{"id":676113,"date":"2025-12-28T01:30:30","date_gmt":"2025-12-28T01:30:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/676113\/"},"modified":"2025-12-28T01:30:30","modified_gmt":"2025-12-28T01:30:30","slug":"keine-zusaetzlichen-mittel-fuer-das-zentrum-fuer-drogenhilfe-am-st-georg-video-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/676113\/","title":{"rendered":"Keine zus\u00e4tzlichen Mittel f\u00fcr das Zentrum f\u00fcr Drogenhilfe am St. Georg + Video \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Leipzig hat auch ein veritables Drogenproblem. Zus\u00e4tzlich zu Armut, Wohnungslosigkeit, Jugendlichen in Not usw. Weshalb kein Dezernat so permanent wachsende Ausgaben hat wie das Sozialdezernat. Und an vielen Stellen fehlt es schon seit Jahren an Personal, manchmal auch an R\u00e4umen oder dringend notwendigen Investitionen. Und eins wurde am 18. Dezember in der Ratsversammlung wieder deutlich: Die Stadt kann kaum noch reagieren, kurzfristig schon mal gar nicht. Das verbietet schon die Haushaltssituation.<\/p>\n<p>Eigentlich ging es da in der Ratsversammlung am 18. Dezember nur um den <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2025732&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eWirtschaftsplan 2026 f\u00fcr den Eigenbetrieb St\u00e4dtisches Klinikum \u2018St. Georg\u2019 Leipzig\u201c.<\/a> Der Stadtrat musste ihm einfach nur zustimmen. Was er am Ende auch einstimmig tat. Es ging um Ertr\u00e4ge und Aufwendungen von rund 36 Millionen Euro.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/7eef5067ab894ad985f22e7857cc2087.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/12\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/12\/1\"\/><\/p>\n<p>Aber etwas fehlte. Denn das \u201eSt. Georg\u201c betreut auch einen wesentlichen Baustein der Drogenhilfe der Stadt.<\/p>\n<p>Das thematisierte die Gr\u00fcnen-Fraktion <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2028017&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2184784\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in einem eigenen Antrag:<\/a><\/p>\n<p>\u201eDer aktuelle Wirtschaftsplan von St. Georg sieht keine ausreichenden Mittel f\u00fcr dringend notwendige Ma\u00dfnahmen vor. Das Zentrum f\u00fcr Drogenhilfe ben\u00f6tigt Planungsmittel f\u00fcr die Einrichtung von Verselbstst\u00e4ndigungswohnungen, um betroffenen Menschen eine Perspektive zu bieten und sie auf dem Weg zur\u00fcck in ein selbstbestimmtes Leben zu unterst\u00fctzen. Bis 2014 existierten bereits Angebote zum Verselbstst\u00e4ndigungswohnen, die jedoch eingestellt wurden.<\/p>\n<p>Einige Klient*innen leben seit zwei Jahren im \u00dcbernachtungshaus, da ihnen alternative Wohn- und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten fehlen. Diese Wohnungen sind ein wichtiger Schritt zur Reintegration von Suchtkranken in die Gesellschaft.<\/p>\n<p>Zudem sind bauliche Investitionen in der Alternativen 1 (Standort Chopinstra\u00dfe) f\u00fcr den Umbau des Dachgeschosses und der Garage erforderlich. Der zweite Rettungsweg im Dachgeschoss ist aus Sicherheitsgr\u00fcnden unabdingbar, derzeit k\u00f6nnen die R\u00e4umlichkeiten im Dachgeschoss aus Brandschutzgr\u00fcnden nicht f\u00fcr Beratungen etc. genutzt werden, obwohl der Platz dringend gebraucht wird.<\/p>\n<p>Der Tagestreff im Zentrum f\u00fcr Drogenhilfe verzeichnet einen starken Anstieg der Besuche, was zu einer erh\u00f6hten Nachfrage nach medizinischer Versorgung, insbesondere im Bereich der Wundversorgung, f\u00fchrt. Zudem hat sich eine Substitutionssprechstunde etabliert.<\/p>\n<p>Der Umbau der Garage zu Beratungsr\u00e4umen erm\u00f6glicht eine bessere und diskrete Betreuung der Klient*innen.\u201c<\/p>\n<p>Keine L\u00f6sung in Sicht<\/p>\n<p>Die Schaffung von einer zus\u00e4tzlichen Vollzeitstelle sei auch notwendig, um die hohe Anzahl an \u00dcberstunden (derzeit 700) zu reduzieren, eine nachhaltige Personalplanung zu erm\u00f6glichen und Fluktuation zu minimieren.<\/p>\n<p>\u201eDie zus\u00e4tzlichen Stellen entlasten das bestehende Team und verbessern die Arbeitsbedingungen, was letztlich zu einer h\u00f6heren Qualit\u00e4t der sozialen Arbeit f\u00fchrt\u201c, so die Gr\u00fcnen. \u201eDiese Ma\u00dfnahmen sind essenziell, um die Qualit\u00e4t der Arbeit im Zentrum f\u00fcr Drogenhilfe zu sichern und weiterzuentwickeln. Sie tragen dazu bei, die Lebenssituation von Suchtkranken zu verbessern und die soziale Infrastruktur in unserer Stadt zu st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p>Dumm nur, dass das, was die Gr\u00fcnen-Stadtr\u00e4tinnen Chantal Schnei\u00df und Katharina Krefft da am 18. Dezember in ihren Reden formulierten, Geld kostet. Allein die baulichen Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden sechsstellige Summen kosten. Die aber im Doppelhaushalt 2025\/2026 nicht vorgesehen sind.<\/p>\n<p>Einen wirklichen Gegenvorschlag konnte Sozialb\u00fcrgermeisterin Dr. Martina M\u00fcnch an diesem Tag noch nicht machen, stellte aber eine Vor-Ort-Besichtigung in Aussicht. Man kenne die Probleme. Nur eine L\u00f6sung hat man noch nicht, obwohl sich die Alternative 1 seit Jahren als Anlaufpunkt f\u00fcr Drogenabh\u00e4ngige etabliert hat, die hier eben auch die dringend ben\u00f6tigte medizinische Hilfe finden.<\/p>\n<p>Im Dachgeschoss gebe es zwar zwei nutzbare R\u00e4ume, so Krefft. Aber da es keine Feuertreppe dorthin gibt, sind beide R\u00e4ume baupolizeilich derzeit gesperrt. Hier b\u00f6te sich schon ein Ansatz, schnell etwas r\u00e4umliche Entspannung zu schaffen.<\/p>\n<p>Aber letztlich hing \u00fcber dem ganzen Antrag von vornherein das Problem des klammen st\u00e4dtischen Haushalts. Der Antrag der Gr\u00fcnen wurde mit 16:32 Stimmen bei neun Enthaltungen abgelehnt.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig hat auch ein veritables Drogenproblem. Zus\u00e4tzlich zu Armut, Wohnungslosigkeit, Jugendlichen in Not usw. 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