{"id":674869,"date":"2025-12-27T11:19:24","date_gmt":"2025-12-27T11:19:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/674869\/"},"modified":"2025-12-27T11:19:24","modified_gmt":"2025-12-27T11:19:24","slug":"kindheitserinnerungen-aus-der-hertelstrasse-johannstadt-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/674869\/","title":{"rendered":"Kindheitserinnerungen aus der Hertelstra\u00dfe\u00a0 \u2013 Johannstadt.de"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Artikel ist in der <a href=\"https:\/\/www.johannstadt.de\/2025\/11\/die-achte-ausgabe-der-zeile-ist-da\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zeile 8<\/a> erschienen. Autor: Gerd Gottwald<\/p>\n<p>Weiter aus den Aufzeichnungen von Herbert Mehner\u00a0<\/p>\n<p>Eine Anwohnerin aus der Elsasser Stra\u00dfe hat der ZEILE freundlicherweise die Lebenserinnerungen ihres Onkels Herbert Mehner \u00fcberlassen, der einen Gro\u00dfteil seines Lebens in der Johannstadt verbrachte. Geboren 1912, berichtet er auf \u00fcber 50 Seiten aus seinem Leben bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. In Fortsetzung der in ZEILE 6 begonnenen Reihe folgt hier nun der zweite Teil der Lebenserinnerungen von Herbert Mehner.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Wohnsituation um 1918\u00a0<\/p>\n<p>Herbert Mehners Vater war im Herbst 1917, nach einem Lazarettaufenthalt in Merseburg, aus dem Krieg nach Hause gekommen und bald darauf bekam Herbert eine kleine Schwester \u201eIrma\u201f \u2013 von allen nur \u201ePuppi\u201c genannt. Das war dann auch der Grund, weshalb die Familie von ihrem Notquartier in der Gabelsbergerstra\u00dfe in eine Dreizimmerwohnung in die erste Etage der Hertelstra\u00dfe 22 umzog. Herbert schildert ausf\u00fchrlich, wie es sich in der neuen Wohnung der Familie lebte:\u00a0<\/p>\n<p>\u201eAus heutiger Sicht war so eine Wohnung doch noch etwas primitiv. Kein elektrisches Licht, sondern Gasfunzeln, wobei Gas-, Wasser \u2013 und Abwasserrohre auf Putz verlegt waren und eine besonders spinnenfreundliche Zierde darstellten.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Toilette\u00a0<\/p>\n<p>\u201eStatt des heute gar nicht mehr wegzudenkenden WC gab\u2019s nur ein schlichtes Plumpsklosett und zwar nicht in der Wohnung, sondern drau\u00dfen im Treppenhaus. E i n e n Vorteil hatte es allerdings gegen\u00fcber dem WC: Es war ein zuverl\u00e4ssiger Wetterprophet! Wenn besonders aufdringlicher Mief durchs Haus zog, wusste man, es kommt schlechtes Wetter.\u201c\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Bad\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDer Begriff Badezimmer war erst recht ein Fremdwort. Wollte man das laut Wilhelm Busch mit Recht so beliebte \u201cBad am Samstagabend\u201d veranstalten, so ging dem eine umst\u00e4ndliche Prozedur voraus und man muss sich wundern, dass es trotzdem regelm\u00e4\u00dfig stattfand. Zun\u00e4chst wurde die gro\u00dfe Zinkbadewanne aus ihrem Versteck hinterm Vorhang im Korridor hervorgeholt und in die ohnehin enge K\u00fcche bugsiert. Im K\u00fcchenherd musste extra Feuer gemacht werden. Dann wurden alle verf\u00fcgbaren T\u00f6pfe und die \u201cPfanne\u201d gef\u00fcllt und f\u00fcr alle Badeg\u00e4ste gen\u00fcgend Wasser hei\u00df gemacht. War dann der erste sauber und der n\u00e4chste an der Reihe, konnte man nicht etwa einfach den St\u00f6psel ziehen und das Wasser ablaufen lassen, denn diese segensreiche Einrichtung hatten die transportablen Badewannen nicht. Wollte der n\u00e4chste Nackedei nicht in die gleiche Br\u00fche h\u00fcpfen, musste man sie erst mit T\u00f6pfen und Eimern in die \u201cGosse\u201d oder vornehmer ausgedr\u00fcckt in den Ausgu\u00df wieder aussch\u00f6pfen und die Wanne neu f\u00fcllen \u2013 bei einer f\u00fcnfk\u00f6pfigen Familie ganz sch\u00f6n \u00e4tzend!\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Wohn- und Schlafzimmer\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.johannstadt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Mehner-4-min-scaled.jpeg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"588\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mehner-4-min-588x1024.jpeg\" alt=\"Bild einer H\u00e4userfront\" class=\"wp-image-53140\" style=\"width:326px;height:auto\"  \/><\/a>Wohnhaus Herbert Mehner heute | Foto: Gerd Gottwald<\/p>\n<p>\u201eWohnzimmer und Schlafzimmer hatten je zwei mit Jalousien ausgestattete Fenster zur Stra\u00dfe mit einem extra breiten Steinsims, auf dem im Sommer regelm\u00e4\u00dfig Blumenk\u00e4sten mit Petunien prangten. Die R\u00e4ume waren drei Meter hoch mit einem Stuckabschluss an der Decke und gestrichenen Holzdielen. In einer Ecke des Wohnzimmers stand ein hoher Kachelofen, neben dem K\u00fcchenherd die einzige W\u00e4rmequelle in der Wohnung und im Winter der beste Freund der Familie. Er stellte allerdings auch Anspr\u00fcche, die viele vergessen, die sich heute im Zeitalter der Zentralheizung einen solchen Freund w\u00fcnschen. Sein Futter musste m\u00fchsam aus dem Kohlenkeller herauf geschleppt und nach der Verdauung wieder hinunter in die Aschegrube getragen werden. Wer\u2018s erlebt hat, wird wissen, wieviel Dreckerei damit verbunden war.\u00a0<\/p>\n<p>Mit Ausnahme des Wohnzimmers wurden die W\u00e4nde allgemein nur farbig get\u00fcncht und, wenn es besonders sch\u00f6n aussehen sollte, mit einer Gummirolle farbig gemustert. Kam der Tapezierer, um dem Wohnzimmer neuen Glanz zu verleihen, lieferte man ihm ein paar Pfund Weizenmehl, das er mit Wasser zu einem guten Kleister verr\u00fchrte. Damit klebte er erst eine Lage Zeitungspapier und darauf die Tapete. Bei Normalverbrauchern wie bei uns, die zumindest am Anfang keine teuren Linoleumteppiche oder gar Perser liegen hatten, wurden die Holzdielen in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden, etwa alle zwei Jahre, mit Fu\u00dfbodenfarbe gestrichen \u2013 ein Horror f\u00fcr die ganze Familie den man gern so lange wie m\u00f6glich hinaus schob. Alle M\u00f6bel wurden in den anderen, ohnehin schon vollgestopften R\u00e4umen untergebracht. Um sich in dem daraus entstehenden Chaos bewegen zu k\u00f6nnen, musste man schon Parterreakrobat oder Schlangenmensch sein. Die ganze Prozedur dauerte seine Zeit, denn bis der Grundanstrich und die folgende Lackierung durchgetrocknet waren, verging fast eine ganze Woche. Die heutigen, schnell trocknenden Kunststofffarben gab es leider noch nicht. Jedenfalls ein Heidenspa\u00df, vor allem f\u00fcr unsere arme Mutter, die den Betrieb der f\u00fcnfk\u00f6pfigen Familie trotzdem aufrechterhalten musste.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Winter\u00a0<\/p>\n<p>\u201eStand der Winter vor der T\u00fcr mussten die \u201eDoppelfenster\u201f von der Bodenkammer heruntergeholt werden. Das waren Fensterrahmen mit einem verglasten Oberteil und zwei einh\u00e4ngbaren, verglasten Fensterfl\u00fcgeln, die von <strong>au\u00dfen<\/strong> genau in die Fensterh\u00f6hle passten. Dass es keine Leichtgewichte waren, merkte man sp\u00e4testens, wenn man sie durchs Fenster freih\u00e4ndig hinaus balancieren und von au\u00dfen in die vorgesehenen \u00d6sen im Fenstersturz einh\u00e4ngen musste. Damit weder Scheiben, noch K\u00f6pfe unten vorbeilaufender Passanten zu Bruch gehen konnten, wurde die kitzlige Angelegenheit erst abends abgewickelt, wenn die Stra\u00dfe leer war. Aber der Aufwand lohnte sich, denn sie sch\u00fctzten vor K\u00e4lte \u2013 auch die Winter machten damals noch ihrem Namen alle Ehre. Au\u00dferdem boten sie zwischen den Fenstern einen geeigneten Platz f\u00fcr Vaters Hyazinthengl\u00e4ser, die schon im zeitigen Fr\u00fchjahr aus den Zwiebeln so herrlich bunte Bl\u00fcten hervor zauberten.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>K\u00fcche\u00a0<\/p>\n<p>\u201eSchauen wir in die K\u00fcche: Der gesamte Komfort bestand damals aus einem gemauerten K\u00fcchenherd mit Wasserpfanne, Backr\u00f6hre und W\u00e4rmer\u00f6hre, einem Wasserkran \u00fcber einem gu\u00dfeisernen Ausgussbecken, der schon erw\u00e4hnten \u201eGosse\u201f und einem Gasanschluss f\u00fcr den Gaskocher. Sachen, die k\u00fchl gehalten werden mussten, wurden in den Keller hinunter getragen und bei Bedarf wieder heraufgeholt, f\u00fcr uns als Bewohner der ersten Etage immerhin noch ertr\u00e4glich. Dazu muss man allerdings erw\u00e4hnen, dass die Kellerg\u00e4nge und Kellerr\u00e4ume stockfinster waren \u2013 elektrische Beleuchtung existierte nat\u00fcrlich auch hier nicht. Eisschr\u00e4nke waren noch Mangelware. Wir verf\u00fcgten erst in den drei\u00dfiger Jahren \u00fcber ein solch allerdings umweltfreundliches Monstrum ohne Stromverbrauch und ozonlochf\u00f6rdernde K\u00e4ltemittel. Damit er seiner k\u00fchlenden Aufgabe gerecht werden konnte, musste man ihn mit Stangeneis f\u00fcttern, etwa 10 cm im Quadrat und ein Meter lang. Pferdewagen der Dresdner Felsenkellerbrauerei boten es mit Glockengebimmel auf der Stra\u00dfe feil. Starke M\u00e4nner mit Ledersch\u00fcrzen und Schulterpolstern, aus Hanfseilen gewickelt, brachten es in die Wohnung, wenn man sie vom Fenster aus hochrief. Die Eisstangen wurden im Winter aus gefrorenen Teichen herausges\u00e4gt und f\u00fcr die Sommermonate in den tiefen Felsenkellern im Plauenschen Grund gelagert.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Waschfest\u00a0<\/p>\n<p>\u201eWar Waschfest angesagt, herrschte Hochspannung, denn davon war mit Ausnahme des Hausherrn die ganze Familie betroffen. In Ermangelung einer heutigen Waschmaschine spielte sich das Ganze unten im Keller im sogenannten \u201eWaschhaus\u201f ab, auch ohne Beleuchtung wie alles da unten. Die ganze Einrichtung bestand aus einem eingemauerten Kochkessel mit Kohlefeuerung, Wasserhahn, Abfluss im Boden und einem rohen Holztisch. Anstatt wie heute die W\u00e4sche in die Trommel zu stopfen und einzuschalten, mussten die schweren Holzwannen rechtzeitig aus dem Keller herbei geschafft und mit Wasser gef\u00fcllt werden, damit die ausgetrockneten, h\u00f6lzernen Fa\u00dfdauben wieder wasserdicht wurden, und dazu ausreichen Kohlen. Der W\u00e4scheberg, und der war in unserer f\u00fcnfk\u00f6pfigen Familie ansehnlich, wurde in W\u00e4schek\u00f6rben ins Waschhaus hinunter transportiert und dort beim trauten Schein einer Petroleumfunzel zun\u00e4chst \u00fcber Nacht eingeweicht.\u00a0<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es ans W\u00e4schekochen im gro\u00dfen Kessel \u2013 die Petroleumfunzel erleuchtete die Szene gerade ausreichend \u2013 und Muttern trat in Aktion, manchmal auch Frau Mattern aus der Nachbarschaft, die sich als Waschfrau ein Zubrot verdiente. Portionsweise holte sie sich die hei\u00dfe W\u00e4sche mit einem besonders daf\u00fcr vorgesehen Holzstab aus dem Kessel in eine kleine Wanne, um sie aus Leibeskr\u00e4ften \u2013 und davon brauchte man eine ganze Menge \u2013 auf dem Waschbrett mit Wurzelb\u00fcrste und Kern- oder Schmierseife zu schrubben. War dann alles gekocht, gerubbelt, zum Sp\u00fclen mehrfach aus einer Wanne in die andere geschmissen und zwischendurch mit der handbedienten Wringmaschine ausgewrungen \u2013 Sp\u00fcl\u2013 und Schleudergang erledigen das heute in wenigen Minuten \u2013 war ein arbeitsreicher Tag zu Ende.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.johannstadt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Mehner-2-min-scaled.jpeg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"562\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mehner-2-min-1024x562.jpeg\" alt=\"Schwarz Wei\u00dfbild eines Platzes mit Haus im Hintergrund\" class=\"wp-image-53139\"  \/><\/a>R. W. Franke\u00b4s W\u00e4sche-Bleich-Trockenplatz und Schreberg\u00e4rten in der Blumenstra\u00dfe 83<\/p>\n<p>Fr\u00fchzeitig am n\u00e4chsten Morgen wurde das kostbare Gut in K\u00f6rben auf den Handwagen geladen und zu Frankes unten an der Elbe auf die \u201eBleiche\u201f transportiert. In langen Streifen lag sie dann bis zum Abend auf dem Rasen ausgebreitet in der Sonne, von Zeit zu Zeit gewendet und mit der Gie\u00dfkanne neu bew\u00e4ssert. Einer aus der Familie musste dabei sitzen und Wache schieben, damit nix geklaut wurde. Am Ende des Bleichtages wurde sie zusammengetragen und in gro\u00dfen Wasserbottschen nochmal durchgesp\u00fclt, wobei Muttern streng darauf achtete, dass keine gr\u00fcnen Grasflecken zur\u00fcckblieben. Im Abendsonnenschein ging dann die Fuhre wieder nach Hause mit dem stillen Wunsch, dass Petrus auch am n\u00e4chsten Tag ein freundliches Gesicht machen m\u00f6ge, damit die W\u00e4sche unten im Grasgarten auf der Leine baumeln konnte, und die Schlepperei bis hinauf unters Dach zum Trockenboden erspart bliebe.\u00a0<\/p>\n<p>Hatte die Sonne schlie\u00dflich ihre Pflicht und Schuldigkeit getan \u2013 wir schreiben inzwischen den vierten Tag \u2013 wurde alles sch\u00f6n sortiert, ordentlich zusammengelegt, im W\u00e4schekorb verstaut und \u00fcber die Stra\u00dfe zur \u201eW\u00e4schemangel\u201f getragen. Das war der Akt des Waschfestes, der mir am meisten Spa\u00df machte. Der mit schweren Steinen gef\u00fcllte und an einer dicken Kette aufgeh\u00e4ngte Riesenkasten musste mit einer Handkurbel dreimal hin und her bewegt werden, w\u00e4hrend meine Mutter die n\u00e4chste \u201eDocke\u201f fertig machte. Ich wollte nat\u00fcrlich immer eher fertig sein, als sie mit dem Wickeln und drehte dann wie verr\u00fcckt, bis ich eines Tages merkte, dass die Kurbel keinen \u201eFreilauf\u201f hatte und mir gegen den Arm sauste. Das habe ich mir gemerkt. So eine \u201eDocke\u201f war \u00fcbrigens eine Hartholzrolle, die h\u00fcben und dr\u00fcben unter dem Mangelkasten herausschauen. Zusammen mit einem Mangeltuch wurde die W\u00e4sche drumherum gewickelt und dann unter der Last des Mangelkastens platt gedr\u00fcckt. Das war schlie\u00dflich der letzte Streich und Muttern konnte sie daheim fein s\u00e4uberlich im W\u00e4scheschrank aufstapeln. Die Kanten der W\u00e4schef\u00e4cher zierte bei uns ein mit blauem Kreuzstich gesticktes Band. Darauf stand: \u201eGereift im Sommerwinde, gebleicht auf gr\u00fcner Au, so liegt es jetzt im Spinde zum Stolz der deutschen Frau\u201c. Gemeint war damit das sch\u00f6ne wei\u00dfe Leinen, aus dem damals noch alle Hausw\u00e4sche und zum gr\u00f6\u00dften Teil auch die Leibw\u00e4sche hergestellt wurden.\u00a0<\/p>\n<p>Ein wichtiges Utensil der Hausfrau war das \u201ePl\u00e4tteisen\u201f zum B\u00fcgeln vor allem der Oberhemden \u2013 die b\u00fcgelfreie W\u00e4sche war noch nicht erfunden. Es sah fast so aus wie heute, nur ohne Schnur und Stecker. Es war hohl und hinten mit einer Klappe abgeschlossen. Damit es seinen Zweck erf\u00fcllen konnte, wurde der K\u00fcchenherd angeheizt, im Kohlenfeuer ein Formstahl gl\u00fchend gemacht und in den Hohlraum geschoben, der f\u00fcr die Hitze sorgte. Und da dies nicht ewig w\u00e4hrt, hatte man inzwischen \u201eein zweites Eisen im Feuer\u201f. Das gl\u00fchende Ding hatte ein Loch, wo man den Feuerhaken durchstecken, den Stahl damit aus dem Feuer holen und ins Pl\u00e4tteisen manipulieren konnte. Sp\u00e4ter gab es modernere B\u00fcgeleisen mit einem passend geformten Rohr anstelle des Stahls. Das hatte kleine L\u00f6cher und endete in einem kleinen Tank hinterm Griff. Dieser wurde mit Brennspiritus gef\u00fcllt und sorgte f\u00fcr Betriebsstoff, wenn das Rohr angez\u00fcndet war. Das waren noch Zeiten f\u00fcr die Feuerwehr!\u201c\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcbertragen von Gerd Gottwald\u00a0<\/p>\n<p>In eigener Sache:<\/p>\n<p>Gef\u00e4llt dir unsere Arbeit? Um weiterhin Wissenswertes, Hintergr\u00fcnde und Geschichten aus der Johannstadt berichten zu k\u00f6nnen, bitten wir dich um eine Spende. 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