{"id":675489,"date":"2025-12-27T18:15:17","date_gmt":"2025-12-27T18:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/675489\/"},"modified":"2025-12-27T18:15:17","modified_gmt":"2025-12-27T18:15:17","slug":"maler-guglielmo-castelli-die-schatten-um-mich-herum-wurden-manchmal-realer-als-die-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/675489\/","title":{"rendered":"Maler Guglielmo Castelli: \u201eDie Schatten um mich herum wurden manchmal realer als die Menschen\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Am Mittag des 14. April 2024 kam mir auf der weinberankten Terrasse des uneingeschr\u00e4nkt zu empfehlenden venezianischen Restaurants \u201eAl Nono Risorto\u201c der Gedanke, dass man sich den internationalen Biennale-Betrieb wie eine Abfolge von SM-Festivals vorzustellen habe. Die Kuratoren, so sinnierte ich \u00fcber meinem Wolfsbarsch mit Kirschtomaten, m\u00fcsse man sich als Folterknechte des Zeitgeistes vorstellen, das Publikum hingegen als masochistische Masse, in der sich niemand an ein Safeword erinnern kann.<\/p>\n<p>Hatte ich mich nicht selbst in den vergangenen Tagen ausgiebig peinigen lassen und den Schmerz nur durch wiederholte Campari-Infusionen ertragen gelernt? Wie viele Strickarbeiten hatte ich gesehen? Wie viel Modernismus aus der dritten Reihe? Wie viele Wandtexte gelesen, die mir ein ums andere Mal den identit\u00e4tspolitischen Hintergrund dessen erkl\u00e4rten, was ich im n\u00e4chsten Raum schon wieder vergessen hatte? War nicht zu viel des Gutgemeinten am Ende exakt das Gegenteil von gut?<\/p>\n<p>Was mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, denn ich hatte mich noch nicht auf den Weg zum Palazzetto Tito gemacht: Nat\u00fcrlich gab es weiter keinen besseren Ort, um die Weltkarriere eines K\u00fcnstlers zu launchen, als genau hier, in Venedig, wo die B\u00fc\u00dferhemden von Loro Piana waren und die Hoffnung auf Erl\u00f6sung noch nicht erloschen.<\/p>\n<p>Wie ein Lauffeuer hatte sich die Kunde verbreitet, dass ein junger, in einem kleinen Palast ausstellender Maler all das besa\u00df, was im Hauptprogramm der Biennale eher als Ausschlusskriterium galt: Talent, Fantasie und Ambition, und dazu \u2013 Gott bewahre \u2013 eine Eleganz und Grandezza, die man, so h\u00f6rte ich, fast barock zu nennen geneigt sei. Nichts hatte mich darauf vorbereitet, was ich wenige Gehminuten sp\u00e4ter von Guglielmo Castelli zu sehen bekam.<\/p>\n<p>Offenbarung im Dorsoduro von Venedig<\/p>\n<p>Wie ein Fastenbrecher, der nach Wochen ungesalzener Bouillon direkt in eine Chocolaterie stolpert, stand ich im Entr\u00e9e vor einem gro\u00dfen Gem\u00e4lde mit dem Titel \u201eSempre Aperto Teatro\u201c. Ich sah einen leicht diabolischen von unten heraufblickenden, mit Frack und Spitze gekleideten Herrn, der vor einem geschlossenen Vorhang eine Marionette dirigiert, die, in einer Milchlache stehend, wiederum eine zweite, kleinere Puppe steuerte. <\/p>\n<p>Es war die Milch, die mich sogleich daran hinderte, der symbolischen Bedeutung des Bildes nachzugehen \u2013 stattdessen folgte ich ihrem Fluss und ihren Spritzern; wie sie sich auf dem braunen Tisch vom umgekippten Glas in eine lachsfarbene Lache ausdehnte, die mich, mit Stockflecken gesprenkelt und von den Schn\u00fcren der Marionette und ihren Schatten durchzogen, an die delikatesten alchemistischen Abstraktionen von Sigmar Polke erinnerte.<\/p>\n<p>Hier, auf vielleicht 30 Quadratzentimetern Milchlache, war ich bereits mehr auf meine Kosten gekommen als in der 30 Hektar messenden <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/kunst\/article251082600\/Biennale-in-Venedig-Warum-soll-ich-mir-das-ausgerechnet-hier-anschauen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/kunst\/article251082600\/Biennale-in-Venedig-Warum-soll-ich-mir-das-ausgerechnet-hier-anschauen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Biennale-Weite des Arsenale<\/a> \u2013 und das noch bevor mein Blick auf das spitznasige Gesicht des Puppetmasters fiel, seine behandschuhten H\u00e4nde, auf den Faltenwurf eines braunen Stoffes auf dem sein Ellenbogen ruht. Im ersten Stock sah ich mehr. Mehr Spitzen, mehr R\u00fcschen, mehr Falten, Gesichter wie von Porzellan-Figurinen, exquisit korsettierte K\u00f6rper in unm\u00f6glichen Verrenkungen. Ich sah einen Tanz der Schatten, traumwandlerisch von Bild zu Bild wie in einer Pina-Bausch-Choreografie, und wie in deren Tanztheater sp\u00fcrte ich bei aller Schwerelosigkeit ein maximales Ma\u00df an Disziplin und Kontrolle.<\/p>\n<p>So verwirrend es war, was er malte, so schwindelnd machte mich, wie er es tat. Immer wieder von einem Ausdruck in den n\u00e4chsten kippend \u2013 als w\u00fcrde Francis Bacon Egon Schiele in den Pinsel greifen \u2013 z\u00fcndete er auch in den dunkelsten Bildern kleine visuelle Bomben, deren Detonationen lange nachhallten.<\/p>\n<p>Wie in \u201eShadow Landscapes\u201c, einem Gro\u00dfformat im letzten Raum: Zwei Figuren im Zustand nerv\u00f6sester Aufl\u00f6sung sind von einer ovalen Fl\u00e4che abgesetzt, die, von Laternen umrandet, gleichzeitig an die Terrasse in Sanssouci wie an einen der Panic-Rooms von Bacon erinnert. Jeder K\u00f6rperteil der Figuren ist eine eigene Masterclass in formaler Fragmentierung, w\u00e4hrend die dunkle Terrasse zur B\u00fchne reiner Abstraktion ger\u00e4t. Als w\u00e4re das alles nicht schon brillant genug, l\u00e4sst Castelli von rechts oben einen Sonnenstrahl einfallen, der das ansonsten in dunklem gr\u00fcn-braun gehaltene Bild auf einem schmalen Streifen in Rot- und Gelbt\u00f6nen badet.    <\/p>\n<p>Dieser Strahl schien mir symbolisch f\u00fcr mein Ausstellungserlebnis zu stehen. Nach Tagen des \u201ezu wenig\u201c umarmte ich das \u201emehr\u201c. High as a kite stolperte ich in die Gassen Dorsoduros zur\u00fcck. Konnte es auch zu viel des Guten geben? So viel stand fest: Ich w\u00fcrde den Maler besuchen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zu Gast in Guglielmo Castellis Turiner Atelier<\/p>\n<p>Wenn man Guglielmo Castelli fragt, wann er wisse, wann es genug sei, erinnert er sich an einen Nachmittag vor mehr als 20 Jahren. Der damals 15-J\u00e4hrige, wie immer allein in der gro\u00dfen elterlichen Wohnung, liest \u201e100 Jahre Einsamkeit\u201c von Gabriel Garc\u00eda M\u00e1rquez, die Stelle in der Rebecca mit ihrer Tasche in der Mitte der W\u00fcste ankommt. \u201eUnd in der Tasche\u201c, sagt Castelli, \u201esind die Knochen ihrer Eltern, und ich erinnere mich, wie M\u00e1rquez die Ger\u00e4usche beschreibt, die diese Knochen in der Tasche machen, und wie mir pl\u00f6tzlich ganz hei\u00df wird. Die ganze Passage ist nicht so sehr \u00fcber Rebecca, sondern dar\u00fcber, was sie vermisst. Wenn ich heute ein Bild male, und wei\u00df, es ist genug \u2013 in diesem Moment steigt meine Temperatur. Es ist das gleiche Gef\u00fchl wie damals, als M\u00e1rquez mir den Klang der Knochen beschrieb.\u201c<\/p>\n<p>Genau zwei Monate nach der Begegnung mit seinen Bildern, sitze ich Castelli in seinem Turiner Atelier gegen\u00fcber, einer Hinterhofwerkstatt mit sch\u00f6nstem Oberlicht, in der Perserteppiche, indische Stoffe und elegante Flohmarktfunde eine bohemienhafte Fin-de-si\u00e8cle-Stimmung verbreiten. Neben uns steht ein Tisch, auf dem Skizzenb\u00fccher, Zeichnungen und Collagen liegen. Sie, sagt er, sind entscheidend.  <\/p>\n<p>\u201eIch muss mich f\u00fcr jedes Gem\u00e4lde extrem gut vorbereiten. Ich muss alle Elemente zusammenhaben und sicher sein, dass ich die Balance finde. Alles muss bedacht sein, ich muss den Bildraum, das Verh\u00e4ltnis der Protagonisten zueinander und zu den Objekten, die ich male, genauso planen, wie man beim Theater plant.\u201c Seine Erfahrung sei: \u201eWenn du Zweifel hast beim Malen, f\u00fcllst du diese Zweifel mit Technik. Und das ist gef\u00e4hrlich.\u201c Castelli ist \u00fcber Umwege zum Maler geworden, eine Berufsbezeichnung, die ihn, wie er sagt, immer noch mit einem Gef\u00fchl der Schuld erf\u00fcllt, so als k\u00f6nne er nicht damit gemeint sein. \u201eIn Rom, beim Film, gab es in den 1950er-Jahren das, was man heute Scenographer nennt, noch nicht. Es gab den Trovabore. Einer, der Dinge findet. So einer bin ich auch.\u201c<\/p>\n<p>Guglielmo Castelli wird 1987 als Sohn zweier erfolgreicher Anw\u00e4lte in Turin geboren. Er w\u00e4chst in gro\u00dfb\u00fcrgerlichen Verh\u00e4ltnissen auf, ein gef\u00fchltes Einzelkind, das entweder liest, oder zeichnet, mit einer Schwester, die so viel \u00e4lter ist, dass sie schon bald ausziehen wird. Seine Erziehung sei aus der Zeit gefallen und \u201efucking strict\u201c gewesen: Die Gro\u00dfmutter steckt ihm feinste Porzellanteller zwischen Rippen und Ellenbogen, auf dass er lerne, bei Tisch anst\u00e4ndig zu sitzen; die Nonnen in seiner Schule schlagen ihn, weil er nicht aufh\u00f6ren will, mit der Linken, sprich: mit der Hand des Teufels zu schreiben.<\/p>\n<p>Es ist keine sch\u00f6ne Kindheit, die er beschreibt, aber eine Kindheit in Sch\u00f6nheit: Der Schulweg f\u00fchrt Guglielmo \u2013 in seiner Erinnerung immer im Dunkeln \u2013 \u00fcber die Piazze, die de Chirico malte; seine Schuluniform, Divisa genannt, ist am R\u00fccken gekn\u00fcpft, mit gest\u00e4rktem wei\u00dfem Kragen. Die Mitsch\u00fcler mobben ihn, \u201eaber\u201c, sagt er, \u201ees war okay\u201c. Zur\u00fcck zu Hause \u2013 auch dieser Weg liegt in der Erinnerung meist im Dunkeln \u2013 ist er allein mit den Antiquit\u00e4ten, den vielen Teppichen und einer Bibliothek in der er sich verlieren wird. \u201eIch lebte in einer Bubble of Loneliness\u201c, sagt Castelli, \u201ein der die Schatten um mich herum manchmal realer wurden als die Menschen.\u201c<\/p>\n<p>Um die Einsamkeit zu lindern, bietet ihm sein Vater in den Sommerferien an, einen Volleyballkurs oder einen Illustrationskurs zu besuchen. Guglielmo entscheidet sich f\u00fcr Letzteres und wird von seinen Lehrern sogleich an die Redakteure des Mondadori Verlag empfohlen, die ihn bitten, Rotk\u00e4ppchen f\u00fcr eine neue M\u00e4rchenreihe zu illustrieren. Es h\u00e4tte ein Erfolg werden k\u00f6nnen, wenn er nicht das Ende neu interpretiert h\u00e4tte: Bei ihm verliebt sich Rotk\u00e4ppchen in den b\u00f6sen Wolf.  <\/p>\n<p>Etwa zur gleichen Zeit entdeckt er in einer Monografie \u00fcber Parmigianino dessen \u201eAtea\u201c und beginnt das Portr\u00e4t der jungen Frau in \u00d6l zu kopieren. Viele, viele Male, wie er sagt, mit durchg\u00e4ngig schrecklichen Resultaten. \u201eIch war besessen von ihrem Nerz, von den Ohrringen, die an Tr\u00e4nen erinnern, von ihrer unglaublichen Eleganz. Aber auch von diesem schweren, ledernen Handschuh, auf dem ein Falke h\u00e4tte landen k\u00f6nnen, diesem Ausdruck absoluter Macht.\u201c  <\/p>\n<p>Nach der Schule beginnt er \u201eScenografia Teatrale\u201c zu studieren und f\u00fcr die italienische \u201eVogue\u201c als Illustrator zu arbeiten. Und w\u00e4hrend er vom Theater zum Film wechselt und f\u00fcr gro\u00dfe Produktionen erfolgreich an Set-Designs und Kost\u00fcmen arbeitet, bleibt die Malerei f\u00fcr ihn \u201ewie ein Monster, dass ich unter dem Tisch f\u00fcttere\u201c. Auch wenn er seit \u201eAtea\u201c nicht mehr aufh\u00f6ren wird zu malen \u2013 sich selbst als Maler zu begreifen, f\u00e4llt ihm lange schwer.<\/p>\n<p>Warum das so war, m\u00f6chte ich wissen. Wir sitzen jetzt im Bicerin, einem Caf\u00e9 mit Holzvert\u00e4felungen aus dem 19. Jahrhundert, und Guglielmo Castelli erz\u00e4hlt, dass das Letzte, was man in Turin, der Geburtsstadt der Arte Povera, als zeitgen\u00f6ssische Kunst ernst genommen h\u00e4tte, figurative Malerei gewesen sei. \u201eIch hatte einige Dinge, f\u00fcr die ich mich h\u00e4tte schuldig f\u00fchlen sollen. In der Schule war es meine Teufelshand und dann meine Homosexualit\u00e4t.\u201c Beides habe er f\u00fcr sich akzeptiert, sagt Castelli. \u201eNur bei der Malerei hat es l\u00e4nger gedauert. Eigentlich bin ich erst jetzt, mit der Ausstellung in Venedig zum Maler geworden. Erst jetzt f\u00fchle ich mich angesprochen, wenn man mich so nennt.\u201c<\/p>\n<p>Am Ort der Sch\u00f6nheit im Castello di Rivoli<\/p>\n<p>Guglielmo Castelli wird sich daran gew\u00f6hnt haben m\u00fcssen. Nicht nur in London und S\u00e3o Paulo, wo seine Bilder in diesem Jahr zu sehen waren. Auch in seiner Heimatstadt gibt es gerade kein Entkommen: Das Castello di Rivoli vor den Toren Turins, immer noch die wichtigste Institution f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst Italiens, widmet ihm zurzeit seine erste museale Einzelausstellung. In wenigen Wochen folgt eine Soloshow in der Kunsthalle Wien.<\/p>\n<p>Dass er nun eine breitere Welle reitet, die bald brechen k\u00f6nnte, ist ihm nat\u00fcrlich bewusst. So wie es vor zehn Jahren kaum figurative Malerei gegeben habe, so gebe es nun eindeutig zu viel davon. \u201eAber vieles, was wir in den vergangenen Jahren gesehen haben\u201c, sagt er, \u201edreht sich am Ende um die sexuelle oder wie auch immer geartete Identit\u00e4t der K\u00fcnstler. Ich kann damit wenig anfangen.\u201c<\/p>\n<p>Guglielmo Castelli erz\u00e4hlt, wie er Ende der 2010er-Jahre f\u00fcr ein Stipendium in Berlin gewohnt habe, nur um zu erkennen, dass er nach Turin geh\u00f6re. \u201eEs war ein Sinn f\u00fcr Sch\u00f6nheit, der mich zur\u00fcckgebracht hat.\u201c Diese Sch\u00f6nheit sei nichts Ausgedachtes, sie sei real, sagt er \u2013 wie zum Beweis bei Kerzenschein in einem Caf\u00e9 sitzend, dass vor \u00fcber 150 Jahren genauso aussah wie heute. \u201eDie Zukunft gibt es nicht. Und in der Gegenwart zu leben, bedeutet f\u00fcr mich interessante Dinge in der Vergangenheit zu finden.\u201c<\/p>\n<p>Man k\u00f6nne sich sein Werk wie ein gro\u00dfes Hotel vorstellen, in dem er von Stockwerk zu Stockwerk gehe, mal hier eine T\u00fcr \u00f6ffnet, mal dort. Ob bei Tag oder Nacht: in jedem Zimmer ein neues Bild, ein neuer Akt, ein neues Kammerspiel. Die Figuren, sagt er, seien letztlich wie wir: \u201eOb sie gerade lachen oder weinen, am Ende versuchen sie zu \u00fcberleben. Ich ziehe es vor, von Spitzen und Perlen zu leben \u2013 und ich vermute, Ihnen geht es genauso.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSempre Aperto Teatro\u201c: Ist das erste Bild, was ich von ihm sah, letztlich ein Selbstportr\u00e4t? Er, Guglielmo als Puppetmaster, dessen Puppen ein Eigenleben entwickeln, gar neue Puppen geb\u00e4ren? Der Titel, sagt er, bezieht sich auf ein Gedicht von Patrizia Cavalli. \u201eSie schreibt: ,Die B\u00fchne geh\u00f6rt mir, dieses Theater geh\u00f6rt mir, ich bin das Publikum, ich bin das Foyer, ich habe diese F\u00fclle, alles geh\u00f6rt mir. So will ich es haben \u2013 leer, und leer soll es sein. Voller meiner Verz\u00f6gerung.\u2018\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas immer ge\u00f6ffnete Theater\u201c, sagt Guglielmo Castelli und zahlt. \u201eEs ist, als h\u00e4tte sie es f\u00fcr mich geschrieben.\u201c<\/p>\n<p>Guglielmo Castelli: \u201eInserzioni\u201c, bis 22. Februar 2026, Castello di Rivoli bei Turin; \u201eSweet Baby Motel\u201c, ab 13. Februar 2026, Kunsthalle Wien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Mittag des 14. 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