{"id":678926,"date":"2025-12-29T23:53:22","date_gmt":"2025-12-29T23:53:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/678926\/"},"modified":"2025-12-29T23:53:22","modified_gmt":"2025-12-29T23:53:22","slug":"chinesische-zoelle-auf-eu-milchprodukte-treffen-luxemburgs-bauern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/678926\/","title":{"rendered":"Chinesische Z\u00f6lle auf EU-Milchprodukte treffen Luxemburgs Bauern"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\"><a class=\"LinkText_link-text__4lolN annotation-link_annotationLink__nXU8B\" href=\"https:\/\/www.wort.lu\/tag\/china\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a> hat im Handelskonflikt mit der <a class=\"LinkText_link-text__4lolN annotation-link_annotationLink__nXU8B\" href=\"https:\/\/www.wort.lu\/tag\/europaische-union\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europ\u00e4ischen Union<\/a> vorl\u00e4ufige Anti-Subventionsz\u00f6lle auf bestimmte Milchprodukte verh\u00e4ngt. Das Handelsministerium in Peking teilte mit, dass die Grundlage eine vorl\u00e4ufige Entscheidung in einem seit August 2024 laufenden Untersuchungsverfahren sei. Die Z\u00f6lle sollten vom 23. Dezember an gelten und in Form einer vorl\u00e4ufigen Sicherheitsleistung beim Import erhoben werden. Von der EU-Kommission in Br\u00fcssel hie\u00df es, man nehme die Ank\u00fcndigung mit Besorgnis zur Kenntnis.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Nach Angaben des Ministeriums in Peking h\u00e4tten die bisherigen Ermittlungen ergeben, dass die EU ihre Milchwirtschaft erheblich subventioniere. Importe aus Europa h\u00e4tten chinesischen Herstellern sp\u00fcrbar geschadet, hie\u00df es. Die nun verh\u00e4ngten vorl\u00e4ufigen Zolls\u00e4tze liegen laut Mitteilung zwischen 21,9 und 42,7 Prozent.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Hintergrund sind wachsende handelspolitische Spannungen zwischen China und der EU. Diese hatten sich 2023 versch\u00e4rft, als Br\u00fcssel eine Anti-Subventionsuntersuchung gegen in China hergestellte Elektroautos einleitete. Peking reagierte in der Folge mit Untersuchungen und schlie\u00dflich auch Z\u00f6llen auf Importe aus der EU, unter anderem zu Branntwein, Schweinefleisch und Milchprodukten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">\u201eSie reihen sich in eine Serie von Ma\u00dfnahmen ein, mit denen China auf europ\u00e4ische Handelsentscheidungen reagiert. Statt zu einer Entspannung der Handelsbeziehungen beizutragen, droht die Ma\u00dfnahme, den Konflikt weiter zu versch\u00e4rfen\u201c, erkl\u00e4rt Laurent Sch\u00fcssler, Direktor der Centrale Paysanne Luxembourgeoise, gegen\u00fcber dem \u201eLuxemburger Wort\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/wirtschaft\/trumps-zolleinnahmen-sprudeln\/117044004.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"117044004\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Trumps Zolleinnahmen sprudeln<\/p>\n<p><\/a>Einkommensstabilisierung und Einhaltung von Standards<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Er erg\u00e4nzt, dass die EU zwar ihre Landwirtschaft \u201ein der Tat subventioniert, aber nicht, um gezielt Exporte zu f\u00f6rdern\u201c. Die Gemeinsame Europ\u00e4ische Agrarpolitik (GAP) diene in erster Linie der Einkommensstabilisierung der Betriebe, der Einhaltung von Umwelt- und Tierwohlstandards sowie der Sicherung der Lebensmittelversorgung, erkl\u00e4rt Sch\u00fcssler. \u201eDer Vorwurf, EU-Milchimporte w\u00fcrden chinesischen Herstellern schaden, ist \u00f6konomisch nur schwer nachvollziehbar. EU-Produkte bedienen in China in erster Linie n\u00e4mlich hochpreisige Nischenm\u00e4rkte. Sie stehen damit nur bedingt in direkter Konkurrenz zur heimischen Massenproduktion\u201c, stellt er klar.<\/p>\n<blockquote class=\"Quote_quote__blockquote__wJphc\">\n<p class=\"Quote_quote__paragraph__H8qAa\">Der Vorwurf, EU-Milchimporte w\u00fcrden chinesischen Herstellern schaden, ist \u00f6konomisch nur schwer nachvollziehbar.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Laurent Sch\u00fcssler<\/p>\n<p>Direktor der Centrale Paysanne Luxembourgeoise <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">\u00c4hnlich sieht das ein Sprecher der EU-Kommission. Er sagte, die j\u00fcngste Untersuchung beruhe nach Einsch\u00e4tzung der Beh\u00f6rde auf fragw\u00fcrdigen Vorw\u00fcrfen und unzureichenden Beweisen. Die Ma\u00dfnahmen seien ungerechtfertigt und unbegr\u00fcndet. \u201eWir unternehmen alles Erforderliche, um die EU-Landwirte und Exporteure sowie die gemeinsame Agrarpolitik gegen Chinas unfairen Einsatz handelspolitischer Schutzinstrumente zu verteidigen\u201c, so der Sprecher. Man habe bereits bei der Welthandelsorganisation (WTO) Ma\u00dfnahmen ergriffen.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Auch das Landwirtschaftsministerium teilt mit, dass es eine europ\u00e4ische Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Milchmarkt gebe in Form eines Regelwerks, \u201eum im Fall von einer Krise eingreifen zu k\u00f6nnen und kurzfristig den Markt zu stabilisieren\u201c. Diese Ma\u00dfnahmen seien in den vergangenen Jahren allerdings nicht angewandt worden, \u201emit einer einzigen Ausnahme, n\u00e4mlich 2020, als wegen der COVID-Epidemie europaweit Lockdowns verh\u00e4ngt wurden. Damit einhergehend hatten sich kurzfristig die Essgewohnheiten der Menschen ge\u00e4ndert, diese jedoch nicht \u00fcberall mit dem auf dem Markt vorhandenen Angebot \u00fcbereinstimmten\u201c. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Folglich wurde 2020 eine Beihilfe zur privaten Lagerhaltung f\u00fcr Butter, Milchpulver und K\u00e4se gew\u00e4hrt. \u201eDiese Produkte wurden kurzfristig \u00fcber einen definierten Zeitraum bei den Herstellern eingelagert und zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt wieder auf dem Markt angeboten\u201c, so das Ministerium weiter. In Luxemburg wurde 2020 diese Beihilfe nicht in Anspruch genommen.<\/p>\n<p>Wirtschaftliche Unsicherheit <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Auf Bauern in Luxemburg kommen vorerst geringe Auswirkungen zu, denn \u201eLuxemburg exportiert nur in sehr geringem Umfang Milchprodukte nach China\u201c, sagt Sch\u00fcssler. Dennoch seien indirekte Konsequenzen m\u00f6glich: \u201eW\u00fcrden gro\u00dfe EU-Exportl\u00e4nder Marktanteile verlieren, k\u00f6nnte dies zu zus\u00e4tzlichem Preisdruck auf dem europ\u00e4ischen Binnenmarkt f\u00fchren. Davon w\u00e4ren auch kleinere Betriebe betroffen. Unter dem Strich erh\u00f6ht die Ma\u00dfnahme die wirtschaftliche Unsicherheit im europ\u00e4ischen Milchsektor, auch wenn Luxemburg nicht im Zentrum des Konflikts steht\u201c, res\u00fcmiert Sch\u00fcssler. <\/p>\n<blockquote class=\"Quote_quote__blockquote__wJphc\">\n<p class=\"Quote_quote__paragraph__H8qAa\">Die Z\u00f6lle d\u00fcrften bei einigen Molkereien zu Absatzschwierigkeiten f\u00fchren, mit negativen Folgen f\u00fcr den europ\u00e4ischen, respektive des luxemburgischen Milchpreises.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Weinbau<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Auch das Landwirtschaftsministerium erkl\u00e4rt, dass in Luxemburg nur ein Teil der Milch exportiert und in Molkereien in Nachbarl\u00e4ndern verarbeitet wird. \u201eEinige von diesen Molkereien sind von Strafz\u00f6llen betroffen. Nichtsdestotrotz d\u00fcrften die Z\u00f6lle bei einigen Molkereien zu einigen Absatzschwierigkeiten f\u00fchren, mit negativen Folgen f\u00fcr den europ\u00e4ischen Milchpreis, respektive des luxemburgischen Milchpreises.\u201c<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Die Kommission pr\u00fcfe den Fall derzeit und werde den chinesischen Beh\u00f6rden Stellungnahmen \u00fcbermitteln. \u201eDie Frist f\u00fcr den Abschluss der Untersuchung sowie f\u00fcr die Verh\u00e4ngung etwaiger endg\u00fcltiger Ma\u00dfnahmen ist der 21. Februar des kommenden Jahres.\u201c Weiter hie\u00df es, das Gesamtverh\u00e4ltnis zwischen der EU und China sei komplex und vielschichtig. Man betrachte die konkrete Ank\u00fcndigung Chinas als eine sehr negative Entwicklung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/wirtschaft\/china-legt-endgueltige-zoelle-auf-eu-schweinefleisch-fest\/114155847.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"114155847\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:China legt endg\u00fcltige Z\u00f6lle auf EU-Schweinefleisch fest<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"China hat im Handelskonflikt mit der Europ\u00e4ischen Union vorl\u00e4ufige Anti-Subventionsz\u00f6lle auf bestimmte Milchprodukte verh\u00e4ngt. 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