{"id":672903,"date":"2025-12-26T13:45:24","date_gmt":"2025-12-26T13:45:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/672903\/"},"modified":"2025-12-26T13:45:24","modified_gmt":"2025-12-26T13:45:24","slug":"china-lockert-seltene-erden-exporte-nach-europa-aber-nur-selektiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/672903\/","title":{"rendered":"China lockert Seltene-Erden-Exporte nach Europa \u2013 aber nur selektiv"},"content":{"rendered":"<p>China gew\u00e4hrt europ\u00e4ischen Partnern Langzeitlizenzen f\u00fcr den Import kritischer Mineralien, w\u00e4hrend die Handelskonflikte mit den USA andauern. Die Ma\u00dfnahme stabilisiert EU-Lieferketten.<\/p>\n<p>China geht bei Exporten kritischer Mineralien auf Europa zu, w\u00e4hrend der Handelskonflikt mit den USA schwelt. Neue Langzeit-Lizenzen sollen europ\u00e4ische Lieferketten stabilisieren \u2013 eine klare geopolitische Zweigleisigkeit.<\/p>\n<p>Das chinesische Handelsministerium (MOFCOM) best\u00e4tigte k\u00fcrzlich eine bedeutende Kurs\u00e4nderung: F\u00fcr europ\u00e4ische Partner werden nun allgemeine Exportlizenzen f\u00fcr <strong>Seltene Erden<\/strong> mit verl\u00e4ngerter G\u00fcltigkeitsdauer erteilt. Diese strategische \u00d6ffnung steht im scharfen Kontrast zur weiterhin angespannten Lage mit den Vereinigten Staaten. Die Ma\u00dfnahme zielt darauf ab, die Handelsbeziehungen zur EU zu festigen, w\u00e4hrend Peking im Technologiestreit mit Washington Druckmittel beh\u00e4lt.<\/p>\n<p>MOFCOM best\u00e4tigt neue Lizenzpraxis f\u00fcr Europa<\/p>\n<p>\u201eDas Ministerium hat Antr\u00e4ge einiger chinesischer Exporteure auf allgemeine Exportlizenzen f\u00fcr seltenenerdbezogene Artikel genehmigt\u201c, erkl\u00e4rte MOFCOM-Sprecher He Yadong am 18. Dezember. China sei bereit, Differenzen mit der EU \u201edurch Dialog und Konsultationen angemessen zu l\u00f6sen\u201c.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Exportkontrollen f\u00fcr Dual\u2011Use\u2011G\u00fcter wie Gallium, Germanium oder Antimon k\u00f6nnen Unternehmen unerwartet treffen \u2013 besonders bei der 0,1\u2011Prozent\u2011Schwelle und extraterritorialen Regeln. Ein kostenloser Praxis\u2011Guide erkl\u00e4rt verst\u00e4ndlich, wie Sie Dual\u2011Use\u2011Risiken pr\u00fcfen, erforderliche Genehmigungen einordnen und Compliance\u2011Fehler vermeiden. Inklusive Checkliste f\u00fcr Lieferantenpr\u00fcfungen und Ma\u00dfnahmen zur Sanktionslisten\u2011Kontrolle. <strong><a href=\"https:\/\/www.zoll-und-export-aktuell.de\/ebooks\/dual-use\/?af=KOOP_MFW_LOG_DNV_YES_DUAL-USE_X-CWAHN-BGPID_706706\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Dual\u2011Use\u2011Leitfaden herunterladen<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Diese Ank\u00fcndigung bringt sp\u00fcrbare Entspannung f\u00fcr europ\u00e4ische Lieferketten. Zuvor herrschte seit der Ausweitung der Kontrolllisten im Oktober 2025 Unsicherheit. Die Genehmigungen erfolgten laut Sprecher nach \u201eumfassender Ber\u00fccksichtigung der berechtigten Forderungen und Bedenken verschiedener Nationen\u201c. Die EU war Ende 2024 noch zu rund 90 Prozent von chinesischen raffinierten Seltenen Erden abh\u00e4ngig. Der Schritt f\u00e4llt mit den Konsultationen zwischen China und der EU \u00fcber Subventionen f\u00fcr Elektrofahrzeuge zusammen \u2013 einem weiteren strittigen Handelsthema.<\/p>\n<p>Von scharfen Kontrollen zu strategischen \u201ePausen\u201c<\/p>\n<p>Die neuen Lizenzen sind vor dem Hintergrund eines turbulenten vierten Quartals 2025 zu sehen. Am 9. Oktober f\u00fchrte MOFCOM mit der Bekanntmachung Nr. 61 einige der bislang strengsten Exportkontrollen ein. Sie betrafen Seltene-Erden-Materialien, Verarbeitungstechnologien und Derivative f\u00fcr Halbleiter und KI-Systeme. Eine <strong>\u201e0,1-Prozent-Schwelle\u201c<\/strong> verpflichtet ausl\u00e4ndische Firmen, Lizenzen f\u00fcr Produkte mit winzigen Mengen chinesischer Seltene Erden zu beantragen \u2013 eine extraterritoriale Ausdehnung von Pekings Jurisdiktion.<\/p>\n<p>Doch die Umsetzung verlief flexibel. Nach diplomatischen Gespr\u00e4chen Anfang November setzte MOFCOM mit den Bekanntmachungen Nr. 70 und 72 (7. und 9. November) sechs spezifische Oktober-Regelungen aus. Die versch\u00e4rften, auf die USA fokussierten Lizenzanforderungen f\u00fcr Dual-Use-G\u00fcter wie Gallium, Germanium und Antimon wurden bis zum <strong>27. November 2026 \u201epausiert\u201c<\/strong>. Rechtsexperten werten dies als \u201eabgestufte Deeskalation\u201c, betonen aber, dass das Kontrollsystem intakt bleibt. Die Langzeitlizenzen f\u00fcr Europa deuten darauf hin, dass Peking die \u201ePause\u201c nutzt, um Allianzen mit Nicht-US-M\u00e4rkten zu festigen.<\/p>\n<p>Geopolitische Logik: \u201eWaffenabh\u00e4ngigkeit\u201c mit Zweiklang<\/p>\n<p>Eine aktuelle Analyse des Institute of Geoeconomics vom 23. Dezember argumentiert, dass China von groben Vergeltungsma\u00dfnahmen zu einer ausgefeilten, zielgerichteten Strategie \u00fcbergeht. W\u00e4hrend bestimmte Beschr\u00e4nkungen \u201epausiert\u201c seien, gelte die <strong>0,1-Prozent-Regel<\/strong> f\u00fcr die extraterritoriale Jurisdiktion seit dem 1. Dezember f\u00fcr nicht befreite Einheiten. Das schafft ein komplexes Umfeld: Europ\u00e4ische Unternehmen profitieren nun von vereinfachten Lizenzverfahren, w\u00e4hrend US-Entit\u00e4ten und mit den USA verb\u00fcndete milit\u00e4rische Endverbraucher weiter strengen Verboten unterliegen.<\/p>\n<p>\u201eChina wird eine globale Arbeitsteilung, bei der es die Umweltkosten tr\u00e4gt, w\u00e4hrend andere die Wertsch\u00f6pfung genie\u00dfen, nicht l\u00e4nger akzeptieren\u201c, hei\u00dft es in der Analyse. Indem Peking Europa l\u00e4ngere Lizenzen gew\u00e4hrt, bietet es der EU einen Anreiz, ihre Lieferkettenpolitik von US-\u201eDe-Risking\u201c-Initiativen zu entkoppeln. Pekings Entgegenkommen gegen\u00fcber Europa gilt auch als Gegenman\u00f6ver zu erwarteten US-Z\u00f6llen und Technologiebeschr\u00e4nkungen Anfang 2026.<\/p>\n<p>Was die neue Lage f\u00fcr Unternehmen bedeutet<\/p>\n<p>Die Situation erfordert f\u00fcr Unternehmen ein differenziertes Vorgehen:<br \/>*   <strong>F\u00fcr EU-Importeure<\/strong> hat sich die Lage verbessert. Die Langzeitlizenzen verringern den administrativen Aufwand und das Lieferkettenrisiko f\u00fcr 2026. Firmen m\u00fcssen jedoch pr\u00fcfen, ob ihre chinesischen Lieferanten diese Lizenzen tats\u00e4chlich erhalten haben.<br \/>*   <strong>F\u00fcr US-Entit\u00e4ten<\/strong> bietet die \u201ePause\u201c bis November 2026 eine Atempause. Das Verbot f\u00fcr milit\u00e4rische Endverwendung bleibt jedoch absolut. Die extraterritorialen Regeln bedeuten, dass die Lieferkette bis hinter die Erstlieferanten durchleuchtet werden muss, um chinesischen Ursprung \u00fcber der 0,1-Prozent-Schwelle zu identifizieren.<br \/>*   <strong>Technologietransfers<\/strong> sind von der \u201ePause\u201c ausgenommen. Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr den Export von Technologie zur Herstellung Seltener-Erden-Magnete (Bergbau, Trennung, Legierungsproduktion) bleiben ein Schl\u00fcsselbereich der Kontrolle. Damit will China sein technologisches Monopol bewahren.<\/p>\n<p>Der Unterschied im Zugang zu chinesischen kritischen Mineralien zwischen EU und USA d\u00fcrfte sich 2026 weiter vergr\u00f6\u00dfern. Die Langzeitlizenzen stabilisieren die ehrgeizigen <strong>Green-Deal-Pl\u00e4ne<\/strong> der EU, die f\u00fcr Windturbinen und E-Auto-Motoren stark auf Permanentmagnete aus Seltenen Erden angewiesen ist. Doch das Damoklesschwert der bis November 2026 befristeten \u201eAussetzungen\u201c bleibt. China hat gezeigt, dass es den Hahn pr\u00e4zise auf- und zudrehen kann. Der Fluss nach Europa ist nun stabiler, aber das Kontrollregime im Hintergrund ist weiter voll funktionsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>PS: Sie m\u00f6chten sicherstellen, dass Ihre Lieferkette exportkontrollkonform bleibt? Der kostenfreie Praxis\u2011Guide zur Dual\u2011Use\u2011Verordnung erkl\u00e4rt Schritt f\u00fcr Schritt, wie Sie Lieferantenpr\u00fcfungen durchf\u00fchren, erforderliche Genehmigungen nachweisen und typische Fallstricke bei Ausfuhranmeldungen vermeiden. Ideal f\u00fcr Einkauf, Compliance und Export\u2011Teams, die direkt handeln m\u00fcssen. <strong><a href=\"https:\/\/www.zoll-und-export-aktuell.de\/ebooks\/dual-use\/?af=KOOP_MFW_LOG_DNV_YES_DUAL-USE_X-CWAHN-BGPID_706706\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Kostenlosen Praxis\u2011Guide zur Exportkonformit\u00e4t sichern<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"China gew\u00e4hrt europ\u00e4ischen Partnern Langzeitlizenzen f\u00fcr den Import kritischer Mineralien, w\u00e4hrend die Handelskonflikte mit den USA andauern. 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