{"id":673938,"date":"2025-12-27T00:53:15","date_gmt":"2025-12-27T00:53:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/673938\/"},"modified":"2025-12-27T00:53:15","modified_gmt":"2025-12-27T00:53:15","slug":"lou-strenger-als-solistin-auf-der-buehne-im-duesseldorfer-schauspielhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/673938\/","title":{"rendered":"Lou Strenger als Solistin auf der B\u00fchne im D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Jede R\u00fcckkehr ans D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus, sagt Lou Strenger, sei ein bisschen wie das Wiedersehen mit der Familie an Weihnachten. \u201eTotal sch\u00f6n, weil man es vermisst hat und eine Vertrautheit sp\u00fcrt, etwa Heimeliges. Gleichzeitig begegne ich dabei immer auch einer alten Vision von mir selbst.\u201c Denn dann tauchen Erinnerungen an das Jahr 2016 auf. \u201eIch kam frisch von der Schauspielschule ans Theater\u201c, erz\u00e4hlt sie, \u201ealles war am Anfang und noch so vieles unklar. Werde ich besetzt? Was darf ich spielen? Kann ich von dem <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/beruf\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beruf<\/a> leben?\u201c Aber gleich ihr Start als Julia in \u201eRomeo und Julia\u201c gl\u00fcckte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein Jahrzehnt sp\u00e4ter befindet sich Lou Strenger an einem anderen Punkt ihrer Karriere. Nach gefeierten Produktionen wie \u201eDie Dreigroschenoper\u201c, \u201eDer Sandmann\u201c \u201eAlice\u201c, nach Klassikern wie \u201eDon Karlos\u201c, \u201eDer Kaufmann von Venedig\u201c und zahlreichen Preise f\u00fcr ihre Schauspielkunst hat Lou Strenger sich 2019 entschlossen, das Ensemble zu verlassen. Das merkte zun\u00e4chst kaum einer, weil sie nach wie vor auf der D\u00fcsseldorfer B\u00fchne pr\u00e4sent war und es bis heute ist. Am Sonntag, 28. Dezember, spielt sie wieder Sally Bowles in \u201eCabaret\u201c, einen Tag sp\u00e4ter ihr grandioses Solo im Gerichtsdrama \u201ePrima Facie\u201c. Ein Kraftakt \u00fcber anderthalb Stunden. \u201eIch wei\u00df gar nicht, ob ich zu dieser Rolle je einen Zugang gefunden habe\u201c, r\u00e4soniert sie. \u201eEs gibt da wohl einen Teil in mir, der sich sch\u00fctzt. Schon morgens sp\u00fcre ich eine hohe Konzentration, ich wei\u00df, ich muss am Abend etwas geb\u00e4ren. Das kann nur gelingen, wenn ich ganz viele Schleusen \u00f6ffne.\u201c Nur wenige Figuren forderten eine derartige Hingabe. Sie erlebe Momente, die nicht wirklich rational seien: \u201eDa ist mein Text, da ist mein Publikum. Und los geht\u2019s. Eine komplette Auslieferung.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr ihre Rolle in der \u201eCabaret\u201c-Inszenierung von Andr\u00e9 Kaczmarczyk musste sie anfangs einiges einstecken. Keinesfalls aus k\u00fcnstlerischer Sicht, die Kritik zielte h\u00f6chst unfair auf ihr Aussehen. Inzwischen f\u00fchlt sie sich wohl und angenommen. \u201eIn Sally habe ich meinen Schutzschild gefunden\u201c, begr\u00fcndet Lou Strenger. \u201eDie rannte ins offene Messer und hatte auch keinen Schutz. Keinen Mann, keinen Club, kein Geld. Wof\u00fcr sie brannte, war die B\u00fchne. Das kann ich jedes Mal mitnehmen in dieses Heimspiel.\u201c Das St\u00fcck, so viel steht fest, wird vom neuen Intendanten Karlaganis in der Spielzeit 2026 \u00fcbernommen, ebenso \u201eDer Sandmann\u201c. Sie freut sich \u00fcber diese Fortsetzung, bangt aber dem Abschied von vielen Kollegen entgegen, den jeder Intendantenwechsel mit sich bringt: \u201eDas wird krass. Wenn ich dann nach D\u00fcsseldorf komme, werden viele nicht mehr da sein.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ihren eigenen Abschied bedauert Lou Strenger nicht. \u201eIch bin extrem freiheitsliebend und nicht so gut in festen Strukturen\u201c, sagt sie. \u201eIm Herzen f\u00fchle ich mich als Nomade. Stecke ich irgendwo vier Tage fest, kribbelt es schon wieder, und ich m\u00f6chte losziehen. Dass ich das nun ausleben kann in meinem Beruf, gef\u00e4llt mir unglaublich.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es sind aber auch spannende Aufgaben, die auf sie zukamen. Und neue Auszeichnungen, etwa f\u00fcr den Kinofilm \u201eSeid einfach wie ihr seid\u201c. F\u00fcr ihre Rolle in \u201eWer ohne Schuld ist\u201c gab es 2025 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie \u201eBeste Schauspielerin\u201c. Sie drehte Serien wie \u201eH\u00f6llgrund\u201c und \u201eDavid und Goliath\u201c, spricht H\u00f6rspiele und H\u00f6rb\u00fccher ein, geh\u00f6rt zum Team der \u201eHeute Show\u201c im ZDF. J\u00fcngster Coup ist der M\u00fcnsteraner \u201eTatort\u201c: In ihrer Rolle als Staatsanw\u00e4ltin ist sie Nachfolgerin von Mechthild Grossmann. Die erste Folge ist abgedreht. \u201eMeine pers\u00f6nliche Note wird sich erst noch entwickeln\u201c, deutet Lou Strenger an. \u201eNeue Generation, neue Sitten.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die vielen Dreharbeiten befl\u00fcgeln sie. Kaum vorstellbar, dass daneben noch etwas Platz hat. Doch Lou Strenger \u00fcberrascht auch hier. Sie schloss eine intensive und fordernde Ausbildung als Therapeutin ab, behandelt Patienten mit psychosomatischen Symptomen, gibt Lebenshilfe. \u201eDas Schauspielerische und das Therapeutische verbindet, dass der Mensch im Fokus steht\u201c, erkl\u00e4rt sie, \u201eman will ihn ergr\u00fcnden und verstehen. Dabei wachse ich innerlich.\u201c Sie lacht. \u201eIch lerne halt gern. Stillstand ist nichts f\u00fcr mich.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jede R\u00fcckkehr ans D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus, sagt Lou Strenger, sei ein bisschen wie das Wiedersehen mit der Familie an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":673939,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[69971,141656,3364,29,3405,29137,30,1330,156651,1209,12373,118810,114801,218],"class_list":{"0":"post-673938","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-ans","9":"tag-cabaret","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-duesseldorf","13":"tag-ensemble","14":"tag-germany","15":"tag-julia","16":"tag-lou","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-rolle","19":"tag-sandmann","20":"tag-strenger","21":"tag-tatort"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115788801952222437","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/673938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=673938"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/673938\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/673939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=673938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=673938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=673938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}