{"id":672199,"date":"2025-12-26T05:55:12","date_gmt":"2025-12-26T05:55:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/672199\/"},"modified":"2025-12-26T05:55:12","modified_gmt":"2025-12-26T05:55:12","slug":"kochen-fuers-fest-traditionelle-speisen-aus-der-ukraine-und-georgien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/672199\/","title":{"rendered":"Kochen f\u00fcrs Fest: Traditionelle Speisen aus der Ukraine und Georgien"},"content":{"rendered":"<p>Die Anzahl der G\u00e4nge in der Ukraine steht f\u00fcr die zw\u00f6lf Apostel, die Jesus beim Abendmahl begleitet haben.<\/p>\n<p>Bild: Imago | Pond5 Images<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Immer nur Kartoffelsalat oder Gans ist es ja auch nicht. Gemeinsam mit Nina Orjaneli zeigt Natali Shtefunyk, was es Weihnachten in der Ukraine und Georgien zu essen gibt.<\/p>\n<p>In Natali Shtefunyks Heimat, der Ukraine, kommen Weihnachten zw\u00f6lf G\u00e4nge auf den Tisch. Sie betreibt mit ihrem Bruder ukrainische Streetfood-Restaurants, au\u00dferdem spielt sie Theater, schreibt und singt. F\u00fcr buten un binnen kocht sie mit Nina Orjaneli aus Georgien. Orjaneli ist Pianistin mit einem georgischen Catering-Service. Beide zeigen, was es in ihren Heimatl\u00e4ndern Weihnachten zu essen gibt.<\/p>\n<p>Die Anzahl der G\u00e4nge in der Ukraine steht f\u00fcr die zw\u00f6lf Apostel, die Jesus beim Abendmahl begleitet haben. &#8222;Bei jeder Familie m\u00fcssen auf dem Tisch zw\u00f6lf Gerichte stehen. [&#8230;] Aber wichtig ist: Es sind vegane Sachen \u2013 mit der einzigen Ausnahme: Fisch&#8220;, sagt Shtefunyk.<\/p>\n<p>Geld unter der Tischdecke soll f\u00fcr Erfolg sorgen<\/p>\n<p>Vor Weihnachten ist in vielen orthodox gepr\u00e4gten L\u00e4ndern Fastenzeit. Fisch, wie Karpfen, ist trotzdem erlaubt. Besteck gibt es mehr als auf den ersten Blick n\u00f6tig w\u00e4re. &#8222;So laden wir unsere Vorfahren ein und ehren sie mit unserem Mahl&#8220;, erkl\u00e4rt Shtefunyk. <\/p>\n<p>Und es gibt noch ein Ritual \u2013 f\u00fcr den Wohlstand: Daf\u00fcr legt man unter die Tischdecke etwas Geld, damit das kommende Jahr f\u00fcr alle erfolgreich wird. <\/p>\n<p>Abgrenzung von Russland<\/p>\n<p>Kutja ist traditionell das erste Gericht, das gegessen wird und steht f\u00fcr Gl\u00fcck und Gottes Segen. Shtefunyk kocht Kutja mit Waln\u00fcssen, Rosinen und Honig \u2013 das Weihnachtsmen\u00fc in der Ukraine beginnt s\u00fc\u00df.<\/p>\n<p>Traditionell ist Weihnachten in der Ukraine am 7. Januar gefeiert worden. Das ukrainische Parlament hat vor gut zwei Jahren beschlossen, das Fest in den Dezember zu verlegen, um sich weiter von Russland loszusagen. <\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Die Tradition ist geblieben, nur der Tag ist verlegt. Jetzt geh\u00f6ren wir zu Europa \u2013 was wir auch schon vorher haben \u2013 und freuen uns, mit der ganzen Welt mitzufeiern.<\/p>\n<p>Natali Shtefunyk<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Weihnachten ist ein Familienfest. Zum Essen ist auch Orjanelis Mann  dazugekommen. Er ist Schwergewichtsboxer und Trainer. Shtefunyks Bruder Slavik, mit ihm betreibt sie die Restaurants, ist ebenfalls da. Weihnachten, das hat ihr Bruder schon als Kind geliebt. &#8222;Es kommt die ganze Familie zusammen: sitzen, essen, reden, haben Spa\u00df&#8220;, erz\u00e4hlt Slavik Shtefunyk. <\/p>\n<p>Nach dem Gebet kommen die Kerzen und dann Kutja, die s\u00fc\u00dfe Speise, die die Frauen zusammen bereitet haben \u2013 und dann ist Zeit f\u00fcr Weihnachtslieder.<\/p>\n<p>Information zum Thema<br \/>\nRezept f\u00fcr Kutja von Natalie Shtefunyk\u00a0\u2013 festliche Weizenspeise mit Mohn und Honig <\/p>\n<p>Kutja\u00a0ist ein s\u00fc\u00dfes Getreidegericht, das zu Weihnachten serviert wird. Es symbolisiert Gemeinschaft, Erinnerung und Hoffnung und wird oft als erstes Gericht des Festmahls gereicht. <\/p>\n<p><strong>Zutaten (vier Portionen):<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>200 g Weizenk\u00f6rner (alternativ Dinkel oder Gerste) .<\/li>\n<li>80 g Mohn .<\/li>\n<li>3 EL Honig (nach Geschmack) .<\/li>\n<li>50 g Waln\u00fcsse, grob gehackt .<\/li>\n<li>40 g Rosinen .<\/li>\n<li>ca. 200 ml warmes Wasser oder Pflanzenmilch .<\/li>\n<li>1 Prise Salz .<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zubereitung:<\/strong><\/p>\n<p>Die Weizenk\u00f6rner \u00fcber Nacht in Wasser einweichen. Am n\u00e4chsten Tag in frischem Wasser mit einer Prise Salz etwa 60 Minuten weichkochen, abgie\u00dfen und ausk\u00fchlen lassen. <\/p>\n<p>Den Mohn mit hei\u00dfem Wasser \u00fcbergie\u00dfen, 15 Minuten ziehen lassen und anschlie\u00dfend fein mahlen oder m\u00f6rsern, bis er cremig wird. Waln\u00fcsse hacken. <\/p>\n<p>Die gekochten K\u00f6rner mit Mohn, N\u00fcssen und Rosinen vermengen. Honig unterr\u00fchren und nach Bedarf warmes Wasser oder Pflanzenmilch hinzuf\u00fcgen. Die Kutja sollte saftig, aber nicht fl\u00fcssig sein. Bei Zimmertemperatur servieren. <\/p>\n<p>Ende der Information zum Thema<\/p>\n<p>Szenenwechsel: Als n\u00e4chstes zur Tafel bittet Nina Orjaneli. Sie ist Konzertpianistin \u2013 und spielt zur Einstimmung kein Weihnachtslied, sondern ein St\u00fcck von Levan Basharuli, einem georgischen Komponisten. Das Publikum: ihr Mann Makho Margvelani und eben wieder Shtefunyk aus der Ukraine. <\/p>\n<p>Zum Studieren nach Deutschland gekommen<\/p>\n<p>Die Fastenzeit in Georgien endet, wenn sie Weihnachten feiern. Dann gibt es auch wieder Fleisch. &#8222;Die Fastenzeit dauert bei uns 40 Tage. Vom 28. November bis 6. Januar&#8220;, erkl\u00e4rt Orjaneli. &#8222;Am 7. Januar ist dann Weihnachten.&#8220; <\/p>\n<p>Orjaneli und Shtefunyk sind zum Studieren nach hergekommen und haben ihr Essen aus der Heimat vermisst \u2013 und fingen an zu Kochen. &#8222;Ich war 18 Jahre alt als ich alleine hierhergekommen bin und musste dann eben lernen, wie man diese georgischen Gerichte kocht&#8220;, sagt Orjaneli. &#8222;Das war bei mir \u00e4hnlich&#8220;, erg\u00e4nzt Shtefunyk. Sie ist mit 20 Jahren nach Deutschland gekommen.<\/p>\n<p>Traditionelle Weihnachtsb\u00e4ume hei\u00dfen Chichiaki<\/p>\n<p>Die Georgier essen gerne mehrere G\u00e4nge. Orjaneli und Shtefunyk kochen Chaschuschuli, georgisches Gulasch mit Rindfleisch, und Pkhali mit Spinat und Waln\u00fcssen. Weihnachstb\u00e4ume, wie wir sie kennen, gibt es auch in Georgien, aber sie sind dort keine Tradition, sondern dem westlichen Einfluss geschuldet. <\/p>\n<p>Der traditionelle georgische Weihnachtsbaum hei\u00dft Chichiaki. Das sind  Dekorationen aus getrockenten Haselnuss- oder Walnusszweigen. Handwerker sch\u00e4len das Holz kunstvoll in d\u00fcnne Streifen. Der Baum symbolisiert oft Hoffnung und Erneuerung. <\/p>\n<p>Nina Orjaneli bietet nicht nur georgisches Catering an, sie handelt auch mit Gew\u00fcrzen. &#8222;Jede Familie hat ihre eigene Art, die Gew\u00fcrzmischung herzustellen&#8220;, erkl\u00e4rt sie. Mittlerweile ist das Essen fertig und alle sitzen am Tisch. Gaumarjos \u2013 Prost!<\/p>\n<p>Information zum Thema<br \/>\nSpinat Pkhail Rezept von Nina Orjaneli<\/p>\n<p><strong>Zutaten (f\u00fcr 2 Personen):<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>300 g frischer Spinat .<\/li>\n<li>50 g Waln\u00fcsse, sehr fein gemahlen.<\/li>\n<li> 1 kleine Knoblauchzehe .<\/li>\n<li>1 EL Granatapfelsaft oder milder Weinessig .<\/li>\n<li>optional sehr fein gehackte Schalotte oder Zwiebel. Sie bringt Frische und eine leichte Sch\u00e4rfe und gleicht die Fettigkeit der Waln\u00fcsse aus. Dadurch wirkt der Pkhali weniger schwer und aromatischer. .<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gew\u00fcrze:<\/p>\n<ul>\n<li>Swanetisches Gew\u00fcrzsalz.<\/li>\n<li>Schabzigerklee .<\/li>\n<li>Gemahlener Koriander .<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alternative, falls kein swanetisches Gew\u00fcrzsalz vorhanden ist: Tagetis plus normales Salz.<\/p>\n<p>Zum Servieren:<\/p>\n<p>Granatapfelkerne nach Wunsch  <\/p>\n<p><strong>Zubereitung:<\/strong><\/p>\n<p>Spinat kurz in kochendem Wasser blanchieren. Kalt abschrecken und sehr gr\u00fcndlich ausdr\u00fccken. Spinat fein hacken oder p\u00fcrieren.<\/p>\n<p> Waln\u00fcsse und Knoblauch sehr fein mahlen. Spinat mit der Walnussmasse vermengen. Granatapfelsaft oder Essig unterr\u00fchren.<\/p>\n<p>Mit Gew\u00fcrzen abschmecken. Optional Schalotte oder Zwiebel sehr fein unterheben. Mindestens 30 Minuten kalt stellen. Vor dem Servieren mit Granatapfelkernen bestreuen. <\/p>\n<p>Hinweis Pkhali wird traditionell kalt serviert und schmeckt am besten gut durchgezogen. <\/p>\n<p>Ende der Information zum Thema<\/p>\n<p>Information zum Thema<br \/>\nRote Bete Pkhali<\/p>\n<p><strong>Zutaten f\u00fcr 2 Personen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>2 mittelgro\u00dfe Rote Bete, gekocht .<\/li>\n<li>50 g Waln\u00fcsse, sehr fein gemahlen .<\/li>\n<li>1 kleine Knoblauchzehe .<\/li>\n<li>1 EL Granatapfelsaft oder milder Weinessig .<\/li>\n<li>Optional: Sehr fein gehackte Schalotte oder Zwiebel.Sie sorgt f\u00fcr Frische und Balance und macht die Walnussmasse geschmacklich leichter..<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Gew\u00fcrze:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Swanetisches Gew\u00fcrzsalz .<\/li>\n<li>Schabzigerklee .<\/li>\n<li>Gemahlener Koriander .<\/li>\n<li>Alternative: Tagetis plus normales Salz .<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zum Servieren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Granatapfelkerne nach Wunsch .<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zubereitung:<\/strong><\/p>\n<p>Gekochte Rote Bete sch\u00e4len und fein reiben oder p\u00fcrieren. <br \/>Waln\u00fcsse und Knoblauch sehr fein mahlen. Rote Bete mit der Walnussmasse vermengen. <\/p>\n<p>Granatapfelsaft oder Essig unterr\u00fchren. Mit Gew\u00fcrzen abschmecken. Optional Schalotte oder Zwiebel sehr fein unterheben. Mindestens 30 Minuten kalt stellen. <\/p>\n<p>Vor dem Servieren mit Granatapfelkernen garnieren. Hinweis Pkhali wird traditionell kalt serviert und schmeckt am besten gut durchgezogen. <\/p>\n<p>Ende der Information zum Thema<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nbuten un binnen, 22. Dezember 2025, 19:30 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Anzahl der G\u00e4nge in der Ukraine steht f\u00fcr die zw\u00f6lf Apostel, die Jesus beim Abendmahl begleitet haben.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":672200,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-672199","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115784327272003740","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/672199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=672199"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/672199\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/672200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=672199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=672199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=672199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}