{"id":677031,"date":"2025-12-28T11:38:26","date_gmt":"2025-12-28T11:38:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677031\/"},"modified":"2025-12-28T11:38:26","modified_gmt":"2025-12-28T11:38:26","slug":"europa-diskutiert-noch-den-verbrenner-china-baut-derweil-fabriken-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677031\/","title":{"rendered":"Europa diskutiert noch den Verbrenner \u2013 China baut derweil Fabriken der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Das Verbrenner-Aus in der EU kommt nur in abgemildeter Form. Branchenkenner Philipp Raasch sieht trotzdem noch sieben Faktoren, die die deutschen Autobauer weiter unter Druck setzen werden. Und eine neue technologische Zukunft f\u00fcr China. <\/p>\n<p>Sechs Monate hat Europa \u00fcber das Verbrenner-Aus gestritten. Jetzt kam die Entscheidung. Das Ergebnis? Ein <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/eu-kommission-praesentiert-aenderungen-am-verbrenner-aus-ab-2035_0cfbc741-66b9-4734-b121-e908b5118f9f.html\" rel=\"follow noopener\" target=\"_self\">Kompromiss<\/a>, mit dem niemand zufrieden ist. Aber das ist nicht mal das eigentliche Problem. \u00a0<\/p>\n<p>Denn w\u00e4hrend Europa monatelang \u00fcber Verbrenner diskutiert, verabschiedet China gerade seinen neuen 5-Jahresplan. Und E-Mobilit\u00e4t? Steht nicht mehr drin. Das Thema ist f\u00fcr sie abgehakt. Gewonnen. Der Markt ist erobert. Jetzt flie\u00dft das Kapital in die n\u00e4chsten Industrien. K\u00fcnstliche Intelligenz. Humanoide Roboter. Quantencomputer.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Europa diskutiert sechs Monate dar\u00fcber, ob wir in zehn Jahren noch Verbrenner verkaufen wollen. China baut derweil die KI-Fabriken und Roboter, die diese Autos in Zukunft produzieren werden. Heute schauen wir uns an, was die EU entschieden hat. Warum niemand zufrieden ist. Und warum wir ein Fokus-Problem haben.\u00a0<\/p>\n<p>Die unendliche Debatte \u00fcber das Verbrenner-Aus<\/p>\n<p>Die letzten sechs Monate haben Europa gel\u00e4hmt. Eine Frage hat Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besch\u00e4ftigt: Kippen wir das Verbrenner-Aus 2035?\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Das ist deshalb so emotional, weil Deutschland den Verbrennungsmotor erfunden hat. \u00dcber ein Jahrhundert war das unser Ding. Unser Exportschlager. Made in Germany hing immer auch mit Autos zusammen. Mit dem Verbrenner.\u00a0<\/p>\n<p>Jetzt soll genau diese Technologie verschwinden. Hunderttausende Jobs h\u00e4ngen daran. Und ein gro\u00dfer Teil unserer industriellen Identit\u00e4t. Deshalb wird so erbittert gek\u00e4mpft. Besonders in Deutschland. In der Diskussion gab es 2 Lager:\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p><strong>Lager 1: Das Verbrenner-Aus soll bleiben<\/strong><\/p>\n<p>Beispiele: Spanien, Volvo, Polestar.\u00a0<\/p>\n<p>Sie haben auf E-Autos gewettet. Milliarden investiert. Im Vertrauen auf stabile Rahmenbedingungen. Die Aufweichung finden sie unfair. Denn ihre Investitionen verlieren an Wert.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Lager 2: Das Verbrenner-Aus soll weg<\/strong><\/p>\n<p>Beispiele: Deutschland, Italien, Mercedes, BMW, VW. Sie wollen das <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/verbrenner-aus-endgueltig-gekippt-eu-kommission-einigt-sich-auf-neue-regelung_278934df-2a24-488e-b439-97bf07c6d5e2.html\" rel=\"follow noopener\" target=\"_self\">Verbrenner-Aus<\/a> am liebsten komplett kippen. Weil: Technologieoffenheit. Flexibilit\u00e4t. Dem Kunden die Wahl lassen. Aber das ist nur die offizielle Begr\u00fcndung.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Diese sieben Faktoren gef\u00e4hrden das Gesch\u00e4ft der deutschen Autobauer<\/p>\n<p>Die deutschen Hersteller stehen unter extremem Druck. Sieben Faktoren verst\u00e4rken sich gegenseitig:\u00a0<\/p>\n<p><strong>1) China ist weggebrochen<\/strong><\/p>\n<p>Jahrzehntelang war China die Cash-Maschine. VW hat dort mehr als jedes dritte Auto verkauft. Die Gewinne aus China haben alles andere finanziert.<\/p>\n<p>Der Marktanteil deutscher Hersteller ist von 24 Prozent auf 15 Prozent gefallen. Die Cash-Maschine l\u00e4uft nicht mehr.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p><strong>2) E-Autos verdr\u00e4ngen Verbrenner in China<\/strong><\/p>\n<p>Mehr als jedes zweite neue Auto in China ist elektrisch. Deutsche Hersteller werden dort haupts\u00e4chlich f\u00fcr ihre Verbrenner gekauft. Aber die Nachfrage nach Verbrennern bricht weg.\u00a0<\/p>\n<p>Philipp Raasch war 10 Jahre bei Mercedes. Heute schreibt er in seinem Newsletter Der Autopreneur \u00fcber Tesla, China und warum deutsche Autobauer den Anschluss verlieren. Seine Analysen werden von 37.000 Lesern verfolgt \u2013 darunter Entscheider bei VW, BMW und BYD. <a href=\"https:\/\/www.autopreneur.de\/subscribe?utm_source=focus&amp;utm_medium=autorenbox\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hier kostenlos abonnieren.<\/a> Er ist Teil unseres <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/experts\/faq-zum-experts-circle_362f7625-22cb-4ff0-8522-9b021284062c.html\" rel=\"follow noopener\" target=\"_self\">EXPERTS Circle<\/a>. Die Inhalte stellen seine pers\u00f6nliche Auffassung auf Basis seiner individuellen Expertise dar.<\/p>\n<p><strong>3) Sie m\u00fcssen in beide Technologien investieren<\/strong><\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Um in China zu \u00fcberleben, brauchen sie also wettbewerbsf\u00e4hige E-Autos. Gegen lokale Hersteller, die oft f\u00fcnf Jahre Vorsprung haben. Gleichzeitig kaufen die USA weiter Verbrenner. Besonders durch Trumps Politik. Wenn deutsche Hersteller in beiden M\u00e4rkten verkaufen wollen, m\u00fcssen sie parallel E-Autos UND Verbrenner entwickeln.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Das Problem: Das kostet doppelt. Zwei Plattformen. Zwei Lieferketten. Zwei Produktionslinien. In einer Zeit, wo die Gewinne aus China wegbrechen.\u00a0<\/p>\n<p><strong>4) Verbrenner brauchen Volumen<\/strong><\/p>\n<p>Die Entwicklung eines Verbrenners kostet Milliarden. Die Kosten sind fix. Je mehr Autos du verkaufst, desto niedriger die Kosten pro Auto.\u00a0<\/p>\n<p>Wenn Europa keine Verbrenner mehr kauft, bleiben nur die USA und ein paar Exportm\u00e4rkte. Die St\u00fcckzahlen sinken. Die Marge schrumpft. Oder wird sogar negativ.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Deshalb brauchen deutsche Hersteller die Verbrenner-Verk\u00e4ufe in Europa. Nur mit Europa lohnen sich Verbrenner \u00fcberhaupt noch. Nur dann machen sie genug Gewinn.\u00a0<\/p>\n<p>Und diesen Gewinn brauchen sie f\u00fcr die Entwicklung wettbewerbsf\u00e4higer E-Autos in China. Das Paradox: Sie brauchen Europas Verbrenner-Markt. Um ihre Transformation weg vom Verbrenner zu finanzieren.\u00a0<\/p>\n<p><strong>6) Die CO\u2082-Strafen der EU<\/strong><\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Das Problem: Die EU l\u00e4sst ihnen diese Zeit nicht. Sie hat klare CO\u2082-Ziele. Wer sie verfehlt, zahlt Milliarden-Strafen.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Deutsche Hersteller brauchen Zeit, um mit Verbrennern Geld zu verdienen. Aber die EU zwingt sie zu hohen E-Auto-Quoten.\u00a0<\/p>\n<p><strong>7) Werksschlie\u00dfungen drohen<\/strong><\/p>\n<p>Und wenn die Transformation zu schnell kommt? Dann schlie\u00dfen Verbrenner-Werke. Jobs gehen verloren. Ganze Regionen verlieren ihre wirtschaftliche Basis. Das will man ausbremsen. Sozialvertr\u00e4glich gestalten.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>In Deutschland kennen wir das vom Kohleausstieg. Dort haben wir es genauso gemacht. Den Ausstieg verz\u00f6gert. Was ist passiert? Die Jobs sind trotzdem weggefallen. Die Regionen haben trotzdem ihre Basis verloren. Nur dass wir in der Zwischenzeit noch mehr Geld in alte Strukturen gepumpt haben. Statt neue aufzubauen.\u00a0<\/p>\n<p>Diese sieben Faktoren erkl\u00e4ren, warum deutsche Hersteller so verzweifelt k\u00e4mpften. Monatelang war es DAS Thema in Br\u00fcssel. Diese Woche fiel die Entscheidung.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Das Verbrenner-Aus wurde gekippt \u2013 ein bisschen<\/p>\n<p>Die EU-Kommission hat ihren Vorschlag vorgelegt. Statt 100 Prozent CO\u2082-Reduktion bis 2035 sollen es 90 Prozent sein.\u00a0<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das konkret?\u00a0<\/p>\n<p>Das alte Ziel: Ab 2035 d\u00fcrfen nur noch Autos verkauft werden, die 0g CO\u2082 aussto\u00dfen. Faktisch ein Verbrenner-Aus.\u00a0<\/p>\n<p>Das neue Ziel: Ab 2035 muss der durchschnittliche CO\u2082-Aussto\u00df der verkauften Fahrzeugflotte eines Herstellers um 90% niedriger sein als 2021.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Das bedeutet: Verbrenner d\u00fcrfen weiterverkauft werden. Wenn der Hersteller genug Credits sammelt.\u00a0<\/p>\n<p>Ein System mit Credits soll die Hersteller regulieren<\/p>\n<p>Jeder verkaufte Verbrenner verursacht CO\u2082. Das muss ausgeglichen werden.\u00a0<\/p>\n<p>Credits bekommt man durch:\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>Verkauf von E-Autos (kleine E-Autos bringen Extra-Credits)<\/li>\n<li>Nutzung von gr\u00fcnem Stahl aus der EU in der Produktion<\/li>\n<li>Verkauf von Autos, die mit E-Fuels fahren k\u00f6nnen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die gro\u00dfe \u00c4nderung: Verbrenner bleiben erlaubt. Aber die Kompensation \u00fcber Credits ist teuer. Sehr teuer.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Der Effekt: Verbrenner werden zum Luxusprodukt. Wie eine Rolex. F\u00fcr eine Handvoll Menschen, die es sich leisten k\u00f6nnen und wollen. Das bedeutet: 2036 kannst du dir wahrscheinlich noch einen Porsche mit Verbrenner kaufen. Wohl deutlich teurer als heute. Aber eben keinen Golf mehr.\u00a0<\/p>\n<p>Und das gilt nur f\u00fcr Privatkunden. F\u00fcr Firmenflotten gelten strengere Regeln. Bis 2030 m\u00fcssen 54 Prozent der Neuzulassungen elektrisch sein. Bis 2035 dann 100 Prozent. Das ist das faktische Verbrenner-Aus f\u00fcr den gewerblichen Markt. Und da 60-70 Prozent aller Neuzulassungen gewerblich sind, ist das der eigentliche Hebel.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Am Ende \u00e4ndert sich also kaum etwas.\u00a0<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Niemand ist zufrieden<\/p>\n<ul>\n<li>Volvo: &#8222;Wir sind bereit. Pl\u00f6tzlich \u00e4ndert sich das Spielfeld, nur weil jemand anderes nicht bereit war.&#8220;<\/li>\n<li>VDA: &#8222;Technologieoffenheit muss mehr sein als ein Lippenbekenntnis.&#8220;<\/li>\n<li>Polestar: &#8222;Wenn wir jetzt zur\u00fcckrudern, schaden wir nicht nur dem Klima. Wir schaden Europas Wettbewerbsf\u00e4higkeit.&#8220;\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Debatte ist nicht zu Ende. Sie wird uns weiter Zeit, Ressourcen, Steuergelder und Fokus kosten. Und w\u00e4hrend Europa sich mit sich selbst besch\u00e4ftigt, passiert 8.000 km weiter \u00f6stlich folgendes.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>China hakt das Thema ab<\/p>\n<p>Die chinesische Regierung stuft E-Mobilit\u00e4t als etablierte Industrie ein. Das bedeutet keine staatliche F\u00f6rderung mehr. Das Thema ist durch.\u00a0<\/p>\n<p>Die Zahlen belegen das. 2025 werden in China rund 16 Mio. E-Autos und Plug-in-Hybride verkauft. Der Marktanteil liegt inzwischen stabil \u00fcber 50 Prozent. Mehr als jedes zweite neue Auto ist elektrisch. China hat in den letzten Jahren \u00fcber 230 Mrd. Dollar in E-Mobilit\u00e4t investiert. Das Ergebnis: \u00dcber 400 E-Auto-Hersteller sind seit 2018 pleite gegangen. 80 Prozent der verbleibenden werden folgen.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Das klingt nach Krise. Ist es aber nicht. Das ist eine Marktbereinigung nach dem Sieg.\u00a0<\/p>\n<p>Das gesamte chinesische System fokussiert sich auf die n\u00e4chste Technologie<\/p>\n<p>China hat Kapazit\u00e4ten aufgebaut, um 50 Mio. Fahrzeuge pro Jahr zu produzieren. Gekauft wird nur die H\u00e4lfte. Die Folge: Ein brutaler Preiskampf. Hunderte Insolvenzen.\u00a0<\/p>\n<p>Der gewollte Nebeneffekt: Ausl\u00e4ndische Autobauer wurden systematisch aus dem Heimatmarkt gedr\u00e4ngt. China hat eine komplette Industrie aus dem Boden gestampft. Mit Marktf\u00fchrerschaft. Mit Kostenf\u00fchrerschaft. Mit Technologief\u00fchrerschaft.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Im kommenden chinesischen 15. F\u00fcnfjahresplan (2026-2030) tauchen E-Autos in der Liste der strategischen Industrien nicht mehr auf. Die Botschaft ist klar. Die Inkubationsphase ist vorbei. Der Staat zieht sich zur\u00fcck. Es folgt: Survival of the fittest. Die schwachen Player sterben. Die starken bleiben.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Jetzt fokussiert sich das gesamte chinesische System auf die n\u00e4chste Technologie.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>China fokussiert sich auf \u00fcbermorgen<\/p>\n<p>Die neuen strategischen Industrien: K\u00fcnstliche Intelligenz. Quantum Computing. Bio-Manufacturing. Humanoide Robotik.\u00a0Selbst Autohersteller wie BYD, Xpeng und Xiaomi investieren massiv in Embodied AI. Humanoide Roboter f\u00fcr die Produktion. Das Ziel: Fabriken, die 24\/7 laufen. Ohne L\u00f6hne. Ohne Gesundheitsvorsorge. Ohne Gewerkschaften.<\/p>\n<p>BYD investiert gerade 13 Mrd. Euro in intelligente Technologien. Xiaomi baut seine menschenleeren Dark Factories. Chinas Plan? E-Mobilit\u00e4t ist gewonnen. Jetzt geht es um die Fertigung. Um KI und Robotik. Um die n\u00e4chste Kostenrevolution. Europa diskutiert dar\u00fcber, ob wir 2036 noch Verbrenner bauen. China baut die Roboter, die diese Autos 2036 zu unschlagbaren Kosten produzieren werden.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Der Polestar-CEO fasst es so zusammen: &#8222;Die Chinesen werden nicht pausieren. Sie werden \u00fcbernehmen.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Mein Take<\/p>\n<p>Das eigentliche Problem ist unser Fokus. Worauf lenken wir unsere Aufmerksamkeit? Wo konzentrieren wir unsere Ressourcen? Dieser Kompromiss hat sechs Monate gekostet. F\u00fcr ein Ergebnis, mit dem niemand zufrieden ist. F\u00fcr eine Regelung, die kaum etwas \u00e4ndert. F\u00fcr eine Situation, die erst 2035 eintritt. Die Welt wird sich bis dahin grundlegend ver\u00e4ndert haben.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>KI ist die n\u00e4chste industrielle Revolution. Sie wird grundlegend ver\u00e4ndern, wie Branchen ticken. Wie Wirtschaft funktioniert. Wie wir arbeiten. Und sie verschiebt den Fokus noch st\u00e4rker weg von Hardware zu Intelligenz. In zehn Jahren ist das Auto kein mechanisches Fortbewegungsmittel mehr. Sondern ein Roboter, in den man sich hineinsetzt.\u00a0<\/p>\n<p>Viele Experten sagen: Bis dahin haben wir AGI. Also: K\u00fcnstliche Intelligenz, die den Menschen in jedem Bereich \u00fcbertrifft. KI wird den Gro\u00dfteil der Wissensarbeit erledigen. Humanoide Roboter werden in den Fabriken stehen. Und vermutlich auch in unserem Alltag ankommen.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>In jedem Fall wird die Welt im Jahr 2035 fundamental anders aussehen.\u00a0<\/p>\n<p>Festhalten am Verbrenner ist kein Gesch\u00e4ftsmodell<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend diese tektonische Verschiebung passiert? Debattieren wir ernsthaft dar\u00fcber, ob wir 2035 noch zehn Prozent Verbrenner verkaufen d\u00fcrfen. Wir haben ein Fokus-Problem. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich verstehe jeden, der emotional an der Automobilbranche h\u00e4ngt. Tu ich ja selbst.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Aber Nostalgie ist kein Gesch\u00e4ftsmodell.\u00a0<\/p>\n<p>China hat etwas, das wir nicht haben. Langfristigen Fokus. Kapital wird strategisch konzentriert. Und zwar in den Aufbau neuer Industrien. Eine nach der anderen. Wir investieren Zeit und Geld in das Bewahren alter Strukturen. Mit Kompromissen. Mit Ausnahmen. Mit Technologieoffenheit.\u00a0<\/p>\n<p>Noch funktioniert das. Solange die alten Industrien noch Geld abwerfen. Aber was passiert danach? Wenn das Alte dann endg\u00fcltig weggebrochen ist. Und wir nichts Neues aufgebaut haben? Die eigentliche Frage ist: Wann h\u00f6ren wir endlich auf, \u00fcber Gestern zu sprechen? Und fangen an, Morgen zu aufzubauen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Verbrenner-Aus in der EU kommt nur in abgemildeter Form. 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