{"id":679445,"date":"2025-12-30T04:56:12","date_gmt":"2025-12-30T04:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/679445\/"},"modified":"2025-12-30T04:56:12","modified_gmt":"2025-12-30T04:56:12","slug":"zurueck-ins-leben-uksh-startet-neues-nachsorge-programm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/679445\/","title":{"rendered":"Zur\u00fcck ins Leben: UKSH startet neues Nachsorge-Programm"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">L\u00fcbeck. Mehr Lebensqualit\u00e4t nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand \u2013 das ist das Ziel des Projekts \u201eCarol\u201c (Cardialer Arrest \u2013 R\u00fcckkehr zum optimalen Leben), das unter Leitung des Instituts f\u00fcr Rettungs- und Notfallmedizin am UKSH entwickelt wurde. Der Gemeinsame Bundesausschuss f\u00f6rdert das Vorhaben in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 5,9 Millionen Euro. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Diese Unterst\u00fctzung erm\u00f6glicht nach Angaben des UKSH den Aufbau eines bundesweiten, strukturierten Nachsorgeprogramms, das erstmals medizinische, psychologische, soziale und genetische Aspekte systematisch miteinander verbindet. \u201eF\u00fcr uns ist \u201aCarol\u2018 ein Meilenstein\u201c, sagt Prof. Dr. Jan-Thorsten Gr\u00e4sner, Projektleiter und Direktor des Instituts f\u00fcr Rettungs- und Notfallmedizin. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"UKSH-Mediziner Prof. Dr. Jan-Thorsten Gr\u00e4sner leitet das Projekt \u201eCarol\u201c.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/34JRVLELJNGDPJ536AP7YJLAHQ.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eErstmals \u00fcbernimmt unser Institut die Konsortialf\u00fchrung in einem Innovationsfonds-Projekt. Gemeinsam mit starken Partnern aus Medizin, Forschung und Versorgung \u2013 darunter die Techniker Krankenkasse, die Barmer, mehrere Universit\u00e4tskliniken sowie spezialisierte Forschungseinrichtungen \u2013 wollen wir die Versorgung von Menschen nach einem au\u00dferklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand systematisch verbessern\u201c, erl\u00e4utert Gr\u00e4sner. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Pro Jahr erleiden in Deutschland etwa 136.000 Menschen au\u00dferhalb eines Krankenhauses einen Herzstillstand und m\u00fcssen reanimiert werden. Der Weg zur\u00fcck in ein normales Leben ist oft steinig und voller Unsicherheiten. \u201eDie k\u00f6rperlichen und seelischen Folgen k\u00f6nnen massiv sein\u201c, sagt Gr\u00e4sner. Viele Betroffene w\u00fcrden an kognitiven Einschr\u00e4nkungen, \u00c4ngsten oder Depressionen leiden. Auch Angeh\u00f6rige seien oft traumatisiert und stark belastet.<\/p>\n<p>Nachsorge beginnt auf der Intensivstation<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Beim Projekt \u201eCarol\u201c, das 2026 starten soll, beginnt die einj\u00e4hrige Nachsorge bereits auf der Intensivstation. Im Zentrum steht dabei die sogenannte PRA-Nurse \u2013 eine spezialisierte Fachkraft, die als konstante Ansprechperson durch alle Phasen der Behandlung begleitet. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die PRA-Nurse koordiniert Untersuchungen und Therapien, organisiert psychokardiologische Screenings sowie genetische Abkl\u00e4rungen und stellt bei Bedarf den Kontakt zu sozialen Hilfsangeboten her. Die psychokardiologische Versorgung im Rahmen des Projekts \u00fcbernimmt die Abteilung f\u00fcr Psychokardiologie der Kerckhoff-Klinik. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Kontaktaufnahme erfolgt bereits w\u00e4hrend des Klinikaufenthalts, sp\u00e4ter finden vier strukturierte Nachsorgetermine statt \u2013 inklusive neurokognitiver Tests, individueller Interventionsplanung und Patientenschulungen.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ein besonderes Augenmerk gilt Patientinnen und Patienten unter 50 Jahren: Bei ihnen wird eine genetische Diagnostik durchgef\u00fchrt, unter Federf\u00fchrung des Zentrums f\u00fcr pl\u00f6tzlichen Herztod und Kardiogenetik der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt. Damit tr\u00e4gt \u201eCarol\u201c nicht nur zur Stabilisierung der Betroffenen bei, sondern hilft auch, erblich bedingte Risiken in Familien fr\u00fchzeitig zu erkennen.<\/p>\n<p>Angeh\u00f6rige werden miteinbezogen<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eCarol\u201c wird an insgesamt 15 spezialisierten Cardiac Arrest Centern in ganz Deutschland umgesetzt \u2013 darunter auch am UKSH in Kiel. Das Projekt richtet sich an gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten zwischen 18 und 80 Jahren, die einen au\u00dferklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand \u00fcberlebt haben und nicht dauerhaft pflegebed\u00fcrftig sind. Auch die Angeh\u00f6rigen werden miteinbezogen: Sie erhalten Schulungen, psychologische Begleitung und ein Reanimationstraining f\u00fcr den Notfall zu Hause.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Trotz klarer Empfehlungen in internationalen Leitlinien existieren in Deutschland bislang keine standardisierten Strukturen f\u00fcr eine solche umfassende Nachsorge \u2013 \u201eCarol\u201c will diese Versorgungsl\u00fccke schlie\u00dfen. <\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-1bfvh9l-0 cSmjnJ\">LN<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"L\u00fcbeck. 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