{"id":680121,"date":"2025-12-30T11:34:26","date_gmt":"2025-12-30T11:34:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/680121\/"},"modified":"2025-12-30T11:34:26","modified_gmt":"2025-12-30T11:34:26","slug":"architekturstudenten-aus-aachen-erforschen-ddr-plattenbauten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/680121\/","title":{"rendered":"Architekturstudenten aus Aachen erforschen DDR-Plattenbauten"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Dass die DDR-Plattenbauten besser als ihr Ruf sind, zeigt sich immer wieder an konkreten Projekten. <a data-li-document-ref=\"4066799\" href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/regional\/uckermark\/von-wegen-leerstand-kreative-loesung-fuer-ddr-plattenbau-laesst-aufhorchen-4066799\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beispielsweise am Pflege-Campus im Prenzlauer Wohngebiet Georg-Dreke-Ring<\/a> oder den aufwendigen Umbauten in Schwedt, wo die DDR-Platte als solche im Ergebnis nicht mehr wiederzuerkennen ist.<\/p>\n<p>Nur noch zwei Wohnungen im Block vermietet<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Ganz anders die Situation auf dem Land, zum Beispiel in den 38 D\u00f6rfern der Gemeinde Nordwestuckermark. Dort liegt die Leerstandsquote in den circa zwei Dutzend DDR-Wohnbl\u00f6cken bei durchschnittlich 25 Prozent, best\u00e4tigt B\u00fcrgermeister Roland Klatt. In Ferdinandshorst sind aktuell sogar nur noch zwei Wohnungen in der \u201ePlatte\u201c vermietet. Doch Wasser, Strom, Heizung m\u00fcssen vorgehalten werden. Wirtschaftlich l\u00e4sst sich dieses nicht mehr vertreten.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Da war es f\u00fcr die Gemeinde Nordwestuckermark ein gl\u00fccklicher Umstand, dass \u00fcber den freischaffenden Architekten Bruno R\u00f6ver, der inzwischen seinen Lebensmittelpunkt in Kraatz (Nordwestuckermark) hat, Kontakte zur renommierten Rheinisch-Westf\u00e4lischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen hergestellt wurden. Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit besch\u00e4ftigten sich Architekturstudenten mit der konkreten Situation vor Ort, wobei sie im Mai eine Woche direkt in der Nordwestuckermark unterwegs waren, schildern Roland Klatt, seine Stellvertreterin und Bauamtsleiterin Petra Buchholz und Klimaschutzmanager Tobias Kersten.<\/p>\n<p>Serielle Fertigung er\u00f6ffnet viele M\u00f6glichkeiten<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Das Ergebnis: Die Plattenbauweise in serieller Fertigung er\u00f6ffnet vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten der Umgestaltung durch Herausnahme von Wandelementen, das Durchbrechen der Geschosse, das Auflockern der Fassaden. Verschiedene Wohnformen, die Ansiedelung von Gewerbe, Platz f\u00fcr Dienstleistungen &#8211; all diese Anspr\u00fcche lie\u00dfen sich rein technisch erf\u00fcllen. Warum nicht M\u00f6glichkeiten des betreuten Wohnens schaffen, damit betagte Dorfbewohner weiterhin in ihrem Ort leben k\u00f6nnen, eine Turnhalle, Vereinsr\u00e4ume, eine Physiotherapie oder einen Friseursalon, eine obere Etage mit Panoramafenstern und freiem Blick in die Umgebung &#8230;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/4b157189-0da1-4651-a9da-b53cbe9d69b8.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Von rechts: B\u00fcrgermeister Roland Klatt, Bauamtsleiterin Petra Buchholz und Klimamanager Tobias Kersten vor einem DDR-Plattenbau in Sch\u00f6nermark. Alle drei verbinden gro\u00dfe Hoffnungen mit der Zusammenarbeit mit den Studenten aus Aachen und einem EU-F\u00f6rderprogramm.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Von rechts: B\u00fcrgermeister Roland Klatt, Bauamtsleiterin Petra Buchholz und Klimamanager Tobias Kersten vor einem DDR-Plattenbau in Sch\u00f6nermark. Alle drei verbinden gro\u00dfe Hoffnungen mit der Zusammenarbeit mit den Studenten aus Aachen und einem EU-F\u00f6rderprogramm. (Foto: Heiko Schulze)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Von diesen Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnten alle Generationen in den Orten und Ortsteilen profitieren, zeigen sich Klatt, Buchholz und Kersten optimistisch. Von diesen m\u00f6glichen Nutzungskonzepten f\u00fcr \u201eunsere alten Neubauten\u201c wollen sie auch die Nordwestuckerm\u00e4rker \u00fcberzeugen. So laden sie \u201ealle interessierten B\u00fcrger und Neubau-Bewohner\u201c am 20. Januar ins Multikulturelle Zentrum in F\u00fcrstenwerder, Am Sportplatz 2, ein. Der Tag soll unter dem selbstbewussten Motto \u201eEXPO Nordwestuckermark 2025 &#8211; Zukunft 2040\u201c stehen. Am Nachmittag sollen die Modelle und Ergebnisse der studentischen Untersuchungen einem Fachpublikum pr\u00e4sentiert, am Abend mit \u201ejedermann\u201c \u00f6ffentlich diskutiert werden.<\/p>\n<p>Geht nicht darum, Papier zu beschreiben &#8230;<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Neben den Arbeiten der Architekturstudenten soll es konkret um die kommunale W\u00e4rmeplanung, um integrierte Klimaschutzgesetze und Ergebnisse des Gemeinde-Entwicklungskonzeptes gehen. \u201eEs geht dabei nicht um schwammige Visionen, sondern ganz konkret um unsere Zukunft in den kommenden Jahren\u201c, versichern Petra Buchholz und Tobias Kersten. Um nicht nur \u201ePapier zu beschreiben, sondern die Ideen konkret umzusetzen\u201c wird es nicht ohne gewaltige finanzielle Mittel gehen. So hofft die Gemeinde Nordwestuckermark, als eine von zwei m\u00f6glichen Beispielprojekten f\u00fcr das EU-F\u00f6rderprogramm \u201eZuk\u00fcnftige bauliche Gestaltung von Altneubauten\u201c auserw\u00e4hlt zu werden. Das F\u00f6rderprogramm ist mit 16 Millionen Euro untersetzt. Gleichzeitig habe man mehrere Bundesprogramme im Blick, die auf innovative Ans\u00e4tze im l\u00e4ndlichen Raum abzielen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/c8aeb69b-54e5-4c3c-808d-c8aaf0a3c735.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Ein weiteres Modell, das Architekturstudenten nach ihrem Aufenthalt in der Gemeinde Nordwestuckermark anfertigten. \"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Ein weiteres Modell, das Architekturstudenten nach ihrem Aufenthalt in der Gemeinde Nordwestuckermark anfertigten.  (Foto: Gemeinde Nordwestuckermark)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Fakt sei, dass die Wohn- und Lebensqualit\u00e4t entscheidend sei, um f\u00fcr Menschen aller Altersgruppen, f\u00fcr Familien interessant zu bleiben. Die nach den Corona-Jahren sp\u00fcrbar gestiegene Arbeitsm\u00f6glichkeit im Homeoffice bringe die Vorz\u00fcge einer l\u00e4ndlichen Region zunehmend ins Bewusstsein &#8211; unabh\u00e4ngig von der N\u00e4he zu gro\u00dfen Ballungszentren. \u201eDiese Chance d\u00fcrfen wir nicht ungenutzt lassen. Jetzt die Weichen richtig zu stellen, ist entscheidend f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte\u201c, zeigen sich Roland Klatt, Petra Buchholz und Tobias Kersten \u00fcberzeugt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dass die DDR-Plattenbauten besser als ihr Ruf sind, zeigt sich immer wieder an konkreten Projekten. Beispielsweise am Pflege-Campus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":680122,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,215],"class_list":{"0":"post-680121","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115808309473300264","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/680121","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=680121"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/680121\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/680122"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=680121"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=680121"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=680121"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}