{"id":675553,"date":"2025-12-27T19:04:27","date_gmt":"2025-12-27T19:04:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/675553\/"},"modified":"2025-12-27T19:04:27","modified_gmt":"2025-12-27T19:04:27","slug":"wo-autofahrer-fuenf-tage-pro-jahr-im-stau-stecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/675553\/","title":{"rendered":"Wo Autofahrer f\u00fcnf Tage pro Jahr im Stau stecken"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/istanbul-tuerkei-106.jpg\" alt=\"Ansicht von Istanbul mit Hochh\u00e4usern, B\u00fcrogeb\u00e4uden und breiter Stra\u00dfe.\" title=\"Ansicht von Istanbul mit Hochh\u00e4usern, B\u00fcrogeb\u00e4uden und breiter Stra\u00dfe. | picture alliance \/ Anadolu\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 27.12.2025 18:16 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Nicht zum Aushalten, Vollkatastrophe, Zumutung &#8211; so urteilen Istanbuler \u00fcber den Verkehr. Und die Daten geben ihnen Recht: Istanbul ist die Stau-Hauptstadt der Welt. Experten fordern einen schnelleren Ausbau des Nahverkehrs.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/uwe-lueb-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Uwe Lueb\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/uwe-lueb-107.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es hupt, brummt und stinkt in Istanbul &#8211; fast unentwegt. In der Stadt herrscht immer viel Verkehr. Nur nachts und am Wochenende ist es manchmal besser. &#8222;Es ist furchtbar &#8211; alle sind unzufrieden damit. Es dauert Stunden, bis man irgendwo ankommt&#8220;, sagt eine Frau im Sender LiderTV. &#8222;Reine Zeitverschwendung!&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Tats\u00e4chlich hat die andauernde Verkehrsbelastung der Stadt zu zweifelhaftem Ruhm verholfen. Sie ist Stau-Hauptstadt der Welt, und das schon zum zweiten Mal in Folge. So hat es Inrix ermittelt, ein US-amerikanisches Technik-Unternehmen, das weltweit Verkehrsdaten analysiert.<\/p>\n<p>    F\u00fcnf Tage im Jahr nur im Stau<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Danach sitzen Autofahrerinnen und Autofahrer in Istanbul pro Jahr im Durchschnitt 118 Stunden im Auto fest &#8211; umgerechnet sind das f\u00fcnf vergeudete Tage, fast doppelt so viele wie in Deutschlands Stau-Hauptstadt K\u00f6ln. Es nervt, sagt ein Istanbuler: &#8222;F\u00fcr eine Strecke, die man eigentlich in f\u00fcnf Minuten f\u00e4hrt, braucht man l\u00e4nger als eine Dreiviertelstunde.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mustafa Il\u0131cal\u0131, Professor f\u00fcr Verkehrswesen in Istanbul, kennt die Inrix-Studie. Von Verkehrskollaps m\u00f6chte er zwar nicht sprechen. Aber dass in Istanbul nicht mehr viel geht, beziehungsweise f\u00e4hrt, untermauert er im ARD-Interview mit Zahlen wie diesen: &#8222;Die Geschwindigkeit ist auf weniger als zehn Kilometer pro Stunde gesunken&#8220;, sagt er. &#8222;Sinkt sie weiter auf f\u00fcnf, ist das Schrittgeschwindigkeit &#8211; also fast Stillstand.&#8220;<\/p>\n<p>    Laufen ist manchmal schneller<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dabei geht es nicht nur darum, wie beschwerlich es ist, von A nach B zu kommen &#8211; und ob man wom\u00f6glich, statt zu fahren, lieber direkt l\u00e4uft. Das Istanbuler Verkehrschaos ist auch ein gro\u00dfer wirtschaftlicher Schaden. Il\u0131cal\u0131 spricht von &#8222;sechseinhalb Milliarden Dollar: Durch den zus\u00e4tzlich verbrannten Kraftstoff, den Geldwert der verlorenen Zeit und die Umweltverschmutzung.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">L\u00e4ngst h\u00e4tte der \u00f6ffentliche Nahverkehr weiter ausgebaut werden m\u00fcssen, meint Il\u0131cal\u0131. Zwar ist das U-Bahn-Netz binnen weniger Jahre rasant gewachsen. Und es gibt sogenannte Metrobusse mit eigenen Spuren sowie die Schnellbahn Marmaray, die unter dem Marmarameer hindurch die europ\u00e4ische und asiatische Seite der Stadt verbindet.<\/p>\n<p>    Ausbau des Nahverkehrs hinkt hinterher<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dass Istanbul eine Stadt auf zwei Erdteilen ist, getrennt von Bosporus und Marmarameer, ist zwar eine verkehrstechnische Herausforderung. Doch insgesamt, so Il\u0131cal\u0131, hinke der Ausbau des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs dem Wachstum der Stadt hinterher.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dabei sind die \u00d6ffentlichen f\u00fcr den Verkehrsexperten die zentrale L\u00f6sung des Problems. Man sehe das zum Beispiel in deutschen St\u00e4dten, sagt er. Fast jeder besitze dort ein Auto, viele seien aber trotzdem mit Bus und Bahn unterwegs.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Angebot m\u00fcsse einfach attraktiv genug sein &#8211; und das sei es in Istanbul noch nicht: &#8222;Weil Kapazit\u00e4t, Komfort und Sicherheit im \u00f6ffentlichen Verkehr nicht ausreichen. Da sagen sich die Menschen: Was soll&#8217;s? Dann fahre ich lieber mit meinem eigenen Auto, sitze bequem und h\u00f6re Radio.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.12.2025 18:16 Uhr Nicht zum Aushalten, Vollkatastrophe, Zumutung &#8211; so urteilen Istanbuler \u00fcber den Verkehr. 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