{"id":672484,"date":"2025-12-26T09:18:18","date_gmt":"2025-12-26T09:18:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/672484\/"},"modified":"2025-12-26T09:18:18","modified_gmt":"2025-12-26T09:18:18","slug":"falsche-briefe-vom-steueramt-was-man-beachten-sollte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/672484\/","title":{"rendered":"Falsche Briefe vom Steueramt \u2013 Was man beachten sollte"},"content":{"rendered":"<p>Der Brief, den Albert Littau vergangene Woche vom &#8222;Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern&#8220; (BZSt) bekam, sieht t\u00e4uschend echt aus. Links oben steht sein echter Name mit seiner richtigen Anschrift. Dar\u00fcber prangt das Logo des Bundeszentralamtes, inklusive des typischen Bundesadlers f\u00fcr Bundesbeh\u00f6rden. Sogar ein Aktenzeichen haben die Betr\u00fcger dem Schreiben verpasst, nat\u00fcrlich frei erfunden.<\/p>\n<p>Insgesamt 375 Euro soll Littau \u00fcberweisen, und zwar bis zum darauffolgenden Tag. So erz\u00e4hlt er es in einem <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/reel\/DSZlqs8CEn-\/?utm_source=ig_web_button_share_sheet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video auf Instagram<\/a> (externer Link), in dem er vor den Betr\u00fcgern warnt.  Das Bundeszentralamt wirft ihm eine unterlassene Offenlegung von Umsatzzahlen im Gesch\u00e4ftsjahr 2023 vor. Auch dieser Vorwurf existiert tats\u00e4chlich und kann ein Ordnungsgeldverfahren nach sich ziehen, wie das <a href=\"https:\/\/www.bundesjustizamt.de\/DE\/Themen\/OrdnungsgeldVollstreckung\/Jahresabschluesse\/Offenlegung\/Verfahren\/Verfahren_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesjustizministerium auf seiner Homepage <\/a>(externer Link) schreibt. Und das &#8222;obwohl wir das [die Offenlegung] gemacht haben&#8220;, so Littau.<\/p>\n<p>Briefe werden seit ein paar Jahren verschickt<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren haben in mehreren Bundesl\u00e4ndern die jeweiligen Landes\u00e4mter f\u00fcr Finanzen vor dem Betrug mit gef\u00e4lschten Bescheiden gewarnt. Diese k\u00f6nnen mit einer Aufforderung zur Steuernachzahlung direkt von den regionalen Finanz\u00e4mtern kommen. Oder wie im Fall von Littau, vom Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern. Das Amt sieht sich mittlerweile gen\u00f6tigt, direkt auf der eigenen Homepage vor den Betrugsversuchen zu warnen. <\/p>\n<p>Das Landeskriminalamt Bayern teilt auf Anfrage mit, dass zu diesen spezifischen Betrugsversuchen keine &#8222;belastbaren und validen Zahlen&#8220; erhoben werden. Eine grobe Untersuchung von einschl\u00e4gigen Mailadressen, also E-Mail-Domains, die bekannterma\u00dfen von Betr\u00fcgern verwendet werden, h\u00e4tte f\u00fcr 2025 eine niedrige zweistellige Zahl ergeben. In den meisten F\u00e4llen sei es aber beim Versuch geblieben. Die Betr\u00fcger w\u00fcrden \u00fcblicherweise in ihren Schreiben zwischen 300 und 400 Euro fordern.<\/p>\n<p>Wie Sie Betrugsversuche erkennen<\/p>\n<p>Auch wenn manche Schreiben sehr gut gef\u00e4lscht sind, gibt es Ungereimtheiten, an denen Sie den Betrug erkennen k\u00f6nnen. Das f\u00e4ngt schon beim Absender der Briefe an: dem Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern. Bei entsprechender Aufforderung zur Nachzahlung ist ausschlie\u00dflich das regionale Finanzamt zust\u00e4ndig, wie der<a href=\"https:\/\/steuerzahler.de\/bayern\/newsticker-archiv\/newsticker\/news\/trickbetrug-warnung-vor-gefaelschter-steuerpost\/?L=0&amp;cHash=7ca09e7ae783109ad5302dfc42eb5dac#:~:text=Zurzeit%20erhalten%20viele%20Menschen%20Briefpost,Abgabe%20der%20Steuererkl%C3%A4rung%202023%20aufgefordert\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> &#8222;Bund der Steuerzahler&#8220; auf seiner Homepage<\/a> (externer Link) schreibt.<\/p>\n<p>Ein weiteres Anzeichen kann beispielsweise sein, dass der Adressat in der Anrede nicht namentlich, sondern nur mit &#8222;Sehr geehrte Steuerzahlerin und sehr geehrter Steuerzahler&#8220; angesprochen wird. Das Bundeszentralamt kennt die Namen und entsprechenden Steuer-IDs und wird diese f\u00fcr die Kommunikation verwenden.<\/p>\n<p>IBAN genau anschauen <\/p>\n<p>Ein Blick auf die IBAN kann ebenfalls hilfreich sein: Deutsche Konten beginnen immer mit der L\u00e4nderkennung &#8222;DE&#8220;. Andere K\u00fcrzel, etwa &#8222;ES&#8220; f\u00fcr Spanien, kommen nicht vor, da deutsche Beh\u00f6rden keine Auslandskonten f\u00fchren.<\/p>\n<p>In den Briefen werden die Empf\u00e4nger mit den kurzen Fristen von ein bis zwei Tagen f\u00fcr die \u00dcberweisung unter Druck gesetzt. Auch das ist ein Hinweis f\u00fcr Betrug: Finanz\u00e4mter geben meistens eine Frist von mindestens einem Monat. Zudem wird auch nicht direkt mit einer Pf\u00e4ndung gedroht. Stattdessen liegt meist eine ausf\u00fchrliche Rechtsbehelfsbelehrung dem Brief bei. Wer Zweifel an der Echtheit des Schreibens hat, sollte einfach direkt beim zust\u00e4ndigen Finanzamt nachfragen.<\/p>\n<p><script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Brief, den Albert Littau vergangene Woche vom &#8222;Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern&#8220; (BZSt) bekam, sieht t\u00e4uschend echt aus. 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