{"id":681853,"date":"2025-12-31T03:42:21","date_gmt":"2025-12-31T03:42:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/681853\/"},"modified":"2025-12-31T03:42:21","modified_gmt":"2025-12-31T03:42:21","slug":"verwaltungsreform-in-berlin-ab-1-januar-2026-in-kraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/681853\/","title":{"rendered":"Verwaltungsreform in Berlin ab 1. Januar 2026 in Kraft"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/rotesrathaus870.jpg\" alt=\"Rotes Rathaus in Berlin-Mitte mit Neptunbrunnen - Foto: m\/s\"\/><\/p>\n<p>Rotes Rathaus in Berlin-Mitte mit Neptunbrunnen &#8211; Foto: m\/s<\/p>\n<p>Die lange geplante und vorbereitete Berliner Verwaltungsreform tritt mit Beginn des neuen Jahres in Kraft. Die Berliner Verwaltung mit ihren Senatsverwaltungen und zw\u00f6lf Bezirks\u00e4mtern wird k\u00fcnftig effizienter organisiert und soll schneller und flexibler werden. \u2014 Rechtlicher Rahmen ist das neue Gesetz \u00fcber die Organisation der Landesverwaltung (<a href=\"https:\/\/gesetze.berlin.de\/bsbe\/document\/jlr-LOrgGBE2025pIVZ\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/gesetze.berlin.de\/bsbe\/document\/jlr-LOrgGBE2025pIVZ\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Landesorganisationsgesetz \u2013 LOG BE vom 10. Juli 2025<\/a><a href=\"https:\/\/gesetze.berlin.de\/bsbe\/document\/jlr-LOrgGBE2025pIVZ#\/search\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">)<\/a>. Es sorgt f\u00fcr \u00a0klare Zust\u00e4ndigkeiten und eine bessere gesamtst\u00e4dtische Steuerung Berlins. Es tritt am 1.1.2026 in Kraft.<\/p>\n<p>Reformschritte \u2013 was ist geplant?<\/p>\n<p>Mit der Reform sollen die Arbeitsabl\u00e4ufe in den Beh\u00f6rden verbessert werden. Das LOG BE regelt klar, welche Verwaltung welche Aufgaben \u00fcbernimmt. Die Reform st\u00e4rkte den Senat bei der gesamtst\u00e4dtischen Steuerung und bindet die Bezirke fr\u00fchzeitig in neue Vorhaben ein. <br \/>Das bisherige Allgemeine Zust\u00e4ndigkeitsgesetz (AZG) wird damit ersetzt. Zus\u00e4tzlich \u00e4ndert sich die Verfassung von Berlin, die die Aufgabenverteilung zwischen Senat und Bezirken neu gestaltet. \u00a0Die Interessen der Bezirke m\u00fcssen dann fr\u00fchzeitig zu den Fragen der Verwaltung und der Gesetzgebung beteiligt werden, wenn Belange der Bezirke betroffen sind. Ebenso wird das Konnexit\u00e4tsprinzip in der Berliner Verfassung verankert. K\u00fcnftig gilt damit in Finanzfragen die Regel: Wer bestellt, muss auch zahlen \u2013 oder anderweitig die notwendigen Ressourcen zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>Mit dem neuen LOG BE werden drei Hauptziele gesetzt: <\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Klarheit und Transparenz werden geschaffen: es wird eine klare Aufgabenteilung geben und transparente Zust\u00e4ndigkeiten zwischen Politik und Querschnittsfeldern werden eingerichtet.<\/li>\n<li>Die Gesamtst\u00e4dtische Steuerung wird gest\u00e4rkt. K\u00fcnftig gibt der Senat zum Beispiel vor, welche Formulare und Antr\u00e4ge in den Bezirken verwendet werden, um alle Prozesse einheitlich zu gestalten.<br \/>Neue Instrumente, wie etwa Verwaltungsvorschriften, die vom Senat erlassen werden, helfen den Bezirken, sich k\u00fcnftig besser zu orientieren und helfen dabei Vorgaben einzuhalten.<\/li>\n<li>Die Berliner Bezirke werden als politische Einheiten gest\u00e4rkt werden. Die Finanzautonomie wird durch das verbindliche Konnexit\u00e4tsprinzip gest\u00e4rkt. K\u00fcnftig erhalten die Bezirke auch Finanzmittel f\u00fcr neue hinzu kommende Aufgaben. Damit werden k\u00fcnftig auch neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Bezirken und Senat entstehen.<\/li>\n<\/ul>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li\/>\n<\/ol>\n<p><strong>Politikfeldorientierung<\/strong> <strong>und neuer Prozesskatalog<\/strong><\/p>\n<p>Ein wichtiger Punkt der Reform ist die Politikfeldorientierung, die eine Ausrichtung an Handlungsfeldern mitbringt. Damit sollen Doppelzust\u00e4ndigkeiten und Beh\u00f6rden-PingPong vermieden werden. <br \/>Dazu wird auch ein neuer Prozesskatalog erstellt,  der alle Aufgaben der Verwaltung als Prozesse erfasst. Aktuell sind bereits \u00fcber 4.000 Aufgaben von Senatsverwaltungen und Bezirks\u00e4mtern aufgelistet.<\/p>\n<p><strong>Dezentralisierung der Aufsicht und neue Einigungsstelle<\/strong><\/p>\n<p>Bisher unterliegen die zw\u00f6lft Bezirke der Aufsicht des Senats. K\u00fcnftig soll diese Aufsicht dezentralisiert werden. Ferner wird eine neue Einigungsstelle bei der Senatskanzlei eingerichtet, die zwischen Bezirk und Senat vermittelt, wenn sich gr\u00f6\u00dfere Fragen und Konflikte in den Weg stellen. <\/p>\n<p>Damit die Reform ihr Wirkung voll entfalten kann, muss sie sorgsam und Schritt f\u00fcr Schritt in den Beh\u00f6rden implementiert werden. Die Berliner Verwaltung damit ab dem 1. Januar 2026 zur lernenden Organisation, die die neuen Regelungen und Instrumente einarbeitet und umsetzt, damit die Reform und die geplanten Verbesserungen auch perspektivisch bei den Berlinerinnen und Berlinern ankommen.<\/p>\n<p>Der Regierende B\u00fcrgermeister von Berlin, Kai Wegner sagte dazu: \u201eDie Verwaltungsreform ist die Grundlage f\u00fcr ein funktionierendes Berlin. Sie wird daf\u00fcr sorgen, dass Entscheidungen k\u00fcnftig schneller, flexibler und effizienter getroffen werden. Die Berlinerinnen und Berliner werden von den klaren Zust\u00e4ndigkeiten und schnelleren Entscheidungsprozesse in der Verwaltung profitieren. Denn darum geht es: Wir wollen die Lebensqualit\u00e4t der Berlinerinnen und Berliner Schritt f\u00fcr Schritt verbessern. \u201c<\/p>\n<p>Martina Klement, Staatssekret\u00e4rin f\u00fcr Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung und Chief Digital Officer (CDO) des Landes Berlin hat die Verwaltungsreform entscheidend voran gebracht. Sie sagte: \u201eIm Transformationsjahr 2026 wird die Berliner Verwaltung die neuen Instrumente erlernen und nutzen. Unsere Kernaufgabe ist es, die einzelnen Reformschritte so umzusetzen, dass sie im Alltag der Berliner Verwaltung auch gut funktionieren.\u201c<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/rbmskzl\/aktuelles\/pressemitteilungen\/2025\/pressemitteilung.1629077.php\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.berlin.de\/rbmskzl\/aktuelles\/pressemitteilungen\/2025\/pressemitteilung.1629077.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pressemitteilung vom 29.12.2025<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/rbmskzl\/politik\/senat\/verfassung\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.berlin.de\/rbmskzl\/politik\/senat\/verfassung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verfassung von Berlin <br \/><\/a><br \/><a href=\"https:\/\/gesetze.berlin.de\/bsbe\/document\/jlr-VerfBErahmen\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/gesetze.berlin.de\/bsbe\/document\/jlr-VerfBErahmen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Verfassung von Berlin<\/a> \u2013 Gesamtausgabe in der G\u00fcltigkeit vom 12.05.2024 bis 31.12.2025<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rotes Rathaus in Berlin-Mitte mit Neptunbrunnen &#8211; Foto: m\/s Die lange geplante und vorbereitete Berliner Verwaltungsreform tritt mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":681854,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[19729,296,29,30,19730,2075,14,530,16,3871,1009,19728,4283,8509,55],"class_list":{"0":"post-681853","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-bauvorhaben","9":"tag-berlin","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-interkultur","13":"tag-kunst","14":"tag-nachrichten","15":"tag-pankow","16":"tag-politik","17":"tag-prenzlauer-berg","18":"tag-recht","19":"tag-schoenhauser-allee","20":"tag-shopping","21":"tag-weissensee","22":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115812115725811540","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=681853"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681853\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/681854"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=681853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=681853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=681853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}