{"id":679620,"date":"2025-12-30T06:39:25","date_gmt":"2025-12-30T06:39:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/679620\/"},"modified":"2025-12-30T06:39:25","modified_gmt":"2025-12-30T06:39:25","slug":"usa-einreise-bald-nur-noch-mit-social-media-check-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/679620\/","title":{"rendered":"USA-Einreise bald nur noch mit Social-Media-Check? &#8211; Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p class=\"text small\">Doch was muss man beachten wenn man doch in die USA reisen m\u00f6chte? Und welche Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnte es demn\u00e4chst bei der Reise geben? Ein \u00dcberblick.<\/p>\n<p class=\"text small\">Um in die Vereinigten Staaten einreisen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigt man entweder eine g\u00fcltige\u00a0ESTA-Genehmigung oder ein g\u00fcltiges\u00a0US-Visum. Da Deutschland Teil des\u00a0Visa-Waiver-Programm (VWP) ist, k\u00f6nnen deutsche Staatsb\u00fcrgerinnen und Staatsb\u00fcrger generell mit\u00a0ESTA-Genehmigung in die Vereinigten Staaten einreisen &#8211; ein\u00a0US-Visum ist nicht n\u00f6tig.<\/p>\n<p class=\"text small\">Folgende Dokumente werden f\u00fcr die visumsfreie Einreise in die\u00a0USA\u00a0ben\u00f6tigt:<\/p>\n<p class=\"text small\">Der neuen Bestimmung zufolge sollen im ESTA-Antrag zur visumsfreien Einreise k\u00fcnftig auch die Social-Media-Konten angegeben werden. Einreisende m\u00fcssten damit den Grenzbeamten ihre Beitr\u00e4ge in sozialen Netzwerken aus den vergangenen f\u00fcnf Jahren zug\u00e4nglich machen, hei\u00dft es in dem \u00c4nderungsvorschlag, den die Grenzschutzbeh\u00f6rde vorgelegt hat. <\/p>\n<p class=\"text small\">Zu sozialen Medien z\u00e4hlen Plattformen wie etwa Tiktok, X oder Instagram. Diese Angaben war bislang freiwillig, jetzt soll es ein verpflichtender Bestandteil des ESTA-Antrags werden. Ein Antrag ohne diese Angaben w\u00e4re unvollst\u00e4ndig und k\u00f6nnte abgelehnt werden. <\/p>\n<p class=\"text small\">Die verpflichtende \u00dcberpr\u00fcfbarkeit der Social-Media-Aktivit\u00e4ten ist Teil eines gr\u00f6\u00dferen Pakets, das eine umfassende Datensammlung zur Nachverfolgung von Ein- und Ausreise regeln w\u00fcrde, wenn es denn so in Kraft tritt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"text small\">Dann sollen auch andere Daten abgefragt werden, wie beispielsweise die Telefonnummern der vergangenen f\u00fcnf Jahre, die E-Mail-Adressen der vergangenen zehn Jahre. Au\u00dferdem soll dann auch nach pers\u00f6nlichen Daten von Familienmitgliedern gefragt werden, zum Beispiel nach Namen, Telefonnummer, Geburtsdatum, Geburtsort und Anschrift.<\/p>\n<p class=\"text small\">Doch auch wenn man all diese Dokumente vorlegen kann, warnt das Ausw\u00e4rtige Amt in den Reise- und Sicherheitshinweisen: &#8222;Weder eine g\u00fcltige ESTA-Genehmigung noch ein g\u00fcltiges US-Visum begr\u00fcnden einen Anspruch auf Einreise in die\u00a0USA. Die endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber die Einreise trifft der US-Grenzbeamte.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text small\">Doch die USA ist bei weitem nicht das einzige Urlaubsziel, bei dem einem die Einreise verweigert werden kann. Bei der T\u00fcrkei warnt das Ausw\u00e4rtige Amt beispielsweise ganz konkret vor &#8222;Festnahmen und Einreiseverweigerungen&#8220;. Blo\u00dfe \u00c4u\u00dferungen oder das Teilen, Kommentieren oder &#8222;Liken&#8220; von Beitr\u00e4gen in sozialen Medien k\u00f6nne hier schon f\u00fcr eine Strafverfolgung ausreichen.<strong> <\/strong>Ein Einblick in die Social-Media-Konten wird hier jedoch nicht offiziell verlangt.<\/p>\n<p class=\"text small\">Wird einem die Einreise verweigert, bekommt man sein Geld vermutlich bei den meisten Reiseunternehmen nicht zur\u00fcck. Das Reiseunternehmen DERTOUR teilte auf WDR-Anfrage mit, dass ihre AGBs bislang &#8222;keine R\u00fcckerstattung des Reisepreises bei einer Verweigerung der Einreise aufgrund von Social-Media-Aktivit\u00e4ten&#8220; vorsehen.<\/p>\n<p class=\"text small\">Laut dem Ausw\u00e4rtigen Amt bekommt in solchen F\u00e4llen Hilfe und Rat bei der deutschen Botschaft und bei den Konsulaten. &#8222;Die Hilfsm\u00f6glichkeiten m\u00fcssen sich allerdings am internationalen Recht und an den Gesetzen des jeweiligen ausl\u00e4ndischen Staates orientieren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text small\">Fragt man in verschiedenen Reiseb\u00fcros in NRW nach, dann gehen die Einsch\u00e4tzungen zum Teil auseinander. Ein Mitarbeiter aus einem Reiseb\u00fcro in <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/uebersicht-essen-100.html\" rel=\"neutral noopener\" title=\"\u00dcbersicht Essen\" target=\"_blank\">Essen<\/a> sagt dem WDR, dass die Menschen inzwischen &#8222;zur\u00fcckhaltend sind, ohne Ende&#8220; eine Reise in die USA zu buchen. &#8222;Reisen in die USA haben ganz arg verloren&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p class=\"text small\">Ein Mitarbeiter aus einem anderen Essener Reiseb\u00fcro sch\u00e4tzt die Situation etwas anders ein. Er sagte im Gespr\u00e4ch mit dem WDR, dass die Leute, die bereits in der Vergangenheit in die USA gereist sind, dies auch weiterhin machen w\u00fcrden. Er sagt: &#8222;Die reisen auch trotz Trump weiter in die USA, die schreckt das nicht ab.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text small\">Eine Mitarbeiterin aus einem D\u00fcsseldorfer Reiseb\u00fcro erz\u00e4hlt im Gespr\u00e4ch mit dem WDR, dass es schon eine gro\u00dfe Anzahl an Menschen gebe, die nicht in die USA einreisen wollen, solange Trump regiert. Ebenso verhielte es sich auch mit Reisen in die T\u00fcrkei &#8211; viele wollen auch hier keinen Urlaub verbringen, solange Erdogan das Land regiert. Sie sagt, dass die Leute vorsichtiger geworden seien. Sie h\u00e4tten Angst, dass ihnen die Einreise verweigert w\u00fcrde, oder dass sie sogar verhaftet w\u00fcrden.<\/p>\n<blockquote><p>\n&#8222;So will man seinen Urlaub auch nicht verbringen. Das man Angst hat, wenn man was falsch macht, verhaftet zu werden und dann den Urlaub nachher noch hinter Gittern verbringt.&#8220;<br \/>\nMitarbeiterin, Reiseb\u00fcro D\u00fcsseldorf\n<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"text small\">Ein anderer Mitarbeiter des D\u00fcsseldorfer Reiseb\u00fcros sagt, dass das die geplanten \u00c4nderungen die Menschen wohl auch schon aus Datenschutzgr\u00fcnden abschrecken werden. Auf Social Media w\u00fcrden ja zum Teil auch private Dinge gepostet &#8211; &#8222;Da muss man ja komplett die Hosen runterlassen&#8220;. Er f\u00e4nde das unm\u00f6glich und sagt: &#8222;Ich denke, viele, die jetzt noch in der Planung sind, die werden ihre Planungen wohl verwerfen.&#8220;<\/p>\n<p>Unsere Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/ReiseUndSicherheit\/reise-und-sicherheitshinweise\" rel=\"nofollow noopener\" title=\"Ausw\u00e4rtiges Amt: Reise- und Sicherheitshinweise\" target=\"_blank\">Website des Auswertigen Amts<\/a><\/li>\n<li>Stellungnahme der Reiseveranstalters Dertours<\/li>\n<li>Statistik IT.NRW<\/li>\n<li>Gespr\u00e4ch mit Mitarbeitern aus zwei Reiseb\u00fcros in Essen<\/li>\n<li>Gespr\u00e4ch mit Mitarbeitern aus einem Reiseb\u00fcro in <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/uebersicht-duesseldorf-100.html\" rel=\"neutral noopener\" title=\"\u00dcbersicht D\u00fcsseldorf\" target=\"_blank\">D\u00fcsseldorf<\/a><\/li>\n<li>Nachrichtenagenturen DPA und AFP<\/li>\n<li>Tagesschau-Beitrag vom 10.12.2025 &#8211; Infos zum Regulierungsvorschlag US-Grenzschutzbeh\u00f6rde<\/li>\n<li>WDR-Beitrag vom 20.03.2025 &#8211; Welche Dokumente ben\u00f6tigt man f\u00fcr die Einreise in die USA<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"text small\"><strong>Sendung: <\/strong>WDR 5, Nachrichten, 10.12.2025, 11 Uhr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Doch was muss man beachten wenn man doch in die USA reisen m\u00f6chte? 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