{"id":677475,"date":"2025-12-29T10:23:14","date_gmt":"2025-12-29T10:23:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677475\/"},"modified":"2025-12-29T10:23:14","modified_gmt":"2025-12-29T10:23:14","slug":"baerbock-beklagt-tausende-nadelstiche-gegen-die-un","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677475\/","title":{"rendered":"Baerbock beklagt &#8222;Tausende Nadelstiche&#8220; gegen die UN"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/baerbock-866.jpg\" alt=\"Annalena Baerbock\" title=\"Annalena Baerbock | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.12.2025 09:22 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>F\u00fcr die Vereinten Nationen geht ein schwieriges Jahr zu Ende. Die Pr\u00e4sidentin der Generalversammlung, Baerbock, warnt im ARD-Interview vor einem &#8222;leisen Zusammenfall&#8220; der Institution, sieht aber auch Positives.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/martin-ganslmeier-110.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Martin Ganslmeier\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/martin-ganslmeier-109.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seit vier Monaten ist <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/vereintenationen-baerbock-un-100.html\" title=\"Baerbock tritt Amt als Pr\u00e4sidentin der UN-Vollversammlung an\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Annalena Baerbock Pr\u00e4sidentin der UN-Generalversammlung<\/a>. Protokollarisch ist es das h\u00f6chste Amt bei den Vereinten Nationen, wenngleich politisch nicht so einflussreich wie das des UN-Generalsekret\u00e4rs. Vier Monate sind zu fr\u00fch f\u00fcr eine Bilanz, nicht aber f\u00fcr eine Warnung: &#8222;Das haben wir in der Weltgeschichte leider schon \u00f6fters erlebt, dass gro\u00dfe Systeme, wahnsinnig gute Ideen nicht mit einem Knall auseinanderfliegen, sondern leise in sich zusammenfallen.&#8220;<\/p>\n<p>    Sorge um multilaterale Weltordnung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die multilaterale Weltordnung, die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde, war 2025 bedrohter als je zuvor. An die Stelle der regelbasierten Ordnung tritt immer ungehemmter das Recht des St\u00e4rkeren. Vor allem Wladimir Putins Russland und Donald Trumps Amerika machen den Vereinten Nationen das Leben schwer, kritisiert Baerbock im ARD-Interview:\u00a0<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>\n                    Weil es Tausende von Nadelstichen von denjenigen gibt, die als Sicherheitsratsmitglied einen Angriffskrieg gegen ein anderes Land fahren &#8211; wie Russland &#8211; und damit auf offener B\u00fchne die Charta der Vereinten Nationen brechen. Und auf der anderen Seite ist ein anderes Sicherheitsratsmitglied, was versucht, aus jeder Resolution &#8211; selbst bei der humanit\u00e4ren Hilfe &#8211; pl\u00f6tzlich Frauenrechte rauszustreichen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>    Themen wie Klima, Umwelt und Frauen werden in Frage gestellt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Trump-Regierung will die Vereinten Nationen auf ihren urspr\u00fcnglichen Kern zur\u00fcckstutzen: Friedenssicherung und Blauhelm-Missionen. Alles, was mit Klima, Umwelt und Frauen zu tun hat, wird in Frage gestellt. Konkret bedeutet dies: Raus aus dem UN-Klimaschutzabkommen, raus aus der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/cdc-who-100.html\" title=\"US-Gesundheitsbeh\u00f6rde beendet Zusammenarbeit mit WHO\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weltgesundheitsorganisation<\/a> und dem UN-Menschenrechtsrat sowie drastische K\u00fcrzungen bei der Finanzierung der UN und der Entwicklungshilfe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung im September warf Trump den Vereinten Nationen vor, nur Briefe und &#8222;leere Worte&#8220; zu produzieren. Diese aber beenden keine Kriege, sagte Trump. Das schaffe man nur mit &#8222;Action&#8220;: So will Trump auch das linksnationalistische Regime in Venezuela in die Knie zwingen. Appelle der Vereinten Nationen zur Zur\u00fcckhaltung ignoriert er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Baerbock konnte der Rede Trumps vor der UN-Vollversammlung dennoch auch Positives abgewinnen: &#8222;Diese Rede hat unterstrichen, dass das, was gerne auch in der Medien\u00f6ffentlichkeit so dargestellt wird, die Vereinten Nationen w\u00e4ren irrelevant, keineswegs der Fall ist. Sondern das Gegenteil; offensichtlich ist das der Ort, wo auch die st\u00e4rksten Superm\u00e4chte im Zweifel nicht nur Harmonie, sondern auch den Streit suchen.&#8220; Aber es sei eben der einzige Ort, wo kleine und gro\u00dfe Staaten \u00fcberhaupt zusammenkommen k\u00f6nnten, f\u00fcgte sie hinzu.<br \/>\u00a0<br \/>Tats\u00e4chlich wurden am Rande der UN-Vollversammlung im September die entscheidenden Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, die Trumps Waffenstillstandsplan f\u00fcr Gaza zum Durchbruch verhalfen. Als B\u00fchne und Forum der Weltpolitik taugen die Vereinten Nationen noch.<\/p>\n<p>    Guterres-Nachfolge: F\u00fcr Baerbock ist es Zeit f\u00fcr eine Frau<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wichtigste Aufgabe im neuen Jahr ist f\u00fcr Baerbock die Nachfolge von UN-Generalsekret\u00e4r Antonio Guterres. Dessen Amtszeit l\u00e4uft Ende 2026 aus. Baerbock will die Kandidatensuche transparent gestalten und wirbt daf\u00fcr, dass erstmals eine Frau UN-Generalsekret\u00e4rin wird. Doch verhindern k\u00f6nnten dies Veto-M\u00e4chte wie Russland oder die USA: &#8222;All die Herausforderungen, die wir gerade besprochen haben, machen es derzeit nicht zum Selbstl\u00e4ufer. Auch wenn in der Generalversammlung, wo 193 Staaten vertreten sind, die allergro\u00dfe Mehrheit es genauso sieht wie ich: dass es eigentlich Zeit w\u00e4re f\u00fcr eine Frau.&#8220;<br \/>\u00a0<br \/>Sie selbst komme f\u00fcr diesen Job nicht in Frage, betont Baerbock im ARD-Interview. Nach dem Portugiesen Guterres k\u00f6nne die Wahl nicht wieder auf jemanden aus Westeuropa fallen: An der Reihe sind Lateinamerika oder Osteuropa, das beim letzten Mal \u00fcbergangen wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.12.2025 09:22 Uhr F\u00fcr die Vereinten Nationen geht ein schwieriges Jahr zu Ende. 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