{"id":673936,"date":"2025-12-27T00:52:15","date_gmt":"2025-12-27T00:52:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/673936\/"},"modified":"2025-12-27T00:52:15","modified_gmt":"2025-12-27T00:52:15","slug":"erste-deutschland-show-mit-perry-bamonte-belauerten-skins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/673936\/","title":{"rendered":"Erste Deutschland-Show mit Perry Bamonte belauerten Skins"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/rs-badge-recommendation.png\" alt=\"ROLLING STONE Badge\"\/><\/p>\n<p>Empfehlungen der\u00a0Redaktion<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/c14afedf3c65448b8f7852b04b3c2927.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/>In Gedenken an <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/perry-bamonte-the-cure-letztes-konzert-3087191\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den zu Weihnachten verstorbenen Perry Bamonte<\/a> blickt ROLLING STONE auf sein erstes Deutschlandkonzert mit The Cure zur\u00fcck \u2013 das vielen Fans aus verschiedenen Gr\u00fcnden im Erinnerung geblieben ist.<\/p>\n<p>1990 spielten The Cure auf der Festwiese am Zentralstadion in Leipzig ihr erstes Konzert in der DDR \u2013 solange sie noch stand. Der Auftritt fand am 04. August, also nur knapp zwei Monate vor der Wiedervereinigung statt (einen Tag sp\u00e4ter traten Robert Smith und Band auf der Freilichtb\u00fchne Gro\u00dfer Garten Junge Garde in Dresden auf).<\/p>\n<p>Rund 15.000 Fans besuchten die lange ersehnte Show in Leipzig. Neu in der Band war Perry Bamonte, 30 Jahre alt. Der ehemalige Gitarrentechniker war zum Live-Gitarristen und Live-Keyboarder aufgestiegen, auch, weil der mit Alkoholsucht k\u00e4mpfende Lol Tolhurst endg\u00fcltig gefeuert wurde und auch Keyboarder Roger O\u2019Donnell ersetzt werden musste.<\/p>\n<p>Erstes Cure-Konzert in der DDR<\/p>\n<p>F\u00fcr Perry Bamonte war dies der erste Cure-Auftritt in Deutschland. Robert Smith wusste um die harte Fanbase in der DDR. Das Konzert war mit 27 Songs au\u00dfergew\u00f6hnlich lang, Robert Smith w\u00fcrdigte seine \u201eschwarze Gemeinde\u201c mit speziellen Ansagen (\u201ethis is the goth bit of the set\u201c, sagte er vor \u201eLament\u201c), und in der DDR wurde das Konzert sp\u00e4ter auf DFF2 ausgestrahlt \u2013 wenn auch nicht als komplette Live-\u00dcbertragung, sondern Ausz\u00fcge mit ausgew\u00e4hlten Songs.<\/p>\n<p>Allerdings scheinen die \u201eBaseballschl\u00e4gerjahre\u201c auch hier keine Pause eingelegt zu haben. \u201eIm Cure-Schatten lauerten Skinheads\u201c ist ein damaliger Artikel der \u201eLeipziger Volkszeitung\u201c betitelt, der auf der Seite <a href=\"https:\/\/www.cure-concerts.de\/concerts\/1990-08-04.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201ecure-concerts.de\u201c<\/a> nachzulesen ist.<\/p>\n<p>Allzu begeistert war der \u201eLVZ\u201c-Rezensent nicht (\u201eWer eine pomp\u00f6se, mystische B\u00fchnenshow erwartet hatte, musste entt\u00e4uscht sein: Der exzentrische Brite gab sich schlichter denn je und setzte alle Energie in seine nicht m\u00fcde werdende, klare, markante Stimme. Schien die Grundstimmung auf der Leipziger Festwiese zun\u00e4chst eher verhalten, explodierte sie kurzzeitig in der einst\u00fcndigen Zugabe zu \u201eA Forest\u201c.)<\/p>\n<p>Gewalt rund um das Konzert<\/p>\n<p>Dann berichtet der Autor von einem gewaltsamen Zusammensto\u00df zwischen Grufties und Skins. Die Glatzen wollten den Konzertbesuchern die Party versauen. \u201eDer Sommernachtstraum wandelte sich f\u00fcr viele Fans allerdings schon im Vorfeld des Konzerts zum Alptraum: Skinheads lauerten am Bahnhof und an Stra\u00dfenbahnhaltestellen, um zusammenzuschlagen, was ihnen nach \u201aGruftie\u2018 aussah.\u201c<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich schritten die Beamten ein. \u201eNach Auskunft der Leipziger Volkspolizei wurde ein 17-j\u00e4hriges M\u00e4dchen aus der Bundesrepublik verletzt. F\u00fcr 59 Rechtsextreme endete der Abend im Polizeirevier. Drei Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.\u201c<\/p>\n<p>Polizei und organisierte Angriffe<\/p>\n<p data-start=\"1257\" data-end=\"1343\">Zu den Ereignissen nach dem Cure-Konzert gab es einen weiteren Bericht der <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eLVZ\u201c. <\/a>\u201eDie Skinheads, die am vergangenen Samstag mehrfach Auseinandersetzungen mit Besuchern des Konzerts von The Cure in Leipzig heraufbeschworen haben, hatten ihre Aktionen vermutlich langfristig vorbereitet. Zu dieser Einsch\u00e4tzung gelangt der stellvertretende Leipziger Polizeichef Horst B\u00f6se.\u201c<\/p>\n<p data-start=\"1257\" data-end=\"1343\">Anscheinend haben die Neo-Nazis pflichtbewusst zum H\u00f6rer gegriffen, um ihre Aktion amtlich anzuk\u00fcndigen. \u201eBereits am 31. Juli hatte die Polizei \u00fcber den Notruf 110 einen anonymen Hinweis erhalten, dass bei dem Konzert mit Randale zu rechnen sei. Entsprechend waren am Samstag rund 360 Polizisten im Einsatz. Sie mussten schon vor Konzertbeginn zweimal eingreifen, als Gruppen von Skinheads versuchten, Konzertbesuchern den Zutritt zur Festwiese zu verwehren.\u201c<\/p>\n<p>An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube<\/p>\n<p>Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.<\/p>\n<p>\tSoziale Netzwerke aktivieren<\/p>\n<p data-start=\"1257\" data-end=\"1343\">Die konzertierte Aktion folgte demnach einem straffen Zeitplan. \u201eEtwa ab 19.30 Uhr wurden Skinhead-Gruppierungen zwischen Sachsenplatz, Hauptbahnhof und Naturkundemuseum beobachtet. Teilweise waren dabei 70 bis 80 Personen zusammen. Kurz darauf splitterten sich die Gruppen wieder auf. Augenscheinlich, um die Polizei in Atem zu halten. Ziel sei es gewesen, so B\u00f6se, auf dem R\u00fcckweg der Konzertbesucher von der Festwiese zum Hauptbahnhof, insbesondere sogenannte \u201aGrufties\u2018, aufzulauern.\u201c<\/p>\n<p data-start=\"1257\" data-end=\"1343\">An den Anf\u00fchrungszeichen bei der Erw\u00e4hnung der Gruftis merkt man, dass die \u201eLVZ\u201c ihren Lesern behutsam mitteilen wollte, dass diese dunkel gekleideten Menschen mit den toupierten Harren als Gruppierung auch einen eigenen Namen haben.<\/p>\n<p data-start=\"1429\" data-end=\"1837\">Bilanz: Dank Polizeima\u00dfnahmen \u201ewurden durch die Sicherheitskr\u00e4fte insgesamt 59 Personen zugef\u00fchrt. Einige von ihnen waren f\u00fcr den Abend komplett ausger\u00fcstet. Die Polizei beschlagnahmte unter anderem eine Schreckschusspistole, eine Gaspistole mit Munition sowie Klappmesser. Unter den Festgenommenen befanden sich 37 Leipziger sowie sechs Personen aus dem Landkreis.\u201c<\/p>\n<p>Haltung von The Cure<\/p>\n<p data-start=\"1429\" data-end=\"1837\">Dass Neonazis keine Cure-Fans sind, ist nichts Neues. Robert Smith hat sich seit jeher f\u00fcr Toleranz und Vielfalt eingesetzt. In seiner Jugend lieferte er sich Schl\u00e4gereien mit Skinheads, die ihn, den Musiker-Typen mit den lackierten Fingern\u00e4geln, naturgem\u00e4\u00df hassten. Ob Perry Bamonte oder Smith von den massiven Schl\u00e4gereien in Leipzig erfahren haben, ist nicht bekannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Empfehlungen der\u00a0Redaktion In Gedenken an den zu Weihnachten verstorbenen Perry Bamonte blickt ROLLING STONE auf sein erstes Deutschlandkonzert&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":673937,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,71,156650,23448,859,23447],"class_list":{"0":"post-673936","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leipzig","12":"tag-perry-bamonte","13":"tag-robert-smith","14":"tag-sachsen","15":"tag-the-cure"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115788798772780191","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/673936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=673936"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/673936\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/673937"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=673936"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=673936"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=673936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}