{"id":678298,"date":"2025-12-29T17:56:12","date_gmt":"2025-12-29T17:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/678298\/"},"modified":"2025-12-29T17:56:12","modified_gmt":"2025-12-29T17:56:12","slug":"ey-studie-gewinneinbruch-bei-top-konzernen-tagesschau-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/678298\/","title":{"rendered":"EY-Studie: Gewinneinbruch bei Top-Konzernen | tagesschau.de"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/industrie-chemie-102.jpg\" alt=\"Arbeiter bei der Domo Chemicals in Leuna.\" title=\"Arbeiter bei der Domo Chemicals in Leuna. | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.12.2025 15:55 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Deutschlands gr\u00f6\u00dfte Konzerne verdienen deutlich weniger und bauen Stellen ab. W\u00e4hrend Auto- und Chemiebranche schw\u00e4cheln, wachsen IT und Gesundheit weiter<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">2025 war f\u00fcr Deutschlands Top-Unternehmen erneut kein gutes Jahr, und es war bereits das dritte schwache Jahr in Folge: Die Gewinne der 100 gr\u00f6\u00dften deutschen Unternehmen sind wieder deutlich gesunken. In den ersten neun Monaten 2025 schrumpfte ihr Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 15 Prozent auf 102 Milliarden Euro. Das geht aus einer <a href=\"https:\/\/www.ey.com\/de_de\/newsroom\/2025\/12\/ey-analyse-top-100-2025\" title=\"Deutsche Konzerne mit Gewinnr\u00fcckgang\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Analyse der Beratungsfirma EY<\/a> hervor. Mehr als jedes zweite Unternehmen verdiente demnach weniger als im Jahr zuvor.<\/p>\n<p>    Zwischen Rezession und Realit\u00e4t<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Beim Umsatz sieht es auf den ersten Blick besser aus. Die Top-100-Unternehmen setzten insgesamt rund 1,55 Billionen Euro um, ein Plus von 0,6 Prozent. Doch das Wachstum bleibt unter der Inflationsrate. Unterm Strich hei\u00dft das also: Real ist kaum etwas gewonnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Besonders hart traf es die klassischen Industrien. In der Automobilbranche brach der operative Gewinn im Schnitt um 46 Prozent ein. Noch st\u00e4rker fiel der R\u00fcckgang in der Chemieindustrie aus, wo die Gewinne um 71 Prozent sanken. Zwar f\u00fchren Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW weiterhin das Umsatzranking an, doch auch dort zeigen die Zahlen: Die Krise macht vor den Branchengr\u00f6\u00dfen nicht halt.<\/p>\n<p>    Technologie als Lichtblick<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ganz anders das Bild in den Bereichen Technologie und Gesundheit. IT-Unternehmen konnten ihre Gewinne nahezu verdoppeln. Im Gesundheitssektor verdienten die Unternehmen rund 40 Prozent mehr. Auch der Finanzbranche geht es relativ gut, ebenso wie der R\u00fcstungsbranche, sagt EY-Experte Jan Brorhilker.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">An der Spitze der profitabelsten Konzerne steht die Deutsche Telekom mit einem operativen Gewinn von 19,4 Milliarden Euro. Es folgen Siemens, BMW und SAP. Hier zeigt sich: Wer weniger von der klassischen Industrie abh\u00e4ngt, kommt besser durch das Jahr.<\/p>\n<p>    Schlechte Zeiten f\u00fcr Berufseinsteiger<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die schwache Ertragslage bleibt nicht ohne Folgen f\u00fcr Besch\u00e4ftigte. In den untersuchten Unternehmen gingen im Jahresverlauf rund 17.500 Arbeitspl\u00e4tze verloren, ein Minus von 0,4 Prozent. Seit 2023 summiert sich der Stellenabbau damit auf etwa 100.000 Jobs.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Viele Konzerne halten sich bei Neueinstellungen zur\u00fcck und bauen vor allem in der Verwaltung Stellen ab, besonders in Deutschland. Auch der zunehmende Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz spielt dabei eine Rolle. Die Lage f\u00fcr Jobsuchende d\u00fcrfte angespannt bleiben, gerade f\u00fcr Berufseinsteiger&#8220;, sagt Brorhilker.<\/p>\n<p>    &#8222;2025 war ein weiteres Krisenjahr&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine schwache Konjunktur, geopolitische Konflikte, Unsicherheiten durch die US-Handelspolitik und zunehmender Wettbewerbsdruck aus China h\u00e4tten viele Unternehmen gebremst, sagt EY-Experte Brorhilker. Gerade stark exportorientierte Konzerne seien unter Druck geraten. &#8222;2025 war ein weiteres Krisenjahr f\u00fcr die deutsche Wirtschaft.&#8220;<\/p>\n<p>    Hoffnung auf Besserung, aber keine schnelle Wende<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ganz ohne Hoffnung ist der Blick nach vorn dennoch nicht. Strategische Neuausrichtungen, neue Produkte und staatliche Investitionsprogramme k\u00f6nnten mittelfristig f\u00fcr Entlastung sorgen. Ein kr\u00e4ftiger Aufschwung ist allerdings nicht in Sicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vorsichtiger optimistisch ist Brorhilker auch mit Blick auf die Autobranche: &#8222;Die strategische Neuausrichtung und starke neue Modelle auch und gerade im Elektrosegment bieten durchaus Chancen, dass das Tal der Tr\u00e4nen bald durchschritten sein wird.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.12.2025 15:55 Uhr Deutschlands gr\u00f6\u00dfte Konzerne verdienen deutlich weniger und bauen Stellen ab. 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