{"id":6808,"date":"2025-04-04T04:56:26","date_gmt":"2025-04-04T04:56:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/6808\/"},"modified":"2025-04-04T04:56:26","modified_gmt":"2025-04-04T04:56:26","slug":"rye-whisky-made-in-europe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/6808\/","title":{"rendered":"Rye Whisky Made in Europe?"},"content":{"rendered":"<p> <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTE3LDEsMSw2MA==\" href=\"https:\/\/whiskyfass.de\/kilchoman-2025-lochgorm\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Loch-Gorm-2025_5.png\"\/><\/a> <\/p>\n<p>Ein am 17. November 2003 zwischen Kanada und der Europ\u00e4ischen Union geschlossenes Handelsabkommen wird zur Zeit von einigen EU-L\u00e4ndern dahingehend interpretiert, dass der Begriff \u201e<strong>Rye Whisky<\/strong>\u201c f\u00fcr inl\u00e4ndisch hergestellten Rye Whisky nicht verwendet werden darf.<\/p>\n<p>Mehr hierzu, wie die <strong>europ\u00e4ischen Rye Whisky Produzenten<\/strong> dazu stehen, und welche Forderungen sie gemeinsam an die Europ\u00e4ische Union stellen, lesen Sie in der folgende Presseaussendung:<\/p>\n<tr>\n<td>Presseartikel<\/td>\n<td class=\"has-text-align-right\" data-align=\"right\">F\u00fcr den Inhalt ist das Unternehmen verantwortlich<\/td>\n<\/tr>\n<p>RYE WHISKY MADE IN EUROPE?<\/p>\n<p>Ein vergessenes EU-Abkommen verbietet europ\u00e4ischen Whisky-Produzenten, ihren Rye Whisky \u201eRye Whisky\u201c zu nennen<\/p>\n<p>\u00d6sterreich, [1. April 2025] \u2013 <strong>In einigen L\u00e4ndern stehen europ\u00e4ische Whiskyproduzenten vor neuen Herausforderungen, denn die nationalen Beh\u00f6rden wollen eine wenig bekannte Bestimmung eines vor fast zwei Jahrzehnten unterzeichneten Handelsabkommens durchsetzen. Demnach ist die Verwendung des Begriffs \u201eRye Whisky\u201c auf europ\u00e4ischen Etiketten verboten. Die Durchsetzung hindert europ\u00e4ische Brennereien daran, \u201eRye Whisky\u201c als Beschreibung auf ihren Produkten zu verwenden, obwohl bereits seit drei Jahrzehnten Roggenwhisky in Europa fixer Bestandteil der Whiskytradition ist.<\/strong><\/p>\n<p>Die Neuauslegung des Handelsabkommens, zwischen Kanada und der Europ\u00e4ischen Union, das bereits am 17. September 2003 unterzeichnet wurde, hat nun in verschiedenen EU-L\u00e4ndern zu extremen Einschr\u00e4nkungen gef\u00fchrt. In Finnland etwa haben die Beh\u00f6rden nicht nur den Begriff \u201eRye Whisky\u201c verboten, sondern auch die gemeinsame Verwendung der W\u00f6rter \u201eRye\u201c und \u201eWhisky\u201c auf demselben Etikett. D\u00e4nemark ging sogar noch weiter und verbannte die Bezeichnung \u201eRye\u201c vollst\u00e4ndig von Whisky-Etiketten.<\/p>\n<p>Als Folge kann dem Konsumenten die Hauptzutat der Spirituose nicht mehr genannt werden, was wiederrum anderen geltenden Regulatorien widerspricht.<\/p>\n<p>\u00d6sterreichs 1. Whiskydestillerie, die <strong>Destillerie Haider<\/strong> in Nieder\u00f6sterreich, setzt seit 30 Jahren auf Rye Whisky und pr\u00e4gt damit die heimische, und folglich auch europ\u00e4ische, Whiskykultur.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/whiskyexperts.net\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Pressebild_Jasmin-Haider.jpg\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener nofollow\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Pressebild_Jasmin-Haider-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-893852\"  \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Jasmin Haider-Stadler<\/strong> von der Destillerie und Vorsitzende der Austrian Whisky Association, dazu: <\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir produzieren in \u00d6sterreich seit \u00fcber 30 Jahren Whisky \u2013 lange bevor das Abkommen in Kraft getreten ist. Dieses St\u00fcck Whiskygeschichte lassen wir uns nicht nehmen \u2013 und auch nicht unsere Tradition.\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Sie zeigt sich k\u00e4mpferisch: <\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eEs wird Zeit Europ\u00e4ischen Roggenwhisky zu definieren, und ihn nicht unter einem Abkommen, das so nicht gerechtfertigt ist, untergehen zu lassen\u201c.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>In Vergessenheit geraten: CETA Handelsabkommen<\/p>\n<p>Der Ursprung des Problems reicht bis in die fr\u00fchen 2000er Jahre zur\u00fcck. Zwischen der EU und Kanada wurde ein Handelsabkommen zum Schutz geografischer Angaben f\u00fcr Weine und Spirituosen aushandelten. Im Rahmen dieser Verhandlungen versuchte die EU, Begriffe wie Champagner, Cognac und Ouzo zu sch\u00fctzen. Im Gegenzug erhielt Kanada die Exklusivrechte an der Bezeichnung \u201eRye Whisky\u201c.<\/p>\n<p>Diese Einschr\u00e4nkung wurde erstmals in Abkommen Anfang der 2000er Jahre eingef\u00fchrt, blieb aber von den europ\u00e4ischen Whiskyproduzenten damals weitgehend unbemerkt, da sie nicht aktiv durchgesetzt wurde. Viele Brennereien bezeichneten ihre Produkte \u00fcber Jahrzehnte lang problemlos als das, was es ist: Rye Whisky. Seit diesem Jahr gehen die Beh\u00f6rden jedoch h\u00e4rter gegen die Verwendung des Begriffs vor, was in der Branche europaweit f\u00fcr Verwirrung und Unsicherheit sorgt.<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Rye-Whiskyproduzenten fordern konkrete Handlungen<\/p>\n<p>Die Durchsetzung dieser Regel ist irref\u00fchrend f\u00fcr Verbraucher und benachteiligt europ\u00e4ische Whiskyproduzenten.<\/p>\n<p>Die EU ist aufgefordert rasch zu handeln, um dieses Ungleichgewicht zu beheben. Das CETA-Handelsabkommen sollte neu verhandelt werden. Der Begriff \u201aRye Whisky\u2018 muss f\u00fcr europ\u00e4ische Hersteller ebenso als legitime Kategorie anerkannt werden, wie f\u00fcr kanadische Brennereien.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/whiskyexperts.net\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Collage-European-Rye.jpg\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Collage-European-Rye-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-893850\"  \/><\/a><\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Whiskyproduzenten fordern daher politische Entscheidungstr\u00e4ger, Handels- und Branchenvertreter dringend auf, sich f\u00fcr eine faire \u00dcberarbeitung des Handelsabkommens einzusetzen. Die derzeitige Durchsetzung schadet europ\u00e4ischen Destillerien unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig, schr\u00e4nkt die Auswahlm\u00f6glichkeiten der Verbraucher ein und schafft ungleiche Wettbewerbsbedingungen auf dem globalen Whiskymarkt.<\/p>\n<p>Die EU setzt sich seit langem f\u00fcr fairen Wettbewerb und Transparenz bei der Kennzeichnung ein. Nun muss sie diese Grunds\u00e4tze auch f\u00fcr ihre eigenen Whiskyproduzenten einhalten.<\/p>\n<p>Weitere internationale Stimmen:<\/p>\n<p><strong>Mikko Koskinen<\/strong>, Mitgr\u00fcnder der Kyr\u00f6 Distillery, \u00e4u\u00dferte sich frustriert:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir haben die Kyr\u00f6 Distillery 2014 mit der Idee gegr\u00fcndet, Single Malt Rye Whisky herzustellen. 2019 war der Begriff Single Malt noch Gerstenbr\u00e4nden vorbehalten, und nun stellen wir fest, dass wir unseren Whisky nicht mehr Rye Whisky nennen d\u00fcrfen. Das ist, als w\u00fcrde man extra natives Oliven\u00f6l herstellen und es pl\u00f6tzlich weder \u201aextra nativ\u2018 noch \u201aOliven\u00f6l\u2018 nennen d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Bastian Heuser<\/strong>, Mitgr\u00fcnder der deutschen STORK CLUB Rye Whiskey Destillerie erkl\u00e4rt: <\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDas Absurde daran ist: entgegen dem entsprechenden Namen muss kanadischer \u201eRye Whisky\u201c \u00fcberhaupt keinen Roggen enthalten! Europ\u00e4ische Rye Whisky-Produzenten hingegen verwenden mindestens einen erheblichen Anteil an Roggen (Min. 51%), oder sogar wie wir ausschlie\u00dflich Roggen ohne jede Beimischung anderer Getreide. Aber wir sind diejenigen, die jetzt nicht mehr von Rye Whiskey sprechen sollen.\u201c.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Alex Munch<\/strong> von der d\u00e4nischen Destillerie Stauning Whisky \u00e4u\u00dferte sich ungl\u00e4ubig:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eAls wir das zum ersten Mal h\u00f6rten, dachten wir, es sei ein Scherz. Jetzt befinden wir uns in der Situation, dass wir in Europa nicht mehr \u201aRye\u2018 auf unser Etikett schreiben d\u00fcrfen, aber die Zutaten angeben m\u00fcssen. Und in den USA muss unser Etikett dagegen zwingend die Worte \u201aRye Whisky\u2018 tragen.\u201c.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Diesen Artikel mit Ihren Freunden teilen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein am 17. 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