{"id":676469,"date":"2025-12-28T05:26:16","date_gmt":"2025-12-28T05:26:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/676469\/"},"modified":"2025-12-28T05:26:16","modified_gmt":"2025-12-28T05:26:16","slug":"europas-herausforderndes-jahr-2025-trump-ukraine-krieg-und-migration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/676469\/","title":{"rendered":"Europas herausforderndes Jahr 2025: Trump, Ukraine-Krieg und Migration"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-2 font-sans text-base font-thin leading-[26px] md:mb-[16px] md:text-xl md:leading-[32px]\">Ein R\u00fcckblick in sechs Grafiken<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/fb1e0fa2-8254-4257-a37d-7a78f478ba9d.gif\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"1400\" height=\"900\" alt=\"\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" \/><\/p>\n<p>Illustration Ida G\u00f6tz \/ NZZ<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdfrk5es0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">\u00abEuropa muss k\u00e4mpfen.\u00bb Das sagte die EU-Kommissions-Pr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen in ihrer <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/api\/files\/document\/print\/de\/speech_25_2053\/SPEECH_25_2053_DE.pdf\" rel=\"noopener\">Rede zur Lage der Europ\u00e4ischen Union<\/a> im September. Und sie stellte die entscheidende Frage: \u00abHat Europa den Mut zu diesem Kampf?\u00bb Die Herausforderungen des Kontinents werden von Jahr zu Jahr gr\u00f6sser: ein geopolitischer Bedeutungsverlust sowie Bedrohungen von aussen, ungel\u00f6ste Probleme im Inneren, ein wachsender Konflikt mit dem Partner USA \u2013 und eine politische Landschaft, die sich fundamental verschiebt. Diese sechs Grafiken blicken auf Europas Herausforderungen in diesem Jahr zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen<\/p>\n<p>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Vance <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/securityconference.org\/assets\/02_Dokumente\/01_Publikationen\/2025\/Selected_Key_Speeches_Vol._II\/MSC_Speeches_2025_Vol2_Ansicht_gek%C3%BCrzt.pdf\" rel=\"noopener\">auf der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz<\/a>. Darin wirft er den Europ\u00e4ern Defizite bei Demokratie und Meinungsfreiheit vor. Die Rede ist eine Abrechnung mit Europa. Vance sagt zwar auch, er sei \u00abfest davon \u00fcberzeugt\u00bb, dass Amerika und Europa \u00abim selben Team\u00bb seien. Das glauben ihm in Europa anschliessend aber nur noch wenige.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckkrvul1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In den Monaten danach verschlechtert sich das transatlantische Verh\u00e4ltnis weiter. Nur eine beispielhafte Anekdote: <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/magazine\/2026\/01\/german-militarism-european-security\/684951\/\" rel=\"noopener\">Ein deutscher General berichtet<\/a>, dass die Kommunikation mit den Kollegen im amerikanischen Verteidigungsministerium \u00ababgebrochen, wirklich abgebrochen\u00bb sei. Fr\u00fcher habe man Tag und Nacht kommuniziert, nun erhalte man nicht einmal mehr Informationen \u00fcber strategisch wichtige Entscheidungen der Amerikaner.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckf5tuh0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Das Jahr endet mit der Ver\u00f6ffentlichung der <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/2025-National-Security-Strategy.pdf\" rel=\"noopener\">neuen Strategie f\u00fcr die nationale Sicherheit der USA<\/a>. Auch dieses Dokument gleicht einer Abrechnung mit Europa. In den zweieinhalb Seiten zu Europa wird etwa infrage gestellt, dass manche L\u00e4nder \u00fcber eine ausreichend starke Wirtschaft und Streitkr\u00e4fte verf\u00fcgen w\u00fcrden, \u00abum verl\u00e4ssliche Verb\u00fcndete zu bleiben\u00bb. Und: Das Ziel solle es sein, Europa dabei \u00abzu helfen, den derzeitigen Kurs zu korrigieren\u00bb. Trump kritisiert Europa bei einem Auftritt im Weissen Haus und sagt, der Kontinent bewege sich in eine \u00abfalsche Richtung\u00bb.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc4ia1ci0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Man kann sagen: Diese Beurteilung beruht auf Gegenseitigkeit. Und die Entfremdung zeigt sich nicht nur in der Politik, sondern auch in der Bev\u00f6lkerung. \u00dcber 70 Prozent der EU-B\u00fcrger sind der Meinung, dass sich die USA in die \u00abfalsche Richtung\u00bb bewegen w\u00fcrden. Das belegt eine von der Europ\u00e4ischen Kommission in Auftrag gegebene Umfrage.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckntug60\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Besonders kritisch sehen die Menschen in Nordeuropa die Entwicklung in den USA. Aber auch in den L\u00e4ndern, die die Trump-Regierung in Europa als Verb\u00fcndete sieht, ist das Bild \u00fcberwiegend negativ. Dem Medium \u00abDefense One\u00bb liegt laut eigenen Angaben eine <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.defenseone.com\/policy\/2025\/12\/make-europe-great-again-and-more-longer-version-national-security-strategy\/410038\/\" rel=\"noopener\">fr\u00fchere Fassung der S<\/a><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.defenseone.com\/policy\/2025\/12\/make-europe-great-again-and-more-longer-version-national-security-strategy\/410038\/\" rel=\"noopener\">trategie<\/a> f\u00fcr die nationale Sicherheit vor. Darin werden vier L\u00e4nder genannt, mit denen in Zukunft verst\u00e4rkt zusammengearbeitet werden solle. Das Ziel sei, sie aus der Europ\u00e4ischen Union \u00abherauszul\u00f6sen\u00bb. Die Rede ist von Ungarn, Polen, \u00d6sterreich und Italien. Doch auch in diesen herrscht eher eine Ablehnung des amerikanischen Kurses.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckq3idn0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Andere Befragungen zum transatlantischen Verh\u00e4ltnis im Jahr 2025 ergeben ein \u00e4hnliches Bild. Eine <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2025\/dec\/04\/europeans-trump-enemy-of-europe-russia-war-poll\" rel=\"noopener\">Umfrage in neun europ\u00e4ischen L\u00e4ndern<\/a> ergab, dass die H\u00e4lfte der Befragten Trump sogar als einen \u00abFeind\u00bb des Kontinents sehen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc4i6jsc0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Geplante Massnahmen der amerikanischen Beh\u00f6rden k\u00f6nnten das Bild weiter verschlechtern. <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/public-inspection.federalregister.gov\/2025-22461.pdf\" rel=\"noopener\">Ein neuer Vorschlag sieht vor<\/a>, dass europ\u00e4ische Touristen vor ihrer Einreise in die USA die Social-Media-Aktivit\u00e4ten der vergangenen f\u00fcnf Jahre offenlegen m\u00fcssen. Dar\u00fcber hinaus sollen E-Mail-Adressen aus den letzten zehn Jahren sowie die Namen, Geburtsdaten, Wohnorte und Geburtsorte von Eltern, Ehepartnern, Geschwistern und Kindern abgefragt werden.<\/p>\n<blockquote class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 mb-16 mt-16 w-[279px] pl-0 pr-0 text-center font-serif text-xl font-medium md:mb-20 md:mt-20 md:w-[520px] md:text-[28px] md:leading-[1.35]\" id=\"id-doc-1jckj8i7i0\" componenttype=\"quote\" data-team-quote=\"true\"><p>Ukraine-Krieg<\/p><\/blockquote>\n<p>Europa kann die fehlenden amerikanischen Hilfen nicht kompensieren, an der Front r\u00fcckt Russland Meter f\u00fcr Meter vor.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jck1th5j0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Mitte Dezember kam es endlich zu einer Erfolgsmeldung: Bei Kupjansk <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/vorstoss-bei-kupjansk-die-ukraine-staerkt-mit-einem-militaerischen-erfolg-ihre-verhandlungsposition-ld.1916403\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gelang der ukrainischen Armee ein gr\u00f6sserer Vorstoss<\/a>. Einige Orte n\u00f6rdlich der Stadt konnten zur\u00fcckerobert und die in Kupjansk befindlichen russischen Soldaten faktisch eingeschlossen werden.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jck1pp490\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">F\u00fcr die ukrainische Armee waren solche Aktionen 2025 rar. An der Frontlinie r\u00fccken die Russen vor. Langsam zwar und nur unter grossen Verlusten, aber sie r\u00fccken vor. Die Fortschritte sind 2025 gr\u00f6sser als noch 2024, wie Daten der Website <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/deepstatemap.live\/en#6\/49.438\/32.053\" rel=\"noopener noreferrer\">DeepStateMap.live<\/a> belegen. Putins Spiel auf Zeit hat sich zumindest an der Front ausgezahlt, wirtschaftlich geht es dem Land dagegen immer schlechter.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jck0m62s0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Parallel zu den steigenden Gebietsverlusten hat 2025 die Unterst\u00fctzung der Verb\u00fcndeten abgenommen. Das zeigen <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.kielinstitut.de\/de\/themen\/krieg-gegen-die-ukraine\/ukraine-support-tracker\/\" rel=\"noopener\">Daten des \u00abUkraine Support Trackers\u00bb<\/a> vom Kieler Institut f\u00fcr Weltwirtschaft.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jck0pji90\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Das Jahr 2025 begann gut, im ersten Halbjahr erreichten die Ukraine-Hilfen sogar einen neuen Rekordwert. Und das, obwohl der amerikanische Pr\u00e4sident Donald Trump nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 keine neuen Milit\u00e4rhilfen freigegeben hatte. Der Export von Waffen in die Ukraine wurde zwar genehmigt. Allerdings m\u00fcssen diese von der Ukraine selbst finanziert werden und z\u00e4hlen deshalb nicht als Milit\u00e4rhilfe. Dass die Ukraine-Hilfen trotzdem stiegen, lag vor allem an Deutschland, Frankreich und Grossbritannien, die ihre Unterst\u00fctzung deutlich aufstockten.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jck566tn1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Im zweiten Halbjahr 2025 folgte der Einbruch. Europa konnte die fehlenden amerikanischen Hilfen nicht mehr ausgleichen. \u00abDer Ukraine droht ein Jahr mit so geringen neuen Hilfszuweisungen wie noch nie seit Kriegsausbruch 2022\u00bb, schreiben die Forscher aus Kiel. Die neusten ver\u00f6ffentlichten Zahlen reichen bis Ende Oktober, deshalb steht eine abschliessende Beurteilung noch aus.<\/p>\n<blockquote class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 mb-16 mt-16 w-[279px] pl-0 pr-0 text-center font-serif text-xl font-medium md:mb-20 md:mt-20 md:w-[520px] md:text-[28px] md:leading-[1.35]\" id=\"id-doc-1jckjcnm30\" componenttype=\"quote\" data-team-quote=\"true\"><p>Wahlen<\/p><\/blockquote>\n<p>Europas radikale Rechte befinden sich weiter im Aufwind. Mit einer Ausnahme.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jc98khm80\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In der neuen Strategie f\u00fcr die nationale Sicherheit der USA heisst es zu Europa auch: \u00abDer wachsende Einfluss patriotischer europ\u00e4ischer Parteien gibt tats\u00e4chlich Anlass zu grossem Optimismus.\u00bb<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckd1ga00\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">F\u00fcr die \u2013 je nach Sichtweise \u2013 patriotischen oder radikal rechten Kr\u00e4fte in Europa war es ein weiteres gutes Jahr. Bei der Bundestagswahl konnte die Alternative f\u00fcr <strong>Deutschland<\/strong> (AfD) ihren Stimmenanteil auf 20,8 Prozent verdoppeln und wurde erstmals zweitst\u00e4rkste Partei. In neusten Umfragen liegt sie am Jahresende sogar etwa <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/visuals\/bundestagswahl-die-neuesten-umfragen-im-wahltrend-ld.1605950\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gleichauf mit der Union auf Platz eins.<\/a> Auch in <strong>Norwegen<\/strong> holte die rechtspopulistische Fortschrittspartei FrP das bestes Ergebnis ihrer Geschichte und wurde zweitst\u00e4rkste Kraft.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jcken94b0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In <strong>Portugal<\/strong> tat sich die radikale Rechte lange Zeit schwer. 2023 regierten die Sozialisten noch mit absoluter Mehrheit. Nun erreichte die erst 2018 gegr\u00fcndete rechte Chega-Partei \u00fcber 20 Prozent der Stimmen und wurde zweitst\u00e4rkste Kraft. Chega setzt die konservative Minderheitsregierung unter Druck, indem sie Themen wie zuletzt ein Burkaverbot einbrachte, die dann mithilfe der Stimmen der Konservativen verabschiedet werden. So bestimmt sie die Politik des Landes bereits mit \u2013 ohne offiziell in der Regierung zu sein.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckdbkun0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Einen R\u00fcckschlag musste nur Geert Wilders bei der Parlamentswahl in den <strong>Niederlanden<\/strong> hinnehmen. Bei der Wahl 2023 wurde seine Partei PVV noch st\u00e4rkste Kraft. Nun b\u00fcsste sie an Stimmen ein und landete knapp hinter der sozialliberalen Partei D66.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckeur910\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Was den bisher genannten Parteien noch nicht gelungen ist, hat Andrej Babis in <strong>Tschechien<\/strong> geschafft: Er wurde im Dezember (wieder) zum Regierungschef ernannt. Ein Amt, das er schon von 2017 bis 2021 innehatte, bevor er die Wahl vor vier Jahren verlor. Nun gewann seine populistische Partei ANO die Parlamentswahl mit grossem Vorsprung, und er <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/tschechien-andrej-babis-wird-regierungschef-und-loest-seinen-interessenkonflikt-ld.1915557\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">geht in seine zweite Amtszeit<\/a>.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdft432n0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Weitere Entwicklungen von strategischer Bedeutung in diesem Jahr:<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckj1ss40\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In <strong>Rum\u00e4nien<\/strong> war eine neue Pr\u00e4sidentschaftswahl n\u00f6tig, nachdem das Ergebnis der urspr\u00fcnglichen Wahl im November 2024 vom Verfassungsgericht wegen russischer Einflussnahme annulliert worden war. Nicosur Dan, der liberale B\u00fcrgermeister von Bukarest, setzte sich in der Stichwahl gegen seinen ultranationalistischen Gegenkandidaten durch. <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/rueckschlag-fuer-die-trumpisten-mit-nicusor-dan-gewinnt-ein-erklaerter-proeuropaeer-die-praesidentenwahl-in-rumaenien-ld.1884978\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dan steht f\u00fcr einen klar proeurop\u00e4ischen Kurs<\/a>.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckfohvd0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die Parlamentswahl in der <strong>Moldau<\/strong> stand ebenfalls wegen m\u00f6glicher russischer Einflussnahme im Fokus. Die proeurop\u00e4ische Regierungspartei konnte sich durchsetzen und ihre absolute Mehrheit verteidigen. Das bedeutet eine weitere St\u00e4rkung des prowestlichen Kurses von Pr\u00e4sidentin Maia Sandu.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckiebpc0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Das europ\u00e4ische Wahljahr 2025 lieferte grosse Geschichten auch im Kleinen. 2025 sorgten Wahlen in zwei Kleinststaaten f\u00fcr mehr Schlagzeilen als \u00fcblich:<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jcki7jq51\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In <strong>Gr\u00f6nland,<\/strong> weil Donald Trump die Insel kaufen will und sie damit ins mediale Rampenlicht katapultierte. Die gr\u00f6ssere Rolle im Wahlkampf spielte dann allerdings nicht Trump, sondern die Frage nach der Unabh\u00e4ngigkeit von D\u00e4nemark. Einig waren sich alle Parteien, dass die Insel souver\u00e4n werden solle. Uneinig waren sie darin, wie schnell. St\u00e4rkste Kraft wurde eine Partei, die sich f\u00fcr einen eher langsameren Prozess ausspricht.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckfr10h1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In <strong>Liechtenstein,<\/strong> weil nach der Landtagswahl erstmals eine Frau zur Regierungschefin gew\u00e4hlt wurde. Vor 41 Jahren hatte das F\u00fcrstentum als letztes europ\u00e4isches Land das Frauenstimmrecht eingef\u00fchrt. Seit April leitet nun Brigitte Haas die Regierung.<\/p>\n<blockquote class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 mb-16 mt-16 w-[279px] pl-0 pr-0 text-center font-serif text-xl font-medium md:mb-20 md:mt-20 md:w-[520px] md:text-[28px] md:leading-[1.35]\" id=\"id-doc-1jckjdj2f0\" componenttype=\"quote\" data-team-quote=\"true\"><p>Migration<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Anzahl der Asylbewerber sinkt europaweit. Aus welchen L\u00e4ndern sie kommen, hat sich 2025 schwerpunktm\u00e4ssig verschoben.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckk2vq20\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Das Thema Migration hat Europa in den vergangenen Jahren enorm gespalten. Eine strengere Migrationspolitik wird inzwischen in allen L\u00e4ndern verfolgt.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckqh7ua0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die Zahl der Asylantr\u00e4ge ist 2025 deutlich gesunken. Das zeigen Daten des Statistischen Amts der Europ\u00e4ischen Union (Eurostat). In den ersten neun Monaten des Jahres haben knapp 600\u00a0000 Menschen einen Asylantrag gestellt. Das ist ein R\u00fcckgang um 20 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Daten f\u00fcr Oktober bis Dezember liegen noch nicht vor.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckcrara0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Gestiegen ist dagegen die Anzahl der sogenannten Folgeantr\u00e4ge. Ein solcher kann gestellt werden, wenn ein erster Asylantrag abgelehnt wurde, sich die Verh\u00e4ltnisse im Heimatland aber signifikant ver\u00e4ndert haben. Das ist massgeblich auf die Entwicklung in Deutschland zur\u00fcckzuf\u00fchren und kein europaweites Ph\u00e4nomen. Im August und September gab es in Deutschland sogar mehr Folge- als Erstantr\u00e4ge. Insbesondere afghanische Frauen machen davon Gebrauch, weil sich ihre Situation seit der Macht\u00fcbernahme der Taliban verschlechtert hat und sie als verfolgte Gruppe gelten. Das erh\u00f6ht die Erfolgsaussichten eines Folgeantrags.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckt6h580\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Verschoben hat sich die Herkunft der Asylbewerber. 2024 waren es vor allem Syrer, in den ersten drei Quartalen 2025 kamen die meisten Asylantr\u00e4ge von Menschen aus Venezuela, im Vorjahr noch drittplatziertes Land der Rangliste. Im Jahr 2026 k\u00f6nnte sich der Anstieg fortsetzen, wenn der Konflikt zwischen der Regierung Trump und dem Maduro-Regime weiter eskalieren sollte. Trump will den Sturz des Regimes in Caracas herbeif\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jckjn9rm0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Nach dem Sturz des Regimes von Bashar al-Asad Ende 2024 ist die Zahl der Asyl-Erstantr\u00e4ge aus Syrien in diesem Jahr eingebrochen. Die Debatte in Europa dreht sich nun darum, ob syrische Fl\u00fcchtlinge wieder in ihre Heimat zur\u00fcckkehren und abgeschoben werden sollen. \u00abEs gibt jetzt keinerlei Gr\u00fcnde mehr f\u00fcr Asyl in Deutschland\u00bb, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz im November.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein R\u00fcckblick in sechs Grafiken Illustration Ida G\u00f6tz \/ NZZ \u00abEuropa muss k\u00e4mpfen.\u00bb Das sagte die EU-Kommissions-Pr\u00e4sidentin Ursula&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":676470,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-676469","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115795537765659692","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/676469","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=676469"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/676469\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/676470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=676469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=676469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=676469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}