{"id":674558,"date":"2025-12-27T07:48:18","date_gmt":"2025-12-27T07:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/674558\/"},"modified":"2025-12-27T07:48:18","modified_gmt":"2025-12-27T07:48:18","slug":"weisses-haus-trump-empfaengt-selenskyj-am-sonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/674558\/","title":{"rendered":"Wei\u00dfes Haus: Trump empf\u00e4ngt Selenskyj am Sonntag"},"content":{"rendered":"<p>Palm Beach\/Washington (dpa) &#8211; US-Pr\u00e4sident Donald Trump empf\u00e4ngt am Sonntag den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj. Das Wei\u00dfe Haus k\u00fcndigte das bilaterale Treffen in Palm Beach im Bundesstaat Florida f\u00fcr 15.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) an. Bei dem neuen Spitzentreffen soll weiter \u00fcber ein m\u00f6gliches Ende des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine gesprochen werden, der seit fast vier Jahren andauert. Russland kam in der Ank\u00fcndigung nicht vor, Gespr\u00e4che auch mit Moskau schienen also zun\u00e4chst nicht geplant.<\/p>\n<p>Das russische Milit\u00e4r \u00fcberzog die Ukraine unterdessen in der Nacht erneut mit Raketenangriffen. Betroffen war auch die Hauptstadt Kiew, wie B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Der Milit\u00e4rgouverneur des Gebiets Kiew, Mykola Kalaschnyk, berichtete am Morgen auf Telegram von einem Verletzten in der Region sowie Sch\u00e4den an ziviler Infrastruktur.<\/p>\n<p>Selenskyj hatte das Treffen mit Trump bereits angek\u00fcndigt. \u00abBis Neujahr kann noch viel entschieden werden\u00bb, schrieb er in den Netzwerken Telegram und X. Einen genauen Termin hatte er aber zun\u00e4chst nicht genannt. Trump h\u00e4lt sich derzeit in seiner Residenz Mar-a-Lago auf. In dem Privatclub hat er in der Vergangenheit immer wieder hochrangige Politiker empfangen.<\/p>\n<p>\u00abAxios\u00bb: Treffen bedeutet Ann\u00e4herung<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung des US-Nachrichtenportals \u00abAxios\u00bb d\u00fcrfte ein Treffen der Staatschefs bedeuten, dass es inzwischen eine bedeutende Ann\u00e4herung zwischen den USA und der Ukraine gibt. Trump hatte zuvor gesagt, er wolle sich nur mit Selenskyj treffen, wenn ein Deal in Reichweite ist.\u00a0<\/p>\n<p>Selenskyj schrieb, sein Chefunterh\u00e4ndler Rustem Umjerow habe ihn \u00fcber die j\u00fcngsten Kontakte mit den Amerikanern unterrichtet. \u00abWir verlieren keinen einzigen Tag. Wir haben ein Treffen auf h\u00f6chster Ebene mit Pr\u00e4sident Trump in n\u00e4chster Zukunft vereinbart.\u00bb Der 20 Punkte umfassende Friedensplan sei zu 90 Prozent fertig, wurde Selenskyj aus einem Chat mit Journalisten zitiert. \u00abUnsere Aufgabe ist jetzt, alles zu 100 Prozent fertigzustellen.\u00bb<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit \u00abAxios\u00bb deutete Selenskyj die Bereitschaft f\u00fcr ein Referendum \u00fcber den Friedensplan an, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Russland zu einer mindestens 60 Tage dauernden Feuerpause bereit sei. US-Beamte bef\u00fcrworteten laut \u00abAxios\u00bb einen k\u00fcrzeren Zeitraum. Selenskyj hat jedoch Zweifel, ob Russland dem Plan Trumps zustimmen wird. \u00abIch habe einige Informationen, aber ich bin an einem Punkt, an dem ich nur die Worte von F\u00fchrungspersonen glauben m\u00f6chte.\u00bb<\/p>\n<p>Selenskyj stimmt sich mit Merz ab<\/p>\n<p>Vor dem geplanten Treffen mit dem US-Pr\u00e4sidenten hat Selenskyj das weitere Vorgehen mit Bundeskanzler Friedrich Merz besprochen. \u00abWir stimmen unsere Positionen ab, und alle in Europa m\u00fcssen an einem Strang ziehen, um unsere europ\u00e4ische Lebensweise, die Unabh\u00e4ngigkeit unserer Staaten und den Frieden in Europa zu verteidigen. Es muss Frieden geben\u00bb, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.\u00a0<\/p>\n<p>CDU-Chef Merz antworte auf X mit den Worten: \u00abWir stehen unersch\u00fctterlich an Ihrer Seite. Ein starkes, koordiniertes Vorgehen Europas ist nach wie vor unverzichtbar f\u00fcr Frieden, Freiheit und Sicherheit.\u00bb Die \u00abBerliner Gruppe\u00bb sei bereit zu helfen \u2013 in enger Abstimmung mit den US-Partnern.<\/p>\n<p>Selenskyj schrieb weiter, er habe den Bundeskanzler \u00fcber die Arbeit Kiews mit den US-Gesandten informiert. \u00abWir alle erinnern uns an das Format des Berliner Treffens und die dort erzielten Ergebnisse. Genau so werden wir weiterarbeiten. Wir haben vereinbart, weiterhin gemeinsam mit den Europ\u00e4ern zu handeln\u00bb, schrieb Selenskyj mit Blick auf das j\u00fcngste Gipfeltreffen in Berlin.\u00a0<\/p>\n<p>Der Gipfel Mitte Dezember war das erste gr\u00f6\u00dfere Ukraine-Treffen unter Beteiligung der USA, der Ukraine und der f\u00fchrenden Europ\u00e4er in einem EU-Staat seit dem neuen Vorsto\u00df Trumps f\u00fcr eine Friedensl\u00f6sung im November.<\/p>\n<p>Intensive diplomatische Anstrengungen<\/p>\n<p>Die diplomatischen Anstrengungen, Russlands Angriffskrieg zu beenden, haben sich in den vergangenen Wochen beschleunigt. Trump hofft, ein Kriegsende durchzusetzen. Sein Verhandlungsteam aus dem Sondergesandten Steve Witkoff und seinem Schwiegersohn Jared Kushner sprach intensiv mit den ukrainischen Unterh\u00e4ndlern. Selenskyj telefonierte am Donnerstag ebenfalls mit Witkoff und Kushner.\u00a0<\/p>\n<p>Moskau wurde jeweils durch russisch-amerikanische Kontakte einbezogen. Kremlsprecher Dmitri Peskow best\u00e4tigte am Freitag, dass der russische Unterh\u00e4ndler Kirill Dmitrijew Kremlchef Wladimir Putin \u00fcber seine Gespr\u00e4che mit der US-Seite vom vergangenen Wochenende in Florida informiert habe. Putin habe ein weiteres Telefonat angeordnet, das dann sein au\u00dfenpolitischer Berater Juri Uschakow gef\u00fchrt habe, sagte Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.<\/p>\n<p>Nachdem der Friedensplan lange Zeit geheim gehalten wurde, ging Selenskyj an Heiligabend mit einem 20 Punkte umfassenden Plan an die \u00d6ffentlichkeit. Er sieht unter anderem Sicherheitsgarantien der USA und europ\u00e4ischer L\u00e4nder f\u00fcr die Ukraine vor, die der Beistandsklausel aus Artikel 5 des Nato-Vertrags \u00e4hneln.\u00a0<\/p>\n<p>Die russischen Reaktionen auf die Verhandlungen an verschiedenen Orten waren jeweils verhalten. Bei aller erkl\u00e4rten Gespr\u00e4chsbereitschaft h\u00e4lt Russland bislang an seinen Maximalforderungen fest. Ein Hauptstreitpunkt ist, dass Moskau die nicht vollst\u00e4ndig eroberten Gebiete Donezk und Luhansk im Donbass beansprucht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Palm Beach\/Washington (dpa) &#8211; US-Pr\u00e4sident Donald Trump empf\u00e4ngt am Sonntag den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj. 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