{"id":680624,"date":"2025-12-30T16:09:17","date_gmt":"2025-12-30T16:09:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/680624\/"},"modified":"2025-12-30T16:09:17","modified_gmt":"2025-12-30T16:09:17","slug":"ukraine-krieg-attacke-ohne-beweise-doch-moskau-droht-mit-harter-reaktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/680624\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Attacke ohne Beweise &#8211; doch Moskau droht mit harter Reaktion"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspAGen tspAGeo\">Der Kreml verbreitet mit Hochdruck die Geschichte von einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Staatschef Wladimir Putin und droht mit einer h\u00e4rteren Haltung in Friedensgespr\u00e4chen. Auf Geh\u00f6r stie\u00dfen die Moskauer Vorw\u00fcrfe vor allem bei US-Pr\u00e4sident Donald Trump. \u201eDas ist nicht gut\u201c, sagte Trump. Er best\u00e4tigte, dass Putin ihn am Telefon informiert habe. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigungen zur\u00fcck. Moskau suche einen Vorwand, um den Krieg fortzusetzen und erneut Regierungsgeb\u00e4ude in Kiew anzugreifen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Der ukrainische Au\u00dfenminister Andrij Sybiha schrieb im Netzwerk X, Russland habe seit Montag keine Belege f\u00fcr den angeblichen Angriff vorgelegt. \u201eDenn es gibt sie nicht. Es gab keinen solchen Angriff\u201c, erkl\u00e4rte der Minister. Er kritisierte, dass Staaten wie Indien, Pakistan oder die Vereinigten Arabischen Emirate sich wegen der angeblichen Attacke besorgt gezeigt h\u00e4tten. Putin lie\u00df sich nach Kreml-Angaben auch von seinen Kollegen aus Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan Solidarit\u00e4t zusichern.<\/p>\n<p class=\"tspA0hw\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. Sie k\u00f6nnen sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. <\/p>\n<p> Externen Inhalt anzeigen <\/p>\n<p class=\"tspA0h2\"> Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Drittplattformen \u00fcbermittelt werden.  Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p> Kreml spricht von Terror der Ukraine\u00a0 <\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Kremlsprecher Dmitri Peskow trieb am Dienstag die Vorw\u00fcrfe weiter voran und sprach von Terror. \u201eDas ist ein terroristischer Akt, der auf einen Abbruch des Gespr\u00e4chsprozesses zielt\u201c, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Der Angriff richte sich nicht nur gegen Putin, sondern auch gegen Trumps Friedensbem\u00fchungen.<\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Der Kreml macht sich bei seiner Argumentation zunutze, dass die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg t\u00e4glich Ziele in dem Land angreift. Es gibt schwere Sch\u00e4den, Tote und Verletzte. Auch bei Bombenattentaten des ukrainischen Geheimdienstes in Russland wurden schon Gener\u00e4le und Propagandisten get\u00f6tet. Zudem l\u00e4sst sich Selenskyj gern vor einem Gem\u00e4lde in seinem Amtssitz fotografieren, das einen Kreml in Flammen zeigt.<\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Wie zuvor Putins au\u00dfenpolitischer Berater Juri Uschakow drohte auch Peskow damit, dass Russland nun eine h\u00e4rtere Haltung bei den laufenden Gespr\u00e4chen \u00fcber ein Kriegsende einnehmen werde. Es sei aber nicht zielf\u00fchrend, Details dazu zu nennen. Der Kremlsprecher verneinte, dass Moskau ganz aus dem Prozess aussteigen wolle. \u201eRussland wird nat\u00fcrlich den Gespr\u00e4chsprozess fortsetzen und den Dialog, vor allem mit den Amerikanern\u201c, sagte er.<\/p>\n<p> Hinweise auf Abwehr eines Drohnenangriffs fehlen <\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Der angebliche Angriff hatte nach russischen Angaben eine Residenz Putins im Waldai zum Ziel. Das ist eine waldige H\u00fcgelkette zwischen Moskau und St. Petersburg im Verwaltungsgebiet Nowgorod. Der russische Staatschef hat in seinem Riesenreich mehrere Residenzen, aber speziell im Waldai soll er sich nach inoffiziellen Berichten mit seiner Familie treffen. Nach Medienrecherchen ist die Flugabwehr um das gro\u00dfe Anwesen im Sommer verst\u00e4rkt worden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Aus bisherigen Mitteilungen des russischen Milit\u00e4rs lie\u00df sich der Angriff nicht genau herauslesen. Das Verteidigungsministerium in Moskau sprach am Montagmorgen erst von 89 ukrainischen Drohnen, die \u00fcber verschiedenen Regionen abgefangen worden seien &#8211; davon 18 \u00fcber dem Gebiet Nowgorod. Sp\u00e4ter wurde der Abschuss von 23 weiteren Drohnen \u00fcber dem Gebiet erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Die russische Internetplattform \u201eSota\u201c verwies darauf, dass nach Angaben von Bewohnern der Region kein Flugabwehrfeuer zu h\u00f6ren gewesen sei. Nach Angaben des US-Instituts f\u00fcr Kriegsstudien (ISW) fehlten auch die sonst bei Drohnenangriffen \u00fcblichen Internet-Berichte \u00fcber Tr\u00fcmmer oder Br\u00e4nde am Boden. \u201eDie Umst\u00e4nde dieses angeblichen Angriffs entsprechen nicht dem beobachteten Muster von Beweisen, wenn ukrainische Streitkr\u00e4fte Angriffe auf Russland durchf\u00fchren\u201c, hie\u00df es dort.<\/p>\n<p> Eine Drohung in Selenskyjs Weihnachtsansprache? <\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Als Beleg daf\u00fcr, dass Selenskyj Putin nach dem Leben trachte, zitierten Peskow und andere russische Vertreter die Weihnachtsansprache des Ukrainers. Selenskyj hatte zu Heiligabend gesagt, wenn jeder Ukrainer einen Wunsch habe, w\u00e4re das wohl, \u201edass er stirbt\u201c. Er nannte keinen Namen, doch lie\u00df sich dies auf Putin beziehen. Selenskyj fuhr fort: \u201eAber wenn wir uns an Gott wenden, bitten wir nat\u00fcrlich um mehr. Wir bitten um Frieden f\u00fcr die Ukraine.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Der fr\u00fchere russische Staatschef Dmitri Medwedew stie\u00df deshalb Todesdrohungen gegen Selenskyj aus. Dieser werde sich zeitlebens verstecken m\u00fcssen, schrieb er auf Englisch auf X. F\u00fcr ein heimisches Publikum schrieb Medwedew auf Russisch, dass Selenskyj nicht nur Putin, sondern alle Russen t\u00f6ten wolle. Auf Telegram prophezeite er dem Ukrainer einen baldigen gewaltsamen Tod.<\/p>\n<p> Putin ruft zweimal bei Trump an <\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Die Moskauer Informationskampagne folgt auf ein Treffen Trumps mit Selenskyj in Florida vom Sonntagabend. Unterh\u00e4ndler der USA und der Ukraine haben in den vergangenen Wochen intensiv an einem Plan gearbeitet, wie der Krieg beendet werden k\u00f6nnte und welche Sicherheitsgarantien die Ukraine k\u00fcnftig erh\u00e4lt. Russland wurde nur \u00fcber den jeweiligen Stand informiert.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Putin brachte sich wieder ins Spiel, indem er am Sonntag kurz vor dem Treffen in Florida beim US-Pr\u00e4sidenten anrief. Trump \u00fcberraschte dann Selenskyj mit Aussagen wie der, dass der Kremlchef eigentlich einen Erfolg der Ukraine wolle. Alle Seiten sprachen nach dem Gipfel zwar von Fortschritten, tats\u00e4chlich blieben aber konkrete Ergebnisse aus. Am Montag telefonierte Putin erneut mit Trump, Hauptthema war dann schon der angebliche Drohnenangriff.<\/p>\n<p class=\"tspAGen\">In dem seit fast vier Jahren dauernden russischen Angriffskrieg haben beide Seiten Luftangriffe auf das gegnerische Staatsoberhaupt bislang vermieden. Russische Spezialkr\u00e4fte machten in den ersten Kriegstagen 2022 Jagd auf Selenskyj. Danach sind nach Angaben ukrainischer Sicherheitsdienste mehrere russische Attentatspl\u00e4ne vereitelt worden. Im September dieses Jahres schlug eine russische Rakete im Geb\u00e4ude des Ministerrates in Kiew ein.<\/p>\n<p> Europ\u00e4er und Kanadier beraten <\/p>\n<p class=\"tspAGen\">Europ\u00e4er und Kanadier stimmten sich am Dienstag erneut \u00fcber weitere Bem\u00fchungen um einen Frieden in der Ukraine ab. Das schrieben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen (CDU) auf der Plattform X. \u201eWir treiben den Friedensprozess voran. Transparenz und Ehrlichkeit sind nun von allen gefordert, einschlie\u00dflich Russland\u201c, schrieb Merz auf Englisch.<\/p>\n<p class=\"tspA0hw\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. 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