{"id":671832,"date":"2025-12-26T01:07:34","date_gmt":"2025-12-26T01:07:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/671832\/"},"modified":"2025-12-26T01:07:34","modified_gmt":"2025-12-26T01:07:34","slug":"landkreis-fuerth-ringt-2026-mit-belastungen-ehrlich-sparsam-praegt-neuen-kreishaushalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/671832\/","title":{"rendered":"Landkreis F\u00fcrth ringt 2026 mit Belastungen: \u201eEhrlich. Sparsam.\u201c pr\u00e4gt neuen Kreishaushalt"},"content":{"rendered":"<p><b>LANDKREIS F\u00dcRTH (pm\/ak) \u2013 Mit einem Haushaltsentwurf, der gleicherma\u00dfen von Zur\u00fcckhaltung wie von zwingenden Investitionen gepr\u00e4gt ist, geht der Landkreis F\u00fcrth in das Jahr 2026. Unter dem Leitmotiv \u201eEhrlich. Sparsam.\u201c macht die Kreisverwaltung keinen Hehl daraus, dass die finanziellen Rahmenbedingungen weiterhin schwierig bleiben. <\/b><\/p>\n<p>Landrat Bernd Obst verweist auf ein strukturelles Problem, das alle kommunalen Ebenen betrifft: Die Ausgaben, insbesondere im sozialen Bereich, wachsen seit Jahren schneller als die Einnahmen. F\u00fcr Bezirke, Landkreise und Gemeinden bedeutet das anhaltenden Druck auf die Haushalte.<\/p>\n<p>Etwas Entlastung bringt der Finanzausgleich des Freistaats Bayern vom 30. Oktober. Die Zuweisungen an die Bezirke wurden deutlich erh\u00f6ht, ebenso die Schl\u00fcsselzuweisungen. Zudem profitieren die Kommunen von verbesserten F\u00f6rders\u00e4tzen im Hochbau und einem zus\u00e4tzlichen Sonderbudget f\u00fcr Investitionen. Dennoch bleibt die Ausgangslage im Landkreis F\u00fcrth angespannt. W\u00e4hrend im vergangenen Jahr ein Sondereffekt aus Oberasbach die Umlagekraft noch positiv beeinflusste, liegt sie nun bei minus 2,9 Prozent. F\u00fcr K\u00e4mmerer Martin Kohler ist das ein klares Signal f\u00fcr die schw\u00e4chelnde Wirtschaft im gesamten Kreisgebiet. Im Vergleich zu den mittelfr\u00e4nkischen Landkreisen mit plus 12,9 Prozent oder dem bayerischen Durchschnitt mit plus 6,5 Prozent f\u00e4llt F\u00fcrth deutlich zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die negative Umlagekraft hat allerdings auch eine entlastende Seite: Der Landkreis muss 2026 rund 812.500 Euro weniger an den Bezirk Mittelfranken abf\u00fchren, nachdem der Bezirkstag den Hebesatz am 11. Dezember um 0,29 Prozentpunkte angehoben hatte. Gleichzeitig sinken jedoch die Einnahmen aus der Kreisumlage, da auch die Gemeinden im Landkreis geringere Umlagekraft aufweisen. Insgesamt sieht Landrat Obst die Lage f\u00fcr 2026 leicht verbessert, warnt jedoch vor kritischen Perspektiven ab 2027.<\/p>\n<p>Deutlich positiv wirken sich die Schl\u00fcsselzuweisungen aus, die aufgrund der negativen Umlagekraft um rund 3,3 Millionen Euro steigen. Personell setzt der Landkreis ein klares Zeichen der Zur\u00fcckhaltung: Neue Stellen sind \u2013 bis auf eine Ausnahme \u2013 nicht vorgesehen. Ber\u00fccksichtigt werden lediglich tarifliche Steigerungen und bereits beschlossene Stellen aus dem Vorjahr. Zudem gilt im Landratsamt eine Wiederbesetzungspause f\u00fcr frei werdende Stellen, ein weiterer Ausdruck des Sparwillens.<\/p>\n<p>Die Deckungsl\u00fccke im Gesamthaushalt konnte durch Einsparungen der Sparkommission in H\u00f6he von 0,59 Millionen Euro sowie weitere Konsolidierungsma\u00dfnahmen deutlich reduziert werden. Der Anstieg des Hebesatzes f\u00e4llt dadurch geringer aus als zun\u00e4chst bef\u00fcrchtet. Er soll nun um 1,69 Punkte auf insgesamt 51,14 steigen.<\/p>\n<p>Das Gesamtvolumen des Haushalts 2026 bel\u00e4uft sich auf rund 195,6 Millionen Euro. Zu den gr\u00f6\u00dften Investitionsvorhaben z\u00e4hlen Projekte, f\u00fcr die bereits Haushaltsreste vorhanden sind. Dazu geh\u00f6ren der Erweiterungsbau des Landratsamtes mit Gesamtkosten von 23,5 Millionen Euro, der Umbau der Verwaltungsgeb\u00e4ude im Pinderpark mit 15,6 Millionen Euro sowie der Neubau zweier Gymnasien. In Langenzenn stehen hierf\u00fcr Erm\u00e4chtigungen \u00fcber 8 Millionen Euro bereit, die Gesamtkosten liegen bei 73,6 Millionen Euro abz\u00fcglich F\u00f6rderung. F\u00fcr das neue Gymnasium in Cadolzburg sind Haushaltsreste \u00fcber 4,9 Millionen Euro vorhanden, die Gesamtkosten betragen 88 Millionen Euro. Am Gymnasium Oberasbach ist ein Interimsgeb\u00e4ude mit Kosten von 6 Millionen Euro vorgesehen.<\/p>\n<p>Finanziert werden die schulischen Gro\u00dfprojekte neben der regul\u00e4ren Hochbauf\u00f6rderung auch \u00fcber ein Sonderbudget des Bundes, das allen Kommunen f\u00fcr vier Jahre zur Verf\u00fcgung steht. Der Landkreis will seinen Anteil von 5,63 Millionen Euro bereits 2026 vollst\u00e4ndig abrufen, um den Eigenanteil zu senken und den Schuldenstand zu begrenzen. Im Tiefbau sind f\u00fcr die Jahre 2026 bis 2029 Ma\u00dfnahmen im Umfang von 1,8 Millionen Euro geplant, die Nettobelastung betr\u00e4gt 0,98 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Trotz aller Bem\u00fchungen wird der Schuldenstand weiter steigen. Zum Jahresende 2025 rechnet der Landkreis mit rund 29,5 Millionen Euro Schulden, verursacht durch hohe Kreditaufnahmen in den Jahren 2024 und 2025. Bis 2029 wird ein Anstieg auf etwa 120 Millionen Euro erwartet, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von etwas \u00fcber 1.000 Euro entspricht. Geplant sind Darlehensaufnahmen von 10,86 Millionen Euro im Jahr 2026, 24,17 Millionen Euro im Jahr 2027, 28,98 Millionen Euro im Jahr 2028 und 31,46 Millionen Euro im Jahr 2029.<\/p>\n<p>Die Eckdaten des Haushaltsentwurfs wurden am 15. Dezember 2025 im Kreistag vorgestellt. Eine Vorinformation zur Kreisumlage folgte am 18. Dezember bei der B\u00fcrgermeisterdienstbesprechung. Die Haushaltsberatungen finden am 26. Januar 2026 im Kreisausschuss statt, die endg\u00fcltige Verabschiedung ist f\u00fcr die Kreistagssitzung am 9. Februar 2026 vorgesehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LANDKREIS F\u00dcRTH (pm\/ak) \u2013 Mit einem Haushaltsentwurf, der gleicherma\u00dfen von Zur\u00fcckhaltung wie von zwingenden Investitionen gepr\u00e4gt ist, geht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":671833,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1837],"tags":[772,3364,29,30,3783],"class_list":{"0":"post-671832","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nuernberg","8":"tag-bayern","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-nuernberg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115783194744419790","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/671832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=671832"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/671832\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/671833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=671832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=671832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=671832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}