{"id":680102,"date":"2025-12-30T11:24:12","date_gmt":"2025-12-30T11:24:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/680102\/"},"modified":"2025-12-30T11:24:12","modified_gmt":"2025-12-30T11:24:12","slug":"tierschutzaktion-in-muenchen-stoerung-der-premiere-im-circus-krone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/680102\/","title":{"rendered":"Tierschutzaktion in M\u00fcnchen: St\u00f6rung der Premiere im Circus Krone"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Circus Krone wollte in M\u00fcnchen am ersten Weihnachtstag sein Winterprogramm er\u00f6ffnen. Dabei st\u00f6rten<\/strong> <strong>Tiersch\u00fctzer die Vorstellung, sie protestierten gegen die ethisch nicht vertretbare Ausbeutung von Tieren zu Unterhaltungszwecken.<\/strong> <\/p>\n<p>Tierschutzaktivisten haben die Premiere des Winterprogramms im M\u00fcnchner Circus Krone gest\u00f6rt. Am Abend des ersten Weihnachtstags liefen mehrere Aktivisten, die sich als Zuschauer<br \/>getarnt hatten, in die Manege und versuchten unter lauten Buh-Rufen des Publikums, ein Banner zu entrollen. Zwei M\u00e4nner wurden wegen Hausfriedensbruchs angezeigt.\u00a0<\/p>\n<p>Bei der Aktion erlosch das Licht im Zirkus, die Aktivisten wurden unter Applaus der Zuschauer von Security-Mitarbeitern nach drau\u00dfen bef\u00f6rdert. Dort stritten mehrere Menschen lautstark mit dem Zirkuspersonal.<\/p>\n<p>Aktion von Animal Rebellion<\/p>\n<p>Die Gruppe Animal Rebellion bekannte sich zu der Aktion. Laut einer Mitteilung waren vier Protestler daran beteiligt. Sie sprangen in die Manege und hielten dabei zwei Banner mit der Aufschrift \u201eTiere raus aus der Manege\u201c in den H\u00e4nden.\u00a0<\/p>\n<p>Die Gruppe erhob nach der Aktion Vorw\u00fcrfe gegen Zirkus-Mitarbeiter. Sie seien gewaltsam gegen die St\u00f6rer vorgegangen. Die Aktivisten k\u00fcndigten an, Strafanzeige wegen schwerer K\u00f6rperverletzung erstatten zu wollen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Polizei best\u00e4tigte, dass entsprechende Vorw\u00fcrfe auch beim Einsatz ge\u00e4u\u00dfert worden seien. Allerdings seien bei den Aktivisten, die die Beamten vor Ort noch antrafen, keine Verletzungen festgestellt worden und sie h\u00e4tten auf Anfrage auch nicht Strafanzeige stellen wollen.\u00a0<\/p>\n<p>Zirkuschef Martin Lacey betonte, seine Mitarbeiter h\u00e4tten korrekt und professionell gehandelt und keine Gewalt angewandt. Die Aktion habe nur wenige Sekunden gedauert und viele Zuschauer h\u00e4tten das alles gar nicht gemerkt. Es sei nicht das erste Mal, dass Tierrechtler Aktionen im Circus Krone gestartet h\u00e4tten. Auch vor der Aktion am ersten Weihnachtstag h\u00e4tten Security-Mitarbeiter vier Aktivisten daran gehindert, den Zirkus zu betreten.\u00a0<\/p>\n<p>Als die Polizei eintraf, hatten sich nach Angaben des M\u00fcnchner Polizeipr\u00e4sidiums schon mehrere Aktivisten entfernt. Zwei M\u00e4nner \u2013 ein 20-J\u00e4hriger aus N\u00fcrnberg und ein 56 Jahre alter M\u00fcnchner \u2013 wurden wegen Hausfriedensbruchs und einer Ordnungswidrigkeit nach dem<br \/>Versammlungsgesetz angezeigt, die Polizei stellte zwei Banner sicher. Mehr als zehn Streifen der M\u00fcnchner Polizei waren im Einsatz.\u00a0<\/p>\n<p>Circus Krone wegen Einsatz von Tieren in Kritik<\/p>\n<p>Der Circus Krone steht \u2013 wie andere Einrichtungen seiner Art \u2013 immer wieder in der Kritik, weil Wildtiere wie L\u00f6wen dort dressiert werden. \u201eDie Pferde, Kamele und L\u00f6wen f\u00fchren die unnat\u00fcrlichen Tricks und Kunstst\u00fccke nicht freiwillig aus, sondern weil sie m\u00fcssen\u201c, sagte<br \/>Scarlett Treml von Animal Rebellion. \u201eIhre Dressur basiert auf Gewalt, Einsch\u00fcchterung und Misshandlung. Sobald sie den Peitschenschlag h\u00f6ren, erinnern sie sich an die Schmerzen und tun aus Angst, was von ihnen verlangt wird. Das ist Tierqu\u00e4lerei.\u201c<\/p>\n<p>Ihre Forderung: \u201eLangfristig m\u00fcsse die Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde gemeinsam mit der Stadt M\u00fcnchen es dem Circus Krone verbieten, Tiere zu Unterhaltungszwecken auszubeuten und zu misshandeln.\u201c<\/p>\n<p>Zirkuschef betrachtet sich selbst als Tiersch\u00fctzer \u2013 Zeit f\u00fcr \u00f6ffentliche Debatte<\/p>\n<p>Der Circus Krone feierte am ersten Weihnachtstag die Premiere seines Winterprogramms, das in diesem Jahr unter dem Motto \u201eIch. Du. Wir. Krone\u201c steht. Neben den Auftritten verschiedenen Artisten und Clowns gab es auch Einlagen mit dressierten Pferden, Kamelen und L\u00f6wen, die<br \/>Kunstst\u00fcckchen vorf\u00fchrten oder \u2013 wie im Fall der L\u00f6wen \u2013 mit ihrem Dompteur schmusten.<\/p>\n<p>Zirkuschef Lacey betonte, er sei selbst Tiersch\u00fctzer. Seiner Auffassung nach \u201egingen diese Tierrechtler viel zu weit\u201c. Er kritisierte die Aktion: Eine Live-Show in der Form zu unterbrechen \u2013 \u201edas ist gef\u00e4hrlich\u201c. Und die Aktion sei auch \u201eunfair f\u00fcr die Familien, die Weihnachten feiern<br \/>wollten\u201c.\u00a0Viele Zuschauer reagierten mit Unverst\u00e4ndnis auf die Tierschutz-Aktion.<\/p>\n<p>Auch wenn das Vorgehen der Tiersch\u00fctzer als \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdig zu betrachten ist, erscheint die grunds\u00e4tzliche Fragestellung berechtigt: Ist es 2025 ethisch noch vertretbar, L\u00f6wen im Zirkus zu halten und zu dressieren? Aus Tierschutzgr\u00fcnden ist das klar zu verneinen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Circus Krone wollte in M\u00fcnchen am ersten Weihnachtstag sein Winterprogramm er\u00f6ffnen. 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