sagte Noichl: \u00abIch halte Saskia Esken absolut f\u00fcr f\u00e4hig, ein Ministeramt auszu\u00fcben.\u00bb Im Landesverband der SPD-Bundesvorsitzenden sieht man das anders. Sascha Binder, Generalsekret\u00e4r der SPD in Baden-W\u00fcrttemberg, sagte in einem Zeitungsinterview mit \u00abS\u00fcdkurier\u00bb und \u00abBadischer Zeitung\u00bb: \u00abKabinettsposten m\u00fcssen an diejenigen gegeben werden, die ein gro\u00dfes Vertrauen innerhalb der Partei haben, aber vor allem auch bei den Menschen drau\u00dfen.\u00bb Und weiter: \u00abWir haben sieben Kabinettsposten. Ich gebe Saskia Esken Recht, dass vier davon an Frauen gehen sollen. Aber dann geht es danach, wer sind die vier Besten? Und darunter sehe ich Saskia Esken nicht.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Der innerparteiliche Umgang mit der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken sorgt in Teilen der Partei f\u00fcr gro\u00dfe&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":67076,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[3364,29,30,1209,2403,184,4418],"class_list":{"0":"post-67075","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-nordrhein-westfalen","12":"tag-partei","13":"tag-spd","14":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114413584012712433","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67075","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67075"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67075\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67076"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67075"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67075"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67075"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}