{"id":679132,"date":"2025-12-30T01:48:11","date_gmt":"2025-12-30T01:48:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/679132\/"},"modified":"2025-12-30T01:48:11","modified_gmt":"2025-12-30T01:48:11","slug":"berlin-veitshoechheim-hamburg-ki-im-bewerbungsprozess-das-sollten-sie-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/679132\/","title":{"rendered":"Berlin\/Veitsh\u00f6chheim\/Hamburg | KI im Bewerbungsprozess \u2013 das sollten Sie wissen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin\/Veitsh\u00f6chheim\/Hamburg (dpa\/tmn) &#8211; Sie optimieren Stellenanzeigen, sichten Bewerbungsunterlagen oder bewerten Qualifikationen \u2013 mit KI-Systemen sollen Einstellungen schneller und objektiver werden. Was bedeutet das f\u00fcr die Bewerberinnen und Bewerber?<\/p>\n<p>Die drei Expertinnen Ad\u00e9l Holdampf-Wendel vom Digitalverband Bitkom, Anna L\u00fcttgen vom Personaldienstleister Hays und Businesstrainerin Anna-Daniela Pickel beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Einsatz von KI-Systemen im Bewerbungsprozess.<\/p>\n<p>Wo wird KI im Recruiting bereits eingesetzt?<\/p>\n<p>\u00abK\u00fcnstliche Intelligenz wird heute entlang des gesamten Bewerbungsprozesses eingesetzt\u00bb, sagt Anna L\u00fcttgen. Das geht vom automatisierten Sichten eingehender Bewerbungen bis hin zur Einsch\u00e4tzung, ob Kandidatinnen oder Kandidaten auf konkrete Stellenprofile passen. KI analysiert zum Beispiel fr\u00fchere Einstellungsdaten und versucht so vorauszusagen, welcher Bewerber langfristig zum Unternehmenserfolg beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Wie h\u00e4ufig wird KI tats\u00e4chlich verwendet?<\/p>\n<p>Derzeit bisher nicht so h\u00e4ufig. \u00abBetrachtet man die Gesamtwirtschaft, gibt es noch nicht so viele Unternehmen, die auf KI in der Personalauswahl setzen\u00bb, sagt Ad\u00e9l Holdampf-Wendel.<\/p>\n<p>Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom nutzt nur ein Prozent von 852 befragten Unternehmen KI-Systeme, um Bewerbungen zu sichten. Ebenfalls ein Prozent l\u00e4sst Bewerbungsgespr\u00e4che von K\u00fcnstlicher Intelligenz f\u00fchren. Eine KI-basierte Kompetenz- und Potenzialanalyse nutzen aktuell drei Prozent der befragten Unternehmen.\u00a0<\/p>\n<p>Welche Chancen ergeben sich f\u00fcr Bewerberinnen und Bewerber?<\/p>\n<p>Eine schnellere R\u00fcckmeldung und eine objektivere Bewerber- und Bewerberinnenauswahl sind die Hauptargumente f\u00fcr den Einsatz von KI-Systemen. \u00abSie k\u00f6nnen zu mehr Fairness f\u00fchren, weil standardisierte Bewertungen subjektive Vorurteile einzelner Recruiter abschw\u00e4chen k\u00f6nnen\u00bb, sagt Anna L\u00fcttgen.<\/p>\n<p>Der Faktor Bauchgef\u00fchl verliere damit an Bedeutung, sagt Holdampf-Wendel. Stattdessen basieren die Entscheidungen auf Daten. Ein weiterer Vorteil: Durch automatisierte Tools k\u00f6nnen Bewerberinnen und Bewerber schneller und mit Informationen und Updates versorgt werden.<\/p>\n<p>Welche Risiken hat der Einsatz von KI?<\/p>\n<p>Anna-Daniela Pickel sieht ein gewisses Risiko darin, pers\u00f6nliche Daten un\u00fcberlegt in unbekannte Systeme einzupflegen. Zudem kritisiert sie, dass die Entscheidungen der KI oft nicht ganz transparent seien.<\/p>\n<p>Anna L\u00fcttgen findet \u00e4hnliche Kritikpunkte. \u00abDurch die hohe Standardisierung bleibt oft wenig Raum f\u00fcr individuelle Dialoge \u00fcber spezielle Kompetenzen oder Kontextfaktoren\u00bb, sagt sie. Auch k\u00f6nne es zu Diskriminierungen kommen, indem die Systeme Verzerrungen aus ihren Trainingsdaten \u00fcbernehmen.\u00a0<\/p>\n<p>Hintergrund: KI-Systeme lernen aus gro\u00dfen Datenmengen. Wenn diese Daten gesellschaftliche Ungleichheiten, Vorurteile oder historische Diskriminierung enthalten, \u00fcbernimmt das System diese Muster. Die KI lernt dann, was in den Daten h\u00e4ufig vorkommt \u2013 nicht, was fair oder gerecht ist.<\/p>\n<p>Wie finde ich heraus, ob KI im Bewerbungsverfahren verwendet wird?<\/p>\n<p>Inwieweit k\u00fcnstliche Intelligenz auch im Auswahlprozess involviert ist, l\u00e4sst sich laut Anna L\u00fcttgen mit einem Check der Anforderung herausfinden. \u00abWirken die verlangten Kompetenzen plausibel und konkret oder erscheinen sie sehr generisch? Letzteres kann ein Indiz f\u00fcr einen stark automatisierten Prozess sein\u00bb, sagt sie.<\/p>\n<p>Werden KI-Systeme reguliert?<\/p>\n<p>Nach der EU-KI-Verordnung gelten KI-Anwendungen in den Bereichen Besch\u00e4ftigung, Personalmanagement und Zugang zur Selbstst\u00e4ndigkeit grunds\u00e4tzlich als \u00abHochrisiko-KI-Systeme\u00bb und unterliegen damit bald strengen Vorgaben.<\/p>\n<p>\u00abDie Anbieter der Systeme m\u00fcssen gewisse Auflagen unter anderem zur Datenqualit\u00e4t, Datensicherheit, Transparenz und Informationspflicht einhalten\u00bb, erkl\u00e4rt Ad\u00e9l Holdampf-Wendel. Ebenso ist verankert, dass die Systeme nur unter menschlicher Aufsicht arbeiten d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Die Bestimmungen f\u00fcr Hochrisiko-KI-Systeme f\u00fcr den beruflichen Bereich gelten ab 2. August 2026, aber bereits jetzt sind voll automatisierte Einstellungsentscheidungen nach der Datenschutzgrundverordnung verboten und nur in sehr engen Rahmen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Gut zu wissen: \u00abBewerber haben nach den aktuellen Regelungen Anspruch auf klare Informationen dar\u00fcber, dass und wie ein KI-System im Auswahlprozess eingesetzt wird\u00bb, so L\u00fcttgen. Ein Unternehmen muss aussagekr\u00e4ftige Angaben \u00fcber die Funktionsweise machen und die Hauptfaktoren nennen, die zu einer Entscheidung gef\u00fchrt haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin\/Veitsh\u00f6chheim\/Hamburg (dpa\/tmn) &#8211; Sie optimieren Stellenanzeigen, sichten Bewerbungsunterlagen oder bewerten Qualifikationen \u2013 mit KI-Systemen sollen Einstellungen schneller und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":679133,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,1140,296,1937,630,1706,4941,29,30,671,1940,1938,624,143475],"class_list":{"0":"post-679132","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-arbeit","11":"tag-berlin","12":"tag-berlin-news","13":"tag-beruf","14":"tag-bewerbung","15":"tag-cjab","16":"tag-deutschland","17":"tag-germany","18":"tag-ki","19":"tag-nachrichten-aus-berlin","20":"tag-news-aus-berlin","21":"tag-ratgeber","22":"tag-tmn2700"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115806005085657415","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679132","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=679132"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/679132\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/679133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=679132"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=679132"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=679132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}