{"id":677011,"date":"2025-12-28T11:19:11","date_gmt":"2025-12-28T11:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677011\/"},"modified":"2025-12-28T11:19:11","modified_gmt":"2025-12-28T11:19:11","slug":"filmlegende-bardot-ist-tot-sexsymbol-und-mythos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677011\/","title":{"rendered":"Filmlegende Bardot ist tot: Sexsymbol und Mythos"},"content":{"rendered":"<p>Paris (dpa) &#8211; Erotisch, sexy und lasziv: Ein Bild, das aus Brigitte Bardot einen Mythos machte. Nun ist die Leinwanddiva im Alter von 91 Jahren gestorben, wie die Fondation Brigitte Bardot mitteilte. In nur wenigen aktiven Kinostar-Jahren war Bardot in die Filmgeschichte eingegangen.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abDie Fondation Brigitte Bardot gibt mit gro\u00dfer Trauer den Tod ihrer Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin, Brigitte Bardot, bekannt, einer weltweit bekannten Schauspielerin und S\u00e4ngerin, die sich entschlossen hatte, ihre glanzvolle Karriere aufzugeben, um ihr Leben und ihre Energie dem Tierschutz und ihrer Stiftung zu widmen\u00bb, hie\u00df es in der Mitteilung.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron w\u00fcrdigte Bardot als \u00abeine Legende des Jahrhunderts\u00bb. Sie verk\u00f6rperte ein Leben in Freiheit, schrieb Macron auf der Plattform X. \u00abFranz\u00f6sische Existenz, universeller Glanz. Sie hat uns ber\u00fchrt\u00bb, hie\u00df es in dem Beitrag. Er erinnerte unter anderem an ihre Filme, ihre Stimme, ihren Ruhm und ihre gro\u00dfz\u00fcgige Leidenschaft f\u00fcr Tiere.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ikone des franz\u00f6sischen Kinos<\/p>\n<p>Ihren internationalen Durchbruch als Schauspielerin schaffte Bardot mit \u00abUnd immer lockt das Weib\u00bb. Darin spielt Bardot ein 18-j\u00e4hriges Waisenkind, das den M\u00e4nnern den Kopf verdreht. In dem Film von Roger Vadim, der Mitte der 1950er Jahre gedreht wurde, ging sie an die Grenze dessen, was damals vor der Kamera an Sexualit\u00e4t erlaubt war.<\/p>\n<p>Bardot trug in Filmen wie \u00abDie Verachtung\u00bb von Jean-Luc Godard (1963), \u00abPrivatleben\u00bb von Louis Malle (1962) und \u00abDie Wahrheit\u00bb von Henri-Georges Clouzot (1960) ihre Haut und erotische Ausstrahlungskraft nat\u00fcrlich und ungezwungen zur Schau. Weitere Streifen, in denen das M\u00e4dchen mit Pferdeschwanz zum internationalen Star wurde, waren \u00abEin Weib wie der Satan\u00bb (1959) und \u00abMit den Waffen einer Frau\u00bb (1958). Der Nachwelt hinterl\u00e4sst sie mehr als 45 Filme.<\/p>\n<p>R\u00fcckzug aus dem Rampenlicht<\/p>\n<p>Auf dem H\u00f6hepunkt ihrer Karriere in den Jahren 1973\/74 verabschiedete sich Bardot von der Welt des Films. Sie war des Starrummels m\u00fcde. \u00abIch hasse die Menschen. Mein Gleichgewicht finde ich in der Natur, in der Gesellschaft von Tieren\u00bb, erkl\u00e4rte sie.\u00a0<\/p>\n<p>B.B., wie die Schauspielerin von ihrem Publikum auch genannt wurde, zog sich in ihre\u00a0Villa \u00abLa Madrague\u00bb in Saint-Tropez zur\u00fcck und widmete\u00a0ihr Leben den Tieren. Im Kampf gegen deren schlechte\u00a0Behandlung\u00a0gr\u00fcndete sie Mitte der 80er Jahre die Fondation Brigitte Bardot.<\/p>\n<p>Die am 28. September 1934 in Paris geborene Schauspielerin stammt aus einer katholischen Familie. Als junges M\u00e4dchen begann sie eine Ausbildung als Ballettt\u00e4nzerin, dann wurde sie mit 15 Jahren als Foto-Model entdeckt und zu einem der begehrtesten Mannequins.\u00a0<\/p>\n<p>Ihre sinnliche Sch\u00f6nheit fiel zun\u00e4chst dem Regisseur Jean Boyer auf, der sie f\u00fcr \u00abLe Trou Normand\u00bb erstmals vor die Kamera holte. Das war 1952. Danach drehte sie einen Film nach dem anderen.\u00a0<\/p>\n<p>Neben der Filmt\u00e4tigkeit entdeckte Bardot auch die Welt des Chansons. Bekannt wurde sie vor allem durch die provokativen Lieder des S\u00e4ngers, Schauspielers und Komponisten Serge Gainsbourg. Zu den bekanntesten Chansons, die er f\u00fcr sie geschrieben hat, geh\u00f6rt \u00abHarley Davidson\u00bb.<\/p>\n<p>Sp\u00e4te Radikalisierung<\/p>\n<p>Bis zum Ende ihrer Filmkarriere f\u00fchrte Bardot ein Jetset-Dasein. Sie lebte und liebte ungeniert und ebnete mit ihrer selbstbestimmten Weiblichkeit der sexuellen Revolution den Weg. Sie war mit Gainsbourg liiert, hatte eine Beziehung mit dem Schauspielerkollegen Jean-Louis Trintignant und war mehrmals verheiratet, unter anderem mit dem Industriellen und Playboy Gunter Sachs.<\/p>\n<p>Im Jahr 1992 heiratete sie einen Freund und Berater von Jean-Marie Le Pen, dem Gr\u00fcnder der Partei der extremen Rechten Front National (heute:\u00a0RN, Rassemblement National).\u00a0<\/p>\n<p>Aus ihren rechtsextremen Positionen machte Bardot kein Geheimnis. In den letzten Lebensjahren sorgte sie vor allem wegen menschenfeindlicher \u00c4u\u00dferungen und Publikationen gegen Schwule, Frankreichs Linke, Obdachlose oder illegale Einwanderer f\u00fcr Schlagzeilen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Paris (dpa) &#8211; Erotisch, sexy und lasziv: Ein Bild, das aus Brigitte Bardot einen Mythos machte. 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