{"id":67564,"date":"2025-04-28T08:27:08","date_gmt":"2025-04-28T08:27:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/67564\/"},"modified":"2025-04-28T08:27:08","modified_gmt":"2025-04-28T08:27:08","slug":"liedermatinee-mit-werken-von-ethel-smyth-und-gustav-brecher-am-1-mai-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/67564\/","title":{"rendered":"Liedermatinee mit Werken von Ethel Smyth und Gustav Brecher am 1. Mai \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Am 1. Mai 2025 ehrt die Oper Leipzig zwei mutige Pers\u00f6nlichkeiten mit ihrer Musik: Ab 11 Uhr erinnert eine Matinee im Opernhaus an die Komponistin und Frauenrechtlerin Ethel Smyth und den vision\u00e4ren Operndirektor und Komponisten Gustav Brecher. Ihrer beider Lieder sind ein eindrucksvolles Zeugnis ihres Engagements f\u00fcr Freiheit, Kunst und Menschlichkeit \u2013 und eine Hommage an ihre tiefe Verbundenheit mit Leipzig.<\/p>\n<p>Als die junge Musikerin Ethel Smyth (1858\u20131944) am 28. Juli 1877 Leipziger Boden betritt, spr\u00fcht sie vor Begeisterung und Tatendrang. \u201eLeipzig! \u2026 Here I am\u201c, schreibt sie euphorisch an ihre Mutter. Endlich darf die Britin Kompositionsunterricht am renommierten Leipziger Konservatorium nehmen \u2013 als erste Frau \u00fcberhaupt. Doch wichtiger noch als die offizielle Ausbildung ist f\u00fcr Smyth das reiche kulturelle Leben der Stadt.<\/p>\n<p>Sie besucht die Gewandhauskonzerte, spielt selbst Violine im Bach-Verein und pr\u00e4sentiert ihre eigenen Kompositionen in Hauskonzerten. Schnell bewegt sie sich selbstbewusst in den h\u00f6chsten musikalischen und gesellschaftlichen Kreisen der Stadt, trifft K\u00fcnstlergr\u00f6\u00dfen wie Edvard Grieg und Johannes Brahms \u2013 und setzt sich dabei entschlossen gegen die gesellschaftlichen Vorurteile durch, denen komponierende Frauen zu dieser Zeit begegnen.<\/p>\n<p>Smyth wurde nicht nur eine anerkannte Komponistin, sondern auch Schriftstellerin und engagierte Frauenrechtlerin. Die Sopranistin Gabriel\u0117 Kup\u0161yt\u0117 wird f\u00fcnf von Ethel Smyths eigenwilligen Vertonungen von Romantikgedichten vortragen und weitere drei Lieder, darunter das bekannteste \u201eOn the Road; a marching tune\u201c.<\/p>\n<p>Der Dirigent und Komponist Gustav Brecher (1879 \u2013 1940) war einer der vision\u00e4rsten \u2013 und nach Vertreibung und Tod im Nationalsozialismus leider einer der lange zu Unrecht vergessenen \u2013 K\u00fcnstler der Leipziger Musikgeschichte. Ab 1923 pr\u00e4gte er als Generalmusikdirektor und k\u00fcnstlerischer Leiter die damalige Leipziger Oper, setzte erstmals auf eine Ensemblestruktur und erweiterte den Spielplan um zeitgen\u00f6ssische Werke wie Ernst Kreneks \u201eJonny spielt auf\u201c oder Kurt Weills \u201eDer Silbersee\u201c \u2013 Auff\u00fchrungen, die den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge waren.<\/p>\n<p>Seine k\u00fchnste Projektidee stahlen sie ihm: Es war erstmals Gustav Brecher, der s\u00e4mtliche vollendeten B\u00fchnenwerke Richard Wagners in chronologischer Reihenfolge als Gesamtkunstwerk auff\u00fchren wollte \u2013 eine Idee, die die Oper Leipzig mit ihrem Festival \u00bbWagner 22\u00ab umgesetzt hat und sich damit auf Brechers Erbe st\u00fctzen konnte. Matthias Stier und Franz Xaver Schlecht werden verschiedene Liedkompositionen von Gustav Brecher singen, darunter auch \u201eDer Arbeitsmann\u201c, seine Vertonung eines sozialkritischen Gedichtes von Richard Dehmel.<\/p>\n<p>Die Ensemblemitglieder der Oper Leipzig werden am Fl\u00fcgel begleitet von Ugo D\u2019Orazio, durch das Programm f\u00fchrt die Operndirektorin Dr. Cornelia Preissinger.<\/p>\n<p><strong>\u201eLeipzig! \u2026 Here I am\u201c<\/strong> \u2013 Liedermatinee mit Werken von Ethel Smyth und Gustav Brecher am Donnerstag, 1. Mai, 11 Uhr im Konzertfoyer des <a href=\"http:\/\/oper-leipzig.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Opernhauses<\/a><\/p>\n<p>Mit Matthias Stier\u00a0\/\u00a0Franz Xaver Schlecht\u00a0\/\u00a0Gabriel\u0117 Kup\u0161yt\u0117: Am Fl\u00fcgel: Ugo D\u2019 Orazio. Moderation: Cornelia Preissinger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 1. 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