{"id":680771,"date":"2025-12-30T17:30:10","date_gmt":"2025-12-30T17:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/680771\/"},"modified":"2025-12-30T17:30:10","modified_gmt":"2025-12-30T17:30:10","slug":"russlands-blutzoll-in-2025-ein-regiment-pro-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/680771\/","title":{"rendered":"Russlands Blutzoll in 2025: Ein Regiment pro Tag"},"content":{"rendered":"<p>Im Dezember 2025 gab es nur vereinzelt Tage, an denen die russischen Verluste bei unter 1.000 Soldaten pro Tag lagen. Dies ist vor allem dem Winterkampf geschuldet. Denn durch den Einsatz der Drohnen verschieben sich milit\u00e4rische Operationen auf Tage mit Nebel und diesigem Wetter, das die Optiken der unbemannten Systeme und deren Steuerung durch Piloten behindert. Bei den billig produzierten <a href=\"https:\/\/defence-network.com\/ukraine-kriegsmittel-bundeswehr-steinzeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Massendrohnen<\/a> m\u00fcssen schlie\u00dflich einfache Kameras, bei den etwas teureren Systemen Nachtsichtkameras, als Augen der ukrainischen Drohnenpiloten ausreichen. Dies wiederum bedeutet allerdings, dass Nebel einen effektiven Schutz gegen die unbemannten Systeme darstellt.<\/p>\n<p>Dies ist allerdings nur ein Grund f\u00fcr die stetig steigenden Verluste. Ein weiterer ist, dass die russische Wirtschaft und Bev\u00f6lkerung bereits massiv leiden, weshalb Wladimir Putin die Entscheidung suchen muss und hierf\u00fcr aktuell vermehrt Soldaten in das Gefecht schickt, um die Ukraine mit der schieren Masse an angreifenden Menschen und Systemen zu \u00fcberwinden. W\u00e4hrend Russlands Verluste in den Sommermonaten zwischen 800 und 900 Soldaten pro Tag lagen, stiegen sie in den Herbst- und Wintermonaten auf im Schnitt \u00fcber 1.000 pro Tag.<\/p>\n<p>Wobei sich die oftmals auch in milit\u00e4rischen Kreisen aufgestellte Theorie, dass Russland nur schlecht ausgebildete Soldaten ohne wirkliches Training und Equipment an die Front schicke und die tats\u00e4chlichen Truppen f\u00fcr den finalen Schlag zur\u00fcckhalte, nicht mit den tats\u00e4chlichen Zahlen decken.<\/p>\n<p><strong>Panzer-Produktion f\u00fcr die Front<\/strong><\/p>\n<p>Eine dieser verbreiteten Theorien besagt beispielsweise, dass Russland eine gut ausgebildete und ausgestattete Panzertruppe f\u00fcr den finalen Angriff aufstelle, w\u00e4hrend an der Front nur minderwertiges Material verschlissen werde. Als Beispiel wird dann die aktuelle Produktionsrate von \u2013 je nach Quelle \u2013 100 bis 130 Panzern pro Monat aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Auch wenn diese Zahl sicherlich sehr gro\u00df ist, deckt sie doch gerade einmal die russischen Verluste. Diese beliefen sich im Dezember 2025 (Stand bis 30. Dezember 2025) auf 91 Panzer. Hinzu kamen 849 Artilleriesysteme und 30 von der Ukraine als \u201eMultiple Launch Rocket System (MLRS)\u201c bezeichnete Mehrfachraketenwerfer. Nicht zu vergessen die Verluste von 34.050 Menschen, meist jung und m\u00e4nnlich.<\/p>\n<p><strong>Der Blutzoll Russlands<\/strong><\/p>\n<p>Das durch den Einsatz der Drohnen gl\u00e4sern gemachte Gefechtsfeld erlaubt den ukrainischen Streitkr\u00e4ften dabei die tats\u00e4chliche Erfassung der erfolgreich bek\u00e4mpften gegnerischen Waffensysteme und Soldaten. In der <a href=\"https:\/\/defence-network.com\/ukraine-app-auswertung-wirksamkeit-verlusten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Army+ App<\/a> tragen die Einheiten ihre Erfolge und die Belege daf\u00fcr ein, die Videos der Drohnen kurz vor und w\u00e4hrend des Impacts dienen als Beweis.<\/p>\n<p>Die Erfassung und Kontrolle dieser Belege ist wiederum wichtig, da erfolgreiche Einheiten mehr und bessere Ausr\u00fcstung erhalten. Wer viele Ziele zerst\u00f6rt, wer im Krieg erfolgreich ist, erh\u00e4lt mehr Punkte, f\u00fcr die dann im Marketplace Drohnen und andere Systeme bzw. Ausr\u00fcstung beschafft werden k\u00f6nnen (<a href=\"https:\/\/defence-network.com\/gamification-ukraine-krieg-e-points-drohnen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wir berichteten<\/a>).<\/p>\n<p>Die Zahlen aus den ukrainischen Streitkr\u00e4ften sind also als zuverl\u00e4ssig anzusehen und zeigen, welchen Blutzoll Russlands B\u00fcrger f\u00fcr die Ambitionen ihres Diktators zahlen m\u00fcssen. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine belaufen sich die russischen Verluste schlie\u00dflich bereits auf 1,207 Millionen Soldaten. Es wurden im Krieg unter anderem 11.477 russische Panzer, 35.589 Artilleriesysteme und 1.582 MLRS zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Was diese Zahlen bedeuten wird deutlich, wenn man sie mit der Gr\u00f6\u00dfe der russischen Streitkr\u00e4fte im Jahr 2021, also vor der Invasion der Ukraine, vergleicht. Damals verf\u00fcgte Russland insgesamt nur \u00fcber rund 900.000 Soldaten, das Heer \u2013 das im Krieg die mit Abstand meisten Verluste zu verzeichnen hat \u2013 verf\u00fcgte \u00fcber etwa 550.000 Soldaten. Hinzu kamen vor der Invasion an vorhandenen Waffensystemen (Quellen: Military Balance 2022) 2.927 Kampfpanzer und 5.180 Sch\u00fctzenpanzer \u2013 in Depots befanden sich ca. weitere 10.200 Kampfpanzer und 8.500 Sch\u00fctzenpanzer in unterschiedlicher Qualit\u00e4t \u2013 sowie 2.118 Artilleriesysteme (im Depot: 16.675) und 1.056 MLRS (im Depot: 3.220).<\/p>\n<p>Diese Zahlen zeigen, dass Russland im Krieg mit der Ukraine bisher mehr als das \u00c4quivalent seines gesamten Vorkriegsheeres verloren hat. Auch an Weihnachten stoppten die Kriegshandlungen \u00fcbrigens nicht, die russischen Verluste beliefen sich am 24. Dezember 2025 auf 10.090 Soldaten, drei Panzer, drei MLRS und 45 Artilleriesysteme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Dezember 2025 gab es nur vereinzelt Tage, an denen die russischen Verluste bei unter 1.000 Soldaten pro&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":680772,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-680771","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115809709373491157","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/680771","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=680771"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/680771\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/680772"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=680771"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=680771"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=680771"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}