{"id":674438,"date":"2025-12-27T06:37:29","date_gmt":"2025-12-27T06:37:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/674438\/"},"modified":"2025-12-27T06:37:29","modified_gmt":"2025-12-27T06:37:29","slug":"krypto-besitz-steigt-in-europa-wer-investiert-am-meisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/674438\/","title":{"rendered":"Krypto-Besitz steigt in Europa: Wer investiert am meisten?"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als 90 Prozent der Menschen ab 18 Jahren in den gro\u00dfen europ\u00e4ischen Volkswirtschaften kennen Krypto-Assets oder Kryptow\u00e4hrungen.<\/p>\n<p>Das geht aus dem Bericht \u201eWeb3 Industry in France and Europe\u201c des Branchenverbands Adan hervor, der Daten aus Anfang 2025 auswertet.<\/p>\n<p>Trotz teils schwankender Kurse im Jahr 2025 nimmt der Besitz von Krypto-Assets in Europa stetig zu.<\/p>\n<p>Nach einer Umfrage der Europ\u00e4ischen Zentralbank besa\u00dfen 2024 neun Prozent der Erwachsenen in der Eurozone Krypto-Assets. In den zwanzig L\u00e4ndern der Eurozone reicht der Anteil von sechs Prozent in den Niederlanden und Deutschland bis zu 15 Prozent in Slowenien. Die Unterschiede zwischen den L\u00e4ndern sind insgesamt jedoch gering.<\/p>\n<p>Hinter Slowenien folgt Griechenland. Danach kommen Irland, Kroatien, Zypern, Litauen und \u00d6sterreich, die sich den n\u00e4chsten Platz teilen.<\/p>\n<p>Warum die L\u00e4nder unterschiedlich abschneiden<\/p>\n<p>\u201eUnterschiede bei den Besitzquoten entstehen meist aus einer Mischung aus digitaler Durchdringung, Risikoneigung und lokaler Marktstruktur\u201c, sagte James Sullivan, Chief Risk and Compliance Officer bei der BCB Group, gegen\u00fcber Euronews Business.<\/p>\n<p>\u201eL\u00e4nder mit hoher finanzieller Innovationskraft und einer j\u00fcngeren, meist m\u00e4nnlich gepr\u00e4gten Anlegerbasis liegen tendenziell vorne\u201c, so Sullivan.<\/p>\n<p>Er betonte au\u00dferdem, dass lokale Aufsichts- und Wirtschaftsbedingungen entscheidend sind. In M\u00e4rkten mit wenigen traditionellen Anlageoptionen dient Krypto oft der Spekulation. Aufkl\u00e4rungskampagnen wie in Italien k\u00f6nnen die Nutzung zus\u00e4tzlich ankurbeln.<\/p>\n<p>Laut Sullivan verzeichnet das Vereinigte K\u00f6nigreich trotz fehlender Zugeh\u00f6rigkeit zur Eurozone weiterhin hohe Transaktionsvolumina und liegt 2024 weltweit auf Rang drei hinter den USA und Indien.<\/p>\n<p>Krypto-Besitz hat sich in zwei Jahren mehr als verdoppelt<\/p>\n<p>Der Besitz von Krypto-Assets stieg zwischen 2022 und 2024 in fast allen L\u00e4ndern der Eurozone. Nur in den Niederlanden blieb die Quote gleich. F\u00fcr Kroatien liegen keine Daten f\u00fcr 2022 vor. Insgesamt wuchs der Anteil in der Eurozone von vier Prozent im Jahr 2022 auf neun Prozent im Jahr 2024.<\/p>\n<p>Griechenland und Litauen verzeichneten die gr\u00f6\u00dften Spr\u00fcnge, jeweils um zehn Prozentpunkte. Zypern, Belgien, Irland, \u00d6sterreich, die Slowakei, Slowenien, Portugal und Italien legten ebenfalls um sieben Punkte oder mehr zu.<\/p>\n<p>James Sullivan sieht in dem deutlichen Anstieg ein Zeichen f\u00fcr wachsendes Interesse privater Anleger in Europa. F\u00fcr Verbraucher ist der Frost des vergangenen Krypto-Winters inzwischen fern.<\/p>\n<p>\u201eDieses wachsende Vertrauen h\u00e4ngt mit der zyklischen R\u00fcckkehr des weltweiten Marktmomentums zusammen, vor allem aber mit dem Verbraucherschutz durch die <a href=\"https:\/\/www.euronews.com\/next\/2025\/08\/22\/will-overregulation-mean-poland-and-europe-miss-out-on-crypto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>MiCA-Verordnung<\/strong><\/a>\u201c, sagte er gegen\u00fcber Euronews Business.<\/p>\n<p>MiCA f\u00fchrt einheitliche EU-Marktregeln f\u00fcr Krypto ein und erfasst Verm\u00f6genswerte, die bislang nicht durch das bestehende Finanzdienstleistungsrecht reguliert sind.<\/p>\n<p>\u201eMiCA zeigt, dass die EU den Sektor als Mainstream anerkennt. Das schafft Vertrauen und zieht neue, bislang vorsichtige Anleger an.\u201c<\/p>\n<p>Vor allem als Geldanlage<\/p>\n<p>Der mit Abstand wichtigste Grund f\u00fcr die Nutzung von Krypto ist die Geldanlage. In der Eurozone sagen 64 Prozent der Besitzerinnen und Besitzer, sie hielten die Werte als Investment. Nur 16 Prozent nutzen sie f\u00fcr Zahlungen. Weitere 19 Prozent geben an, beides zu tun.<\/p>\n<p>Am h\u00f6chsten ist der Anteil derjenigen, die Krypto-Assets vor allem als Investment nutzen, in den Niederlanden (90 Prozent) und in Deutschland (82 Prozent), obwohl beide L\u00e4nder zu den Staaten mit den niedrigsten Besitzquoten in der Eurozone geh\u00f6ren. Den gr\u00f6\u00dften Anteil an Zahlungsnutzung hat Frankreich (25 Prozent).<\/p>\n<p>\u201eKryptomarkt bleibt spekulativ\u201c<\/p>\n<p>Sullivan meint, die Kluft zwischen Anlage- und Zahlungszwecken zeige, dass der Kryptomarkt weiterhin stark spekulativ und an Investments ausgerichtet ist.<\/p>\n<p>\u201eKryptow\u00e4hrungen, besonders Stablecoins, bieten greifbare Vorteile bei Transaktionen. Als Alltagsgeld sind sie aber noch wenig verbreitet und liegen f\u00fcr Verbraucher klar hinter klassischen Methoden wie Karte und Bargeld\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Er wies darauf hin, dass trotz erheblicher institutioneller Nutzung die meisten europ\u00e4ischen Verbraucher Krypto im Alltag nicht einsetzen.<\/p>\n<p>\u201eDer langfristige Wandel hin zur breiten Nutzung h\u00e4ngt stark davon ab, ob MiCA Euro-Stablecoins wirksam reguliert und sie nahtlos in bestehende Zahlungsinfrastrukturen integriert. Darauf konzentriert sich die EZB weiterhin\u201c, sagte er.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr als 90 Prozent der Menschen ab 18 Jahren in den gro\u00dfen europ\u00e4ischen Volkswirtschaften kennen Krypto-Assets oder Kryptow\u00e4hrungen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":674439,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,790,548,663,158,3934,3935,13,792,14,15,12],"class_list":{"0":"post-674438","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bitcoin","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-kryptowaehrung","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115790154788277762","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=674438"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674438\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/674439"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=674438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=674438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=674438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}