{"id":674924,"date":"2025-12-27T11:48:13","date_gmt":"2025-12-27T11:48:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/674924\/"},"modified":"2025-12-27T11:48:13","modified_gmt":"2025-12-27T11:48:13","slug":"kuenstlerin-justyna-koeke-nacktheit-muell-und-feminismus-stuttgarterin-polarisiert-mit-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/674924\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstlerin Justyna Koeke: Nacktheit, M\u00fcll und Feminismus \u2013 Stuttgarterin polarisiert mit Kunst"},"content":{"rendered":"<p>Unz\u00e4hlige T\u00fccher, Stofffteile und H\u00fcte baumeln von der Decke und den W\u00e4nden, hier h\u00e4ngen bunte Kost\u00fcme, dort eine Gitarre und eine Schaukel, auf dem Boden liegen Schablonen aus Pappe verteilt \u2013 durch einen riesigen Spiegel wirkt der Raum wie verdoppelt. \u201eIch arbeite gerade an einem neuen B\u00fchnenbild\u201c, erkl\u00e4rt Justyna Koeke, als sie uns in den <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Wagenhallen\" title=\"Wagenhallen\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wagenhallen<\/a> im Stuttgarter Norden empf\u00e4ngt, und deutet auf die wild auf dem Boden verteilten Pappformen.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/media.media.212d178d-87fd-45fd-9710-b64eba24a5f5.original1024.media.jpeg\"\/>     Justyna Koeke schaukelt in ihrem Atelier.    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p>Das Laptop, das sie auf ihrem Schreibtisch mitten im Raum abgestellt hat, wirkt in dieser Kulisse fast wie ein St\u00f6rfaktor. Gleichzeitig ist der Computer auch einer der wenigen Hinweise darauf, dass wir hier nicht in einer M\u00e4rchenwelt, sondern im Atelier der Stuttgarter <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/K%C3%BCnstlerin\" title=\"K\u00fcnstlerin\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcnstlerin<\/a> gelandet sind.<\/p>\n<p>Nackt den Schwabtunnel abgeleckt <\/p>\n<p>Ebenso kunterbunt wie ihr Arbeitsplatz beim Kunstverein Wagenhalle sind auch Koekes Ideen. Die 49-j\u00e4hirge Stuttgarterin, die urspr\u00fcnglich aus dem polnischen Krakau stammt und seit 2000 im L\u00e4ndle lebt und arbeitet, h\u00e4lt den Kessel mit Performances und wechselnden Kunstaktionen im urbanen Raum auf Trapp. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Eines ihrer stadtbekannten Projekte war etwa der Stuttgarter Nacktkalender<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.die-kuenstlerin-justyna-koeke-mehr-als-nackte-haut.7874f07e-83db-4c2c-a7a5-82bc2949a669.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">, f\u00fcr dessen Bildinhalte sie gemeinsam mit einer K\u00fcnstlergruppe auch schon mal nackt die W\u00e4nde des Schwabtunnels im Stuttgarter Westen abgeleckt hat. <\/a><\/p>\n<p>Doch Koekes <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Kunst\" title=\"Kunst\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kunst<\/a> ist weit mehr als nur nackte Haut. Bei ihren Projekten legt sich die K\u00fcnstlerin nicht auf eine Kunstform fest, sondern experimentiert mit Performances, Skulpturen, Kost\u00fcmen und B\u00fchnenbildern. H\u00e4ufig spielt sie dabei mit Rollenbildern und Klischees, setzt Weiblichkeit scheinbar banal und gleichzeitig plakativ in Szene, um feministische Botschaften zu vermitteln.<\/p>\n<p>Die Message in der Kunst sichtbar machen <\/p>\n<p>So zeigt sie in ihrem Projekt \u201ePerioden\u201c etwa Blumenstr\u00e4u\u00dfe in einer Vase, in der blutgetr\u00e4nkte Tampons schwimmen. \u201eAuf der einen Seite ist das Symbol des Tampons so ein ausgelutschter Feminismus, auf der anderen Seite versteht das aber eben gleich jede und jeder\u201c, erkl\u00e4rt Koeke. \u201eF\u00fcr mich ist es in der Kunst wichtig, dass die Message gesehen wird \u2013 da braucht man einfach Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen. Humor und Provokation sind solche Mittel.\u201c<\/p>\n<p>Humor und Provokation als Mittel zum Zweck <\/p>\n<p>Und diese nutzt sie unter anderem f\u00fcr Sichtbarkeit und den Widerstand gegen\u00fcber dem Patriarchat, wie sie selbst sagt. \u201eIch bin eine Frau und deshalb besch\u00e4ftigte ich mich nat\u00fcrlich damit. Wir leben noch immer in einer Gesellschaft, in der es nicht egal ist, welches Geschlecht man hat. Das beeinflusst unser Leben enorm \u2013 es nimmt Einfluss darauf, wie man sich bewegt und welche Tr\u00e4ume man hat.\u201c<\/p>\n<p>Es werde Zeit, dass sich das endlich \u00e4ndere, so Koeke. \u201eIch denke, dass man bestimmte Dinge normalisieren muss. Was Gleichberechtigung angeht, ist zwar schon viel passiert, trotzdem sind wir noch sehr von der Aufteilung in Geschlechter gepr\u00e4gt.\u201c<\/p>\n<p> Tinder-Dates im Wald als Performance-Projekt <\/p>\n<p>Gleichzeitig will Koeke dem Thema mehr Leichtigkeit verleihen. \u201eIch gehe immer mit Humor an meine Projekte\u201c, sagt sie, w\u00e4hrend sie auf der Schaukel in ihrem Atelier hin- und herschwingt.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit ihrer finnischen K\u00fcnstlerkollegin Mimosa Pale lud sie so beispielsweise f\u00fcr das partizipative Performance-Projekt \u201eFrauen im Wald\u201c M\u00e4nner \u00fcber die Dating-Plattform Tinder dazu ein, gemeinsam fotografische Bildwelten zu (weiblicher) Lust, K\u00f6rper und Natur zu kreieren. \u201eIch will mit dieser Art von Kunst Dingen wie Sexualit\u00e4t die Schwere nehmen. In dem Tinder-Projekt haben wir nach anderen Bildern gesucht und die M\u00e4nner haben ihre eigenen Ideen und Fantasien eingebracht \u2013 weg von dem schmutzigen Image, weg von Pornografie \u2013 wir wollten dem Thema Sexualit\u00e4t seine Nat\u00fcrlichkeit zur\u00fcckgeben.\u201c<\/p>\n<p> \u201eSex sollte aus Lust passieren und nicht aus finanzieller Not heraus\u201c <\/p>\n<p>W\u00e4hrend Koeke verschiedene Skulpturen in ihrem Atelier zeigt und wir Bildb\u00e4nde durchbl\u00e4ttern, kommen wir auch auf das Thema Prostitution in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> zu sprechen \u2013 denn Bordelle und Sexarbeit im Leonhardsviertel bewegen nicht nur die hiesige Lokalpolitik. Auch die K\u00fcnstlerin verarbeitet das Thema. Und das nicht nur in Kunst-Projekten, es betrifft sie in gewissem Ma\u00dfe auch direkt pers\u00f6nlich, schlie\u00dflich passiert all das quasi vor ihrer Haust\u00fcr. Die 49-J\u00e4hrige wohnt selbst im Leonhardsviertel.<\/p>\n<p>K\u00fcnstlerisch positionierte sich Koeke bereits im Jahr 2017 klar gegen Prostitution in dem Stuttgarter Altstadtviertel, indem sie bei der Aktion \u201eIch bin kein Freier\u201c M\u00e4nner dazu aufrief, sich im Video gegen gekauften Sex auszusprechen. <\/p>\n<p>\u201eIch lebe gerne im Leonhardsviertel und finde es wundersch\u00f6n. F\u00fcr mich sind da eher die Dealer, die dort herumstehen unangenehm\u201c, sagt Koeke. \u201eTrotzdem ist die Prostitution ein Problem. Die Frauen m\u00fcssen ja arbeiten und haben meist keine andere M\u00f6glichkeit, als der Prostitution nachzugehen. Als Frau sage ich: Man sollte alle Bordelle schlie\u00dfen, sie sollten \u00fcberhaupt nicht existieren. Sex sollte aus Lust passieren und nicht aus finanzieller Not heraus.\u201c<\/p>\n<p> \u201eIch bin immer auf der Suche\u201c <\/p>\n<p>Doch auch wenn Feminismus und der Kampf gegen das Patriarchat sich in vielen von Koekes Arbeiten wiederfinden, legt sich die K\u00fcnstlerin nicht auf nur ein Thema fest \u2013 im Gegenteil. \u201eIch wechsle h\u00e4ufig meine Themen. Ich bin immer auf der Suche\u201c, sagt sie selbst und lacht.<\/p>\n<p>Diese Suche sei f\u00fcr sie auch eine Art Selbstfindung. \u201eIch habe mir die Frage gestellt: Wie kann man mit der eigenen Arbeit wachsen? \u00dcber die Jahre habe ich mich total ver\u00e4ndert und ver\u00e4ndere mich immer wieder mit meinen Arbeiten. Das ist f\u00fcr mich das Spannende an der Kunst \u2013 man hat die Freiheit neue Themen zu w\u00e4hlen und sich neu zu erfinden.\u201c<\/p>\n<p> \u201eEs gibt eine Menge, was ich noch nicht kann \u2013 zum Gl\u00fcck\u201c <\/p>\n<p>W\u00e4hrend ihres Studiums der Bildhauerei und Keramik in Krakau, N\u00fcrnberg und Stuttgart habe sie beispielsweise gleichzeitig viel gen\u00e4ht und sich mit textiler Kunst besch\u00e4ftigt. \u201eAls ich dann mit Textilien gearbeitet habe, habe ich mich gleichzeitig mit Videoarbeiten auseinandergesetzt \u2013 mich interessiert also immer das, was ich nicht kann. Sobald ich etwas kann, f\u00e4ngt es an, mich zu langweilen\u201c, sagt Koeke lachend. \u201eDeshalb ver\u00e4ndere ich die Inhalte meiner Kunst und die Materialien, mit denen ich arbeite. Es gibt eine Menge, was ich noch nicht kann \u2013 zum Gl\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p> Kunst als internationale Sprache <\/p>\n<p>Dennoch gibt es eine Konstante in Koekes k\u00fcnstlerischem Schaffen. Die 49-J\u00e4hrige bewegt sich mit ihrer Kunst nicht in abgegrenzten R\u00e4umen von Museen oder Galerien, sie bringt ihre Projekte bewusst auf die Stra\u00dfe. \u201eIch bewege mich meist au\u00dferhalb des Kunstbetriebs im \u00f6ffentlichen Raum. So komme ich mit den Leuten ins Gespr\u00e4ch\u201c, erz\u00e4hlt sie.<\/p>\n<p>Auch diese Gespr\u00e4che stiften Inspiration f\u00fcr neue Aktionen, erz\u00e4hlt sie. So etwa bei einem Projekt in Chile, wo sie zuletzt viel Zeit verbracht hat. \u201eF\u00fcr meine Arbeit ,Versch\u00f6nerungen\u2019 war ich in der Atacama-W\u00fcste auf einer riesigen M\u00fcllhalde unterwegs und habe den M\u00fcll dort als Skulpturen arrangiert und fotografiert \u2013 auch in der Stadt. Das Sch\u00f6ne war, dass die Leute erkannt haben, worum es mir dabei geht. Ich denke, dass, Kunst eine internationale Sprache spricht.\u201c<\/p>\n<p>Koeke will mit ihren M\u00fcll-Skulpturen auch auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam machen, aber das nicht \u201emoralisierend\u201c wie sie selbst sagt. \u201eDeshalb versuche ich, die Kunst auf eine humorvolle, nahbare Weise r\u00fcberzubringen. So versuche ich beispielsweise Kunst dort entstehen zu lassen, wo die Materialien schon sind, wie beim Sperrm\u00fcll auf der Stra\u00dfe, oder ich recycle eigene alte Kunstwerke. Warum sollte ich eine neue Skulptur erfinden, wenn es schon so viele Skulpturen gibt?\u201c\ufeff<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/media.media.3b53b795-bc0d-4b45-9e12-b7588f7d4730.original1024.media.jpeg\"\/>     Spiel mit Kunst und Bewegung: Nicht selten steigt Justyna Koeke in ihrem Atelier auf eine Leiter, um mit Objekten zu experimentieren.    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p>Ihre Inspiration f\u00fcr die Skulpturen gewinnt Koeke keineswegs nur in ihrem kunterbunten Atelier, denn die Natur hat es ihr als Inspirationsquelle angetan \u2013 vor allem deren Extreme.<\/p>\n<p> Grenzerfahrungen im Gebirge als Inspiration <\/p>\n<p>\u201eIch gehe gerne mit meinem Mann im Gebirge klettern und wandern, beispielsweise auf dem Matterhorn\u201c, erz\u00e4hlt die K\u00fcnstlerin. \u201eDa ist die Luft auch mal d\u00fcnn und der K\u00f6rper reagiert darauf \u2013 man l\u00e4uft wie in Slow Motion, alles ist langsamer und anstrengender \u2013 aber gerade das ist das Tolle \u2013 dass man k\u00f6rperlich und auch mental Grenzen \u00fcberwindet\u201c, schw\u00e4mt Koeke. \u201eIn den Bergen finde ich so Inspiration \u2013 momentan mache ich sehr viele h\u00e4ngende Skulpturen und versuche, Kunst und Bewegung zu verbinden.\u201c<\/p>\n<p>Neben ihren Kunstprojekten arbeitet Koeke als Dozentin an der Staatlichen Akademie der Bildenden K\u00fcnste (ABK) im Stuttgarter Norden. \u201eDie Kombination aus meiner Arbeit in den Wagenhallen und an der Akademie funktioniert sehr gut\u201c, sagt Koeke. \u201eIch f\u00fchle mich der Akademie sehr verbunden und mich inspiriert der Umgang mit jungen Menschen und gleichzeitig lerne ich etwas von ihnen \u2013 das ist sehr bereichernd\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p> Kost\u00fcme f\u00fcr die Akademische Betriebskapelle <\/p>\n<p>Wenn sie nicht gerade unterrichtet, spielt Koeke Bass bereits seit 2006 in der Akademischen Betriebskapelle der ABK. \u201eDie Arbeit mit der Band hat meine k\u00fcnstlerische Entwicklung sehr gepr\u00e4gt\u201c, sagt sie. Denn nicht nur mit dem Bass begleitet sie ihre Bandkolleginnen- und Kollegen, auch deren Kost\u00fcme entwirft Koeke.<\/p>\n<p>Neben der Kunst ist auch die Musik eine ihrer Leidenschaften, die sie seit ihrer Kindheit pflegt. \u201eMein Vater war Musiker und K\u00fcnstler, meine Mutter ist Bildhauerin. In Krakau bin ich mit f\u00fcnf Schwestern aufgewachsen und in der ganzen Familie wurde viel musiziert und gezeichnet. Das hat mich nat\u00fcrlich sehr beeinflusst.\u201c<\/p>\n<p> Koeke: Mutterschaft verdient mehr Support <\/p>\n<p>Koeke arbeitet bereits ihr ganzes Leben als K\u00fcnstlerin, hat sich auch international einen Namen gemacht. Der Weg dorthin war f\u00fcr sie nicht immer einfach. \u201eAls mein Sohn vor 25 Jahren geboren wurde, war es schon schwierig, das K\u00fcnstlerinnendasein mit der Mutterschaft zu verbinden und gleichzeitig etwas aus der Zeit mitzunehmen, ohne nur hindurch zu hetzen\u201c, erz\u00e4hlt sie. \u201eMan will sich ja gerne darauf konzentrieren, aber das geht oft nicht, weil man sich um so viel anderes k\u00fcmmern muss. Es ist schwierig, diesen Spagat zu schaffen\u201c, so die heute 49-J\u00e4hrige. \u201eIch war als frisch gebackene Mutter und gleichzeitig dabei, meine Karriere aufzubauen. Aber wann ist der beste Moment, um ein Kind zu bekommen? Eigentlich nie.\u201c<\/p>\n<p>Koeke w\u00fcnscht sich deshalb mehr Unterst\u00fctzung und Wertsch\u00e4tzung von Care-Arbeit leistenden seitens der Politik. \u201eIch habe immer meinen Partner gehabt, der mich unterst\u00fctzt hat, das hat nicht jede und jeder.\u201c<\/p>\n<p>Ob sie von der Kunst heute leben kann? \u201eIch bewege mich sehr frei zwischen den verschiedenen k\u00fcnstlerischen Disziplinen \u2013 manchmal mache ich eine Ausstellung, dann ein B\u00fchnenbild oder eine Performance\u201c, erkl\u00e4rt sie. \u201eDa meine Werke keine kommerziellen sind, kann ich sie nicht verkaufen. Daher mache ich auch viele Kooperationen mit Theatern und \u00fcbernehme Auftr\u00e4ge, die dann Geld bringen.\u201c<\/p>\n<p> Mehr Raum f\u00fcr Stuttgarts Kunstschaffende <\/p>\n<p>Durch ihre Arbeit an der Kunstakademie und als freie K\u00fcnstlerin ist Koeke viel in der hiesigen Szene unterwegs und sch\u00e4tzt die Vielfalt. \u201eStuttgart ist im Vergleich zu anderen St\u00e4dten eine gute Produktionsstelle und hier passiert viel \u2013 nicht nur in Bezug auf Kunst, auch was Theater und Konzerte angeht.\u201c<\/p>\n<p>Gleichzeitig sieht sie auch Nachholbedarf. \u201eIch w\u00fcrde mir dennoch w\u00fcnschen, dass man den Kunstschaffenden in der Stadt mehr Raum gibt. Da ist noch Luft nach oben\u201c, sagt Koeke. \u201eGerade hier an den Wagenhallen werden wir immer so beschnitten und uns werden Orte genommen \u2013<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.wegen-bau-der-interimsoper-contain-t-zieht-um-so-geht-es-fuer-das-stuttgarter-kulturprojekt-weiter.75d89b14-f2cc-4ae5-9fc9-d7ed69f88bfa.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> die Container City zum Beispiel musste wegen dem Bau der Interimsoper umziehen.<\/a> Das ist sehr schade, denn die Container City war der alternative Ort, an dem Kunst- und Kulturschaffende tolle Projekte geschaffen haben.\u201c<\/p>\n<p> Nachholbedarf in der hieisgen Kunstszene <\/p>\n<p>Viele ihrer Kolleginnen und Kollegen h\u00e4tten dort Fu\u00df gefasst, so Koeke. \u201eAber auch die Wagenhallen sind ein Ort, der mir viel gibt. Hier kommen die verschiedensten K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler aus allen Sparten zusammen.\u201c<\/p>\n<p>Wenn Koeke mal raus muss aus ihrem Atelier im Stuttgarter Norden trifft man sie am Teehaus im Wei\u00dfenburgpark oder am Santiago-de-Chile-Platz am Haigst \u2013 und das nicht von ungef\u00e4hr \u2013 die K\u00fcnstlerin liebt das Reisen. Denn wie in der Kunst sucht sie auch im Leben immer nach neuen Erfahrungen. \u201eDeswegen bin ich oft getrieben und will in Teile der Welt reisen, die ich noch nicht kenne, um neue Dinge zu sehen und neue Menschen zu treffen und mich davon inspirieren zu lassen\u201c, so Koeke.<\/p>\n<p>\u201eIch hoffe, auch dieses Jahr nochmal nach Chile reisen und dort Kunst machen zu k\u00f6nnen. Ich war dort vor zwei Jahren bei einer Biennale dabei und versuche, die professionellen Kontakte zu vertiefen.\u201c Justynas Koekes Suche ist also noch lange nicht zu Ende.<\/p>\n<p><strong>Dieser Text erschien das erste Mal am 8. Mai 2025.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unz\u00e4hlige T\u00fccher, Stofffteile und H\u00fcte baumeln von der Decke und den W\u00e4nden, hier h\u00e4ngen bunte Kost\u00fcme, dort eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":674925,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,38607,29,214,30,38605,2075,1794,4819,1441,215,38606],"class_list":{"0":"post-674924","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-container-city","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-justyna-koeke","14":"tag-kunst","15":"tag-kunst-und-design","16":"tag-kuenstlerin","17":"tag-stuttgart","18":"tag-unterhaltung","19":"tag-wagenhallen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115791377909585843","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674924","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=674924"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/674924\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/674925"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=674924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=674924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=674924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}