{"id":678340,"date":"2025-12-29T18:21:19","date_gmt":"2025-12-29T18:21:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/678340\/"},"modified":"2025-12-29T18:21:19","modified_gmt":"2025-12-29T18:21:19","slug":"nach-dem-gipfeltreffen-in-mar-a-lago-ukraine-diplomatie-haengt-am-seidenen-faden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/678340\/","title":{"rendered":"Nach dem Gipfeltreffen in Mar-a-Lago: Ukraine-Diplomatie h\u00e4ngt am seidenen Faden"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">dpa\/afp\/rtr\/taz |  Nach dem Spitzentreffen zwischen den Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump auf dessen Landsitz Mar-a-Lago in Florida am Sonntag verh\u00e4rtet Russland offenbar seine Position. Pr\u00e4sident Putin sagte am Montag, Russlands Armee r\u00fccke in der Ukraine \u201emit Selbstvertrauen vor\u201c. Der Plan zur \u201eBefreiung des Donbass sowie der Gebiete Saporischschja und Cherson wird gem\u00e4\u00df dem Plan des milit\u00e4rischen Spezialeinsatzes in Abschnitten ausgef\u00fchrt\u201c, so Putin am Montag bei einem Treffen mit Armeekommandeuren.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Die russische Regierung wiederholte auch ihre maximalistische Forderung nach einem vollst\u00e4ndigen R\u00fcckzug der ukrainischen Armee selbst aus den Teilen der Ostukraine, die Russland bisher nicht besetzt hat. \u201eDie Ukraine verliert Gebiet und wird das weiterhin tun\u201c, erkl\u00e4rte ein Sprecher in Moskau.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Am Montagnachmittag behauptete Russlands Au\u00dfenminister Sergei Lawrow, die Ukraine habe eine Residenz Putins mit Drohnen angegriffen. 91 ukrainische Drohnen seien in der Nacht auf die Residenz Novo-Ogaryovo im Gebiet Novgorod abgeschossen worden, sagte Lawrow und kl\u00fcndigte Vergeltung an. \u201eDerartige r\u00fccksichtslose Aktionen werden nicht unbeantwortet bleiben\u201c, sagte er.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, die 91 ukrainischen Drohnen seien alle abgeschossen worden und h\u00e4tten keinen Schaden angerichtet. Allerdings sei es m\u00f6glich, dass Russland seine Position zu Friedensverhandlungen nun \u00fcberdenke, sagte Lawrow.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/taz.de\/Schwerpunkt-Krieg-in-der-Ukraine\/!t5008150\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/ukraine-1.jpeg\" loading=\"lazy\" height=\"241\" type=\"image\/jpeg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Krieg in der Ukraine<\/p>\n<p class=\"bodytext first paragraph\">Mit dem Einmarsch im 24. Februar 2022 begann der gro\u00df angelegte russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Bereits im M\u00e4rz 2014 erfolgte die Annexion der Krim, kurz darauf entbrannte der Konflikt in den ostukrainischen Gebieten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last\">\n              <a href=\"https:\/\/taz.de\/Schwerpunkt-Krieg-in-der-Ukraine\/!t5008150\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"noopener\">\u279d Mehr zum Thema Krieg in der Ukraine<\/a>\n            <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"5\">Die Ukraine wies \u2060die Vorw\u00fcrfe umgehend als L\u00fcge zur\u00fcck. Russland wolle mit den Anschuldigungen den Fortschritt bei \u2060den Gespr\u00e4chen zwischen der Ukraine und den USA untergraben, sagte Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj. Vielmehr \u200dbereite \u2060die Regierung in Moskau den \u200cBoden f\u00fcr einen Angriff auf ukrainische Regierungsgeb\u00e4ude in Kyjiw vor. Die USA sollten auf die russischen \u200cDrohungen entsprechend reagieren, forderte der Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"6\">Schon vorher hatte Russland keinerlei Bereitschaft zu einem Friedensprozess gezeigt. Erst am Freitag hatte Pr\u00e4sident Putin erneut betont, Russland k\u00f6nne seine Ziele in der Ukraine milit\u00e4risch erreichen.<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/8154786\/1200\/39996591.jpeg\" data-pswp-width=\"\" data-pswp-height=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/39996591.jpeg\" alt=\"Eine Explosion in einem Wohnhochhaus\" title=\"Eine Explosion in einem Wohnhochhaus\" height=\"1020\" type=\"image\/jpeg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Die Angriffe gehen weiter: Eine Explosion in einem Wohnhochhaus in Kyjiw am 27. Dezember<\/p>\n<p>Foto:<br \/>\nGleb Garanich\/reuters<\/p>\n<p>      Zentrale Streitpunkte ungel\u00f6st<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"8\">In Mar-a-Lago waren die zentralen Streitpunkte zwischen der Ukraine und den USA \u00fcber einen m\u00f6glichen gemeinsamen Friedensplan ungel\u00f6st geblieben, aber beide Pr\u00e4sidenten sprachen von Fortschritten bei ihren Gespr\u00e4chen. <a href=\"https:\/\/x.com\/ZelenskyyUa\/status\/2005631994311410120\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\">Der ukrainische Pr\u00e4sident erkl\u00e4rte am Montag auf X<\/a>, man sei \u201eeinem weiteren Ergebnis sehr nahe\u201c. Man habe jetzt ein Format f\u00fcr weitere Diskussionen ausgearbeitet, die hoffentlich im Januar 2026 stattfinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"9\">Laut Selenskyj sollen sich im neuen Jahr als erstes die nationalen Sicherheitsberater aller beteiligten westlichen Regierungen in der Ukraine treffen und Dokumente ausarbeiten, die dann einem Europa-Ukraine-Gipfel auf Ebene der Staats- und Regierungschefs vorgelegt werden. Sollte es dabei eine Einigung geben, werde es ein weiteres Treffen mit US-Pr\u00e4sident Trump geben. \u201eUnd danach, wenn alles Schritt f\u00fcr Schritt vorangeht, wird es im einen oder anderen Format ein Treffen mit den Russen geben.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"10\">Der ukrainische Pr\u00e4sident machte zugleich deutlich, dass die bestehenden US-Vorschl\u00e4ge ihm nicht ausreichen. So d\u00fcrften Sicherheitsgarantien nicht auf 15 Jahre begrenzt sein, wie offenbar von der US-Regierung vorgeschlagen. Er habe Trump gesagt, dass sein Land Garantien f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum von \u201e30, 40, 50 Jahren\u201c brauche, sagte Selenskyj. Sonst bestehe das Risiko einer erneuten russischen Aggression.<\/p>\n<p>      Selenskyj will internationale Truppen<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"12\">Zur Absicherung einer Friedensl\u00f6sung sei zudem die Stationierung internationaler Truppen in der Ukraine unabdingbar, betonte der ukrainische Pr\u00e4sident. Russland lehnt eine solche Stationierung bislang kategorisch ab. Die deutsche Bundesregierung sagte dazu am Montag, eine internationale Absicherung einer Friedensl\u00f6sung setze unter anderem einen Friedensschluss voraus. <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-17\" pos=\"13\">Das von ihm selbst in Aussicht gestellte Referendum in der Ukraine \u00fcber die Annahme eines Friedensplans h\u00e4nge von einem 60-t\u00e4gigen Waffenstillstand seitens Russlands ab, betonte Selenskyj erneut. Sonst sei es nicht m\u00f6glich, eine Volksabstimmung vorzubereiten und durchzuf\u00fchren. Russland hat wiederholt einen Waffenstillstand abgelehnt, auch unmittelbar vor dem Trump-Selenskyj-Gipfel.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Ich glaube, dass wir es in ein paar Wochen wissen werden, so oder so<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n<p>            Donald Trump, US-Pr\u00e4sident<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-19\" pos=\"14\">Die USA hatten <a href=\"https:\/\/taz.de\/28-Punkte-Plan-fuer-Ukraine\/!6126415\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">im November einen 28-Punkte-Plan vorgelegt<\/a>, der weitgehend die Forderungen Russlands \u00fcbernahm. Daraus wurde dann auf Dr\u00e4ngen der Ukraine und seiner europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ukraine-vor-Trump-Gipfel-in-Florida\/!6141381\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein 20-Punkte-Plan<\/a>. Zwei Schl\u00fcsselforderungen Moskaus \u2013 der R\u00fcckzug der ukrainischen Truppen auch aus den ukrainisch kontrollierten Teilen der ostukrainischen Donbass-Region und ein rechtlich bindender Verzicht der Ukraine auf einen Nato-Beitritt \u2013 sind in dem \u00fcberarbeiteten Plan nicht mehr enthalten. Vorgesehen ist stattdessen unter anderem ein Einfrieren des aktuellen Frontverlaufs. Die Ukraine w\u00fcrde einen Teil ihrer Truppen im Donbass im Osten des Landes zur Schaffung einer entmilitarisierten Pufferzone zur\u00fcckziehen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-20\" pos=\"15\">Die Territorialfrage ist auch zwischen Trump und Selenskyj umstritten. Im Trump-Lager wird die Weigerung der Ukraine, Gebiete kampflos zu r\u00e4umen, kritisiert. \u201eDas ist ein sehr schwieriges Thema, aber eins, das wir l\u00f6sen k\u00f6nnen,\u201c sagte Trump am Sonntagabend nach seinem Treffen mit Selenskyj. \u201eIch glaube, dass wir es in ein paar Wochen wissen werden, so oder so\u201c, sagte der US-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-22\" pos=\"16\">Wie wenig das Spitzentreffen in Florida an Neuem brachte, wurde schon bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Trump und Selenskyj deutlich. Dort lobte der US-Pr\u00e4sident Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin. Er sprach von einem \u201egrandiosen Treffen\u201c mit Selenskyj und einem \u201eexzellenten Telefongespr\u00e4ch\u201c mit Putin. 95 Prozent der Fragen seien abgearbeitet, sagte er vor Journalisten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-23\" pos=\"17\">Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron k\u00fcndigte f\u00fcr Anfang Januar ein Treffen der \u201eKoalition der Willigen\u201c \u2013 jene rund 30 Staaten, die bereit sind, sich an der Absicherung eines Friedensschlusses in der Ukraine zu beteiligen \u2013 in Paris an. Dabei solle der \u201ekonkrete Beitrag jedes Einzelnen\u201c zu den Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine festgelegt werden, erkl\u00e4rte Macron.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-24\" pos=\"18\">Das letzte Treffen dieser Art hatte es <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ukraine-vor-Trump-Gipfel-in-Florida\/!6141381\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vor zwei Wochen in Berlin gegeben<\/a>. Es hatte die gemeinsame ukrainisch-europ\u00e4ische Position hervorgebracht, mit der Selenskyj nun in die USA fuhr. Jetzt geht das Ganze in die n\u00e4chste Runde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"dpa\/afp\/rtr\/taz | Nach dem Spitzentreffen zwischen den Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump auf dessen Landsitz Mar-a-Lago in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":678341,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-678340","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115804247612390273","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/678340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=678340"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/678340\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/678341"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=678340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=678340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=678340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}