{"id":671015,"date":"2025-12-25T14:57:30","date_gmt":"2025-12-25T14:57:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/671015\/"},"modified":"2025-12-25T14:57:30","modified_gmt":"2025-12-25T14:57:30","slug":"zweiter-versuch-ein-nahversorgungszentrum-nach-luetzschena-stahmeln-zu-bekommen-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/671015\/","title":{"rendered":"Zweiter Versuch, ein Nahversorgungszentrum nach L\u00fctzschena-Stahmeln zu bekommen \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber vier Kilometer lang ist die Hallesche Stra\u00dfe in L\u00fctzschena-Stahmeln. Doch an der ganzen Stra\u00dfe gibt es keinen Nahversorger. Die Bewohner des Ortsteils m\u00fcssen sich ins Auto schwingen und au\u00dferhalb ihre Eink\u00e4ufe erledigen. Weshalb nicht nur der Ortschaftsrat L\u00fctzschena-Stahmeln davon tr\u00e4umt, dass es auf der Mitte der Stra\u00dfe bald einen eigenen Nahversorger gibt. Das Grundst\u00fcck Hallesche Stra\u00dfe 116 geh\u00f6rt der Stadt.<\/p>\n<p>Den zu finden, war die Stadt schon vor drei Jahren vom Grundst\u00fccksverkehrsausschuss aufgefordert worden. Nur: Das hat leider nicht geklappt. Am 17. Dezember kam das Thema also wieder in den Stadtrat.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/238b988d06e249e895ebb2bbeec451b3.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/12\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/12\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Diesmal unter ver\u00e4nderten Vorzeichen. Denn inzwischen ist auch der Bebauungsplan Nr. 445 (\u201eZur Alten Brauerei\u201c) in Kraft getreten. N\u00f6rdlich des Grundst\u00fcckes entstehen \u00fcber 500 zus\u00e4tzliche Wohnungen auf dem Gel\u00e4nde der einstigen Sternburg-Brauerei. Rund 1.500 Menschen werden hier in den n\u00e4chsten Jahren zus\u00e4tzlich ein Zuhause finden. Damit steigt der Bedarf an wohnortnahen Einkaufsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Warum hat sich dann aber in den letzten drei Jahren kein Investor gefunden, die direkt hier ein modernes Nahversorgungszentrum baut? Wirtschaftsb\u00fcrgermeister Clemens Sch\u00fclke erl\u00e4uterte das am 17. Dezember in der Ratsversammlung recht ausf\u00fchrlich. Denn die Investoren zeigten durchaus Interesse.<\/p>\n<p>Zwei hatten sogar recht anspruchsvolle Entw\u00fcrfe vorgelegt. Nur an einem scheiterte dann eine wirkliche Umsetzung: Der Grundst\u00fccksverkehrsauschuss hatte \u2013 den Selbstbindungen des Stadtrats entsprechend \u2013 die Verwaltung beauftragt, das Grundst\u00fcck nur in Erbbaupacht zu vergeben. Was auch Sch\u00fclke nicht verkehrt fand.<\/p>\n<p>Nur die Banken tun sich damit schwer, stellt <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2025995&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2183457\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">die Vorlage aus dem Wirtschaftsdezernat<\/a> fest: \u201eDennoch hat der Erstplatzierte letztlich abgesagt, verbunden mit folgender Begr\u00fcndung: Das Erbbaurecht erschwert die Finanzierung. Banken akzeptieren in der Regel ein Erbbaurecht nicht als ausreichende Sicherheit, da dieses Recht kaum fungibel ist, ein Kauf wird f\u00fcr die Projektfinanzierung und -realisierung bevorzugt.\u201c<\/p>\n<p>Was nun so eine Art Gordischen Knoten ergab: Die Stadt w\u00fcrde das Grundst\u00fcck gern in Erbbaupacht halten, aber die Investoren bekommen dann das Ganze nicht von der Bank finanziert. Also legte Clemens Sch\u00fclke am 17. Dezember eine Vorlage vor, die jetzt den Verkauf des Grundst\u00fccks an einen m\u00f6glichen Investor vorsieht. Denn anders, so sieht es aus, kommt die Stadt hier nicht zu einem Nahversorger.<\/p>\n<p>Wobei es ja nicht nur ein Supermarkt werden soll, sondern auch ein Gemeindezentrum, das L\u00fctzschena-Stahmeln so bis heute auch nicht hat. Hier w\u00fcrden Vereine und B\u00fccherei ihren Platz finden und ein Raum m\u00fcsste geschaffen werden, der gro\u00df genug w\u00e4re, auch die Ortschaftsratssitzungen aufzunehmen, zu denen in der Regel bis zu 80 G\u00e4ste kommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Stadtrat-OR-Luetzschena-Stahmeln-Eva-Maria_Schulze-BI_1990-00002185.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-641671 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Stadtrat-OR-Luetzschena-Stahmeln-Eva-Maria_Schulze-BI_1990-00002185.jpg\" alt=\"Frau Eva-Maria Schulze (Ortsvorsteherin L\u00fctzschena-Stahmeln\/BI 1990) im Leipziger Stadtrat am 17.12.2025. Foto: Jan Kaefer\" width=\"5472\" height=\"3648\"  \/><\/a>Eva-Maria Schulze (Ortsvorsteherin L\u00fctzschena-Stahmeln\/BI 1990) im Leipziger Stadtrat am 17.12.2025. Foto: Jan Kaefer<\/p>\n<p>Weshalb sich Ortsvorsteherin Eva-Maria Schule am 17. Dezember gl\u00fccklich zeigte, dass sich die Stadt nun doch umentschieden hat und nicht mehr krampfhaft an der Erbbaupacht festh\u00e4lt, die gerade an dieser Stelle ganz offensichtlich nicht funktioniert. Vielleicht ist es ja wirklich der konkrete Platz, so Sch\u00fclke, der die Erbbaupacht nicht sinnvoll macht.<\/p>\n<p>Zwar warb Dr. Tobias Peter, Fraktionsvorsitzender der Gr\u00fcnen, noch einmal f\u00fcr die Erbbaupacht.<\/p>\n<p>Aber tats\u00e4chlich tickt in L\u00fctzschena-Stahmeln die Uhr. Das Wohnensemble an der Alten Brauerei f\u00fcllt sich. Der Bedarf an einem Nahversorger w\u00e4chst zusehends. Und so hatte das Wirtschaftsdezernat eben vorgeschlagen: \u201eF\u00fcr das Grundst\u00fcck Hallesche Stra\u00dfe 116 ist ein Konzeptverfahren zum Verkauf durchzuf\u00fchren, verbunden mit dem Ziel, einen Nahversorger anzusiedeln sowie eine Mietoption zugunsten der Stadt Leipzig (insbesondere f\u00fcr den Ortschaftsrat, Vereine) zu vereinbaren. Das Mindestgebot betr\u00e4gt 1 Mio. EUR.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1766674650_252_Stadtrat-Andreas_Geisler-SPD-00002114.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-641667 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1766674650_252_Stadtrat-Andreas_Geisler-SPD-00002114.jpg\" alt=\"Herr Andreas Geisler (SPD) im Leipziger Stadtrat am 17.12.2025. Foto: Jan Kaefer\" width=\"5472\" height=\"3648\"  \/><\/a>Andreas Geisler (SPD) im Leipziger Stadtrat am 17.12.2025. Foto: Jan Kaefer<\/p>\n<p>Ein bisschen sp\u00e4t, fand SPD-Stadtrat Andreas Geisler. Hier h\u00e4tte schon fr\u00fcher reagiert werden k\u00f6nnen, nachdem die potenziellen Investoren ihre Bauchschmerzen ge\u00e4u\u00dfert haben. Die Stadtratsmehrheit folgte am 17. Dezember dem Vorschlag der Verwaltung und stimmte mit 36:21 Stimmen der Vorlage zu. Die Ausschreibung kann also gestartet werden.<\/p>\n<p>Und wenn sich einer der schon interessierten Investoren tats\u00e4chlich bereit erkl\u00e4rt, ein Angebot abzugeben, k\u00f6nnte \u2013 so die Vorlage \u2013 noch vor dem Sommer der Kaufvertrag unterschrieben werden, sodass in L\u00fctzschena-Stahmeln tats\u00e4chlich zeitnah ein Nahversorger gebaut werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00dcber vier Kilometer lang ist die Hallesche Stra\u00dfe in L\u00fctzschena-Stahmeln. 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