{"id":676093,"date":"2025-12-28T01:16:26","date_gmt":"2025-12-28T01:16:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/676093\/"},"modified":"2025-12-28T01:16:26","modified_gmt":"2025-12-28T01:16:26","slug":"perspektiven-der-nachhaltigen-binnenschifffahrt-rundschau-duisburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/676093\/","title":{"rendered":"Perspektiven der nachhaltigen Binnenschifffahrt \u2013 Rundschau Duisburg"},"content":{"rendered":"<p>\u00a0<br \/><a href=\"https:\/\/www.rundschau-duisburg.de\/2022\/11\/27\/einfluss-der-binnenschifffahrt-auf-die-luftqualitaet-am-rhein-geringer-als-vermutet\/binnenschifffahrt-auf-dem-rhein-5\/\" rel=\"attachment wp-att-40474 noopener\" target=\"_blank\"><img data-recalc-dims=\"1\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20221002pet02732.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" class=\"size-medium wp-image-40474\"  \/><\/a>Binnenschifffahrt auf dem Rhein. Foto: Petra Gr\u00fcnendahl.<br \/>____________________________________________\u00dcber die Perspektiven und Zukunft einer nachhaltigen Rheinschifffahrt und dar\u00fcber, wie die Binnenschifffahrt, die H\u00e4fen, Logistik- und Transportketten klimafreundlich und zukunftsf\u00e4hig gestaltet werden k\u00f6nnen, haben Fachleute der Anliegerl\u00e4nder auf einer Rheinkonferenz in D\u00fcsseldorf diskutiert. Vor rund 120 Teilnehmenden aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-W\u00fcrttemberg wurde das Ma\u00dfnahmenpaket \u201ePerspektive nachhaltige Rheinschifffahrt 2030\u201c vorgestellt. Es sieht Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung des Systems Wasserstra\u00dfe, zur Entwicklung eines gr\u00fcnen Binnenschifffahrtskorridors und St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen Zusammenarbeit entlang des Rheinkorridors vor.<\/p>\n<p>Neben den beteiligten L\u00e4ndern beteiligten sich auch zahlreiche Partner, darunter niederl\u00e4ndische Provinzen, Kommunen, H\u00e4fen von Rotterdam bis Basel, Reedereien, Terminalbetreiber und Verb\u00e4nde das Ma\u00dfnahmenpaket f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung des Rheinkorridors. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer betonte: \u201eIn Zeiten des Wandels muss sich das System Wasserstra\u00dfe neu erfinden. Es muss mit entsprechenden Investitionen und F\u00f6rderungen l\u00e4nder- und nationen\u00fcbergreifend weiterentwickelt werden. Der Wandel der H\u00e4fen in einem gr\u00fcnen Binnenschifffahrtskorridor Rhein und leistungsf\u00e4hige Wasserstra\u00dfen sind f\u00fcr den Klimawandel zentral und unverzichtbar.\u201c Er forderte den Bund auf, mehr Geld in den Erhalt der Wasserstra\u00dfen zu investieren: \u201eNeueste Containerbinnenschiffe k\u00f6nnen mehr als 500 LKW einsparen. Deshalb ist nicht nachvollziehbar, wenn das System Wasserstra\u00dfen kaputtgespart wird, notwendige Instandsetzungen von Schleusen und Wehren zur\u00fcckgestellt werden m\u00fcssen.\u201c <\/p>\n<p>Alle Partner der \u201ePerspektive Nachhaltige Rheinschifffahrt 2030\u201c stellten sich hinter die Forderung nach einer ausk\u00f6mmlichen, langfristig planbaren Finanzierung sowie eine deutlichen Beschleunigung der relevanten Infrastrukturma\u00dfnahmen auf nationaler und europ\u00e4ischer Ebene. <\/p>\n<p>Der hessische Verkehrsminister Kaweh Mansoori betonte: \u201eDer Rhein ist eine wichtige Lebensader unseres Wirtschaftsstandorts: Er verbindet Hessen mit den gro\u00dfen Seeh\u00e4fen und sichert Lieferketten. Gleichzeitig ist er Innovationsraum f\u00fcr klimafreundliche Logistik und moderne Industrie. Wer in Hessen investiert, profitiert von dieser starken, verl\u00e4sslichen Wasserstra\u00dfe \u2013 heute und in Zukunft. Deshalb begr\u00fc\u00dfen wir nachdr\u00fccklich, dass der Bund in der vergangenen Woche die Planfeststellung des ersten Abschnitts der ,Abladeoptimierung Mittelrhein\u2018 eingeleitet hat. Dies ist ein wichtiger Schritt, um den Betrieb der Wasserstra\u00dfe Rhein verl\u00e4sslich, nachhaltig und zukunftssicher zu machen.\u201c<\/p>\n<p>Bis zum Jahr 2030 soll das Ma\u00dfnamenpaket \u201ePerspektive Nachhaltige Rheinschifffahrt 2030\u201c umgesetzt sein. So sollen ein gr\u00fcner Binnenschifffahrtskorridor Rhein mit emissionsfreien und sauberen Antrieben bei Schiffen und Terminalfahrzeugen und die Technologie f\u00fcr automatisiertes und ferngesteuertes Fahren der Binnenschiffe entwickelt werden. Auch das Image der H\u00e4fen soll verbessert werden. Es sollen neue Hafenkonzepte erarbeitet werden, die auch von den Kommunen unterst\u00fctzt werden. <\/p>\n<p>Baden-W\u00fcrttembergs Staatssekret\u00e4rin aus dem Verkehrsministerium Elke Zimmer sagte: \u201eKlimaneutrale Binnenschifffahrt braucht eine europ\u00e4ische und gut vernetzte Planung. Daf\u00fcr muss \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg gut und effektiv zusammengearbeitet werden. Der \u201agr\u00fcne Binnenschifffahrtskorridor Rhein\u2018 umfasst dabei nicht nur den Wasserweg, sondern auch die Orte, an denen Waren zwischen Schiff, Bahn und Lkw wechseln. Beides zu modernisieren und angemessen zu finanzieren, ist \u00f6kologisch und wirtschaftlich sinnvoll. Und es ist dringend n\u00f6tig, denn moderner G\u00fcterverkehr braucht das durchdachte Zusammenspiel von Stra\u00dfe, Schiene und Wasserstra\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<br \/><strong>Die zentralen Handlungspunkte <\/strong><\/p>\n<p>Die \u201ePerspektive nachhaltige Rheinschifffahrt 2030\u201c hat f\u00fcnf Themenfeldern erarbeitet, die f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Leistungsf\u00e4higkeit des Systems Wasserstra\u00dfe von zentraler Bedeutung sind.<\/p>\n<ol>\n<li>Entwicklung des Rheinkorridors: Ziel ist die Vertiefung der grenz\u00fcberschreitenden Zusammenarbeit und st\u00e4rkere Nutzung europ\u00e4ischer F\u00f6rderprogramme wie Interreg f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Projekte. Eine Studie soll die Entwicklung der Wertsch\u00f6pfungsketten entlang des Rheinkorridors untersuchen und dabei Markt- und Arbeitsplatzpotenziale, Auswirkungen der Dekarbonisierung energieintensiver Industrien sowie die Bedeutung von H\u00e4fen, Binnenschifffahrt und Industrie transparent machen. Weitere Schwerpunkte sind die Beschleunigung logistischer Abl\u00e4ufe, insbesondere im Seehafenhinterlandverkehr, die F\u00f6rderung digitaler Korridorl\u00f6sungen und die kontinuierliche Aktualisierung der \u201eD\u00fcsseldorfer Liste\u201c relevanter Infrastrukturprojekte.<\/li>\n<li>Gr\u00fcner Binnenschifffahrtskorridor Rhein: Ziel ist die schrittweise Transformation der Binnenschifffahrt auf emissionsarme und emissionsfreie Antriebe, mit dem Fokus auf die F\u00f6rderung einer klimafreundlichen Logistikkette und die Nutzung vorhandener Potenziale. Schifffahrtsunternehmen k\u00f6nnen Pilotprojekte einsetzen und F\u00f6rderprogramme nutzen, w\u00e4hrend Verlader die Transformation unterst\u00fctzen und zus\u00e4tzliche Transporte auf die Wasserstra\u00dfe verlagern k\u00f6nnen. Terminalbetreiber erh\u00f6hen den Anteil emissionsfreier Ger\u00e4te, und H\u00e4fen werden zu Clean Energy Hubs entwickelt, die erneuerbaren Energien f\u00fcr Schiffe, Industrie und weitere Verkehrstr\u00e4ger bereitstellen. Kommunen k\u00f6nnen den Ausbau von Liegepl\u00e4tzen mit Landstromversorgung und beschleunigten Genehmigungsverfahren beg\u00fcnstigen.<\/li>\n<li>Fernsteuerung und Automatisierung: Ziel ist die Unterst\u00fctzung von Pilotprojekten wie Netzabdeckungsmessungen und (teil)autonomen Testfahrten, Weiterentwicklung digitaler Navigationshilfen, Forderung und begleitende Unterst\u00fctzung der Entwicklung eines verl\u00e4sslichen regulatorischen Rahmens auf nationaler und europ\u00e4ischer Ebene sowie die fr\u00fchzeitige Integration automatisierungsrelevanter Anforderungen in die Hafen- und Infrastrukturplanung.<\/li>\n<li>Hafenentwicklung: Ziel ist die Erstellung von Hafenentwicklungspl\u00e4nen (HEP) oder \u00e4hnlichen Konzepten, um die strategische Ausrichtung der H\u00e4fen festzulegen, Fl\u00e4chen langfristig zu sichern und die Infrastruktur zielgerichtet zu entwickeln. Die Pl\u00e4ne definieren Zukunftsbilder der H\u00e4fen, zeigen auf, welche M\u00e4rkte und Wertsch\u00f6pfungsketten k\u00fcnftig bedient werden sollen, und ber\u00fccksichtigen dabei auch neue Anforderungen wie erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft oder Schwer- und Gro\u00dfraumtransporte. Kommunen werden fr\u00fchzeitig eingebunden, um Genehmigungen, Verkehrsanbindung, st\u00e4dtebauliche Entwicklung und Klimaschutzziele zu integrieren. Die HEP sollen zudem Synergien zwischen Hafenbetreibern, Industrie und Verwaltung f\u00f6rdern, Fl\u00e4chen- und Infrastrukturpotenziale effizient nutzen und Resilienz sowie Sicherheitsanforderungen ber\u00fccksichtigen. So entsteht eine solide Grundlage f\u00fcr eine langfristig leistungsf\u00e4hige und nachhaltige Hafenentwicklung.<\/li>\n<li>St\u00e4rkung der gesellschaftlichen und politischen Akzeptanz: Ziel ist die F\u00f6rderung von Verst\u00e4ndnis und Akzeptanz f\u00fcr das System Wasserstra\u00dfe, mit dem Fokus auf Informations- und Dialogformate, Bildungsinitiativen und Nachwuchsf\u00f6rderung. Ma\u00dfnahmen umfassen Hafenf\u00fchrungen, Hafentage, koordinierte Kommunikation und Netzwerkveranstaltungen. Industrie- und Handelskammern sowie Verb\u00e4nde unterst\u00fctzen die Sichtbarkeit der Akteure und die Zusammenarbeit entlang des Rheinkorridors.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Andy Becht, Staatssekret\u00e4r im Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau begr\u00fc\u00dft das von den Beteiligten vorgelegte, umfassende Ma\u00dfnahmenpapier als klare und zukunftsweisende Strategie, um die Binnenschifffahrt und die Binnenh\u00e4fen im Rheinkorridor nachhaltig zu st\u00e4rken. \u201eGerade f\u00fcr das exportorientierte Rheinland-Pfalz bleibt ein leistungsf\u00e4higes Zusammenspiel aus Wasserstra\u00dfen, Binnenschifffahrt und Binnenh\u00e4fen ein unverzichtbarer Standortfaktor\u201c, betonte Becht. Er machte deutlich, dass die kommenden Jahre enorme Herausforderungen mit sich bringen werden \u2013 von Niedrigwassersituationen bis hin zu steigenden Anforderungen an Effizienz und Umweltvertr\u00e4glichkeit. Ein Schl\u00fcsselprojekt in diesem Zusammenhang ist die Optimierung der Fahrrinne am Mittelrhein zwischen Mainz und Sankt Goar. Vor wenigen Tagen wurde endlich der erste Schritt in diese Richtung gemacht: F\u00fcr einen der drei Teilabschnitte des Projekts wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Es bleibt zu hoffen, dass die Planfeststellungsverfahren nun z\u00fcgig vorankommen und dass zeitnah Baurecht geschaffen wird. Die Sicherstellung der Finanzierung ist ebenfalls ein wichtiger Schritt, um das Projekt bis zur Fertigstellung zu bringen. Andy Becht: \u201eInsgesamt bildet diese Vision die Grundlage, um den Rheinkorridor widerstandsf\u00e4hig, wettbewerbsf\u00e4hig und fit f\u00fcr die Zukunft zu machen. Rheinland-Pfalz wird diesen Prozess konsequent und engagiert unterst\u00fctzen.\u201c<br \/><strong>Ministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen<\/strong><br \/>Foto: Petra Gr\u00fcnendahl<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p><a rel=\"sponsored noopener\" href=\"https:\/\/www.awin1.com\/cread.php?s=3665971&amp;v=14361&amp;q=376832&amp;r=622267\" target=\"_blank\">&#13;<br \/>\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1766884586_237_cshow\" border=\"0\"\/>&#13;<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p class=\"posttags\">\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/www.rundschau-duisburg.de\/tag\/binnenschifffahrt\/\" rel=\"tag noopener\" target=\"_blank\">Binnenschifffahrt<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.rundschau-duisburg.de\/tag\/gutertransport\/\" rel=\"tag noopener\" target=\"_blank\">G\u00fctertransport<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.rundschau-duisburg.de\/tag\/logistik\/\" rel=\"tag noopener\" target=\"_blank\">Logistik<\/a><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t   <a href=\"https:\/\/www.rundschau-duisburg.de\/2025\/12\/28\/foerdermittel-im-ruhrgebiet-gezielt-einsetzen-rvr-und-hochschule-bochum-bieten-workshops-fuer-kommunen-an\/\" title=\"F\u00f6rdermittel im RUhrgebiet gezielt einsetzen: RVR und Hochschule Bochum bieten Workshops f\u00fcr Kommunen an\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">F\u00f6rdermittel im RUhrgebiet gezielt einsetzen: RVR und Hochschule Bochum bieten Workshops f\u00fcr Kommunen an<\/a><\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t   Ein neuer Beitrag folgt in K\u00fcrze &#8230;\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t   <\/p>\n<p>\n\t\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge\n<\/p>\n<p>\tEntdecke mehr von Rundschau Duisburg<\/p>\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"margin-top:10px;margin-bottom:10px;font-size:15px\">Melde dich f\u00fcr ein Abonnement an, um die neuesten Beitr\u00e4ge per E-Mail zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00a0Binnenschifffahrt auf dem Rhein. 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