{"id":670837,"date":"2025-12-25T12:56:18","date_gmt":"2025-12-25T12:56:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/670837\/"},"modified":"2025-12-25T12:56:18","modified_gmt":"2025-12-25T12:56:18","slug":"europa-2026-prognose-wo-die-loehne-am-staerksten-steigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/670837\/","title":{"rendered":"Europa 2026: Prognose, wo die L\u00f6hne am st\u00e4rksten steigen"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            25\/12\/2025 &#8211; 7:00 MEZ\n            <\/p>\n<p>Die Reall\u00f6hne im Euroraum haben sich nach dem starken Einbruch in der Hochinflationsphase 2022 weitgehend erholt, so die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB). Die Nominall\u00f6hne steigen schneller als die Preise. Geh\u00e4lter reichen wieder etwas weiter. Anfang 2025 liegen die Reall\u00f6hne damit nahe am Niveau von vor dem Inflationsschub Ende 2021.<\/p>\n<p>Internationale Organisationen wie die OECD haben ihre l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Lohnberichte f\u00fcr 2025 noch nicht ver\u00f6ffentlicht. Mit einer Ver\u00f6ffentlichung ist Anfang 2026 zu rechnen. Befragungen liefern dennoch Hinweise auf die Lohnentwicklung.<\/p>\n<p>Laut dem Bericht Salary Trends 2025\/26 von Employment Conditions Abroad (ECA) sind die Reall\u00f6hne 2025 in fast allen untersuchten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gestiegen. Der Trend d\u00fcrfte 2026 anhalten.<\/p>\n<p>Bis Ende 2025 steigen die Reall\u00f6hne in 23 der 25 untersuchten europ\u00e4ischen L\u00e4nder, so der Bericht. Rum\u00e4nien (-0,9 %) und die Ukraine (-3,2 %) verzeichnen dagegen R\u00fcckg\u00e4nge. In den \u00fcbrigen L\u00e4ndern reicht das Wachstum von 0,2 % in \u00d6sterreich bis 5,1 % in der T\u00fcrkei. <\/p>\n<p>In der T\u00fcrkei ergibt ein nominaler Lohnanstieg von 40 % in Kombination mit der IWF-Inflationsprognose von 34,9 % einen realen Zuwachs von 5,1 %. Damit liegt die T\u00fcrkei beim Reallohnwachstum vorn. Es folgen Bulgarien und Ungarn.<\/p>\n<p>Unter den vier gro\u00dfen Volkswirtschaften Europas liegt Frankreich vorn, gefolgt von Deutschland, Italien und dem Vereinigten K\u00f6nigreich.<\/p>\n<p>Inflation hat die Kaufkraft der T\u00fcrkinnen und T\u00fcrken geschm\u00e4lert<\/p>\n<p>Auch 2026 d\u00fcrfte die T\u00fcrkei das h\u00f6chste Reallohnwachstum verzeichnen: 8,1 %. Damit \u00fcbertrifft sie das Niveau von 2025.<\/p>\n<p>\u201eDie T\u00fcrkei hebt sich von anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ab, weil Lohnsteigerungen und Inflation deutlich h\u00f6her sind\u201c, sagte Steven Kilfedder, Leiter Produktanalyse bei ECA, gegen\u00fcber Euronews Business. \u201eAber die T\u00fcrkinnen und T\u00fcrken sind noch weit von der Kaufkraft entfernt, die sie einmal hatten.\u201c<\/p>\n<p>Kilfedder betonte, dass Besch\u00e4ftigte in der T\u00fcrkei jahrelang Reallohnverluste hinnehmen mussten, weil die Inflation schneller stieg als die L\u00f6hne. Besonders stark fiel der R\u00fcckgang 2022 aus und auch 2024 war er noch deutlich.<\/p>\n<p>Medianwachstum d\u00fcrfte 2026 zulegen<\/p>\n<p>ECA erwartet 2025 \u00fcber 25 L\u00e4nder hinweg ein medianes Reallohnwachstum von 1,4 % und 2026 von 1,7 %. F\u00fcr Rum\u00e4nien wird mit einem weiteren R\u00fcckgang von -0,7 % gerechnet, alle anderen L\u00e4nder sollen zulegen. <\/p>\n<p>Ungarn, Polen, Tschechien und Bulgarien geh\u00f6ren zur Gruppe mit den gr\u00f6\u00dften Zuw\u00e4chsen.<\/p>\n<p>\u201eDie Volkswirtschaften Osteuropas d\u00fcrften ihre westeurop\u00e4ischen Pendants erneut \u00fcbertreffen, dank schnellerem Wachstum und h\u00f6herer Produktivit\u00e4t\u201c, hei\u00dft es im Bericht. <\/p>\n<p>Im Vereinigten K\u00f6nigreich bleibt das Reallohnwachstum unter den gro\u00dfen europ\u00e4ischen Volkswirtschaften mit 1,1 % am niedrigsten. Gegen\u00fcber 2025 ist das jedoch eine klare Verbesserung.<\/p>\n<p>Das Vereinigte K\u00f6nigreich und Italien liegen bei den erwarteten Reallohnzuw\u00e4chsen f\u00fcr 2026 etwas hinter Frankreich und Deutschland. Der Unterschied liegt vor allem in der erwarteten Inflation. <\/p>\n<p>\u201eZwar werden im Vereinigten K\u00f6nigreich im kommenden Jahr die h\u00f6chsten Gehaltsanstiege erwartet, prognostiziert sind 3,6 %, doch ein Teil der Gewinne wird durch h\u00f6here Inflation als in Vergleichsl\u00e4ndern aufgezehrt\u201c, sagte Steven Kilfedder. <\/p>\n<p>Abgesehen von Griechenland (0,9 %) liegt die Prognose in allen L\u00e4ndern \u00fcber einem Prozent.<\/p>\n<p>Warum liegen die gro\u00dfen Volkswirtschaften unter dem Durchschnitt?<\/p>\n<p>Neben dem Vereinigten K\u00f6nigreich bleiben gro\u00dfe westeurop\u00e4ische Volkswirtschaften wie Spanien und die Niederlande unter dem regionalen Durchschnitt. Laut dem Bericht haben diese L\u00e4nder trotz sinkender Inflation weiterhin mit Problemen zu k\u00e4mpfen: schwache Produktivit\u00e4tszuw\u00e4chse, enge fiskalische Spielr\u00e4ume und die Zur\u00fcckhaltung der Arbeitgeber bei langfristigen Lohnzusagen. <\/p>\n<p>Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung von 200 multinationalen Unternehmen zwischen August und Oktober 2025. Abgefragt wurden die beschlossenen Lohnerh\u00f6hungen f\u00fcr 2025 und die erwarteten Anhebungen f\u00fcr 2026. Auf Basis der Inflationsraten aus dem World Economic Outlook des IWF vom Oktober 2025 berechnete ECA das Reallohnwachstum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 25\/12\/2025 &#8211; 7:00 MEZ Die Reall\u00f6hne im Euroraum haben sich nach dem starken Einbruch in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":670838,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,871,14,15,12,3945],"class_list":{"0":"post-670837","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-inflation","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-wirtschaftswachstum"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115780320235522446","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670837","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=670837"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/670837\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/670838"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=670837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=670837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=670837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}