{"id":677029,"date":"2025-12-28T11:30:29","date_gmt":"2025-12-28T11:30:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677029\/"},"modified":"2025-12-28T11:30:29","modified_gmt":"2025-12-28T11:30:29","slug":"alle-gegen-queen-marine-schon-jetzt-braut-sich-ueber-frankreich-etwas-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677029\/","title":{"rendered":"Alle gegen &#8222;Queen Marine&#8220;? Schon jetzt braut sich \u00fcber Frankreich etwas zusammen"},"content":{"rendered":"<p>Wer folgt auf Macron? Die Pr\u00e4sidentenwahl 2027 setzt Frankreichs Kabinett schon jetzt heftig unter Druck. Dabei geht es auch um eine, die vielleicht gar nicht antreten darf.<\/p>\n<p>Noch knapp anderthalb Jahre liegen zwischen Frankreich und der n\u00e4chsten Pr\u00e4sidentschaftswahl. Doch schon jetzt h\u00e4ngt die erwartete Schicksalswahl dort \u00fcber etlichem politischen Handeln, hat eine Koalition platzen lassen und erschwert die ohnehin m\u00fchsame Arbeit der Minderheitsregierung ungemein.\u00a0<\/p>\n<p>Der liberale <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/macron-gibt-gruenes-licht-fuer-mega-flugzeugtraeger-frankreich-baut-groesstes-kriegsschiff-europas_b48d63f1-a59d-4fea-ba5b-cfaa64f4055b.html\" rel=\"follow noopener\" target=\"_self\">Staatschef Emmanuel Macron<\/a> kann nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten und weit \u00fcber sein Mitte-Lager hinaus stellt man sich die Frage, wer nach ihm in einer erwarteten Stichwahl gegen die rechtsnationale Marine Le Pen als Sieger hervorgehen kann.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Ambitionen auf das h\u00f6chste Staatsamt gibt es in Frankreich zur Gen\u00fcge. Teils stehen potenzielle Kandidaten schon seit Jahren in den Startl\u00f6chern, scharen Unterst\u00fctzer um sich und versuchen, sich vor dem Votum bestm\u00f6glich zu platzieren. Ein \u00dcberblick:<\/p>\n<p>\u00c9douard Philippe<\/p>\n<p>Philippe war 2017 der erste Premier unter dem damals neuen Staatschef Macron. Der 55-J\u00e4hrige gilt als beliebt und hat sich im Lokalen wichtige Unterst\u00fctzung gesichert. Er positioniert sich als besonnener Mitte-Mann und k\u00f6nnte ein vielversprechender Kandidat f\u00fcr Stabilit\u00e4t sein.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Mit seiner Partei Horizons war Philippe lange Zeit ein recht getreuer Gefolgsmann von Macron. Mittlerweile bereitet er der Regierung aber Probleme. W\u00e4hrend das Mitte-Lager bestehend aus der Pr\u00e4sidenten-Partei Renaissance sowie den Parteien Horizons und MoDem fr\u00fcher in der Regel geschlossen stimmte, verweigerte Philippe zuletzt in entscheidenden Haushaltsdebatten die Zustimmung.<\/p>\n<p>Gabriel Attal<\/p>\n<p>Der 36-J\u00e4hrige war ebenfalls Premierminister und ist mittlerweile Fraktions- und Parteichef von Renaissance. Er hat hohe Beliebtheitswerte und st\u00fcnde wohl am meisten f\u00fcr eine Fortf\u00fchrung von Macrons Politik. Schon als Premier galt Attal als j\u00fcngere Version des Pr\u00e4sidenten, wurde von diesem sogar als eine Art kleiner Bruder bezeichnet.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Inzwischen gilt das Verh\u00e4ltnis der beiden Senkrechtstarter aber als belastet. Mittlerweile scheut sich auch Attal nicht mehr vor Kritik an den Pl\u00e4nen der Regierung aus seinem eigenen Lager. Ob Frankreich einen Macron 2.0 m\u00f6chte oder sich Attal deutlich wird abgrenzen k\u00f6nnen wird, ist fraglich.<\/p>\n<p>G\u00e9rald Darmanin<\/p>\n<p>Der aktuelle Justizminister kommt wie auch Macron aus Nordfrankreich. Im Beliebtheitsranking ist er etwa gleichauf mit Attal und Philippe. Einer Umfrage von Ifop zufolge w\u00fcnschen sich 26 Prozent, dass er bei der Pr\u00e4sidentschaftswahl antritt und damit etwas weniger als bei Attal (29 Prozent) und Philippe (37 Prozent).\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Der langj\u00e4hrige Innenminister steht f\u00fcr eine harte Hand im Kampf gegen Kriminalit\u00e4t und klare Ansagen. Denen gibt der 43-J\u00e4hrige auch gerne mal einen populistischen Anstrich.<\/p>\n<p>Bruno Retailleau<\/p>\n<p>Der stramm konservative Vorsitzende der R\u00e9publicains ist im vergangenen Jahr an regionalen Schwergewichten und seinem parteiinternen Konkurrenten Laurent Wauquiez, der lange als Pr\u00e4sidentschaftskandidat gesetzt schien, regelrecht vorbeigeschossen.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>In den letzten Monaten hat der 65-J\u00e4hrige allerdings deutlich an Zuspruch verloren. In seinem Eifer, sich vom Macron-Lager abzugrenzen, hat der zwischenzeitliche Innenminister mit R\u00fcckzugsdrohungen den R\u00fccktritt von Premier S\u00e9bastien Lecornu mitausgel\u00f6st und damit letztlich auch das Ende der Regierungszusammenarbeit seiner R\u00e9publicains mit dem Mitte-Lager.\u00a0<\/p>\n<p>Einer f\u00fcr alle und alle f\u00fcr einen?<\/p>\n<p>Angesichts der zahlreichen Quasi-Kandidaturen, die sich im Kampf gegen Rechts geh\u00f6rig in die Quere kommen k\u00f6nnten, preschte Cannes konservativer B\u00fcrgermeister David Lisnard mit einer ungew\u00f6hnlichen Idee vor. Statt einen Kandidaten pro Partei aufzustellen, warf Lisnard in den Raum, nur eine Person f\u00fcr die Mitte-Rechts-Parteien zu nominieren \u2013 und so bessere Chancen zu haben, \u00fcberhaupt in die Stichwahl zu kommen.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Die einzelnen Parteien und Pr\u00e4sidentschaftswilligen m\u00fcssen sich zu Recht fragen, ob Ego und mitunter verschiedene politische Sichtweisen hinter dem Ziel, Le Pen zu verhindern, zur\u00fccktreten sollten. Das Stimmungsbild bisher allerdings: wenig begeistert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" data-hk=\"00942120a202a21302010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1d72aed8-b765-43af-b843-20786e1525a2.9ab5945b-3c94-4c42-89a9-b7c849651cf1.png\"  alt=\"Le-Pen-Urteil setzt Frankreich unter Spannung\" width=\"1200\" height=\"675\"\/> Sprach im TV-Interview von einem &#8222;Vernichtungsschlag des politischen Gegners&#8220;: Marine Le Pen.  Thomas Samson\/POOL\/AFP\/Getty Images <\/p>\n<p>Eine gemeinsame Kandidatur oder auch der Verzicht auf eine Gegenkandidatur scheint in Frankreichs politischer Landschaft, die von Konfrontation und stark von sich selbst \u00fcberzeugten Kandidaten lebt, schwer vorstellbar.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Zumal die Konservativen einen klaren Bruch mit Macron wollen, was dessen Partei kaum guthei\u00dfen d\u00fcrfte. Sollte es wider Erwarten so weit kommen, dass mehrere gro\u00dfe Parteien gemeinsam einen Kandidaten ins Rennen schicken, w\u00e4re das eine klare Kampfansage gegen Rechts.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Schon in den n\u00e4chsten Monaten will ein Berufungsgericht entscheiden, ob das Urteil aufrechterhalten wird und Le Pen eine Kandidatur verwehrt bleibt oder ob die Rechtsnationale zum vierten Mal Anlauf auf den \u00c9lys\u00e9e-Palast nehmen kann.<\/p>\n<p>Schon seit Langem steht fest: Wenn Le Pen nicht darf, wird ihr politischer Spr\u00f6ssling Jordan Bardella von den Rechtsnationalen in den Ring geschickt. Der politische Jungstar hat sich in den vergangenen Jahren in die Herzen der Kernw\u00e4hlerschaft vorgearbeitet und sein Vorbild &#8222;Queen Marine&#8220; in den Umfragen mittlerweile sogar \u00fcberholt.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Beide haben einen deutlichen Vorsprung vor allen anderen Pr\u00e4sidentschaftswilligen. Der Mann aus der Banlieue galt einst als Le Pens Haudegen mit harten Parolen, w\u00e4hrend sie den Entteufelungskurs der Partei vorantrieb. Mittlerweile gibt der 30-J\u00e4hrige sich gediegener.<\/p>\n<p><strong>Bleibt einzig eine Frage:<\/strong> Wie stellt sich das linke Lager auf? Zumindest Gr\u00fcne und Sozialisten wollen mit einer gemeinsamen Kandidatur antreten. Stand jetzt sind aber weder die Altlinken um Jean-Luc M\u00e9lenchon noch der aussichtsreichste Kandidat im linken Spektrum, Sozialdemokrat Rapha\u00ebl Glucksmann, dabei. Ob einer von ihnen Chancen auf die Stichwahl haben wird, bleibt abzuwarten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer folgt auf Macron? Die Pr\u00e4sidentenwahl 2027 setzt Frankreichs Kabinett schon jetzt heftig unter Druck. 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