{"id":679532,"date":"2025-12-30T05:48:12","date_gmt":"2025-12-30T05:48:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/679532\/"},"modified":"2025-12-30T05:48:12","modified_gmt":"2025-12-30T05:48:12","slug":"nahverkehr-in-stuttgart-das-schueler-abo-fuer-bus-und-bahn-wird-immer-teurer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/679532\/","title":{"rendered":"Nahverkehr in Stuttgart: Das Sch\u00fcler-Abo f\u00fcr Bus und Bahn wird immer teurer"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Nahverkehr in Stuttgart: Das Sch\u00fcler-Abo f\u00fcr Bus und Bahn wird immer teurer\" title=\"Nahverkehr in Stuttgart: Das Sch\u00fcler-Abo f\u00fcr Bus und Bahn wird immer teurer\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/media.media.b992a5e2-98b1-45a2-8257-b995f6b92f92.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tF\u00fcr manche Eltern steht die Ampel  f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Nahverkehr auf rot. Der Grund ist die erneute Preiserh\u00f6hung f\u00fcr das Sch\u00fclerticket.\u00a0Foto: Lichtgut\/Max Kovaenko\t\t\t<\/p>\n<p>Der Preis ist in zweieinhalb Jahren um 15 Euro gestiegen. Gewerkschaft und Politik fordern Unterst\u00fctzung f\u00fcr Azubis und st\u00e4dtische Mitarbeiter \u2013 wo bleiben aber Kinder und Eltern?<\/p>\n<p>Ab dem 1. Januar steigt der Preis f\u00fcr das Deutschlandticket von 58 auf 63 Euro. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.d-ticket-jugendbw-drastischer-preissprung-beim-jugendticket.7c068a6b-a83a-4f4d-b8c3-2020a639ab7b.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutlich getoppt wird die Steigerung noch vom D-Ticket JugendBW f\u00fcr Sch\u00fcler.<\/a> Die Kosten werden von 39,42 Euro auf 45 Euro um satte 14,2 Prozent angehoben. \u201eWo soll das irgendwann enden?\u201c, fragt sich nicht nur Doroth\u00e9e H. aus <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>. Besonders \u00e4rgerlich f\u00fcr die dreifache Mutter ist es, dass es keine Zusch\u00fcsse mehr gibt oder gar Alternativen: \u201eDie Kinder k\u00f6nnen sich am wenigsten wehren.\u201c <\/p>\n<p> Zum Vergleich: Am 1. M\u00e4rz 2023 bezahlte sie pro Kind noch 30,42 Euro pro Monat. Von den damals von der Politik viel propagierten Kosten von 1 Euro am Tag ist man heute meilenweit entfernt. Ab dem kommenden Jahr liegt der Preis dann bei 45 Euro im Monat. \u201eDas sind f\u00fcr drei Kinder immerhin 135 Euro im Monat\u201c, rechnet Doroth\u00e9e H. vor. Viel Geld \u201ef\u00fcr Schulkinder, die lediglich ein paar Stationen im Stuttgarter Westen hin und her pendeln\u201c, versteht sie die hohen Preise nicht. Bei ihren beiden S\u00f6hnen sind es exakt drei Stationen mit der Stadtbahn. Das Argument, dass das Jugendticket auch f\u00fcr l\u00e4ngere Fahrten nutzbar sei, h\u00e4lt sie f\u00fcr Augenwischerei. \u201eDie Jungs fahren noch nicht alleine durch die Region oder gar weiter\u201c \u2013 im Gegensatz zur 17-j\u00e4hrigen Schwester. Da sei dies noch nachvollziehbar, \u201eaber nicht bei jungen Sch\u00fclern\u201c. <\/p>\n<p>Eltern bezahlen weniger als die Kinder <\/p>\n<p>Generell sind Dorothee H. und ihr Mann gro\u00dfe Anh\u00e4nger des <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.preis-im-jahr-2027-noch-unklar-jetzt-fix-deutschlandticket-gibt-es-bis-mindestens-2030.3aca6900-431e-4486-88ca-b1b5660dba0d.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschlandtickets<\/a> und nutzen dieses selbst auf dem Weg zur Arbeit. Dabei erhalten beide Zusch\u00fcsse seitens des Arbeitsgebers. \u201eWir bezahlen somit deutlich weniger\u201c, sch\u00fcttelt sie verst\u00e4ndnislos den Kopf. \u201eKinder haben anscheinend keine Lobby, da werden die Preise ohne Diskussion einfach erh\u00f6ht.\u201c <\/p>\n<p>F\u00fcr die dreifache Mutter ist es auch nicht nachvollziehbar, dass es keine Alternativen zum Jugendticket gibt. So kann sie sich zum Beispiel ein Kurzstrecken-Abo vorstellen. Denn die nun erneute Preiserh\u00f6hung k\u00f6nnten sich nicht alle leisten. So habe sie von anderen M\u00fcttern erfahren, dass diese teilweise die Abos k\u00fcndigen wollen. Dabei \u201ewird bei Ausfl\u00fcgen oder auch auf dem Weg zum Schulunterricht vorausgesetzt, dass jedes Kind ein Abo hat\u201c. So werde das Ziel, die Kinder bereits in jungen Jahren an die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel heranzuf\u00fchren, aus Sicht von Dorothee H. auf Dauer deutlich verfehlt. <\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>Nicht jeder kann das bezahlen. Manche M\u00fctter k\u00fcndigen das Abo ihrer Kinder. <\/p>\n<p>   Dorothee H. Dreifache Mutter aus Stuttgart <\/p><\/blockquote>\n<p> \u201eEs war eine politische Entscheidung\u201c, erkl\u00e4rt Niklas Hetfleisch. Dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/VVS\" title=\"VVS\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VVS<\/a>) seien dabei die H\u00e4nde gebunden. Das habe auch nichts mit einer bewussten Tariferh\u00f6hung zu tun, betont der Pressesprecher. Bis Ende Februar 2023 galten die sogenannten Scool-Abos. Dabei handelte es sich um eine im gesamten VVS-Gebiet g\u00fcltige Fahrkarte zum Preis von 42,15 Euro pro Monat \u2013 der August war kostenfrei. Die Landeshauptstadt Stuttgart bezuschusste das Ticket, so dass die Kosten bei 365 Euro im Jahr pro Sch\u00fcler lagen. <\/p>\n<p>Abgel\u00f6st wurde dieses dann zum 1. M\u00e4rz 2023 durch das landesweite JugendTicketBW im Zuge der Einf\u00fchrung des Deutschland-Tickets. Seit 1. Dezember 2023 wurde es zum heute g\u00fcltigen Namen umfirmiert. Die Kosten blieben zun\u00e4chst stabil. Analog zu den Preissteigerungen des Deutschland-Tickets wurden die Tarife zum 1. Januar 2025 auf 39,42 Euro angehoben, ab 2026 erfolgt dann der n\u00e4chste Schritt auf 45 Euro pro Monat. <\/p>\n<p>Kommunen fehlt das Geld f\u00fcr einen Zuschuss  <\/p>\n<p>Aufgrund der politische Gemengelage sind derzeit bei dem VVS keine \u00dcberlegungen im Gange, andere \u2013 m\u00f6glicherweise g\u00fcnstigere \u2013 Tarife f\u00fcr Sch\u00fcler anzubieten. So habe es auch in fr\u00fcheren Zeiten zum Beispiel keine Kurzstrecken-Abos gegeben, betont Hetfleisch. Auch eine Bezuschussung lasse laut dem VVS-Pressesprecher \u201edie angespannte Lage der \u00f6ffentlichen Haushalte leider nicht mehr zu\u201c. Vielmehr seien die h\u00f6heren Ticketpreise notwendig, um die gestiegenen Kosten im Nahverkehr auszugleichen.<\/p>\n<p>Doch genau einen solchen Zuschuss fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) in Baden-W\u00fcrttemberg f\u00fcr Auszubildende. In einem Appell fordert sie von der Landesregierung die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die rund 16400 Lehrlinge in Stuttgart und der Region. Nach dem Vorbild von Niedersachsen soll auch Baden-W\u00fcrttemberg 25 Prozent der Kosten \u00fcbernehmen. Voraussetzung ist aber, dass sich auch der Arbeitgeber mit einem Viertel beteiligt \u2013 das w\u00e4ren laut NGG nicht einmal 16 Euro. Und auch die Fraktion Die Linke\/S\u00d6S\/Plus im Stuttgarter Gemeinderat hatte sich im Rahmen der Beratungen f\u00fcr den Doppelhaushalt f\u00fcr einen Zuschuss zum Deutschlandticket f\u00fcr st\u00e4dtische Mitarbeiter eingesetzt \u2013 an die Eltern und Sch\u00fcler denkt aber offensichtlich bislang niemand. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr manche Eltern steht die Ampel f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Nahverkehr auf rot. 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