{"id":67116,"date":"2025-04-28T04:22:08","date_gmt":"2025-04-28T04:22:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/67116\/"},"modified":"2025-04-28T04:22:08","modified_gmt":"2025-04-28T04:22:08","slug":"niedersachsen-bremen-zahlreiche-tierschutzverstoesse-in-niedersachsen-und-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/67116\/","title":{"rendered":"Niedersachsen &#038; Bremen: Zahlreiche Tierschutzverst\u00f6\u00dfe in Niedersachsen und Bremen"},"content":{"rendered":"<p>                    Niedersachsen &amp; Bremen<br \/>\n                Zahlreiche Tierschutzverst\u00f6\u00dfe in Niedersachsen und Bremen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              28.04.2025, 06:03 Uhr<\/p>\n<p><strong>Verwahrloste Haustiere, geschundene Nutztiere &#8211; immer wieder kommt es zu Verst\u00f6\u00dfen gegen das Tierschutzgesetz. Wer Tierleid bemerkt, kann handeln. Auch eine anonyme Meldung ist m\u00f6glich.<\/strong><\/p>\n<p>Hannover\/Bremen (dpa\/lni) &#8211; Die Zahl der erfassten Verst\u00f6\u00dfe gegen das Tierschutzgesetz ist in Niedersachsen leicht gesunken. Im vergangenen Jahr wurden 990 F\u00e4lle registriert, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa mitteilte. Im Jahr 2023 waren es demnach 1.024 Verst\u00f6\u00dfe. Auch in den Jahren 2020, 2021 und 2022 gab es mehr als 1.000 F\u00e4lle &#8211; einen H\u00f6chststand gab es 2021 mit 1.339 registrierten Verst\u00f6\u00dfen. In den Jahren davor waren es teils deutlich weniger F\u00e4lle &#8211; etwa 724 im Jahr 2017. Die Zahlen basieren auf der Polizeilichen Kriminalstatistik.\u00a0<\/p>\n<p>Welche Tiere j\u00fcngst am h\u00e4ufigsten betroffen waren, konnte das Landeskriminalamt nicht sagen. &#8222;Es wurden die unterschiedlichsten Verst\u00f6\u00dfe im Jahr 2024 angezeigt. Von der nicht artgerechten Haltung unterschiedlichster Tierarten bis hin zum Erschie\u00dfen oder Erstechen eines Tieres.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Nutztiere und Haustiere sind betroffen<\/p>\n<p>Mehrfach sorgten Tierschutzverst\u00f6\u00dfe f\u00fcr Schlagzeilen. So meldete ein Spazierg\u00e4nger im Landkreis Nienburg im Juni 2024 eine stark abgemagerte Kuh auf einer Wiese. Ein Tierarzt schl\u00e4ferte die Kuh ein, um sie zu erl\u00f6sen. Im Juli 2024 fand die Polizei in Wolfenb\u00fcttel in der Wohnung eines Mannes sieben Hunde und 14 Wachteln, die unter schlechten hygienischen Umst\u00e4nden gehalten wurden.\u00a0<\/p>\n<p>Auch ein Schlachthof in Elsfleth nahe Oldenburg r\u00fcckte in die Schlagzeilen. Nach Tierqu\u00e4lerei-Vorw\u00fcrfen ordnete das Veterin\u00e4ramt im Oktober 2024 die vorl\u00e4ufige Schlie\u00dfung an. Zuvor hatte eine Tierrechtsorganisation Aufnahmen ver\u00f6ffentlicht, auf denen Schafe und Rinder gequ\u00e4lt wurden.\u00a0<\/p>\n<p>Anonyme Meldungen m\u00f6glich<\/p>\n<p>Wer einen m\u00f6glichen Versto\u00df im Bereich Tiergesundheit und Tierschutz bemerkt, kann dies bei der Polizei oder beim Landkreis melden. Namentliche und auch anonyme Meldungen sind au\u00dferdem \u00fcber ein Online-Formular beim Nieders\u00e4chsischen Landesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) m\u00f6glich. Ziel ist demnach, Missst\u00e4nde aufzudecken.<\/p>\n<p>Nach einer Anzeige ermittelten die \u00f6rtlich zust\u00e4ndigen Polizeidirektionen. Die Aufkl\u00e4rungsquote lag dem Landeskriminalamt zufolge im vergangenen Jahr bei rund 63 Prozent &#8211; einen \u00e4hnlichen Wert gab es auch in den Jahren zuvor. Wie viele Beschuldigte wegen Tierschutzverst\u00f6\u00dfen verurteilt wurden, ist dem Landeskriminalamt nicht bekannt.\u00a0<\/p>\n<p>Immer wieder kommt es zu Tierleid<\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr wurden Verst\u00f6\u00dfe gegen das Tierschutzgesetz bekannt. So retteten im Februar Beamte der Polizei und Mitarbeiter des Veterin\u00e4ramtes im Landkreis Osnabr\u00fcck 43 verwahrloste und zum Teil kranke Hunde aus einem leerstehenden Haus. Die Bewohner waren offenbar ausgezogen und hatten die Tiere zur\u00fcckgelassen.\u00a0<\/p>\n<p>Der Landkreis L\u00fcchow-Dannenberg nahm eine unversorgte Schafherde mit mehr als 300 Tieren in Obhut. Die Schafe &#8211; darunter viele L\u00e4mmer &#8211; wurden Anfang M\u00e4rz zun\u00e4chst in einer Schafhaltung in einem benachbarten Landkreis untergebracht. Nach Angaben des Veterin\u00e4ramtes gab es in der Herde schon zuvor Verst\u00f6\u00dfe gegen das Tierschutzgesetz. So habe es bei teils zweistelligen Minusgraden keinen Schutz f\u00fcr frisch geborene L\u00e4mmer gegeben, hie\u00df es.\u00a0<\/p>\n<p> Tierleid in Bremen vor allem bei Hunden und Rindern festgestellt<\/p>\n<p>Im kleinsten Bundesland Bremen wurden im vergangenen Jahr 536 Verst\u00f6\u00dfe gegen das Tierschutzgesetz beim Lebensmittel\u00fcberwachungs-, Tierschutz- und Veterin\u00e4rdienst des Landes Bremen (LMTVET) registriert, wie eine Sprecherin auf dpa-Nachfrage mitteilte. Die Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr, 2023 waren es 440 Verst\u00f6\u00dfe. Allerdings schwankt die Zahl seit 2020 j\u00e4hrlich, eine klare Tendenz nach oben oder unten gibt es nicht. Sogenannte Fundtiere sind in der Statistik nicht enthalten, weil die Zust\u00e4ndigkeit daf\u00fcr beim Ordnungsamt liegt. Zu Fundtieren geh\u00f6ren Tiere, die nicht direkt einem Halter oder einer Betreuungsperson zuzuordnen sind.<\/p>\n<p>Wie in Niedersachsen gab es auch in Bremen Verst\u00f6\u00dfe vielf\u00e4ltiger Art wie unzureichende Versorgung und ungeeignete Haltungsbedingungen, unterbliebene tier\u00e4rztliche Behandlungen, Transport von transportunf\u00e4higen Rindern, Abgabe von Rindern zur Schlachtung im letzten Drittel der Tr\u00e4chtigkeit, Aussetzen von Tieren und Misshandlungen von Tieren. Am h\u00e4ufigsten betroffen waren Hunde und Rinder.\u00a0<\/p>\n<p>Verursacher des Tierleids waren fast ausschlie\u00dflich die Menschen, die diese Tiere halten oder betreuen. Anders als in Niedersachsen gebe es beim LMTVET keine anonyme Meldestelle, sagte die Sprecherin. Allerdings k\u00f6nnten auch dort Beschwerden anonym gemeldet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen &amp; Bremen Zahlreiche Tierschutzverst\u00f6\u00dfe in Niedersachsen und Bremen 28.04.2025, 06:03 Uhr Verwahrloste Haustiere, geschundene Nutztiere &#8211; immer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":67117,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30,1411,29856,26239],"class_list":{"0":"post-67116","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-niedersachsen","13":"tag-tierschutzverstoee","14":"tag-zahlreiche"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114413682298968281","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67116"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67116\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}