{"id":677317,"date":"2025-12-29T08:57:13","date_gmt":"2025-12-29T08:57:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677317\/"},"modified":"2025-12-29T08:57:13","modified_gmt":"2025-12-29T08:57:13","slug":"das-oel-venezuelas-und-die-krise-des-us-imperialismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677317\/","title":{"rendered":"Das \u00d6l Venezuelas und die Krise des US-Imperialismus"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/d29f4d26-ac2e-4076-bcd6-dbec7d55a035.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>Die Raffinerie El Palito in Puerto Cabello (Venezuela), 21. Dezember 2025  [AP Photo\/Matias Delacroix]<\/p>\n<p>Die Trump-Regierung intensiviert ihre Vorbereitungen auf eine Milit\u00e4rintervention gegen Venezuela und beschleunigt damit seit langem bestehende Pl\u00e4ne f\u00fcr einen Regimewechsel unter dem Deckmantel der Bek\u00e4mpfung von Drogenhandel und der Durchsetzung von Sanktionen.<\/p>\n<p>In den letzten Wochen haben die USA etwa 15.000 Soldaten in der Karibik zusammengezogen. Zu diesem Aufmarsch geh\u00f6ren elf Kriegsschiffe nahe den venezolanischen Hoheitsgew\u00e4ssern, darunter die USS Gerald R. Ford, der gr\u00f6\u00dfte Flugzeugtr\u00e4ger der Welt, mehrere Lenkwaffenzerst\u00f6rer, amphibische Angriffsschiffe und mindestens ein Atom-U-Boot. Die vor zwei Jahrzehnten geschlossene Marinebasis Roosevelt Roads in Puerto Rico wurde wieder in Betrieb genommen, um erweiterte Luftoperationen zu unterst\u00fctzen, darunter den Einsatz von F-35-Tarnkappenj\u00e4gern.<\/p>\n<p>Seit September 2025 haben US-Truppen mindestens 28 Angriffe gegen kleine Boote in der s\u00fcdlichen Karibik und im \u00f6stlichen Pazifik durchgef\u00fchrt und dabei mehr als 100 Menschen get\u00f6tet. Diese Angriffe, die ohne Zustimmung des US-Kongresses oder irgendein v\u00f6lkerrechtliches Mandat erfolgten, wurden von der Regierung als Angriffe auf angebliche \u201eDrogenschmuggler\u201c gerechtfertigt, von denen viele angeblich aus Venezuela stammen. F\u00fcr diese Behauptungen wurden keine Beweise vorgelegt. Sie stellen Kriegshandlungen auf der Grundlage einer einseitigen Aus\u00fcbung exekutiver Gewalt dar.<\/p>\n<p>Dieser Versch\u00e4rfung des milit\u00e4rischen Drucks gingen jahrelange, umfassende Sanktionen beider gro\u00dfer US-Parteien voraus, die Venezuelas Wirtschaft zerst\u00f6rt und das ehemals relativ wohlhabende s\u00fcdamerikanische Land in eine lange Rezession, Hyperinflation und sozialen Zusammenbruch gest\u00fcrzt haben.<\/p>\n<p>Das Ziel der Trump-Regierung ist es, gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Druck auszu\u00fcben, um Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro zum R\u00fccktritt zu zwingen und eine Regierung einzusetzen, die den strategischen und wirtschaftlichen Interessen der USA untergeordnet ist. Die Entscheidung des Friedensnobelpreis-Komitees, die von den USA unterst\u00fctzte Oppositionsf\u00fchrerin Claudia Machado auszuzeichnen, muss im Kontext dieser umfassenderen Regimewechselkampagne verstanden werden \u2013 eine Kombination aus wirtschaftlicher Strangulation, milit\u00e4rischer Eskalation und politischen Man\u00f6vern, um Maduros R\u00fcckhalt im Inland zu zerst\u00f6ren, vor allem unter den wohlhabenderen Schichten der venezolanischen Gesellschaft.<\/p>\n<p>Der Grund hinter all diesen Entwicklungen ist nicht schwer zu erkennen: Venezuelas einzigartige strategische Rolle in der Weltwirtschaft als gr\u00f6\u00dfter Besitzer so genannter \u201enachgewiesener\u201c \u00d6lvorkommen der Welt.<\/p>\n<p>Die Trump-Regierung hat in der Karibik rechtswidrig drei \u00d6ltanker beschlagnahmt. Zuerst wurde am 10. Dezember die \u201eSkipper\u201c auf dem Weg nach Kuba mit zwei Millionen Barrel venezolanischen Roh\u00f6ls beschlagnahmt und anschlie\u00dfend zur Entladung in einen Hafen in Texas gebracht. Am 20. Dezember wurde das zweite Schiff, die \u201eCenturies\u201c, \u00f6stlich von Barbados von der US-K\u00fcstenwache abgefangen. Es transportierte etwa 1,8 Millionen Barrel \u00d6l aus venezolanischem Staatseigentum f\u00fcr China, was zu formellen diplomatischen Protesten aus Peking f\u00fchrte. Das dritte Schiff, die \u201eBella 1\u201c, wird weiterhin verfolgt, nachdem es sich dem Befehl widersetzt hatte, sich von US-Streitkr\u00e4ften kapern zu lassen. Zum Zeitpunkt des Abfangversuchs befand es sich auf dem Weg nach Venezuela, um Roh\u00f6l zu laden. In der Vergangenheit hat das Schiff auch iranisches \u00d6l transportiert.<\/p>\n<p>Es m\u00fcssen einige Dinge zur Beschaffenheit von Venezuelas \u00d6l und dem breiteren wirtschaftlichen, materiellen und geopolitischen Kontext erkl\u00e4rt werden, die die seit langem bestehenden Pl\u00e4ne der USA verdeutlichen, Venezuela f\u00fcr die amerikanischen \u00d6lkonzerne (vor allem f\u00fcr Chevro, Exxon und ConocoPhillips) zur\u00fcckzugewinnen.<\/p>\n<p><strong>Die Beschaffenheit von Venezuelas \u00d6lreserven <\/strong><\/p>\n<p>Offiziell besitzt Venezuela die gr\u00f6\u00dften, als nachgewiesen eingestuften \u00d6lvorkommen der Welt \u2013 etwa 300 Milliarden Barrel. Beim derzeitigen weltweiten Roh\u00f6lverbrauch von etwa 30 bis 31 Milliarden Barrel pro Jahr w\u00fcrde dies reichen, um die Welt etwa ein Jahrzehnt lang zu versorgen. Zum Vergleich: Saudi-Arabien verf\u00fcgt nach eigenen Angaben \u00fcber nachgewiesene Vorkommen von 270 Milliarden Barrel \u00d6l, der Iran \u00fcber etwa 210 Milliarden Barrel, Russland \u00fcber etwa 80 Milliarden Barrel und die USA \u00fcber etwa 145 Milliarden Barrel.<\/p>\n<p>Diese beeindruckenden Zahlen verdeutlichen die enorme strategische Bedeutung des venezolanischen \u00d6ls im Rahmen der imperialistischen Ambitionen der USA. Gleichzeitig m\u00fcssen sie sorgf\u00e4ltig eingeordnet werden. \u201eNachgewiesene Vorkommen\u201c sind keine rein geologische Kategorie, sondern beziehen sich auf Vorkommen, die von den nationalen Beh\u00f6rden zu den bestehenden Preisen und unter den bestehenden technologischen und politischen Bedingungen als wirtschaftlich f\u00f6rderbar eingestuft werden. Besonders innerhalb der OPEC gelten solche Zahlen allgemein als politisiert und \u00fcberh\u00f6ht, da die Gr\u00f6\u00dfe der Vorkommen bisher die Produktionsquoten und die geopolitische Stellung beeinflusst hat.<\/p>\n<p>Die Venezuelas \u00d6lvorkommen sind real, riesig und befinden sich in relativ geringer Tiefe. Doch von einem wirtschaftlichen und technischen Standpunkt geh\u00f6ren sie zu den am schwierigsten zu erschlie\u00dfenden \u00d6lvorkommen der Welt. Der \u00fcberwiegende Teil dieser Vorkommen befindet sich im Gebiet des Orinoco, einer massiven Onshore-Formation, die Extra-Schwer\u00f6l enth\u00e4lt. Anders als in konventionellen \u00d6lfeldern flie\u00dft das \u00d6l im Orinoco nicht von sich aus. Es ist extrem z\u00e4hfl\u00fcssig und \u00e4hnelt von der Konsistenz her eher Melasse als fl\u00fcssigem Erd\u00f6l. Daher ist st\u00e4ndiges mechanisches F\u00f6rdern, Verd\u00fcnnen und Aufbereiten notwendig, um es transportieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Daher l\u00e4sst sich Venezuelas \u00d6lreichtum gleichzeitig als riesig und stark eingeschr\u00e4nkt bezeichnen. Es handelt sich zwar um die gr\u00f6\u00dfte Kohlenwasserstoffansammlung der Welt, doch ihre F\u00f6rderung ist langsam, kapitalintensiv und stark von st\u00e4ndigen Importen von Maschinerie, Verd\u00fcnnungsmitteln und industriellen Produkten abh\u00e4ngig. Deshalb unterscheiden sich die unabh\u00e4ngigen Brancheneinsch\u00e4tzungen deutlich von den Zahlen \u00fcber Vorkommen in den Schlagzeilen. So sch\u00e4tzt Rystad Energy, dass Venezuela eher \u00fcber 27 Milliarden Barrel langfristig wirtschaftlich f\u00f6rderbares \u00d6l verf\u00fcgt \u2013 eine Gr\u00f6\u00dfenordnung, die unter den offiziell angegebenen Vorkommen liegt.<\/p>\n<p><strong>Venezuelas Abh\u00e4ngigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Weil die Schwer\u00f6lf\u00f6rderung langsam und kostspielig ist, brauchte Venezuela beim Abbau seiner riesigen Vorkommen stabile, langfristige strategische Partnerschaften mit gro\u00dfen Industriem\u00e4chten, die derart anspruchsvolle Projekte finanzieren und technisch unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Eine vollst\u00e4ndige Ausbeutung der genannten 300 Milliarden Barrel ist unter den derzeitigen Bedingungen unwahrscheinlich. Eine betr\u00e4chtlich h\u00f6here F\u00f6rderung w\u00e4re nur m\u00f6glich, wenn Venezuela wieder in die internationale politische Ordnung integriert w\u00fcrde, und wenn vor allem die \u00d6lpreise \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum deutlich erh\u00f6ht blieben \u2013 etwa zwei- bis dreimal so hoch wie derzeit.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich herrscht auf den globalen \u00d6l- und Gasm\u00e4rkten derzeit ein \u00dcberangebot, das voraussichtlich auch im n\u00e4chsten Jahr bestehen bleibt. In der Branche w\u00e4chst allerdings zunehmend der Konsens, dass in den Jahren ab 2030 eine strukturelle Verknappung einsetzen wird. Dies k\u00f6nnte zu deutlichen Preiserh\u00f6hungen und einer wieder steigenden Bedeutung der venezolanischen \u00d6lvorkommen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Genau in diesem Kontext hat Venezuela in den strategischen Erw\u00e4gungen der USA seit langem eine besondere Stellung. Es war zwar nicht immer unmittelbares Ziel f\u00fcr eine direkte Kontrolle, doch diese Drohung existierte st\u00e4ndig im Hintergrund. Venezuela ist aufgrund seiner Lage in der Karibik und wegen des latenten Werts seines \u00d6ls unter unterschiedlichen politischen Rahmenbedingungen und Preisregimen ein wichtiger geopolitischer und ressourcenrelevanter Knotenpunkt.<\/p>\n<p>Zudem schafft die Schwerfl\u00fcssigkeit des venezolanischen Roh\u00f6ls eine zus\u00e4tzliche Abh\u00e4ngigkeit. \u00d6l vom Orinoco muss typischerweise in L\u00e4nder exportiert werden, die leichteres Roh\u00f6l produzieren, und dort vor dem Raffinieren vermischt werden. Dies erkl\u00e4rt die Aktivit\u00e4ten der \u00d6ltanker, die in letzter Zeit von der Trump-Regierung ins Visier genommen wurden. So transportierte die \u201eBella 1\u201c beispielsweise venezolanisches Roh\u00f6l in den Iran, wo es mit dem leichteren iranischen \u00d6l vermischt werden sollte, um ein marktf\u00e4higes Exportprodukt zu schaffen. Ohne diese Vermischung bleibt ein Gro\u00dfteil des venezolanischen \u00d6ls faktisch unbenutzt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/north-30-jahre-krieg\/00.html\" class=\"no-underline pointer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/19b71883-5de1-401a-8f7f-7226c4b24a37\" style=\"max-height:100%\"\/><\/p>\n<p>David North<\/p>\n<p>30 Jahre Krieg: Amerikas Griff nach der Weltherrschaft 1990\u20132020<\/p>\n<p>Seit dem ersten Golfkrieg 1990\u20131991 f\u00fchren die Vereinigten Staaten ununterbrochen Krieg.\u00a0Gest\u00fctzt auf ein marxistisches Verst\u00e4ndnis der Widerspr\u00fcche des US- und des Weltimperialismus analysiert David North die Milit\u00e4rinterventionen und geopolitischen Krisen der letzten 30 Jahre.<\/p>\n<p><\/a><strong>Gescheiterte Energiewende und US-Imperialismus<\/strong><\/p>\n<p>Venezuelas charakteristisches \u00d6lf\u00f6rderungssystem muss in einem viel breiteren geopolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Kontext verstanden werden. Das Vorgehen der Trump-Regierung ist Ausdruck der ausufernden Krise des amerikanischen Kapitalismus: eines r\u00fccksichtslosen Versuchs der US-Finanzoligarchie, eine faschistische Regierung an die Macht zu bringen, die vor nichts haltmachen wird, um den relativen wirtschaftlichen und geopolitischen Niedergang der USA aufzuhalten.<\/p>\n<p>Alle gro\u00dfen Initiativen der Trump-Regierung \u2013 vom Aufbau von Masseninternierungslagern f\u00fcr Immigranten innerhalb der USA, \u00fcber ihren offen erpresserischen und transaktionalen Ansatz in der Diplomatie, bis hin zu der massiven Umverteilung von \u00f6ffentlichem Verm\u00f6gen an die Wirtschafts- und Finanzelite auf Kosten von Sozialprogrammen \u2013 fanden vor dem Hintergrund einer ausufernden sozialen und politischen Krise statt. Die aggressive Kampagne, Venezuela unter Druck zu setzen, zu bombardieren oder potenziell einzumarschieren, muss als Teil der gleichen Entwicklung betrachtet werden.<\/p>\n<p>Ein zentrales Merkmal der derzeitigen geopolitischen Lage ist die Verschiebung des Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisses zwischen den USA und China. W\u00e4hrend die USA mit den gr\u00f6\u00dften wirtschaftlichen, politischen und strategischen Herausforderungen ihrer modernen Geschichte konfrontiert sind, hat China \u2013 obwohl es selbst mit betr\u00e4chtlichem internem Druck konfrontiert ist \u2013 versucht, sich als relativ starker Pol einer entstehenden multipolaren Ordnung darzustellen. In diesem Kontext hat Peking eine wichtige Rolle bei der Finanzierung und Entwicklung der Infrastruktur in mehreren L\u00e4ndern gespielt, die unter Druck der USA geraten sind, darunter Venezuela und der Iran. Beide L\u00e4nder sind stark von chinesischen Investitionen, industriellen Zulieferungen und \u00d6lexportm\u00e4rkten abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Diesen geopolitischen Umw\u00e4lzungen liegt ein zweiter, ebenso wichtiger Faktor zugrunde: die stockende und ungleichm\u00e4\u00dfige globale Energiewende. China, der weltweit gr\u00f6\u00dfte \u00d6limporteur und besonders anf\u00e4llig f\u00fcr maritime Engp\u00e4sse und Blockaden, hat energisch daran gearbeitet, seine langfristige Abh\u00e4ngigkeit von \u00d6l durch massive Investitionen in Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energie und die Elektrifizierung der Industrie zu verringern. Im Gegensatz dazu sind andere Industriem\u00e4chte, vor allem die USA, zunehmend von fr\u00fcheren Verpflichtungen zu einer raschen Energiewende abger\u00fcckt.<\/p>\n<p>Unter politischen Entscheidungstr\u00e4gern und Energieplanern ist an die Stelle des Optimismus hinsichtlich der \u201egr\u00fcnen\u201c Wende, die einen Gro\u00dfteil der 2010er-Jahre charakterisierte, die Erwartung auf eine viel langsamere und von mehr Konflikten gepr\u00e4gte Wende getreten. Dieser Kurswechsel wurde von den j\u00fcngsten Prognosen der Internationalen Energieagentur unterstrichen, die von einer Zukunft ausgehen, in der \u00d6l und Gas trotz des Ausbaus von erneuerbaren Energien noch jahrzehntelang beherrschende Komponenten des globalen Energiesystems bleiben werden, auch wenn die Kapazit\u00e4ten f\u00fcr erneuerbare Energie ausgebaut werden. Vor diesem Hintergrund muss die Strangulation Venezuelas durch die Trump-Regierung verstanden werden. <\/p>\n<p>Genau wie bei fr\u00fcheren Regimewechseloperationen gegen den Irak unter Saddam Hussein und Libyen unter Muammar Gaddafi betrachtet der US-Imperialismus Venezuela als teure, aber \u00e4u\u00dferst langfristige Bezugsquelle f\u00fcr \u00d6l mitten in seiner traditionellen Einflusssph\u00e4re. US-Strategen rechnen damit, dass Venezuelas Schwer\u00f6lindustrie, wenn sie politisch amerikanischen Firmen untergeordnet und langfristig von ihnen kontrolliert wird, auf bisher nicht m\u00f6gliche Weise reorganisiert und ausgebaut werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Doch wenn die USA Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro nicht st\u00fcrzen, k\u00f6nnte Venezuela zunehmend Beziehungen zu China aufbauen. Venezuela hat bereits jetzt seine gr\u00f6\u00dften Auslandsschulden bei China \u2013 gesch\u00e4tzt etwa zehn Milliarden Dollar \u2013 und ist weiterhin stark von chinesischen Geldern, Infrastrukturbau und Exportm\u00e4rkten abh\u00e4ngig. Vom Standpunkt der imperialen Strategie der USA dient die Kampagne gegen Venezuela daher nicht nur der Bestrafung, sondern auch der Pr\u00e4vention \u2013 mit dem Ziel, die Vorherrschaft der USA gegen\u00fcber China in Hinblick auf die k\u00fcnftige globale \u00d6lversorgung zu sichern.<\/p>\n<p>Die von der Trump-Regierung verh\u00e4ngte Blockade der \u00d6ltanker, die wiederholten rechtswidrigen Angriffe und die Stationierung der gr\u00f6\u00dften US-Armada in der Karibik seit 1962 sind Teil eines konzertierten Vorgehens mit dem Ziel, die Kontrolle \u00fcber Venezuelas \u00d6lvorkommen wiederzuerlangen und China strategische Gewinne zu verwehren. Sie m\u00fcssen angesichts der existenziellen Krise des US-amerikanischen und des Weltkapitalismus im Zusammenhang mit dem umfassenderen Ausbruch des imperialistischen Militarismus gesehen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Raffinerie El Palito in Puerto Cabello (Venezuela), 21. 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