{"id":681949,"date":"2025-12-31T04:43:33","date_gmt":"2025-12-31T04:43:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/681949\/"},"modified":"2025-12-31T04:43:33","modified_gmt":"2025-12-31T04:43:33","slug":"hohe-millionen-beute-bei-bankeinbruch-in-gelsenkirchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/681949\/","title":{"rendered":"Hohe Millionen-Beute bei Bankeinbruch in Gelsenkirchen"},"content":{"rendered":"<p>Gelsenkirchen (dpa) &#8211; Ein gewaltiges Loch in der dicken Wand des Tresorraums zeugt von einem der gr\u00f6\u00dften Einbruch-Coups der deutschen Kriminalgeschichte. In einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen brachen unbekannte T\u00e4ter nach Bankangaben \u00fcber 95 Prozent der 3.250 Kunden-Schlie\u00dff\u00e4cher auf. Die Beute der Einbrecher wird grob auf rund 30 Millionen Euro gesch\u00e4tzt, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Von mehr als 2.500 Gesch\u00e4digten wird demnach ausgegangen.\u00a0<\/p>\n<p>Wie lief der Coup ab?<\/p>\n<p>Den Einbruch in die Sparkassenfiliale im Stadtteil Buer hatten Einsatzkr\u00e4fte am fr\u00fchen Montagmorgen infolge eines Alarms der Brandmeldeanlage entdeckt. Feuerwehrleute und Polizisten suchten daraufhin im Bankgeb\u00e4ude nach einem m\u00f6glichen Feuer und stie\u00dfen dabei im Keller auf die Spuren des Einbruchs. Die T\u00e4ter drangen durch mehrere T\u00fcren zun\u00e4chst in einen Archivraum ein, von dem sie sich aus mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank vorarbeiteten.\u00a0<\/p>\n<p>Die Beutetour in der Bankfiliale zog sich m\u00f6glicherweise \u00fcber Tage hin: Zeugen beobachteten in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere M\u00e4nner mit gro\u00dfen Taschen im Treppenhaus eines angrenzenden Parkhauses. Videokameras in dem Parkhaus erfassten am fr\u00fchen Montagmorgen einen hochmotorisierten schwarzen Wagen mit einem in Hannover gestohlenen Kennzeichen. Im Auto sitzen maskierte Personen, von denen eine die Schranke zur Ausfahrt bet\u00e4tigt.\u00a0<\/p>\n<p>Beute kann noch viel gr\u00f6\u00dfer sein<\/p>\n<p>Wie viel Bargeld, Gold und Wertgegenst\u00e4nde die T\u00e4ter davonschleppten, das muss erst noch ermittelt werden. Denn die Banken wissen nicht, was in den Schlie\u00dff\u00e4chern gelagert wird. Die Betroffenen m\u00fcssen kontaktiert werden. Bei den 30 Millionen Euro handelt es sich laut Ermittlerkreisen lediglich um eine grobe Hochrechnung anhand der Versicherungssumme. Jedes Schlie\u00dffach ist nach Angaben der Sparkasse Gelsenkirchen mit 10.300 Euro versichert.\u00a0<\/p>\n<p>Die Beute k\u00f6nnte also noch h\u00f6her ausgefallen sein. \u00abWir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus\u00bb, sagte ein Sprecher der Polizei.<\/p>\n<p>\u00a0Tumult vor der Bankfiliale<\/p>\n<p>Unter den besorgten Kunden w\u00e4chst sichtbar der Unmut. Am zweiten Tag infolge versammelte sich eine Menschenmenge vor der Filiale. Die Sparkasse hatte zuvor eine Wieder\u00f6ffnung und erste Informationen f\u00fcr die Betroffenen in Aussicht gestellt. Die Zahl der in der K\u00e4lte wartenden Menschen stieg am fr\u00fchen Vormittag wieder auf sch\u00e4tzungsweise 200 an, wie ein dpa-Reporter berichtete. \u00abWir wollen rein, wir wollen rein!\u00bb, forderte lautstark ein Sprechchor.\u00a0<\/p>\n<p>Die Lage drohte zu eskalieren. Mehrere Menschen st\u00fcrmten an Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma vorbei in den Vorraum der Sparkasse. Die Polizei r\u00fcckte mit mehreren Streifenwagenbesatzungen an und sicherte den Eingang. Die Polizei machte mehrfach eine Durchsage: \u00abDie Bank bleibt heute geschlossen, Informationen auf der Website der Sparkasse. Gehen Sie nach Hause.\u00bb<\/p>\n<p>Im Tagesverlauf schaltete die Bank einige Informationen im Internet frei. \u00abJe nach Sicherheitslage wird \u00fcber die \u00d6ffnung der Filiale Buer entschieden\u00bb, hei\u00dft es.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abErstmal dr\u00fccken wir unser tiefstes Bedauern dar\u00fcber aus, dass wir so sp\u00e4t kommunizieren k\u00f6nnen\u00bb, erkl\u00e4rte ein Mitarbeiter, der am Nachmittag f\u00fcr Pressefragen vor Ort war. Er verwies darauf, dass die Polizei zun\u00e4chst Spuren bis zum Montagnachmittag gesichert habe. Zu bestimmten Zeiten stehe nun eine Hotline zur Verf\u00fcgung. Der Tresorraum k\u00f6nne aufgrund massiver baulicher Sch\u00e4den auch von den Bankmitarbeitern derzeit nicht betreten werden.\u00a0<\/p>\n<p>Auch nach der Stellungnahme der Sparkasse \u00e4u\u00dferten sich immer wieder Menschen lautstark vor dem Geb\u00e4ude. Ein Polizeibeamter ermahnte einen Mann und rief ihn zur Ruhe auf. Der hatte mit lauten Rufen sein Misstrauen gegen\u00fcber der Bank ausgedr\u00fcckt und zu K\u00fcndigungen aufgefordert.<\/p>\n<p>Fr\u00fcherer Brandmeldealarm<\/p>\n<p>H\u00e4tte der Einbruch m\u00f6glicherweise schon fr\u00fcher bemerkt werden k\u00f6nnen? Wie die Polizei jetzt mitteilt, hat es bereits am Samstag einen Brandmeldealarm in dem Bankgeb\u00e4ude gegeben. Damals waren Polizei und Feuerwehr gegen 6.15 Uhr vor Ort, \u00abkonnten aber nichts feststellen, was auf einen Schaden schlie\u00dfen lie\u00df\u00bb, hei\u00dft es in der j\u00fcngsten Mitteilung. Die genauen Abl\u00e4ufe dieses Einsatzes sind den Angaben zufolge auch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gelsenkirchen (dpa) &#8211; Ein gewaltiges Loch in der dicken Wand des Tresorraums zeugt von einem der gr\u00f6\u00dften Einbruch-Coups&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":681950,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1834],"tags":[2294,3364,29,3688,30,177,1209],"class_list":{"0":"post-681949","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-essen","8":"tag-bank","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-essen","12":"tag-germany","13":"tag-kriminalitt","14":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115812355751737273","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681949","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=681949"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/681949\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/681950"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=681949"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=681949"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=681949"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}