{"id":681142,"date":"2025-12-30T20:55:11","date_gmt":"2025-12-30T20:55:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/681142\/"},"modified":"2025-12-30T20:55:11","modified_gmt":"2025-12-30T20:55:11","slug":"fluchttunnel-nach-west-berlin-wie-der-eiserne-gustav-seine-frau-aus-der-ddr-herausbrachte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/681142\/","title":{"rendered":"Fluchttunnel nach West-Berlin: Wie der \u201eEiserne Gustav\u201c seine Frau aus der DDR herausbrachte"},"content":{"rendered":"<p>Rund 4000 Eimer Sand holten mehrere \u00e4ltere und ein junger Mann im April und Mai 1962 aus dem Boden, um einen Fluchtstollen aus der DDR zu graben. Die neue Dokumentation des Arch\u00e4ologen Torsten Dressler erweist sich als hoch spannende Lekt\u00fcre \u00fcber dieses und andere Projekte.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Weg in die Freiheit musste ger\u00e4umig sein. Denn Elisabeth \u201eLiesbeth\u201c Thomas, knapp 62 Jahre alt, war einigerma\u00dfen korpulent und nicht allzu gelenkig. Zudem wollte sie die DDR keinesfalls ohne  eine Menge W\u00e4sche und die Familienbriefe verlassen, verpackt in einem sperrigen Koffer. Daran war der erste Fluchtversuch des Ehepaars Thomas gescheitert. Eigentlich n\u00e4mlich wollten der 81-j\u00e4hrige Max und seine Frau schon im Januar 1962 durch den Tunnel der Familie Becker unter der Oranienburger Chaussee von Glienicke\/Nordbahn im DDR-Bezirk Potsdam nach West-Berlin kriechen. Doch der Stollen aus dem Haus Nr. 13 war schlicht zu eng f\u00fcr Lisbeth und ihren Koffer.<\/p>\n<p>F\u00fcr den \u201eEisernen Gustav\u201c, wie man den willensstarken Fuhrunternehmer gern nannte, war das inakzeptabel. Er beschloss, einen eigenen Fluchtstollen zu graben \u2013 so bequem, dass auch seine Frau hindurchpasste. Zusammen mit den M\u00e4nnern mehrerer befreundeter Paare, alle 50 Jahre oder \u00e4lter, dem 19-j\u00e4hrigen Sohn der Eheleute Schauer sowie einem Bauingenieur namens Willy legte Max Thomas im April 1962 auf seinem Grundst\u00fcck rund hundert Meter vom Haus der Beckers entfernt los.<\/p>\n<p>Bei t\u00e4glich 10 bis 14 Stunden Arbeit ben\u00f6tigten sie 16 Tage f\u00fcr den rund 32 Meter langen Tunnel unter der Oranienburger Chaussee. Etwa viertausend Eimer Sand mussten aus dem Gang herausgeholt werden. Denn damit Lisbeth mitkommen konnte, sollte der unterirdische Fluchtweg geradezu komfortable Ma\u00dfe haben: 70 Zentimeter breit, aber mindestens 1,30 und bis zu 1,75 Meter hoch. Kein anderer Stollen unter dem vermeintlich \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/berliner-mauer\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/berliner-mauer\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">antifaschistischen Schutzwall<\/a>\u201c erreichte jemals eine auch nur ann\u00e4hernde H\u00f6he \u2013 sie ma\u00dfen bei L\u00e4ngen zwischen 15 und 160 Metern meist nur 70 bis 90 Zentimeter im Quadrat, waren maximal einen guten Meter hoch. <\/p>\n<p>Die Fluchttunnel von Berlin, die haupts\u00e4chlich von Ende 1961 bis 1965 gegraben wurden (mit einer zweiten, kleineren \u201eKonjunktur\u201c 1970 bis 1973) sind historisch weltweit einzigartig. Denn hier versuchten Menschen aus einer Diktatur in eine eingemauerte Teilstadt zu entkommen \u2013 etwas ganz anderes als etwa bei Fluchtstollen aus Gef\u00e4ngnissen oder Gefangenenlagern. Ungef\u00e4hr 75 ernsthafte solche Fluchtprojekte sind durch Zeitzeugenerinnerungen, Stasiakten, Unterlagen der DDR-Grenzer, westlichen Papieren und Fotos dokumentiert; durch etwa die H\u00e4lfte davon konnten Ostdeutsche fl\u00fcchten. Verdient gemacht hat sich darum vorrangig <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article246214470\/Berliner-Mauer-Ein-zerstoerter-Fluchttunnel-als-Bodendenkmal-Was-fuer-ein-Quatsch.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article246214470\/Berliner-Mauer-Ein-zerstoerter-Fluchttunnel-als-Bodendenkmal-Was-fuer-ein-Quatsch.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dietmar Arnold<\/a>, Gr\u00fcnder und Vorsitzender des Vereins Berliner Unterwelten, der nahe der Bernauer Stra\u00dfe sogar ein <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.berliner-unterwelten.de\/fuehrungen\/oeffentliche-fuehrungen\/unterirdisch-in-die-freiheit.html\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.berliner-unterwelten.de\/fuehrungen\/oeffentliche-fuehrungen\/unterirdisch-in-die-freiheit.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Tunnelmuseum<\/a> betreibt, in dem man in einen echten, 1970\/71 gegrabenen, allerdings nicht erfolgreichen Stollen schauen kann. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend mit geschichtswissenschaftlichen Methoden das Thema Fluchttunnel praktisch auserforscht ist, fehlte bisher eine arch\u00e4ologische Dokumentation. Denn die wissenschaftliche Ausgr\u00e4berei beschr\u00e4nkt sich keineswegs auf \u00dcberreste von Zivilisationen, die mehrere Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende zur\u00fcckliegen. Es gibt auch die Arch\u00e4ologie der Moderne, die sich mit Spuren von Ereignissen des 20. Jahrhunderts befasst. <\/p>\n<p>Typische Arbeitsgebiete sind Schlachtfelder des Ersten und Zweiten Weltkriegs, ferner Lager, seien es nationalsozialistische <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/zweiter-weltkrieg\/article132386611\/Gaskammern-des-Vernichtungslagers-Sobibor-entdeckt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/zweiter-weltkrieg\/article132386611\/Gaskammern-des-Vernichtungslagers-Sobibor-entdeckt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mordfabriken, die 1941 bis 1943 im seinerzeit besetzten Polen Millionen Menschenleben verschlangen<\/a>, seien es oberirdisch verschwundene Wohnorte von Fremdarbeitern. Sehr spannend sind zudem Funde in versch\u00fctteten Kellern kriegszerst\u00f6rter Geb\u00e4ude; dabei wurden beispielsweise 2010 nahe des Alexanderplatzes <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article10820567\/Archaeologie-Wie-entartete-Kunst-den-Bombenkrieg-ueberdauerte.html\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article10820567\/Archaeologie-Wie-entartete-Kunst-den-Bombenkrieg-ueberdauerte.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">16 verschollen geglaubte, vermeintlich \u201eentartete\u201c Skulpturen<\/a> entdeckt.<\/p>\n<p>Und eben die Reste der Berliner Mauer. Die Grenzbefestigungen, mit denen das SED-Regime Ostdeutsche hindern wollte, die DDR zu verlassen und ein selbstbestimmtes Leben zu f\u00fchren, wurde in den 1990er-Jahren oberirdisch nahezu spurlos abger\u00e4umt.  Doch unter der Erdoberfl\u00e4che, also dort, wo sich Arch\u00e4ologen wohlf\u00fchlen, gibt es viel zu entdecken. <\/p>\n<p>Fast zwei Jahrzehnte schon arbeitet der selbstst\u00e4ndige Arch\u00e4ologe Torsten Dressler immer wieder mal entlang des einstigen Todesstreifens rund um West-Berlin; seine ersten wissenschaftlichen Untersuchungen hier, im Fachjargon Surveys genannt, fanden 2007 statt. Jetzt ist die beinahe monumentale, zweib\u00e4ndige Dokumentation seiner Arbeit erschienen, nebenbei auch eine \u00fcberaus eindrucksvolle Doktorarbeit (\u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.konrad-verlag.de\/programm\/titel\/die-berliner-mauer-1961-1989-grenzanlagen-und-fluchttunnel.html\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.konrad-verlag.de\/programm\/titel\/die-berliner-mauer-1961-1989-grenzanlagen-und-fluchttunnel.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Die Berliner Mauer. Grenzanlagen und Fluchttunnel<\/a>\u201c. Konrad-Verlag  Wei\u00dfenhorn. 704 S., 69,95 Euro). Es ist zugleich streng wissenschaftliche wie hoch spannende Lekt\u00fcre.<\/p>\n<p>Zu den wichtigsten Themen der mehr als vier Kilo bedruckten Papiers geh\u00f6ren die  erfolgreichen Fluchttunnel in Glienicke\/Nordbahn, gelegen unmittelbar \u00f6stlich des (zu Mauerzeiten) West-Berliner Ortsteils  Frohnau. Die Verwaltungsgrenze zwischen dem Umland und der Gro\u00dfstadt verlief hier westlich der Oranienburger Chaussee \u2013 und weil sich daran die Sektoren der westlichen Schutzm\u00e4chte orientierten, lebte das Ehepaar Thomas seit 1945 ebenso wie die Familie Becker in der sowjetischen Zone, den franz\u00f6sischen Sektor vor Augen. <\/p>\n<p>Schon seit 1952 markierte hier ein (durch ostdeutsche Grenzpolizei kontrollierter, aber durchaus noch \u00fcberwindbarer) J\u00e4gerzaun das Ende der DDR und den Beginn der Freiheit. Nach der Absperrung der innerst\u00e4dtischen Sektorenlinie am 13. August 1961 errichteten auch hier Grenzer rasch mehrere parallele Stacheldrahtverhaue. Die Beckers gruben als erste unter der Oranienburger Chaussee einen Fluchtstollen, der am 24. Januar 1962 insgesamt 28 Menschen in die Freiheit brachte. Gut drei Monate sp\u00e4ter, am Abend des 5. Mai, war dann der Thomas-Tunnel fertig.<\/p>\n<p>Weil Dressler sich nicht beschr\u00e4nkt auf die eigentlichen Methoden seines Faches, sondern zus\u00e4tzlich \u00e4hnlich wie ein Historiker arbeitet, bietet seine Publikation zus\u00e4tzlich zur arch\u00e4ologischen Perspektive in weiterer Hinsicht substanziell neues Material. Zum Thomas-Tunnel zum Beispiel  bisher unver\u00f6ffentlichte Interviews von 2014 mit dem letzten noch lebenden Mitgr\u00e4ber, Detlev Schauer, und einem damaligen DDR-Grenzer. <\/p>\n<p>Schauer hatte 1962 als gerade 19-J\u00e4hrige einen Teil der Schufterei im Stollen geleistet. Sein Onkel war durch den Becker-Tunnel gefl\u00fcchtet, nun wollte die Familie Schauer einen \u00e4hnlichen Weg gehen. Erstaunlich scheint vor allem, wie improvisiert das ganze Unternehmen war. <\/p>\n<p>Der \u201eEiserne Gustav\u201c hatte Anfang April 1962 im Wohnzimmer ein Loch in den Holzfu\u00dfboden seines nur teilweise unterkellerten Hauses ges\u00e4gt und angefangen zu graben. Aber schnell zeigte sich: An dieser Stelle bot der z\u00e4he Lehmboden zu viel Widerstand. T\u00e4glich gerade einmal sechzig Zentimetern voranzukommen, erschien Max Thomas wenig verhei\u00dfungsvoll. Also suchte er auf seinem Grundst\u00fcck einen besseren Ausgangspunkt. Dazu pflanzte er \u2013 immer unter den Augen der patrouillierenden DDR-Grenzer auf der gesperrten Oranienburger Chaussee \u2013 mehrfach eine kleine Tanne  ein- und um. Schlie\u00dflich fand er, dicht am H\u00fchnerstall, relativ lockeren Sandboden.<\/p>\n<p>Am 20. April 1962 begannen die eigentlichen, streng geheimen Ausschachtungsarbeiten. \u201eDas Loch wurde immer gr\u00f6\u00dfer\u201c, berichtete Detlev Schauer, als sei das Vorhaben vollkommen normal gewesen: \u201eDann ging das immer weiter.\u201c Max Thomas, erinnerte er sich, \u201ewar wirklich noch r\u00fcstig f\u00fcr sein Alter\u201c. Von Zimmer des Wohnzimmers aus beaufsichtigte er das ganze Projekt. Immer wenn Grenzer sich der geheimen Tunnelbaustelle n\u00e4herten, l\u00f6schte er das Licht dort \u2013 der 19-J\u00e4hrige und die anderen M\u00e4nner h\u00f6rten dann sofort auf zu graben und verhielten sich still. Waren die stets mit Maschinenpistolen bewaffneten Grenzer wieder weg, ging es weiter. <\/p>\n<p>Die DDR-Uniformierten durften nat\u00fcrlich nicht wissen, wie faustdick es der alte Mann hinter den Ohren hatte: \u201eManchmal kamen Vopos bei ihm am Fenster vorbei, da hat er ein bisschen dusselig gequatscht und sie so auch ein wenig mit abgelenkt\u201c, beschrieb Schauer. <\/p>\n<p>Es d\u00e4mmerte gerade am Abend des 5. Mai 1962, als Max Thomas das Startsignal f\u00fcr die Flucht gab. Der Stollen war jetzt so weit, dass er jenseits des letzten Stacheldrahtzauns endete. In der Dunkelheit wurde von unten her der Ausstieg  ge\u00f6ffnet, und alle eingeplanten Fl\u00fcchtlinge konnten auf West-Berliner Seite wieder an die Oberfl\u00e4che kommen. <\/p>\n<p>Erst f\u00fcnf Tage sp\u00e4ter entdeckten DDR-Grenzer die Flucht und inspizierten den Stollen. Mindestens drei Uniformierte stiegen auf West-Berliner Seite aus dem Untergrund, kehrten aber allesamt zur\u00fcck. Die Stasi fotografierte den gesamten \u201eTatort\u201c. Dann wurde der Thomas-Tunnel mit einer Betonplombe verschlossen. <\/p>\n<p>Ein fr\u00fcherer DDR-Grenzer, der 1962 vor Ort im Einsatz war und das Ehepaar Thomas kannte, sagte Dressler 2014: \u201eAls ich geh\u00f6rt habe, dass die den Tunnel gebaut haben, musste ich so lachen.\u201c Eine gewisse Achtung war unverkennbar bei seinen n\u00e4chsten Worten: \u201eDas war ein lustiger Bursche, der alte Max Thomas!\u201c<\/p>\n<p>Am Einstieg im H\u00fchnerstall stie\u00dfen die Ermittler der Stasi \u00fcbrigens auf einen sperrigen Koffer. Als sie ihn \u00f6ffneten, fanden sie W\u00e4sche und die Briefe der Familie Thomas. Ob Lisbeth ihren Schatz vergessen hat oder ob ihr Mann sie im letzten Moment davon abbrachte, sich mit dem Gep\u00e4ck zu belasten, muss offen bleiben. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/sven-felix-kellerhoff\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/sven-felix-kellerhoff\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>Sven Felix Kellerhoff <\/b><\/a><b>ist Leitender Redakteur bei WELTGeschichte. Zu seinen Themenfeldern geh\u00f6ren neben Nationalsozialismus und Bundesrepublik auch die DDR und besonders die Teilung Berlins. Mit Fluchttunneln befasst er sich seit rund zwei Jahrzehnten, die Arbeit von Torsten Dressler verfolgt er seit 2010.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund 4000 Eimer Sand holten mehrere \u00e4ltere und ein junger Mann im April und Mai 1962 aus dem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":681143,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[6425,296,158074,29,158075,30,158076],"class_list":{"0":"post-681142","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-archaeologie","9":"tag-berlin","10":"tag-berliner-mauer-ks","11":"tag-deutschland","12":"tag-fluchthilfe-ks","13":"tag-germany","14":"tag-mauerbau-1961-ks"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115810515463006083","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681142","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=681142"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681142\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/681143"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=681142"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=681142"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=681142"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}