{"id":674663,"date":"2025-12-27T09:01:18","date_gmt":"2025-12-27T09:01:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/674663\/"},"modified":"2025-12-27T09:01:18","modified_gmt":"2025-12-27T09:01:18","slug":"wie-ein-programmierfehler-1988-das-internet-lahmlegte-und-die-cybersecurity-aera-einlaeutete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/674663\/","title":{"rendered":"Wie ein Programmierfehler 1988 das Internet lahmlegte \u2013 und die Cybersecurity-\u00c4ra einl\u00e4utete"},"content":{"rendered":"<p>Der 2. November 1988 markiert ein wichtiges Datum der Cybersecurity. An diesem Tag wurde einer der ersten Computerw\u00fcrmer ins Internet freigelassen und konnte dort enorme Sch\u00e4den anrichten. Innerhalb von 24 Stunden konnte sich der Wurm replizieren und auf immer mehr Systeme verteilen, bis schlie\u00dflich etwa zehn Prozent des damaligen Internets von dem sogenannten Morris-Wurm befallen waren.<\/p>\n<p>\n                Welche Auswirkungen der Morris-Wurm hatte\n            <\/p>\n<p>Wie das <a href=\"https:\/\/www.fbi.gov\/news\/stories\/morris-worm-30-years-since-first-major-attack-on-internet-110218\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FBI<\/a> in einem R\u00fcckblick auf die Geschichte schreibt, bedeutete das damals: Etwa 6.000 von 60.000 mit dem Internet verbundenen Systemen wurden von dem Wurm heimgesucht. Dabei wurden Unix-Systeme ins Visier genommen und eine Backdoor im Mailsystem des damaligen Internets ausgenutzt. Der Wurm ben\u00f6tigte keinen Software-Host und konnte sich eigenst\u00e4ndig vermehren und per Mail weitere Systeme befallen.<\/p>\n<p>Zudem verhielt er sich dabei recht unauff\u00e4llig. Er l\u00f6schte keine Dateien, sondern sorgte auf den betroffenen Systemen f\u00fcr lange Ladezeiten und Verz\u00f6gerungen bei der Mail-Zustellung. Laut FBI soll das Versenden von Nachrichten teilweise Tage gedauert haben, wenn der Morris-Wurm auf einem System sein Unwesen trieb. Um die Malware loszuwerden, l\u00f6schten einige die befallenen Rechner oder trennten sie vom Internet, um die Verbreitung zu verhindern, bis ein Fix gefunden war.<\/p>\n<p>Empfehlungen der Redaktion<\/p>\n<p>${content}<\/p>\n<p>\n                        ${custom_anzeige-badge}<br \/>\n                        ${custom_tr-badge}<br \/>\n                        ${section}\n                    <\/p>\n<p>                    <a class=\"c-crosslinks-title\" href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/programmierfehler-1988-cyberscurity-1715315\/${url}\" data-upscore-url=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">${title}<\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/programmierfehler-1988-cyberscurity-1715315\/${url}\" class=\"c-crosslinks-image\" title=\"${title}\" data-upscore-url=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/t3n.de\/news\/programmierfehler-1988-cyberscurity-1715315\/${image}\" width=\"88\" height=\"88\"\/><\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/programmierfehler-1988-cyberscurity-1715315\/${url}\" class=\"c-crosslinks-image\" title=\"${title}\" data-upscore-url=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/t3n.de\/news\/programmierfehler-1988-cyberscurity-1715315\/${image}\" width=\"88\" height=\"88\"\/><\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>Erste Sch\u00e4tzungen nach dem Vorfall gingen von Sch\u00e4den in H\u00f6he von 100.000 US-Dollar bis zu mehreren Millionen Dollar aus. Aufgrund der enormen Auswirkungen wurde schlie\u00dflich das FBI eingeschaltet und konnte schnell einen Ursprung ermitteln. Das erste infizierte System war ein Computer am MIT. Von dort aus verteilte sich der Morris-Wurm in anderen Institutionen wie Harvard, Stanford, Princeton und die Nasa.<\/p>\n<p>Wie das FBI herausfand, wurde der Wurm aber nicht direkt vom MIT-Rechner in die Welt geschickt. Offenbar hatte sich jemand aus der Ferne in den Rechner gehackt und dort die Malware auf das Internet losgelassen. Kurz danach gab es einen anonymen Anruf bei der New York Times. Ein Freund des Hackers, der f\u00fcr den Wurm verantwortlich war, rief in seinem Namen an. Er erkl\u00e4rte, dass es nie seine Absicht gewesen w\u00e4re, die Universit\u00e4ten oder die Nasa zu st\u00f6ren. Es sollte lediglich ein harmloses Experiment werden, das durch einen Programmierfehler au\u00dfer Kontrolle geraten ist.<\/p>\n<p class=\"c-card__headline\">\n                Empfohlene redaktionelle Inhalte\n            <\/p>\n<p>            Hier findest du externe Inhalte von <strong>TargetVideo GmbH<\/strong>,<br \/>\n            die unser redaktionelles Angebot auf t3n.de erg\u00e4nzen.<br \/>\n            Mit dem Klick auf &#8222;Inhalte anzeigen&#8220; erkl\u00e4rst du dich einverstanden,<br \/>\n            dass wir dir jetzt und in Zukunft Inhalte von <strong>TargetVideo GmbH<\/strong> auf unseren Seiten anzeigen d\u00fcrfen.<br \/>\n            Dabei k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Plattformen von Drittanbietern \u00fcbermittelt werden.<br \/>\n            <br \/>\n            Inhalte anzeigen<\/p>\n<p class=\"u-text-small\">\n                <a href=\"https:\/\/t3n.de\/datenschutz\/\" target=\"_blank\" title=\"Die externe Seite im neuen Tab\/Fenster \u00f6ffnen\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Hinweis zum Datenschutz<br \/>\n                <\/a>\n            <\/p>\n<p class=\"c-card__headline\">\n                Leider ist etwas schief gelaufen&#8230;\n            <\/p>\n<p>            An dieser Stelle findest du normalerweise externe Inhalte von <strong>TargetVideo GmbH<\/strong>,<br \/>\n            jedoch konnten wir deine Consent-Einstellungen nicht abrufen.<br \/>\n            Lade die Seite neu oder passe deine Consent-Einstellungen manuell an.<\/p>\n<p>                Datenschutzeinstellungen verwalten<\/p>\n<p>\n                Wer hinter dem Morris-Wurm steckte\n            <\/p>\n<p>In einem weiteren Gespr\u00e4ch mit der New York Times nannte der Freund des Hackers versehentlich die Initialen des Hackers: RTM. Kurz darauf stellten die Reporter eine Verbindung zum 23 Jahre alten Cornell-Studenten Robert Tappan Morris her. Das FBI ermittelte, analysierte die Daten von Morris Computer und fand schlie\u00dflich \u201ejede Menge von belastenden Beweisen\u201c auf seinem System.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich landete Morris wegen des Vorfalls vor Gericht. Er wurde angeklagt, weil er sich Zugriff auf gesch\u00fctzte Computer verschafft hatte. 1989 wurde er zu einer Geldstrafe in H\u00f6he von 10.000 Dollar, Bew\u00e4hrung und 400 Stunden gemeinn\u00fctziger Arbeit verurteilt. Wie das FBI abschlie\u00dfend festh\u00e4lt, hatte der Angriff zwei weitere, gro\u00dfe Auswirkungen.<\/p>\n<p>Daraus folgte eine neue Generation von Hacker:innen, die dem Beispiel von Morris folgten und immer neue Wege ergr\u00fcndeten, um das Internet und verbundene Systeme anzugreifen. Gleicherma\u00dfen gab es aber erste Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Cybersecurity. So programmierten Entwickler:innen die ersten Tools, um fremde Software zu entdecken, die Systeme befallen hat. Abschlie\u00dfend schreibt das FBI: \u201eEgal, ob absichtlich oder nicht. Der erste Angriff auf das Internet vor 30 Jahren war ein Weckruf f\u00fcr das Land und das Cyberzeitalter, das darauf folgen sollte\u201c.<\/p>\n<p>Dieser Artikel wurde urspr\u00fcnglich am 05.11.2025 ver\u00f6ffentlicht, interessiert jedoch immer noch sehr viele unserer Leser:innen. Deshalb haben wir ihn hier nochmals zur Verf\u00fcgung gestellt.\u00a0<\/p>\n<p>\n                Sinnvolle und weniger sinnvolle Passworttipps\n            <\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/t3n.de\/bildergalerie\/tipps-fuer-passwoerter?news=1715315\" class=\"tg-gallerylink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"u-border-rounded\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Passworttipps_29f7becaa6.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"620\" height=\"350\"\/><\/p>\n<p>            <\/a><\/p>\n<p>                                    Sinnvolle und weniger sinnvolle Tipps f\u00fcr Passw\u00f6rter<\/p>\n<p>Top-Artikel<\/p>\n<p>        ${content}<\/p>\n<p>\n                    ${custom_anzeige-badge}<br \/>\n                    ${custom_tr-badge}<br \/>\n                    ${section}\n                <\/p>\n<p>                <a class=\"c-suggestNews-title\" href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/programmierfehler-1988-cyberscurity-1715315\/${url}\" data-upscore-url=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">${title}<\/a><\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/programmierfehler-1988-cyberscurity-1715315\/${url}\" class=\"c-suggestNews-image\" title=\"${title}\" data-upscore-url=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/t3n.de\/news\/programmierfehler-1988-cyberscurity-1715315\/${image}\" width=\"88\" height=\"88\"\/><\/p>\n<p>            <\/a><\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/programmierfehler-1988-cyberscurity-1715315\/${url}\" class=\"c-suggestNews-image\" title=\"${title}\" data-upscore-url=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/t3n.de\/news\/programmierfehler-1988-cyberscurity-1715315\/${image}\" width=\"88\" height=\"88\"\/><\/p>\n<p>            <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der 2. November 1988 markiert ein wichtiges Datum der Cybersecurity. An diesem Tag wurde einer der ersten Computerw\u00fcrmer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":674664,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[29,30,190,189,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-674663","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-science","11":"tag-science-technology","12":"tag-technik","13":"tag-technology","14":"tag-wissenschaft","15":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115790721127682636","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674663","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=674663"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674663\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/674664"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=674663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=674663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=674663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}