{"id":676661,"date":"2025-12-28T07:41:13","date_gmt":"2025-12-28T07:41:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/676661\/"},"modified":"2025-12-28T07:41:13","modified_gmt":"2025-12-28T07:41:13","slug":"wohnen-wird-2026-teurer-mieten-und-immobilienpreise-steigen-wirtschaft-ueberblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/676661\/","title":{"rendered":"Wohnen wird 2026 teurer: Mieten und Immobilienpreise steigen | Wirtschaft \u00dcberblick"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Der Wirtschaftskrise zum Trotz: Nach teils deutlichen Preisr\u00fcckg\u00e4ngen in den vergangenen Jahren m\u00fcssen K\u00e4ufer von Wohnungen und H\u00e4usern wieder mehr bezahlen. Schon seit Monaten ziehen die Immobilienpreise an. Gerade in den Ballungsr\u00e4umen ist g\u00fcnstiger Wohnraum kaum zu finden und der Druck auf die Mieten hoch.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Besserung f\u00fcr Mieter und K\u00e4ufer ist vorerst nicht in Sicht: Denn w\u00e4hrend das Angebot knapp bleibt, sind die Baukosten und Zinsen gestiegen. Michael Voigtl\u00e4nder, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet, dass die Preise f\u00fcr Wohnungen und H\u00e4user 2026 anziehen. \u00abIch rechne mit einem moderaten Anstieg von drei bis vier Prozent, aber nicht rasant wie in den 2010er Jahren.\u00bb<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSanM4Z040a2hNTEcwVEJTWklpTGd5eHZRVjdOYXJiZzRybUR0RTFTaGFRZXlsZmN2WnRnbGxyM0doZGxHZGpTd3RSb1FoQk5XQmUydzhweVJuWWhoemJ4M2RHZVc2S29QQTZscFZxRjljTjE\/251228-0503-urn-newsml-dpa-com-20090101-251228-935-1043006.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Wohnungen in Gro\u00dfst\u00e4dten werden wieder teurer. (Archivbild) - \u00a9 Julian Stratenschulte\/dpa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251228-0503-urn-newsml-dpa-com-20090101-251228-935-1043006.webp.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"Wohnungen in Gro\u00dfst\u00e4dten werden wieder teurer. (Archivbild) - \u00a9 Julian Stratenschulte\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Wohnungen in Gro\u00dfst\u00e4dten werden wieder teurer. (Archivbild) &#8211; \u00a9 Julian Stratenschulte\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Zwar d\u00e4mpft die Wirtschaftskrise, die viele Jobs kostet, auch den Immobilienmarkt. Doch f\u00fcr steigende Mieten und Kaufpreise spricht eine ganze Reihe Gr\u00fcnde, darunter langfristige Treiber.<\/p>\n<p>Immer mehr Singe-Wohnungen<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">F\u00fcr Druck sorgt die wachsende Zahl an Menschen, die allein wohnen. \u00abDer Anteil an Einpersonenhaushalten nimmt stetig zu, was den Wohnraumbedarf unabh\u00e4ngig von der Bev\u00f6lkerungszahl erh\u00f6ht\u00bb, schreibt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Bank ING. \u00abDie durchschnittliche Haushaltsgr\u00f6\u00dfe sinkt kontinuierlich und liegt derzeit bei 2,0 Personen\u00bb. Zum Vergleich: 1991 waren es rechnerisch 2,3 Menschen. Zu den Ursachen z\u00e4hlen die sp\u00e4tere Familiengr\u00fcndung und eine sinkende Geburtenrate.<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSanM4Z040a2hNTEcwVEJTWklpTGd5eHZRVjdOYXJiZzRybUR0RTFTaGFRZXlsZmN2WnRnbGxyM0doZGxHZGpTd3ZsWE9MVUNsRWxoaUVDdk1oMDB4aWNTd0dpaUxoeU0rQjVYUmk2NWZRenc\/251228-0503-urn-newsml-dpa-com-20090101-251228-935-1043012.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Der Neubau stockt, zuletzt zogen aber die Baugenehmigungen f\u00fcr Eigenheime an. (Archivbild) - \u00a9 Jan Woitas\/dpa-Zentralbild\/dpa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/251228-0503-urn-newsml-dpa-com-20090101-251228-935-1043012.webp.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"Der Neubau stockt, zuletzt zogen aber die Baugenehmigungen f\u00fcr Eigenheime an. (Archivbild) - \u00a9 Jan Woitas\/dpa-Zentralbild\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Der Neubau stockt, zuletzt zogen aber die Baugenehmigungen f\u00fcr Eigenheime an. (Archivbild) &#8211; \u00a9 Jan Woitas\/dpa-Zentralbild\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht: Dem Bundesinstitut f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung zufolge soll der Anteil der Einpersonenhaushalte bis 2045 um zwei Prozentpunkte auf 44 Prozent steigen.<\/p>\n<p>Ballungsr\u00e4ume ziehen Menschen an<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">In Deutschland fehlt Wohnraum, doch die Lage ist geteilt. W\u00e4hrend laut dem Analysehaus Empirica bundesweit rund 1,7 Millionen Wohnungen leer stehen, vor allem auf dem Land, ist der Markt in Metropolen umk\u00e4mpft. Sie ziehen j\u00e4hrlich Zehntausende junge Menschen an, zeigen Zahlen von Empirica Regio &#8211; nicht zuletzt wegen der Jobm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Das treibt die Mieten: Bundesweit legten sie 2025 sowohl im Bestand als auch im Neubau um vier Prozent zu, zeigt eine Studie des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW). In den gro\u00dfen St\u00e4dten waren es gar bis zu acht Prozent.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Helfen k\u00f6nnte laut IW-Experte Voigtl\u00e4nder eine Senkung der Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent liegt. Auch die hohen Kosten f\u00fcr Grundbucheintrag und Notar hielten viele Menschen vom Bau oder Immobilienkauf ab.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Der durchschnittliche Mieterhaushalt habe ein Nettoverm\u00f6gen von 22.300 Euro, sagte Voigtl\u00e4nder auf einer Veranstaltung des Maklers von Poll Immobilien. \u00abEs wird immer elit\u00e4rer, Wohneigentum zu erwerben.\u00bb Das k\u00f6nne aber helfen, den Druck auf Metropolen zu lindern. \u00abDenn f\u00fcr Wohneigentum sind die Menschen bereit, ein St\u00fcck weit rauszuziehen.\u00bb<\/p>\n<p>Wachsende Bev\u00f6lkerung braucht Wohnraum<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">F\u00fcr gro\u00dfen Wohnungsbedarf sorgt die wachsende Bev\u00f6lkerung. Ende 2024 lebten in Deutschland rund 83,6 Millionen Menschen, etwas mehr als im Vorjahr. Seit fast zwanzig Jahren werde eine Schrumpfung vorhergesagt, sagt ING-Chefvolkswirt Brzeski. \u00abEs ist bisher noch nie dazu gekommen. Im Gegenteil, die deutsche Bev\u00f6lkerung war noch nie gr\u00f6\u00dfer als aktuell.\u00bb<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Die Erkl\u00e4rung sei Migration: W\u00e4hrend Modellprognosen meist von einer Zuwanderung von 200.000 Menschen pro Jahr ausgingen, habe die durchschnittliche Nettozuwanderung der letzten zehn Jahre bei 600.000 Personen j\u00e4hrlich gelegen. Besonders stark war die Einwanderung mit der Fl\u00fcchtlingskrise 2015 und nach dem russischen \u00dcberall auf die Ukraine 2022.<\/p>\n<p>Gew\u00f6hnung an Zinsanstieg<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Seit Monaten liegen Bauzinsen auf erh\u00f6htem Niveau von zuletzt rund 3,7 Prozent. Entlastung f\u00fcr K\u00e4ufer und Bauherren ist nicht in Sicht. Der Kreditvermittler Dr. Klein erwartet stabile bis leicht steigende Bauzinsen. Investoren akzeptierten offenbar die ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen, hie\u00df es zuletzt vom Baugewerbeverband ZDB.<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">Oliver Kohnen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei Baufi24, erwartet in der ersten Jahresh\u00e4lfte 2026 Zinsen zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. \u00abDie Hoffnung auf eine R\u00fcckkehr zu den paradiesischen Zust\u00e4nden der Niedrigzinsphase ist unbegr\u00fcndet.\u00bb<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"em_text\">F\u00fcr Aufw\u00e4rtsdruck bei den Zinsen spreche die steigende Staatsverschuldung: Investoren wollten deshalb h\u00f6here Zinsen f\u00fcr zehnj\u00e4hrige Bundesanleihen. Sie sind richtungsweisend am Kapitalmark, die Bauzinsen orientieren sich daran.<\/p>\n<p>Neubau stockt<\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"em_text\">Mit dem stockenden Neubau ist das Angebot an Wohnungen gerade in St\u00e4dten eng, was den Druck auf Mieten und Kaufpreise verst\u00e4rkt. Und die Lage k\u00f6nnte sich noch versch\u00e4rfen: Das IW sch\u00e4tzt, dass dieses Jahr rund 235.000 Wohnungen gebaut werden und 2026 nur 215.000. Grund seien die in den Vorjahren gesunkenen Baugenehmigungen. 2024 wurden knapp 252.000 Wohnungen errichtet, so wenig wie seit 2015 nicht mehr.<\/p>\n<p id=\"absatz19\" class=\"em_text\">Immerhin: \u00abDie Stimmung im Wohnbau hat sich deutlich verbessert\u00bb, sagt Robin Winkler, Chefvolkswirt Deutschland bei der Deutschen Bank. Auch die Baugenehmigungen steigen wieder.<\/p>\n<p id=\"absatz20\" class=\"em_text\">Der Tiefpunkt der Krise sei \u00fcberschritten, meint Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des IMK-Instituts der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung. Er sieht aber vorerst keine Entspannung: Gebraucht w\u00fcrden rund 320.000 neue Wohnungen pro Jahr.<\/p>\n<p>Steigende L\u00f6hne, hohe Erbschaften<\/p>\n<p id=\"absatz21\" class=\"em_text\">F\u00fcr eine rege Immobiliennachfrage sprechen auch steigende L\u00f6hne bei vielen Besch\u00e4ftigten. Seit mehr als zwei Jahren wachsen die L\u00f6hne nach Abzug der Inflation. Allein im dritten Quartal kletterten die Reall\u00f6hne um 2,7 Prozent &#8211; laut Statistischem Bundesamt \u00abder bislang h\u00f6chste Anstieg in diesem Jahr\u00bb.<\/p>\n<p id=\"absatz22\" class=\"em_text\">Auch gro\u00dfe Erbschaften f\u00fchren dazu, dass sich viele Leute Immobilien leisten k\u00f6nnen. 2024 verzeichneten die Finanzverwaltungen einen Rekord bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Gut ein Drittel der k\u00fcnftigen Erben hierzulande rechnet mit einer Erbschaft von 250.000 Euro oder mehr, zeigt eine Studie der Deutschen Bank. Michael Neumann, Vorstandschef von Dr. Klein, beobachtet, dass in Ballungszentren viele K\u00e4ufer hohe Summen Eigenkapital mitbringen. \u00abDas ist der Beginn der Erbengeneration, den wir gerade sehen.\u00bb <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Wirtschaftskrise zum Trotz: Nach teils deutlichen Preisr\u00fcckg\u00e4ngen in den vergangenen Jahren m\u00fcssen K\u00e4ufer von Wohnungen und H\u00e4usern&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":676662,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1828],"tags":[15531,157110,29,28473,30,35695,20336,38937,76912,12645,1420,157111,3317,1209,8135],"class_list":["post-676661","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-koeln","tag-baukosten","tag-carsten-brzeski","tag-deutschland","tag-diw","tag-germany","tag-grostadt","tag-immobilienmarkt","tag-immobilienpreis","tag-ing","tag-institut-der-deutschen-wirtschaft","tag-koeln","tag-michael-voigtlnder","tag-miete","tag-nordrhein-westfalen","tag-wirtschaftskrise"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115796068706349991","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/676661","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=676661"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/676661\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/676662"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=676661"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=676661"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=676661"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}