{"id":677477,"date":"2025-12-29T10:24:15","date_gmt":"2025-12-29T10:24:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677477\/"},"modified":"2025-12-29T10:24:15","modified_gmt":"2025-12-29T10:24:15","slug":"gasspeicher-fuellstand-in-deutschland-so-sieht-er-aktuell-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/677477\/","title":{"rendered":"Gasspeicher-F\u00fcllstand in Deutschland: So sieht er aktuell aus"},"content":{"rendered":"\n<p>Viele sind aktuell darauf angewiesen, dass Erdgas zum Heizen sicher verf\u00fcgbar ist. Wichtig ist auch, ob die Preise wieder stark schwanken k\u00f6nnten. Einen essenziellen Hinweis darauf geben die <strong>deutschen Gasspeicher und ihr F\u00fcllstand<\/strong>. <\/p>\n<p> Gasspeicher: Wie ist der F\u00fcllstand in Deutschland aktuell <\/p>\n<p>Der Gasspeicher-F\u00fcllstand in Deutschland funktioniert wie ein Puffer. Wenn der Verbrauch im Winter steigt, kann Gas aus den Speichern entnommen werden. Wenn im Sommer mehr verf\u00fcgbar ist, werden sie wieder aufgef\u00fcllt. <a href=\"https:\/\/agsi.gie.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Laut<\/a> sogenannten AGSI+-Daten (Aggregated Gas Storage Inventory Plus), die europaweit und t\u00e4glich bereitgestellt werden, liegt Deutschland derzeit bei 58,72 Prozent. In absoluten Zahlen stecken damit rund 147,48 Terawattstunden (TWh) Gas in den Speichern. Die technische Gesamtkapazit\u00e4t betr\u00e4gt 251,14 TWh. Rein rechnerisch w\u00e4ren also noch etwa 103,66 TWh Platz.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Alltag ist au\u00dferdem wichtig, ob gerade eingespeichert oder entnommen wird. Die Daten zeigen, dass Deutschland derzeit klar in der Entnahmephase ist. Pro Tag werden nur rund 31 Gigawattstunden (GWh) eingespeichert, aber rund 1.086 GWh wieder ausgespeichert. Das ergibt eine Nettoentnahme von ungef\u00e4hr 1,06 TWh pro Tag. Im Winter ist das aber nicht ungew\u00f6hnlich. Entscheidend ist, wie lange diese Phase dauert und wie kalt es wird.<\/p>\n<p>Vergleicht man den Gasspeicher-F\u00fcllstand in Deutschland mit dem europ\u00e4ischen Durchschnitt, liegen wir derzeit darunter. Das EU-Aggregat liegt laut den aktuellen Daten bei 63,73 Prozent, also ungef\u00e4hr f\u00fcnf Prozentpunkte h\u00f6her.<\/p>\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong>Topaktuell<\/strong><\/p>\n<p>  M\u00fcssen sich Haushalte Sorgen machen? <\/p>\n<p>Aus Verbrauchersicht ist vor allem wichtig, ob die Speicherst\u00e4nde noch in einem Bereich liegen, der politisch als sicher gilt. Daf\u00fcr gibt es in Deutschland Zielvorgaben. Der Verordnung zur Anpassung der F\u00fcllstandsvorgaben f\u00fcr Gasspeicheranlagen\u00a0(Gasspeicherf\u00fcllstandsverordnung \u2013 GasSpF\u00fcllstV) <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gasspf_llstv_2025\/BJNR0820A0025.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">zufolge<\/a> sollen zum 1. November im Regelfall 80 Prozent erreicht werden, damit die Gasversorgung in Deutschland stabil ist. F\u00fcr den Winter ist besonders die zweite Marke entscheidend. Zum 1. Februar gilt im Regelfall ein Zielwert von 30 Prozent. <\/p>\n<p>Wenn Deutschland jetzt Ende Dezember also bei rund 58,7 Prozent liegt, dann ist das deutlich \u00fcber der Februar-Marke. Das spricht daf\u00fcr, dass es aus heutiger Sicht keinen Hinweis auf eine unmittelbare Versorgungsl\u00fccke f\u00fcr Haushalte gibt. Gleichzeitig ist es aber auch kein Wert, bei dem man sich automatisch entspannt zur\u00fccklehnen sollte, weil die k\u00e4ltesten Wochen oft erst im Januar und Februar kommen und dann die Entnahme besonders stark werden kann.<\/p>\n<p> Warum die Speicher nach dem Russland-Aus so wichtig sind <\/p>\n<p>Der Blick auf die Gasspeicher und ihren F\u00fcllstand ist seit 2022 deutlich nerv\u00f6ser geworden. Damals wurden die Gaslieferungen \u00fcber Nord Stream 1 von russischer Seite eingestellt. Die Bundesnetzagentur <a href=\"https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/DE\/Gasversorgung\/aktuelle_gasversorgung\/_downloads\/2022\/08_August\/220831_gaslage.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hielt<\/a> den genannten Wartungsgrund f\u00fcr technisch nicht nachvollziehbar und ging davon aus, dass die Fl\u00fcsse auf null fallen. Damit fiel eine gro\u00dfe, verl\u00e4ssliche Pipeline-Quelle weg, die fr\u00fcher viele Wintertage abgefedert hat.<\/p>\n<p>Politisch wird heute <a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2025\/10\/20251020-eu-mitgliedstaaten-einfuhrverbot-russisches-erdgas.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">betont<\/a>, dass Deutschland seine Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas beendet habe und dass an deutschen Terminals kein russisches LNG angelandet werde. Eine <a href=\"https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/DE\/Gasversorgung\/aktuelle_gasversorgung\/_svg\/Gasimporte\/Gasimporte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00dcbersicht<\/a> der Bundesnetzagentur zeigt zudem \u201edie gemessenen Gasfl\u00fcsse, die nach Deutschland importiert worden sind\u201c. <\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat sich deshalb neue Versorgungswege aufgebaut und ist nicht mehr auf russische Lieferungen angewiesen. Trotzdem bleibt das System empfindlicher. Wenn es sehr kalt ist oder wenn Importe in Europa teurer werden, kann das schneller auf die Stimmung am Markt wirken.<\/p>\n<p> Das kannst du sinnvoll beobachten <\/p>\n<p>Willst du selbst einen \u00dcberblick behalten, wie es um die Gasspeicher und ihren F\u00fcllstand bestellt ist, lohnt sich zun\u00e4chst ein Blick auf die Wetterlage. Eine K\u00e4ltephase erh\u00f6ht den Verbrauch und beschleunigt die Entnahme aus den Speichern. Zweitens ist die Entwicklung Richtung Februar wichtig. Solange Deutschland deutlich \u00fcber der 30-Prozent-Marke bleibt, ist das ein beruhigender Orientierungspunkt. Drittens spielt die Marktlage in Europa eine Rolle. Wenn in mehreren L\u00e4ndern gleichzeitig die Nachfrage steigt oder es Probleme bei Importen gibt, kann das Preise treiben. <\/p>\n<p>Quellen: Aggregated Gas Storage Inventory Plus, Bundesministerium der Justiz und f\u00fcr Verbraucherschutz, Bundesnetzagentur, Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie<\/p>\n<p> <strong>Hinweis: Ukraine-Hilfe<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-small-font-size\">Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. <a href=\"https:\/\/www.futurezone.de\/digital-life\/article281984\/online-spenden-fuer-die-ukraine-wie-du-den-menschen-helfen-kannst.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier<\/a> kannst du den Betroffenen helfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele sind aktuell darauf angewiesen, dass Erdgas zum Heizen sicher verf\u00fcgbar ist. Wichtig ist auch, ob die Preise&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":677478,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,1149,30,13,278,14,3923,15,3921,16,12],"class_list":{"0":"post-677477","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-energie","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-hot","18":"tag-nachrichten","19":"tag-nachrichten-aus-deutschland","20":"tag-news","21":"tag-news-aus-deutschland","22":"tag-politik","23":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115802371768805482","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/677477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=677477"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/677477\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/677478"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=677477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=677477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=677477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}